Leon Neschle©

Das Buch der Sprüche: Teil 12

„Scheiß Zusammenspiel!“ (Mats Hummels) – Aufgepasst Freunde der Rechtschreibreform! Beim Fußball reicht nicht, dass man zusammen spielt. Man muss auch zusammenspielen. Deshalb gewinnen ja nicht die besten Elf, sondern die beste Elf.

Reduziert sich der Mensch allein auf Unterschiede im Glauben, herrscht Krieg aller gegen alle.

Je öfter ich Kommentare im Internet lese, umso weniger glaube ich an Schwarmintelligenz und Volksentscheide.

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Leon Neschle©

Das Buch der Sprüche: Teil 11

Die Sklaven dieser Gesellschaft heißen „Steuerpflichtige“. Die Einkommensteuer hält sie in Ketten, das Steuerstrafrecht hat die Folterinstrumente. Und ihr Geld bekommen griechische und spanische Banken?

Ein Blick schafft noch keinen Einblick.

Kinder gehen „in die Schule“: Der „fortschrittliche“ Pädagoge geht heute „in Schule“. Er ist da, wo seine Bildungsphantasien sind, aber keine Kinder. Sollte er deshalb nicht besser „fortgeschritten“ oder sogar „weggtreten“ heißen?!

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Leon Neschle 88

Die Erbsünden des Liberalismus – Essay in neun Teilen und sieben Sünden

Teil 4

„Wer die Freiheit anderer achtet, zeigt allein dadurch mehr soziale Verantwortung als die Befürworter totalitärer Systeme, denen individuelle Freiheit nichts gilt.“ (Neschle)

Die dritte Erbsünde: Egoismus statt soziale Verantwortung

Die dritte Erbsünde wird den Liberalen am häufigsten angelastet. Dennoch steckt sie nicht in den liberalen Genen. Sie findet sich aber in der libertären Mutation des Liberalismus. Libertäre verbergen sich (zu) oft als „Bekenntnisliberale“ hinter dem liberalen Etikett. Den Liberalen ist vorzuwerfen, dass sie nicht deutlich genug und nicht öffentlichkeitswirksam gegen diesen Etikettenschwindel vorgehen. 

So mancher Bekenntnisliberale glaubt, der Liberalismus lasse unbeschränkte Freiheit zu und völligen Egoismus des Einzelnen, ja fordere ihn sogar im Wirtschaftsliberalismus, ohne dass davon ein Schaden für die Gesellschaft ausgeht. Nach der Bienenfabel von Mandeville[1] werden durch den Zwang zu freiwilliger Einigung am Markt sogar private Laster zu öffentlichen Vorteilen. Auch der politische Abstimmungsprozess setzt den Individuen gesellschaftliche Schranken bei der Durchsetzung ihrer egoistischen Ziele.

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Leon Neschle©

Das Buch der Sprüche: Teil 10

Heißt „real“ wirklich „königlich“ oder wirklich „wirklich“? Oder ist Real ein Supermarkt mit Allesdrin?

Nicht jeder Hund heißt „Hannover“, nur weil er an der Leine geht.

Was die meisten am wenigsten haben, will ich wenigstens am meisten haben: Ideen, damit die mich wenigstens beneiden und bestehlen können.

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Leon Neschle 87

Die Erbsünden des Liberalismus – Essay in neun Teilen und sieben Sünden

Teil 3

„Wenn der Verstand gottgegeben ist, muss auch sein Einsatz gottgewollt sein“ (Neschle)

Die zweite Erbsünde: Menschenverstand statt Gottes Gebot

Die zweite Erbsünde liegt wie die erste in den Genen des Liberalismus. Sie wird den Liberalen jedoch nur von Seiten der Religionen vorgeworfen. Dennoch ist die Aus-einandersetzung damit nicht nur von religiösem oder historischem Wert. Sie bringt tiefe Einblicke in den Liberalismus, insbesondere zu der Frage, ob man sich durch den eigenen Verstand versklaven kann und sich so selbst die Freiheit nehmen kann, für die man eigentlich eintreten will.

Die Liberalen haben den menschlichen Verstand, kein göttliches Gebot zum Ausgangspunkt ihres Denkens gemacht. Die Freiburger Thesen der FDP[1] fordern in diesem Sinne „Fortschritt durch Vernunft“. Philosophien, die den Menschen und seine Vernunft und nicht Gott zum Ausgangspunkt ihres Denkens machen, ordnet Harari zwar dem „Humanismus“ zu, betrachtet sie aber als „Religionen“[2]:

„Die Grundüberzeugung humanistischer Religionen wie des Liberalismus, des Kommunismus und des Nationalsozialismus lautet, dass Homo sapiens über einen einzigartigen und heiligen Wesenskern verfügt, der Quell allen Sinns und aller Macht im Universum ist.“ 

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