Neschle-Depeschle 3

Irres Dummdödeln an der CO2-Front

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Für den kleinen Hunger zwischendurch: Der schnelle Einwurf in den Strafraum

Einmal hin, einmal her, rundherum das ist nicht schwer. (aus einem Kinderlied)

Da sitzt Neschle morgens beim Frühstück und liest in seinem Frühstücksblatt, der Rheinischen Post, auch RP genannt, am 7. März 2007 auf der Titelseite: „Klima-Angst – Krefeld stoppt Kraftwerksbau“. Und zwar den eines hochmodernen und extrem emissionsarmen Kraftwerks. –

Wie viel Prozent des weltweiten Kohlendioxids spart man hierdurch ein angesichts der Tatsache, dass in China wöchentlich ein eher größeres Kraftwerk mit sicher erheblich mehr Emissionen ans Netz geht? … Richtig! –

Ja, Neschle weiß schon: Man sollte immer erst vor der eigenen Türe kehren! Irgendwo muss man ja anfangen: „Wenn nicht wir, wer sonst; wenn nicht jetzt, wann dann?“, heißt es im Weltmeisterschaftshit der Handballer. Doch Neschle fragt ja nur so, weil er in dieser Zeitung in seinem Lokalteil noch etwas ganz anderes findet.

Denn da Neschle diese Zeitung eigentlich nur wegen „Aus dem Gelderland“ liest, überfliegt er auch diesen Lokalteil, obwohl der ziemlich schlecht gemacht ist, so dass Neschle ihn hier gar nicht weiter schlechtmachen muss. Und da, in der Mitte der ersten Lokalseite (B 1), in Anführungszeichen, hervorgehoben, ist über die Erweiterung der Fliegerei auf einem wirklich nicht benötigten Flughafen-WC (Sorry! Ein Hörfehler des Sekretärs: Es darf auch heißen „Flughafen Weeze“!) das Folgende zu lesen: „Ludger van Bebber [das ist der Leiter des Flughafens] rechnete indes vor, dass der Klimawandel zwar bedenklich sei. Der Flugverkehr jedoch‚ nur zwei Prozent der CO2-Emissionen’ ausmache. ‚Fakt ist, wenn wir aufhören zu fliegen, sparen wir nur zwei Prozent. Ich fürchte, dass wir die Diskussion nicht an der richtigen Stelle führen.“ (Die individuelle Zeichensetzung kennzeichnet das besondere Niveau von Neschles Lokalzeitung.)

Na, dann führen wir sie mal an dieser Stelle, wenn die eigene Nase immer die falsche ist. Und ziehen wir hier auch einen Landrat Spreen (Bitte nicht chinesisch aussplechen!) mit hinein, der sich für ein stärkeres Engagement des Kreises Kleve bei diesem Flieger-Ei einsetzt, was der Bevölkerung dort ins Nest gelegt wird.

Ein Widerspruch zwischen beiden Reaktionen? Nein! Doch nicht in der Politik! Man kann sich das Ganze als eine Art CO2-Gegenfinanzierung vorstellen. Die vermeintlich cleveren Klever bauen ihren Flughafen als Euro-Grab aus und die krassdoofen Krefelder verzichten dafür auf ihren Kraftwerksbau! Doch steckt dahinter nicht dieselbe Lüge wie bei den „gegenfinanzierten Steuersenkungen“? Na klar, aber die Leute schlucken es doch auch bei jeder so genannten „Steuersenkung“. –

Doch das ist kein „Rumblödeln“, was die Leute hier machen. Die machen das in Echt! Sie tun es! Das ist irres Dummdödeln! Da weiß die Rechte zwar, was die Linke tut, will es aber partout nicht wissen.

Nicht dass der Leser jetzt denkt, das sei politisch gemeint. Nein! „Jetzt haben die Ratsfraktionen von CDU und SPD jeweils einstimmig beschlossen, das Kraftwerk abzulehnen“ heißt es auf der Titelseite besagter RP. Dabei hat sich erst „in den vergangenen zwei Wochen … die Stimmung in der Seidenstadt völlig gewandelt. Die jüngste Klimastudie und die Diskussion um die Kohlendioxidbelastung rückten in den Mittelpunkt.“ So unterbleibt dann mal eben eine Milliardeninvestition, bei der etwa 20 Millionen jährlich allein für die Instandhaltung ausgegeben würden, und alle Folgeinvestitionen. Jahrelange Planungsarbeiten sind für die Katz und Arbeitsplätze wird es nicht geben. Krefeld braucht wahrscheinlich keine. Dann sollen sie aber – verdammt noch mal – auch künftig aufhören zu jammern!

Ja ist denn Neschle gegen den Klimaschutz? Um Gottes willen! Er ist gegen die „Klima-Angst“, die in der Schlagzeile der RP heraufbeschworen wird. Denn Angst essen nicht nur Seele auf, sondern auch Hirn. Sogar mit größerer Begeisterung!

Neschle erklärt seine Haltung mal wieder an seinem großen Vorbild: seiner klugen Hündin Lucy. Die sucht im Garten fieberhaft nach neuen und guten Knochen, die dort irgendwo versteckt sind. Doch sie gibt den alten Knochen nicht aus dem Maul, bis sie den neuen Knochen gefunden hat, der ihren Gütekriterien entspricht! Verstanden? Wirklich? – Lucy würde also für den miserablen Knochen der Klever ihren alten nicht aus dem Maul geben, aber für den durchaus passablen der Krefelder schon. Natürlich nur, bis sie einen noch besseren gefunden hat!

Und die Moral von der Geschicht: Es gehören mehr Frauen in die Politik, zumindest weibliche Hunde!

Die zweite Moral: Die Politik hat offenbar keine, zumindest keine durchgängige!

Die dritte und letzte: Irgendwie sorgt der Klima-Wandel auch für einen Klima-Wandel in der Politik. Bei der globalen Erwärmung brennen offenbar auch alle politischen Sicherungen durch und bei falschen Entscheidungen ziehen jetzt alle (großen) Parteien an einem Strick. Doch anders als früher sogar in derselben Richtung. Das Beunruhigende daran: Beide Entscheidungen sind grundfalsch, die der Klever und die der Krefelder!

– Ende des Depeschle 3–

Was mit unserer Welt geschieht,

bestimmt das Kohlendioxid.

But the ghost of global warming

means not always global warning.

While Germans contribute, still weakly,

China builds new “Kraftwerks” weekly.

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