{"id":623,"date":"2013-05-06T14:21:13","date_gmt":"2013-05-06T13:21:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/neschle-depeschle-20\/"},"modified":"2020-06-20T12:44:52","modified_gmt":"2020-06-20T11:44:52","slug":"neschle-depeschle-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/neschle-depeschle-20\/","title":{"rendered":"Neschle-Depeschle 20"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 align=\"justify\"><strong><span style=\"color: #4f81bd;\">Evangelischer Kirchentag 2013:<\/span><\/strong><br \/>\n<strong><span style=\"color: #4f81bd;\">Bibelfest und doch nicht bibelfest!<\/span><\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle<\/strong><br \/>\n<strong>F\u00fcr den kleinen Hunger zwischendurch: Der schnelle Einwurf in den Strafraum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>Die evangelische Kirche versteht die Bibel nicht! Was soll da Bruder Martin denken?<\/strong><\/p>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Gerade ist er zu Ende gegangen: der Evangelische Kirchentag 2013 mit der Losung \u201eSoviel du brauchst\u201c. Unter dieser Losung war auch Peer Steinbr\u00fcck zu Besuch. Das sagt entweder viel dar\u00fcber, wie \u201eernst\u201c der Kirchentag seine Losung nahm, oder etwas dar\u00fcber, wie viel Gnade die Kirche auch gegen\u00fcber \u201ePharis\u00e4ern\u201c walten l\u00e4sst, die zumindest fr\u00fcher (wer\u2019s glaubt?!) die eigene Gier nicht im Griff hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Neschle wundert sich aber vor allem dar\u00fcber, wie wenig die evangelische Kirche die Bibel als Grundlage der eigenen Moralvorstellungen kennt, von den Folgen ihrer davon verselbst\u00e4ndigten Moral f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft ganz zu schweigen. In aller Regel gen\u00fcgt unseren Moralaposteln n\u00e4mlich ihre Gesinnungsethik, mit der sie sich in gel\u00e4uterter Selbstzufriedenheit hinter ihrer k\u00fcnstlichen Ethikfassade gegen \u201edie Gier da drau\u00dfen\u201c verschanzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>A. Bedarfsgerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Wer sich in der Gerechtigkeitstheorie auskennt, wird die Losung \u201eSoviel du brauchst\u201c der Bedarfsgerechtigkeit zuweisen, die h\u00e4ufig auch als eine Spielart der \u201esozialen Gerechtigkeit\u201c betrachtet wird. Letztere wird derzeit in der politischen Diskussion gern verwendet, meint dort aber mehr als die Forderung nach einfacher Selbstbescheidung, eine Deutung, welche die Kirchentagslosung herausfordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Verworren wird es, wenn eine zweite auf dem Kirchentag fast genauso h\u00e4ufig genannte Losung hinzutritt: \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c, womit klarer wohl \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeitsleistung\u201c gemeint ist. Und da standen nicht West und Ost, Ausl\u00e4nder und Inl\u00e4nder, sondern Frauen und M\u00e4nner im Vordergrund. Es ging also um gleichen geschlechtlichen Lohn f\u00fcr gleiche geschlechtliche Arbeit. Diese Losung kann aber als Spielart der Leistungsgerechtigkeit zu Ergebnissen f\u00fchren, die im Gegensatz zur Kirchentagslosung \u201eSoviel du brauchst\u201c stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Das aber ging in Reden und Predigten, vor allem aber in der guten Laune des Kirchentags unter (Die Presse berichtet: die fr\u00fchere Bisch\u00f6fin Margot K\u00e4\u00dfmann wurde dort gefeiert wie ein Popstar). So kommt \u201eKirche\u201c (ohne \u201edie\u201c, so wie es die Hirnfrommen sagen) allerdings nicht an die Konflikte zwischen den Gerechtigkeitsprinzipien heran. Diese Konflikte bestimmen die soziale Realit\u00e4t, w\u00e4hrend die Kirche im himmlischen Wolkenkuckucksheim der harmoniebesessenen Gutmenschen schwebt. Jeder erf\u00e4hrt n\u00e4mlich heute oft und schmerzlich, dass mit guten Absichten allein der Weg zur H\u00f6lle gepflastert ist, wenn man die Folgen seiner Losungen ignoriert. Doch die Hirnfrommen wollen das nicht merken, geschweige denn zugeben.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>B. Bedarfsgerechtigkeit und Leistungsgerechtigkeit<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Eines haben die Vorstellungen von Bedarfs- und Leistungsgerechtigkeit gemein: Sie beziehen sich beide auf ein Ergebnis (oder einen Endzustand), der als \u201egerecht\u201c bezeichnet wird. Um die beiden Leitspr\u00fcche \u201eSoviel du brauchst\u201c und \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit(sleistung)\u201c durchzusetzen, ben\u00f6tigt man eine Person oder Institution, die bestimmt, wie viel Du brauchst, was gleicher Lohn ist und was gleiche Arbeitsleistung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Bist Du das selbst, diese Person, ist es ein privates Lebensmotto, was im Falle von \u201esoviel du brauchst\u201c wohl als Aufruf zur eigenen Bescheidenheit gemeint war. Wie das Beispiel Peer Steinbr\u00fcck zeigt, war das zumindest bislang nicht das pers\u00f6nliche Lebensmotto aller Teilnehmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Die kommunistische Ideologie und die sozialistische Staatsphilosophie haben die Bedarfsgerechtigkeit aber weit \u00fcber die Selbstbescheidung hinaus zum zentralen Leitprinzip\u00a0<em>des Staatshandelns<\/em> erhoben und den Menschen genau das zugeteilt, was sie nach Ansicht der politischen F\u00fchrung zum sozialistischen Leben ben\u00f6tigen. \u201eSoviel du brauchst\u201c nach Ma\u00dfst\u00e4ben der sozialistischen \u201eF\u00fchrungselite\u201c. Damit haben sie der pers\u00f6nlichen Gier des gemeinen Volkes strikte Z\u00fcgel angelegt, den Zirkel der oberen F\u00fchrung aber davon ausgenommen. So verstanden, wird die Vorstellung vom \u201egerechten Bedarf\u201c zur diktatorischen Ideologie, die nicht nur in Nordkorea zeigt, dass sie sogar in Hungersnot enden kann. Da wird das \u201eSoviel du brauchst\u201c der sozialistischen Staatsphilosophie zur zynischen Selbstverneinung dieser Losung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Mit dieser Verwendung seiner Losung, bei der sie zum universellen Prinzip und f\u00fcr alle Menschen in gleicher Weise geltenden und durchgesetzten Prinzip wird, setzt sich der Kirchentag freilich gar nicht auseinander. So weit und tief geht die Selbstreflektion nun auch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Nehmen wir daher an, die Losung des Kirchentags sei \u2013 das ist die harmlose Version von \u201eSoviel du brauchst\u201c \u2013 allein als Vorschlag f\u00fcr ein privates Lebensmotto gedacht, als Aufruf zu mehr Bescheidenheit und Absage an die Gier, und konfrontieren dieses Lebensmotto mit dem zweiten Motto \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Nun leben wir hierzulande in einer Welt der Vertragsfreiheit, wo es im Rahmen vieler Gesetze einen Freiraum f\u00fcr private Absprachen gibt, die noch nicht staatlich geregelt sind. (Wie wichtig die Vertragsfreiheit der Bibel ist, nimmt auf dem Bibelfest der Bibelfesten niemand zur Kenntnis, weil man sonst mit dem Motto \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c nicht daherkommen k\u00f6nnte. Doch dazu unter C!) Wenn sich nun Frauen, die wieder mal als die Benachteiligten genannt wurden (ich w\u00fcsste da eine Menge anderer), in Verg\u00fctungsverhandlungen weniger durchsetzen (k\u00f6nnen), mag das aber auch Gr\u00fcnde haben, die gern unter den Teppich gekehrt werden. Nachfolgend nur drei davon, wobei der erste im Sinne des Kirchentags sogar hochwohll\u00f6blich w\u00e4re, aber eben ein Problem f\u00fcr das zweite Motto ist:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">&#8211; Frauen treten in Verg\u00fctungsverhandlungen im Durchschnitt bescheidener auf. Sie nehmen die Losung \u201eSoviel du brauchst\u201c auch ohne Kirchentag ernster als M\u00e4nner. Das allein kann zur Folge haben, dass am Ende nicht gleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit steht, sogar wenn auf der anderen Seite ebenfalls eine Frau sitzt, die nur das \u201eSoviel du brauchst\u201c f\u00fcr sich selbst anders interpretiert, als der Kirchentag es gedeutet sehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">&#8211; Es kommt nicht immer darauf an, welche Arbeit gemacht wird, sondern, wer sie macht. Nirgends wir das deutlicher als in F\u00e4llen, bei denen die gleiche Arbeit, ein und dasselbe Kunstwerk, pl\u00f6tzlich einem anderen K\u00fcnstler zugeschrieben wird. In der Folge steigt oder sinkt der \u201eWert\u201c f\u00fcr dieselbe Arbeit oft dramatisch. Da wird \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c zum Geschw\u00e4tz bei allen, die eine solche Umwertung nachvollziehen k\u00f6nnen, weil es noch lange nicht das Gleiche ist, wenn zwei Leute das Gleiche, dieselbe Arbeit, machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Viele KundInnen wollen unabh\u00e4ngig von der Qualit\u00e4t der Arbeit bei bestimmten Leistungen lieber von einer Frau bedient und beraten werden, bei anderen von einem Mann, sogar aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden, denn es ist nicht alles evangelisch.. Und Peer Steinbr\u00fcck verdient sein Geld doch nicht <em>f\u00fcr den Inhalt<\/em> seiner Rede. W\u00fcrde ich sie ihm schreiben und wir hielten beide dieselbe Rede, wobei ich bei mir als Verfasser sogar mehr inhaltliches Verst\u00e4ndnis unterstelle, wer von uns beiden erhielte wohl das h\u00f6here Honorar?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Damit ich nicht falsch verstanden werde: Ich beklage mich nicht dar\u00fcber, stelle aber fest: \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c gilt nicht, weil es hier weder auf das \u201eWas\u201c noch auf das \u201eWie\u201c der Arbeit ankommt, sondern allein auf das \u201eWer\u201c. Auf das \u201eWer\u201c kommt es auch an, wenn es darum geht, wer entscheidet, ob und wann \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c verlangt werden soll. Der Kunde, der H\u00f6rer und der Leser entscheiden h\u00e4ufig genug dagegen, wenn und weil es ihnen gar nicht auf den Inhalt der Arbeit ankommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Wenn das beim Kirchentag nicht geglaubt wird, sollten Frau K\u00e4\u00dfmann und ich vielleicht mal auf dem n\u00e4chsten Kirchentag dieselbe Rede halten! Selbst wenn ich nach \u00fcberwiegender Meinung den Stil (das \u201eWie\u201c der Rede) besser treffen w\u00fcrde: ich w\u00e4re nicht Frau K\u00e4\u00dfmann. Und darauf kommt es den meisten an. Auch wenn sie tausendmal in den Ruf \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c eingestimmt h\u00e4tten, w\u00fcrden sie sich da selbst widersprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">&#8211; Was ist \u201egleiche Arbeit\u201c? Geht es nur darum, wenn sie getan wird? Oder auch darum, ob sie z.B. besser planbar ist. Soweit man dem zustimmt und Frauen terminlich \u201eim Durchschnitt\u201c(!!!) mehr berufliche Freiheiten f\u00fcr sich in Anspruch nehmen, weil sie mehr private oder soziale Verpflichtungen \u00fcbernehmen, leisten sie selbst dann nicht dieselbe Arbeit, wenn sie diese tun, wenn sie sie tun. \u00d6konomisch ist hier ein \u201eRisikoabschlag\u201c sinnvoll, weil sonst M\u00e4nner nur den \u201eGleichen Lohn f\u00fcr verl\u00e4sslichere Arbeit\u201c bekommen. Gew\u00e4hrt man den Risikoabschlag nicht, wird jeder rational denkende Unternehmer auch zugunsten seiner anderen Arbeitnehmer versuchen m\u00fcssen, weniger (<em>solcher<\/em><span style=\"font-family: Arial;\">, <\/span>falls er sie unterscheiden kann) Frauen einzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Wir lassen diese Fragen mal dahingestellt, weil der Grundsatz \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c nur dann sicher durchsetzen l\u00e4sst, wenn man diktatorisch festlegt, was \u201egleicher Lohn\u201c (da machen z.B. Einmalzahlungen, Pensionen zu Lasten heutiger Verg\u00fctung Schwierigkeiten) und was \u201egleiche Arbeit\u201c ist, obwohl manchen die Arbeit als solche ganz egal ist und f\u00fcr sie allein das \u201eWer\u201c entscheidet.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>C. \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit!\u201c \u2013 Ein No-Go f\u00fcr das NT<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Im Vergleich zum Koran f\u00fcr die \u201emorgenl\u00e4ndische Gerechtigkeitsvorstellung\u201c ist die Bibel in ihrer Auswirkung auf Gerechtigkeitsvorstellungen und Recht vergleichsweise unbedeutend. Kirchenv\u00e4ter, wie Albert Magnus oder Thomas von Aquin, waren aber h\u00e4ufig Rechtsgelehrte und haben fr\u00fch die Ansichten der griechischen Philosophen f\u00fcr die \u201echristliche Welt\u201c nutzbar gemacht.<a title=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Das Neue Testament befasst sich an einer Stelle intensiv mit der Frage \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c, kommt aber zu einem anderen Ergebnis als der Evangelische Kirchentag. Doch die Bibel las man offenbar nicht beim Bibelfest der (offenbar nicht ganz so) Bibelfesten. Die Stelle im Neuen Testament kann aber heute noch als Wegweiser durch die Gerechtigkeitsdiskussion dienen und m\u00fcsste die kirchlichen Stellungnahmen eigentlich begr\u00fcnden (<em>Matth\u00e4us 20, 1 \u201315<\/em>, Einheits\u00fcbersetzung)<a title=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial;\"><sup>1<\/sup><\/span>\u201cDenn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der fr\u00fch am Morgen sein Haus verlie\u00df, um Arbeiter f\u00fcr seinen Weinberg anzuwerben.\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>2<\/sup><\/span>Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar f\u00fcr den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>3<\/sup><\/span>Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>4<\/sup><\/span>Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde Euch geben, was recht ist.\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>5<\/sup><\/span>Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. <span style=\"font-family: Arial;\"><sup>6<\/sup><\/span>Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag unt\u00e4tig herum?\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>7<\/sup><\/span>Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial;\"><sup>8<\/sup><\/span>Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten.\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>9<\/sup><\/span>Da kamen die M\u00e4nner, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. <span style=\"font-family: Arial;\"><sup>10<\/sup><\/span>Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial;\"><sup>11<\/sup><\/span>Da begannen sie \u00fcber den Gutsherrn zu murren <span style=\"font-family: Arial;\"><sup>12<\/sup><\/span>und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag \u00fcber die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.\u00a0<span style=\"font-family: Arial;\"><sup>13<\/sup><\/span>Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, Dir geschieht kein Unrecht. Hast Du nicht einen Denar mit mir vereinbart? <span style=\"font-family: Arial;\"><sup>14<\/sup><\/span>Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. <span style=\"font-family: Arial;\"><sup>15<\/sup><\/span>Darf ich mit dem, was mir geh\u00f6rt, nicht tun, was ich will? Oder bist Du neidisch, weil ich (zu den anderen) g\u00fctig bin?\u201c \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">In diesem Gleichnis kommt der Hausherr (Gott?) zu Ergebnissen, die f\u00fcr den Evangelischen Kirchentag schlichtweg unakzeptabel sind. Das aber hei\u00dft nichts anderes, als dass der Kirchentag sich mit seiner Losung \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c!\u201c gegen die Bibel wendet. Die f\u00fcr ihn unakzeptablen biblischen Grunds\u00e4tze sind:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>&#8211; \u201eGleicher\u00a0<\/em>Lohn f\u00fcr <em>ungleiche<\/em> Arbeit!\u201c und folglich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">&#8211; \u201e<em>Ungleicher<\/em> Lohn f\u00fcr <em>gleiche<\/em> Arbeit!\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>Obwohl der Kirchentag dagegen den Grundsatz \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit!\u201c f\u00fcr richtig h\u00e4lt, passt dieser weder zum Gleichnis noch zur Vertragsfreiheit.<\/em> Da gilt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">1. Jeder Vertrag \u00fcber Arbeit und deren Verg\u00fctung hat eine Laufzeit. Innerhalb dieser Laufzeit ist er von allen Vertragsparteien zu befolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">2. W\u00e4hrend der Laufzeit \u00e4ndern sich meist die Knappheitsverh\u00e4ltnisse am (Arbeits-)Markt. Neue Vertr\u00e4ge werden zu anderen Konditionen abgeschlossen. Das ist der Kern marktwirtschaftlicher Effizienz und Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">3. Sind Vertr\u00e4ge mit unterschiedlichen Konditionen gleichzeitig wirksam, kommt es zu \u201eungleichem Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c. Weil neue Vertr\u00e4ge zu jeweils geltenden Bedingungen abgeschlossen werden, sorgen die Marktbedingungen funktionierender M\u00e4rkte permanent f\u00fcr Ausgleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>\u201eUngleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c kann durchaus Folge freiwilliger Verhandlungen sein. Dies wird ungern akzeptiert, noch seltener verstanden.<\/em> Doch \u00fcbertr\u00e4gt man das Prinzip als \u201eGleiche Zinsen f\u00fcr gleiches Geld!\u201c, f\u00e4llt das Verst\u00e4ndnis pl\u00f6tzlich leicht:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Wer einen Kreditvertrag zum heutigen Zinsniveau abschlie\u00dft und den Zinssatz auf f\u00fcnf Jahre fixiert, kann nicht erwarten, von zwischenzeitlichen Zinssenkungen zu profitieren. Die Bank kann entsprechend keine Vorteile aus Zinserh\u00f6hungen ziehen, solange der Vertrag l\u00e4uft. Doch in der Zwischenzeit werden neue Vertr\u00e4ge\u00a0<em>zu anderen Konditionen<\/em> geschlossen. Daher kann gar\u00a0<em>nicht<\/em> gelten:\u00a0<em>\u201eGleicher Zins f\u00fcr gleiches Geld&#8220;.<\/em> Dies zu akzeptieren, f\u00e4llt offenbar weniger schwer, als auf die aus denselben Gr\u00fcnden unhaltbare Forderung \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u201c zu verzichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Jenseits theologisch begr\u00fcndeter Auslegung beschreibt der Kern des Gleichnisses bei Matth\u00e4us\u00a0<em>den Konflikt zwischen der Anerkennung von \u201eSpielregeln\u201c beim freiwilligen Tausch und der inhaltlichen Anerkennung der Tausch-Ergebnisse, also zwischen der Akzeptanz des Verfahrens und seiner Resultate, zwischen Verfahrens- und Ergebnisgerechtigkeit.<\/em> In der Argumentation des Gutsherrn kann man vier Grunds\u00e4tze entdecken:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">1. Grunds\u00e4tzliche Freiheit im Umgang mit Privateigentum: \u201eDarf ich mit dem, <em>was mir geh\u00f6rt<\/em><span style=\"font-family: Arial;\">, <\/span>nicht tun, was ich will?\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">2. Die Forderung nach Akzeptanz von Handlungsfreiheit: \u201eDarf ich mit dem, was mir geh\u00f6rt, nicht tun, <em>was ich will?&#8220;<\/em>\u00a0\u2013 Grunds\u00e4tzlich ist die M\u00f6glichkeit einzur\u00e4umen, Verg\u00fctungen durch freiwillige Verhandlungen zu vereinbaren. Jeder Beteiligte kann Konditionen zustimmen oder nicht. Lehnt er sie ab, kommt kein Vertrag zustande. Dies verlangt auch Zur\u00fcckhaltung beim Versuch, Verg\u00fctungen durch staatliche Vorgabe festzulegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">3.<em> \u201eMein Freund, Dir geschieht kein Unrecht. Hast Du nicht einen Denar mit mir vereinbart?\u201c \u2013 Bei Verhandlungsergebnissen, die von beiden Seiten akzeptiert sind, k\u00f6nnen nachtr\u00e4gliche \u00c4nderungen nicht einseitig eingefordert werden;<\/em> nicht einmal durch Verweis auf andere Vertr\u00e4ge\u00a0<em>und selbst wenn erst dadurch dem Grundsatz \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit!&#8220; entsprochen wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">4.<em> \u201eOder bist Du neidisch, weil ich (zu den anderen) g\u00fctig bin?&#8220;<\/em>\u00a0\u2013 Neid oder Missgunst sind Motive, die f\u00fcr die \u201eethische\u201c Definition dessen, was \u201egerecht\u201c ist, keine Rolle spielen d\u00fcrfen: Ein aus diesen Motiven abgeleitetes Gef\u00fchl, benachteiligt zu sein, kann keine akzeptable Grundlage f\u00fcr eine gesetzliche Regulierung sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Das von den fr\u00fchen Arbeitern geforderte \u201eleistungsgerecht unterschiedliche\u201c Ergebnis h\u00e4tte auch erreicht werden k\u00f6nnen, h\u00e4tten diese eine K\u00fcrzung f\u00fcr die sp\u00e4ter gekommenen gefordert. Dann w\u00e4re \u201eNeid\u201c ersetzt durch \u201eMissgunst\u201c. Missgunst setzt nicht auf Verbesserung der\u00a0<em>eigenen<\/em> Lage, um das \u201egerechte Ergebnis\u201c zu erreichen, sondern auf Verschlechterung der Lage der Vergleichsperson. Dieses Motiv wird noch verdeckter eingesetzt als Neid. Mit dem <em>verdeckten<\/em> Einsatz wird aber unausgesprochen auch die Berechtigung der gesellschaftlichen \u00c4chtung anerkannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Insgesamt kommt im Gleichnis zum Ausdruck:\u00a0<em>Ergebnisse einer Verhandlung, die nach als \u201egerecht&#8220; anerkannten Regeln abl\u00e4uft, m\u00fcssen nicht \u00fcbereinstimmen mit \u201egerechten&#8220; Ergebnissen nach vorgegebenen Gerechtigkeits-Kriterien. Dazu geh\u00f6rt in diesem Gleichnis vor allem der Grundsatz \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Der Evangelische Kirchentag 2013 h\u00e4tte daher besser versucht, die Genialit\u00e4t dieses biblischen Gleichnisses zu verstehen, als sich mit einer \u201eethischen Vorstellung\u201c zu profilieren, die im Gegensatz dazu steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Ein merkw\u00fcrdiges Ergebnis! Denn Martin Luther verstand die Konfrontation mit der katholischen Kirche seiner Zeit ja als verst\u00e4rkte Hinwendung zur Bibel. Der Evangelische Kirchentag 2013 wendet sich mit seiner Forderung \u201eGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit!\u201c davon ab. Und was f\u00fcr Luther wahrscheinlich am schlimmsten w\u00e4re: die meisten Teilnehmer, ohne es zu wissen. Da w\u00e4re Bruder Martin wohl doch bibelfester auf dieses Bibelfest gegangen! Der kannte seinen Matth\u00e4us.<\/p>\n<p align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\"><strong>Das hast Du, was Du brauchst!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\u201eSoviel du brauchst\u201c, so hei\u00dft Losung,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">f\u00fcr viele ist sie die Liebkosung,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">der eig\u2019nen Selbstbescheidenheit,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">mit der man sich von Gier befreit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Soweit ist\u2019s gut, gar keine Frage,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">auf der Evangelen Kirchentage,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Dann fordert man im Geist der Zeit,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Lohn gleich f\u00fcr gleiche Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">In einem Wisch hat man geschafft,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Vertragsfreiheit und Marktwirtschaft<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">ganz einfach so hinwegzufegen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">allein der feschen Losung wegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Doch liest man bei Matth\u00e4us nun,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">mit \u201eBibel\u201c hat das nichts zu tun,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">die kommt, auch wenn sie keiner h\u00f6rt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">zu einer Folge, die verst\u00f6rt:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Da kriegt, weil\u2019s so vereinbart war,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">ein jeder nur einen Denar.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Doch \u00fcberstieg die Arbeitszeit<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">der Ersten die der Letzten weit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Statt uns mit eig\u2019ner Ethik zu versehen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">sollte ein Kirchentag verstehen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">was Matth\u00e4us hier berichtet,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">doch seine Botschaft wird vernichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Ob aus Dummheit oder Ignoranz<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">oder aus Weltanschauungsdominanz:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Eigentlich ist das egal,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">denn die Folgen sind fatal.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Hirnfromme sind mit sich im Reinen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">mit Folgen kann man sie nicht meinen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Ihr frommer Wille fegt\u2019s Gewissen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">auch wenn die Folgen sind beschissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Die Bibel ist, wenn ich\u2019s Euch sag\u2018,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">viel weiser als der Kirchentag.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">Doch werd ich hier vergeblich schreiben,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\">denn wer so dumm ist, wird dumm bleiben.<\/p>\n<p align=\"justify\">\n<div align=\"justify\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Beide Philosophen waren Dominikaner und z\u00e4hlen zu den Scholastikern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Die Bibelpassage schon bei <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-10-17-woche-2007\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Leon Neschle 10 (17. Woche 2007).<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=202\"><span style=\"font-size: small;\">PDF-Datei<\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nThis post was downloaded by  964 people until now.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelischer Kirchentag 2013: Bibelfest und doch nicht bibelfest! Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle-Neschle-Depeschle F\u00fcr den kleinen Hunger zwischendurch: Der schnelle Einwurf in den Strafraum Die evangelische Kirche versteht die Bibel nicht! Was soll da Bruder Martin denken? Gerade ist er zu Ende gegangen: der Evangelische Kirchentag 2013 mit der Losung \u201eSoviel du brauchst\u201c. Unter dieser Losung war auch Peer &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/neschle-depeschle-20\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNeschle-Depeschle 20\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,7],"tags":[19,14,84,60,27,18],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623"}],"collection":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=623"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":946,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/623\/revisions\/946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}