{"id":609,"date":"2013-02-25T17:43:02","date_gmt":"2013-02-25T16:43:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/essays\/leon-neschle-78-9-woche-2013\/"},"modified":"2020-06-20T13:37:36","modified_gmt":"2020-06-20T12:37:36","slug":"leon-neschle-78-9-woche-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-78-9-woche-2013\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 78 (9. Woche 2013)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Rassismus gegen sich und andere<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>Unsere schiefe Weltsicht verdanken wir auch der Tatsache, dass die Presse regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig \u00c3\u00bcber die Ausnahme berichtet, aber nur ausnahmsweise \u00c3\u00bcber die Regel. <\/em>(Neschle)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>Nat\u00c3\u00bcrlich muss man diskriminieren! Wir k\u00c3\u00b6nnen die Dinge doch nicht alle so lange als \u00e2\u20ac\u017egleich g\u00c3\u00bcltig\u00e2\u20ac\u0153 betrachten, bis sie uns alle \u00e2\u20ac\u017egleichg\u00c3\u00bcltig\u00e2\u20ac\u0153 sind. <\/em>(Neschle)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Niemand hat je gezeigt, wie man eine einzige Stelle bei f\u00c3\u00bcnfzig Bewerbern ohne Diskriminierung besetzen kann. Dazu muss man diskriminieren. Doch nicht wegen angeborener oder ererbter Eigenschaften, also nicht wegen Rasse, Geschlecht, geschlechtlicher Orientierung, Nationalit\u00c3\u00a4t, Religion oder kultureller Identit\u00c3\u00a4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">F\u00c3\u00bcr alle Formen solcher Diskriminierungen werden in diesem Blog die Begriffe \u00e2\u20ac\u017erassistisch\u00e2\u20ac\u0153 und \u00e2\u20ac\u017eRassismus\u00e2\u20ac\u0153 verwendet. In Anf\u00c3\u00bchrungszeichen, wenn es \u00c3\u00bcber den engen Begriff hinausgeht. \u00e2\u20ac\u201c Nicht pr\u00c3\u00a4zise? Unwissenschaftlich? \u00e2\u20ac\u201c Na und?! Dies ist kein wissenschaftlicher Beitrag, sondern die \u00c3\u201eu\u00c3\u0178erung einer Befindlichkeitsst\u00c3\u00b6rung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Neschle kennt allerdings keinen zusammenfassenden Begriff f\u00c3\u00bcr diese Eigenschaften.<em>Und doch haben sie eines gemeinsam: Sie entspringen keinem selbst erarbeiteten Verdienst und keiner pers\u00c3\u00b6nlichen Verfehlung. Deshalb kann ein Mensch daf\u00c3\u00bcr eigentlich weder Stolz noch Scham empfinden. Eigentlich! Denn er tut es trotzdem, wenn er \u00e2\u20ac\u017estolz\u00e2\u20ac\u0153 ist, ein T\u00c3\u00bcrke zu sein oder sich als Deutscher daf\u00c3\u00bcr sch\u00c3\u00a4mt!?&nbsp;<\/em>Aus Neschles Sicht kann man zwar froh sein, ein Deutscher oder ein T\u00c3\u00bcrke, ein Mann oder eine Frau zu sein, aber \u00e2\u20ac\u017estolz\u00e2\u20ac\u0153? Was hat man daf\u00c3\u00bcr getan?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Obwohl sie durch die Person nicht oder nur bedingt beeinflussbar sind, dienen diese Eigenschaften einigen Menschen dennoch dazu, andere&nbsp;<em>vor<\/em>zusortieren,&nbsp;<em>vor<\/em>zuverurteilen oder <em>vor<\/em>zuziehen, ohne Ansehen der Person. Diesen \u00e2\u20ac\u017eRassisten\u00e2\u20ac\u0153 im weitesten Sinne sind sie der wichtigste Entscheidungsfilter in pers\u00c3\u00b6nlichen Beziehungen und politischen Fragen. Das ist der Fall, in dem Diskriminierungsverbote zum Einsatz kommen (sollten).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Doch Diskriminierungsverbote diskriminieren auch. Den, der nicht (mehr) diskriminieren darf. Die Deutsche Witzregel sagt z.B.: Deutsche d\u00c3\u00bcrfen Witze \u00c3\u00bcber Deutsche machen. Ausl\u00c3\u00a4nder d\u00c3\u00bcrfen Witze \u00c3\u00bcber Ausl\u00c3\u00a4nder machen&nbsp;<em>und<\/em> \u00c3\u00bcber Deutsche. M\u00c3\u00a4nner d\u00c3\u00bcrfen Witze \u00c3\u00bcber M\u00c3\u00a4nner machen, aber&nbsp;<em>nicht<\/em> \u00c3\u00bcber Frauen. Frauen d\u00c3\u00bcrfen&nbsp;<em>auch<\/em> Witze \u00c3\u00bcber M\u00c3\u00a4nner machen, deutsche Frauen aber <em>nicht<\/em> \u00c3\u00bcber Ausl\u00c3\u00a4nderInnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Ergebnis: Ausl\u00c3\u00a4ndische Frauen d\u00c3\u00bcrfen in Deutschland alle Witze \u00c3\u00bcber alle und alles machen. Deutsche M\u00c3\u00a4nner d\u00c3\u00bcrfen nur Witze \u00c3\u00bcber sich selbst machen. \u00e2\u20ac\u201c Das gilt aber nur f\u00c3\u00bcr Witze und nur, soweit die deutsche Kultur die Leit- oder Leidkultur ist. Sonst kann es schon mal genau umgekehrt sein. Dann d\u00c3\u00bcrfen ausl\u00c3\u00a4ndischen Frauen nichts. Sie sind diskriminiert als Frauen und als Ausl\u00c3\u00a4nderinnen. Mitten in Deutschland, doch keinesfalls nur von Deutschen! Doch eine Form \u00e2\u20ac\u017erassistischer\u00e2\u20ac\u0153 Diskriminierung ist in Deutschland verbreiteter als irgendwo sonst auf der Welt:&nbsp;<em>Der Deutsche diskriminiert mit Vorliebe sich selbst, d.h. seine Volksgenossen.<\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>A. Der deutsche \u00e2\u20ac\u017eAutorassismus\u00e2\u20ac\u0153<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Die Neigung des Deutschen, <em>anderen Deutschen<\/em> \u00e2\u20ac\u017eRassismus\u00e2\u20ac\u0153 anzuh\u00c3\u00a4ngen, ist \u00c3\u00bcberall in Deutschland augenf\u00c3\u00a4llig. Sie nimmt zu mit der N\u00c3\u00a4he von Geburtsdatum oder Geisteshaltung zu den Alt-68ern und mit der \u00c3\u2013ffentlichkeit der \u00c3\u201eu\u00c3\u0178erungen. Daher reiten die deutsche Presse und deutsche Politiker \u00e2\u20ac\u017edem Deutschen\u00e2\u20ac\u0153 \u00c3\u00b6ffentlich in punkto \u00e2\u20ac\u017eRassismusvorwurf\u00e2\u20ac\u0153 immer (noch) etwas vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Dieser \u00e2\u20ac\u017eAutorassismus\u00e2\u20ac\u0153 zeigt sich auch im gew\u00c3\u00b6hnlichen Leben. \u00e2\u20ac\u017eDa fahr ich doch nicht hin. Zu viele Deutsche\u00e2\u20ac\u0153: Dieses Urlaubsbekenntnis ist Alt-68er-Standard. Da hinzufahren, wo schon andere Deutsche sind, macht f\u00c3\u00bcr den Alt-68er n\u00c3\u00a4mlich den deutschen Spie\u00c3\u0178er aus. Trifft er im Urlaub dennoch auf Deutsche, kann er deren Gesellschaft nie genie\u00c3\u0178en, ohne sich seiner selbst zu sch\u00c3\u00a4men. Dabei entbehrt es nicht der Ironie, dass diese Haltung selbst ein Zeichen von Spie\u00c3\u0178igkeit ist. Entgegen dem Selbstverst\u00c3\u00a4ndnis der Alt-68er ist sie zudem peinlich angepasst. Denn:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">In Europa wird Selbstdiskriminierung und \u00e2\u20ac\u017eAutorassismus\u00e2\u20ac\u0153 vom Deutschen geradezu erwartet. Selbst arglose Kinder, Enkel und Urenkel der Kriegsgeneration werden dort auch heute immer noch(!) mit&nbsp;<em>\u00e2\u20ac\u017eihrer&#8220;&nbsp;<\/em>Kriegsschuld und dem von<em>&nbsp;\u00e2\u20ac\u017eihnen&#8220;&nbsp;<\/em>angerichteten Holocaust konfrontiert. Besonders gern von Briten, die daraus einen Teil ihrer nationalen Identit\u00c3\u00a4t herleiten, weil sie \u00e2\u20ac\u017eganz allein\u00e2\u20ac\u0153 (Nazi-)Deutschland besiegt und dem Spuk ein Ende gemacht haben.<a title=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In allabendlichen Kriegsklamauk-Serien wurde ihnen jahrelang das mit dem Bild vom Depp-Deutschen eingetrichtert, doch nicht einmal die \u00e2\u20ac\u017emildernden Umst\u00c3\u00a4nde\u00e2\u20ac\u0153, die das dem Dummdeutschen bringen m\u00c3\u00bcsste, gestehen sie zu. Im Gegenteil: Bei britischen Zeitungsartikeln zur Wahl des \u00e2\u20ac\u017edeutschen Papstes\u00e2\u20ac\u0153 hatte man sogar den Eindruck, Hitler selbst regiere von jetzt an in Rom.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Aber ist nicht der Brite, der einen jungen Deutschen an dessen Schuld und Verantwortung f\u00c3\u00bcr das Nazi-Regime erinnert, letztlich \u00e2\u20ac\u017erassistischer\u00e2\u20ac\u0153 als der von ihm angemahnte junge Deutsche? Doch wer sagt das den Briten? Der Deutsche selbst kann das nicht. Wer erz\u00c3\u00a4hlt den Schweden, dass man ihrer \u00e2\u20ac\u017edeutschen\u00e2\u20ac\u0153 K\u00c3\u00b6nigin nicht einfach ein Hakenkreuz anheften kann? Und wer mahnt die Griechen, Angela Merkel nicht mit dem Hakenkreuz zu behaken, denn das hat wirklich nichts mit ihrer Wirtschaftskrise zu tun? Einst haben Nazis damit j\u00c3\u00bcdische Synagogen besudelt. Was will man ihr jetzt damit sagen? Und was kann der Deutsche antworten, wo der verbale Umgang mit Ausl\u00c3\u00a4ndern f\u00c3\u00bcr ihn immer noch ein sprachlicher Eiertanz ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Am kompliziertesten ist dieser Tanz f\u00c3\u00bcr die Gutmenschen. F\u00c3\u00bcr den \u00e2\u20ac\u017epolitisch korrekten\u00e2\u20ac\u0153 Umgang mit \u00e2\u20ac\u017eAusl\u00c3\u00a4ndern\u00e2\u20ac\u0153 haben sie in dumpfer Arg- und Ahnungslosigkeit den \u00e2\u20ac\u017eMigrationshintergrund\u00e2\u20ac\u0153 erfunden. Den wird ein \u00e2\u20ac\u017eAusl\u00c3\u00a4nder\u00e2\u20ac\u0153 selbst dann nicht mehr los, wenn er l\u00c3\u00a4ngst einen deutschen Pass hat. Richtig ist jedoch: F\u00c3\u00bcr einen Deutschen, der sich \u00c3\u00bcber Ausl\u00c3\u00a4nder \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ert, ist die Welt der W\u00c3\u00b6rter und Worte voller Fettn\u00c3\u00a4pfchen. Viele davon haben Deutsche selbst aufgestellt, Reiz- und Tabuw\u00c3\u00b6rter, Reiz- und Tabuthemen ausgelegt. Und entgegen aller Vernunft giltdabei:&nbsp;<em>Was der Verd\u00c3\u00a4chtigte sagt, ist immer wichtiger, als was er tut oder getan hat.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Besonders brisant sind jedoch \u00c3\u201eu\u00c3\u0178erungen \u00c3\u00bcber Juden und Israel. Selbsternannte Sp\u00c3\u00a4her des Rassismus achten darauf, dass kein Deutscher in die daf\u00c3\u00bcr ausgelegten Fettn\u00c3\u00a4pfchen tritt. Argwohn reicht aber in jedem Fall schon und sie fallen kollektiv \u00c3\u00bcber den vermeintlichen Rassisten her und ma\u00c3\u0178regeln ihn nach Strich und Faden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Deutsche Politiker brauchen daf\u00c3\u00bcr nicht mal die Meinung der Betroffenen. Sie bleiben sogar bei ihrer Beschuldigung, wenn die Betroffenen abwinken, wie etwa Philipp R\u00c3\u00b6sler, den angeblich sein Parteifreund Hahn rassistisch beleidigt hat (<a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/au-aufschrei\/au-aufschrei-63\/\">Aufschrei 63<\/a>). Und sie freuen sich \u00c3\u00bcber Unterst\u00c3\u00bctzung von Ausl\u00c3\u00a4ndern und Migranten. Kein Wunder, dass SPD und Gr\u00c3\u00bcne im Fall Hahn Leute aus \u00e2\u20ac\u017eihrem Migrationshintergrund\u00e2\u20ac\u0153 vorgeschickt haben. Die k\u00c3\u00b6nnen n\u00c3\u00a4mlich vorgeben, den unmissverst\u00c3\u00a4ndlichen Satz Hahns doch missverstanden zu haben. Entschuldigt hat sich daher bislang niemand!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Ansonsten gilt f\u00c3\u00bcr deutschen Rassimus immer die Vorgabe internationaler Rassismusexperten, vor allem beim Antisemitismus.<a title=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Jan Fleischhauer kommentiert das wie folgt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">\u00e2\u20ac\u017eWenn ein Antisemitismus-Experte behauptet, dass jeder zweite Deutsche ein Nazi sei, kommt n\u00c3\u00a4chste Woche Tuvia Tenenbom und erkl\u00c3\u00a4rt acht von zehn dazu. Irgendwann ist man am Ende. Bei 100 Prozent gibt es keine Steigerung mehr, es sei denn, man buddelt noch welche aus und erweckt sie wieder zum Leben\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Im selben Artikel fragt Jan Fleischhauer im Fall des als \u00e2\u20ac\u017eTop-Ten Antisemit\u00e2\u20ac\u0153 stigmatisierten Israel-Kritikers Jakob Augstein schon in der \u00c3\u0153berschrift:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">\u00e2\u20ac\u017eWas bringt ein renommiertes Institut wie das Simon-Wiesenthal-Zentrum dazu, einen SPIEGEL-ONLINE-Kolumnisten unter die zehn schlimmsten Antisemiten einzureihen?\u00e2\u20ac\u0153<a title=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Nicht nur diese Einsch\u00c3\u00a4tzungen sind absurd, sondern auch die Tatsache, dass sich vor der Welt daf\u00c3\u00bcr faktisch eher die deutsche \u00c3\u2013ffentlichkeit und Jakob Augstein entschuldigen (m\u00c3\u00bcssen) als diejenigen, die solche Absurdit\u00c3\u00a4ten in die Welt setzen. Deren eigener Sache (und der Sache aller vernunftbegabten Menschen!), den Rassismus in die Schranken zu weisen, n\u00c3\u00bctzen sie mit solch mutwilligen Anschuldigungen schon gar nicht. Denn danach k\u00c3\u00b6nnen Rassisten so schlimm offenbar gar nicht sein, wenn sich der Augstein bei ihnen unter den \u00e2\u20ac\u017ebesten Zehn\u00e2\u20ac\u0153 befindet. \u00e2\u20ac\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Unsere Presse hat sich derweil selbst verboten, bei Straft\u00c3\u00a4tern mit ausl\u00c3\u00a4ndischen Wurzeln deren Herkunft zu erw\u00c3\u00a4hnen. Bei deutschst\u00c3\u00a4mmigen Straft\u00c3\u00a4tern ist man dagegen nicht so zimperlich. Die Begr\u00c3\u00bcndung<a title=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">\u00e2\u20ac\u017eNach dem Pressekodex haben gerade Minderheiten Anspruch auf Schutz \u00e2\u20ac\u00a6 . Der Titel \u00e2\u20ac\u017eT\u00c3\u00bcrke schl\u00c3\u00a4gt Frau\u00e2\u20ac\u0153 etwa ist dazu geneigt (\u00e2\u20ac\u017egeeignet\u00e2\u20ac\u0153?), alle T\u00c3\u00bcrken als tendenziell gewaltt\u00c3\u00a4tig darzustellen, weil die<em> (deutsche)<\/em> Mehrheit&nbsp;<em>nach wissenschaftlicher Beobachtung<\/em> vom einzelnen Fall <em>gern<\/em> auf den Rest der Gruppe schlie\u00c3\u0178t. Den Titel \u00e2\u20ac\u017eDeutscher schl\u00c3\u00a4gt Frau\u00e2\u20ac\u0153 w\u00c3\u00bcrde es dagegen auch ohne Pressekodex kaum geben \u00e2\u20ac\u201c das Deutschtum w\u00c3\u00a4re ja hier keine Besonderheit,<em> und dass sich Deutsche in der Folge selbst benachteiligen, ist mithin unwahrscheinlich&#8220;.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Mittlerweile gibt es aber Titel mit \u00e2\u20ac\u017eDeutschen\u00e2\u20ac\u0153 als Straft\u00c3\u00a4tern, und die Tatsache, dass sich Deutsche selbst benachteiligen, wird durch das Gutmenschentum hierzulande beinahe t\u00c3\u00a4glich belegt. Doch die Journalisten haben sich mit ihrem Pressekodex entschieden, ihren Landsleuten vorzugaukeln, Ausl\u00c3\u00a4nder und Migranten seien <em>auf keinen Fall <\/em>(relativ) h\u00c3\u00a4ufiger an Straftaten beteiligt als Deutsche.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Auch Neschle hat einmal geglaubt, mit diesem Pressekodex etwas gegen den Rassismus ausrichten zu k\u00c3\u00b6nnen. Kommentare im Internet haben ihn belehrt und er fragt sich, wo die wissenschaftlichen Beobachter mit ihren Augen waren:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>Bei jeder Straftat wird im Netz vom \u00e2\u20ac\u017egemeinen\u00e2\u20ac\u0153 deutschen Volk n\u00c3\u00a4mlich mittlerweile verschw\u00c3\u00b6rerisch gemutma\u00c3\u0178t, dass auf jeden Fall Ausl\u00c3\u00a4nder dahinter stecken, gerade wenn und weil die Presse deren Herkunft nicht nennt.<\/em> Aus dieser gutgemeinten Selbstbeschr\u00c3\u00a4nkung der deutschen Presse folgert der hundsgemeine deutsche Leser: Die von der Presse gemeldeten Verbrechen werden in der Regel s\u00c3\u00a4mtlich von Ausl\u00c3\u00a4ndern begangen, au\u00c3\u0178er wenn einmal ausdr\u00c3\u00bccklich von einem deutschen T\u00c3\u00a4ter die Rede ist. Das ist im Internet mittlerweile und ironischerweise <em>der<\/em> \u00e2\u20ac\u017eTenor der Massen\u00e2\u20ac\u0153. Sie wissen, dass sie von ihrer Presse \u00e2\u20ac\u017ehinterh\u00c3\u00a4ltig belogen\u00e2\u20ac\u0153 werden, und genau das steigert ihren Argwohn \u00c3\u00bcber die realen Verh\u00c3\u00a4ltnisse hinaus und es f\u00c3\u00b6rdert Rassismus statt ihn zu bremsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">L\u00c3\u00bcgen haben eben kurze Beine, auch wenn sie im gutwilligen Verschweigen der Wahrheit liegen. Und wenn es nicht gerade um Straft\u00c3\u00a4ter geht, scheuen sich deutsche Journalisten ohnehin nicht unbedingt, sich rassistisch gegen \u00e2\u20ac\u017ePersonen mit Migrationshintergrund\u00e2\u20ac\u0153 in Szene zu setzen. Mehr als \u00e2\u20ac\u0153Unterschwelliger Rassismus\u00e2\u20ac\u0153 ist das, was Hans-Hermann Kotte bei Spiegel-Redakteuren aufgedeckt hat, in Fragen an&nbsp;<em>Philipp R\u00c3\u00b6sler<\/em> (Frankfurter Rundschau vom 11.2.2013), dessen \u00e2\u20ac\u017evietnamesischer Migrationshintergrund\u00e2\u20ac\u0153 bekannt sein d\u00c3\u00bcrfte:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">1. <em>\u00e2\u20ac\u017eGab es bei Ihnen irgendwann den Wunsch, wie ein Deutscher auszusehen?&#8220;&nbsp;<\/em>\u00e2\u20ac\u201cLiebe Spiegel-Redakteure: Wie sieht denn ein Deutscher aus? Wie einer der in der deutschen Nationalmannschaft Fu\u00c3\u0178ball spielt?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">2. <em>\u00e2\u20ac\u017eWenn Sie heute einen Film \u00c3\u00bcber den Vietnam-Krieg sehen, auf welcher Seite stehen Sie dann?&#8220;<\/em>&nbsp;\u00e2\u20ac\u201c Liebe Spiegel-Redakteure: R\u00c3\u00b6sler ist als Kleinkind da raus. Und es ging Nord- gegen S\u00c3\u00bcdvietnam, nicht Vietnam gegen die USA. Wie sollte R\u00c3\u00b6sler denn bei seinen \u00c3\u0153berzeugungen auf der sozialistischen Seite des Nordens stehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">3. <em>\u00e2\u20ac\u017eWie kommt es, dass Neonazis im Osten Vietnamesen als \u00e2\u20ac\u0161Fidschis\u00e2\u20ac\u02dc beschimpfen?&#8220;&nbsp;<\/em>\u00e2\u20ac\u201c Liebe Spiegel-Redakteure: Warum soll R\u00c3\u00b6sler Exegese f\u00c3\u00bcr Idioten machen? Wolltet Ihr ihn qu\u00c3\u00a4len, weil FDP-Bashing \u00e2\u20ac\u017ein\u00e2\u20ac\u0153 und man dabei immer in der Mehrheit ist?!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">4. <em>\u00e2\u20ac\u017eSind Sie stolz, ein Deutscher zu sein?\u00e2\u20ac\u0153<\/em> <span style=\"font-family: Arial;\">\u00e2\u20ac\u201c Liebe Spiegel-Redakteure: <\/span>Wie kann einer stolz auf etwas sein, was er nie geleistet hat, was ihm \u00c3\u00bcber Geburt oder Adoption zugeflogen ist?<em>Man muss oder darf damit leben, Deutscher zu sein, man kann dar\u00c3\u00bcber froh oder traurig sein, aber man kann nicht stolz darauf sein, muss sich aber auch nicht daf\u00c3\u00bcr sch\u00c3\u00a4men. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">In diesen Fragen steckt der schleichende Rassismus. In anonymen Kommentaren im Internet kommt dieser Rassismus gerade in Bezug auf Philipp R\u00c3\u00b6sler besonders oft hoch. Das rassistische Vorurteil dominiert meist sogar die politische \u00c3\u201eu\u00c3\u0178erung. Ausgangspunkt sind gerade bekennende Anh\u00c3\u00a4nger von Parteien, die sich selbst f\u00c3\u00bcr die Gralsh\u00c3\u00bcter des Anti-Rassismus halten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><strong>B. Die Diskriminierung durch die anderen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Neschle hat genug \u00c3\u00bcber und gegen \u00e2\u20ac\u017eRassismus\u00e2\u20ac\u0153 von Deutschen geschrieben. Doch es gibt ihn ja auch noch: den \u00e2\u20ac\u017eRassismus\u00e2\u20ac\u0153 von Nichtdeutschen gegen Deutsche, aus dem Ausland und sogar in Deutschland selbst. Von Letzterem sei zun\u00c3\u00a4chst die Rede.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Da ist die kurdische Familie \u00c3\u2013., die kollektiv das eigene Kind ermordete, ihre Tochter Arzu. Ihr \u00e2\u20ac\u017eVergehen\u00e2\u20ac\u0153 (Presseberichten zufolge): Sie hatte einen deutschen Freund. \u00e2\u20ac\u201c Da kommt eine Familie nach Deutschland und betrachtet es als schlimm(st)e Eigenschaft eines Menschen, dass der \u00e2\u20ac\u017eDeutscher\u00e2\u20ac\u0153 ist. Oder wie soll man es werten, wenn gerade das den Freund der Tochter nicht heiratsw\u00c3\u00bcrdig macht? \u00e2\u20ac\u201c Der Anwalt des Vaters, der im Prozess einen \u00c3\u0153bersetzer brauchte, sagt dazu auch noch: Diese Familie aus Ost-Anatolien war \u00e2\u20ac\u017egut integriert\u00e2\u20ac\u0153!?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Die Diskriminierung des deutschen Freundes in Deutschland: eine Ausnahme? Weit gefehlt, wenn auch selten mit diesen fatalen Folgen. Da ist z.B. der junge Mann mit t\u00c3\u00bcrkischen Wurzeln, der Neschle unverbl\u00c3\u00bcmt erkl\u00c3\u00a4rte: Nat\u00c3\u00bcrlich habe er deutsche Freundinnen gehabt. Heiraten werde er aber nur eine <em>t\u00c3\u00bcrkische<\/em> Jungfrau.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Oder nehmen wir die t\u00c3\u00bcrkische Studentin, die sagte, ihre Familie wolle, dass sie nur einen T\u00c3\u00bcrken heirate. Auf die Anspielung, sie k\u00c3\u00b6nne ja noch auf einen Deutschen oder Syrer \u00e2\u20ac\u017ehereinfallen\u00e2\u20ac\u0153, sagte sie kategorisch: \u00e2\u20ac\u017e<em>Nur auf einen T\u00c3\u00bcrken<\/em> mit einem deutschen Pass!\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c Selbst wenn es die Religion gewesen w\u00c3\u00a4re, h\u00c3\u00a4tte es ja noch den Syrer gegeben. Sie aber machte allein die Nationalit\u00c3\u00a4t zum Ausgangspunkt, ohne sich davon \u00c3\u00bcberraschen zu lassen, wenn es am Ende ein T\u00c3\u00bcrke gewesen w\u00c3\u00a4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>Was geht im Kopf eines Menschen vor, dessen wichtigstes Ausschlusskriterium f\u00c3\u00bcr mehr oder weniger enge Kontakte mit anderen Menschen dessen Nationalit\u00c3\u00a4t, Rasse oder Religion ist? Ex-ante, ohne den konkreten Menschen dazu kennen zu m\u00c3\u00bcssen!<\/em> Neschle selbst k\u00c3\u00a4me das nie in den Sinn. Er w\u00c3\u00bcrde seinen T\u00c3\u00b6chtern nie die \u00e2\u20ac\u017emoralische\u00e2\u20ac\u0153 Verpflichtung auferlegen,&nbsp;<em>nur einen Deutschen <\/em>zu heiraten oder&nbsp;<em>nur mit einer Deutschen<\/em> eine Partnerschaft einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Ist es dann am Ende tats\u00c3\u00a4chlich ein Deutscher, gibt es nat\u00c3\u00bcrlich nichts zu beanstanden. Das ist aber etwas anderes, als wenn Rasse, Nationalit\u00c3\u00a4t oder Religion das erste und wichtigste Auswahl- und Ausschlusskriterium in pers\u00c3\u00b6nlichen Umgang oder bei der Partnerwahl ist. Doch bei wem ist diese Haltung am st\u00c3\u00a4rksten ausgepr\u00c3\u00a4gt? Bei den Deutschen, die sich \u00c3\u00bcber \u00e2\u20ac\u017eRassismus\u00e2\u20ac\u0153 in ihren eigenen Reihen wohl am meisten beklagen?! Neschle glaubt das nicht. \u00e2\u20ac\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Betrachten wir zum Schluss eine aktuelle Meldung zu t\u00c3\u00bcrkischen Pflegekindern in der EU vom 21. Februar 2013, vor dem Besuch von Angela Merkel in der T\u00c3\u00bcrkei drei Tage sp\u00c3\u00a4ter. Da hei\u00c3\u0178t es zu Reaktionen der t\u00c3\u00bcrkischen \u00c3\u2013ffentlichkeit und Regierung<a title=\"_ftn5\" href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">\u00e2\u20ac\u017eTausende Kinder (etwa 4.000), die mit ihren Familien in der EU lebten, seien<em>&nbsp;den Eltern weggenommen<\/em> und an <em>christliche<\/em> Familien gegeben worden, wird beklagt. Den t\u00c3\u00bcrkischen Jungen und M\u00c3\u00a4dchen&nbsp;<em>drohe Assimilation <\/em>und der Verlust der eigenen Kultur. \u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Was w\u00c3\u00a4re denn, wenn die Pflegefamilie&nbsp;<em>t\u00c3\u00bcrkische Christen <\/em>w\u00c3\u00a4ren? Die soll es ja geben. Geht es hier um Religion oder um Kultur? Oder ist die Kultur in diesem Fall nur vorgeschoben? Bei der 19-j\u00c3\u00a4hrigen Elif, die bei einer christlichen Pflegefamilie in Melle aufwuchs und in der T\u00c3\u00bcrkei als Musterbeispiel f\u00c3\u00bcr den Kulturverlust fungiert, sah diese \u00e2\u20ac\u017eBedrohung durch Assimilation\u00e2\u20ac\u0153 so aus:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>\u00e2\u20ac\u017eOffenbar auf eine Frage(!) hin versichert die Tochter (Elif), dass sie eine Moschee habe besuchen und Kopft\u00c3\u00bccher tragen d\u00c3\u00bcrfen.<\/em> \u00e2\u20ac\u0161Ich find`s auch <i>schade<\/i>, wenn ich&nbsp;<em>im Nachhinein&nbsp;<\/em><span style=\"font-family: Arial;\">dr\u00c3\u00bcber nachdenke\u00e2\u20ac\u02dc, sagte sie aber <\/span>vor <em>t\u00c3\u00bcrkischen<\/em> Journalisten. \u00e2\u20ac\u0161Ich spreche T\u00c3\u00bcrkisch nicht und ich habe meine Kultur <em>irgendwo<\/em> nicht ausleben k\u00c3\u00b6nnen. Ich <em>h\u00c3\u00a4tte<\/em> es auch sch\u00c3\u00b6ner gefunden, <em>in einer t\u00c3\u00bcrkischen Familie <\/em>aufzuwachsen\u00e2\u20ac\u02dc\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Liebe T\u00c3\u00bcrken: Wer sich \u00c3\u00bcber andere beklagt, sollte bei sich mindestens dieselben Ma\u00c3\u0178st\u00c3\u00a4be anlegen! Fragt Euch daher: Was w\u00c3\u00bcrde geschehen, k\u00c3\u00a4me ein christliches M\u00c3\u00a4dchen in der T\u00c3\u00bcrkei als Pflegekind in eine muslimische Familie? D\u00c3\u00bcrfte sie in die&nbsp;<em>Kirche<\/em> gehen und <em>kein<\/em> Kopftuch tragen? Und k\u00c3\u00b6nnte sie dann flie\u00c3\u0178end deutsch? \u00e2\u20ac\u201c Warum haben da sogar Neschles t\u00c3\u00bcrkische Freunde Zweifel?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Und wer wei\u00c3\u0178, was Elif gesagt h\u00c3\u00a4tte, w\u00c3\u00a4re sie in ihrer oder einer anderen t\u00c3\u00bcrkischen Familie (muslimisch) aufgewachsen? Wir wissen es nicht und sie auch nicht. Aber in der T\u00c3\u00bcrkei von einem t\u00c3\u00bcrkischen Journalisten befragt!? Da muss es klingen, als w\u00c3\u00a4re es \u00e2\u20ac\u017eirgendwo\u00e2\u20ac\u0153 besser gewesen. Doch w\u00c3\u00bcrdigt man die Ursache, warum Elif nicht in&nbsp;<em>ihrer<\/em> t\u00c3\u00bcrkischen Familie aufwuchs, kann man zu einem anderen Schluss kommen. Das will man aber offenbar in der T\u00c3\u00bcrkei nicht wahrhaben:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">\u00e2\u20ac\u017eIn Deutschland greifen Jugend\u00c3\u00a4mter \u00c3\u00bcblicherweise ein, wenn Kindern oder Jugendlichen in ihrer Familie Gewalt angetan wird, Verwahrlosung droht oder Eltern wegen Krankheit nicht in der Lage sind, das Wohl der Kinder zu gew\u00c3\u00a4hrleisten.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Jugend\u00c3\u00a4mter in Deutschland schauen nach Neschles Erfahrungen grunds\u00c3\u00a4tzlich darauf, \u00e2\u20ac\u017epassende\u00e2\u20ac\u0153 Pflegefamilien zu finden. Daf\u00c3\u00bcr gibt es aber, au\u00c3\u0178er dem Kriterium \u00e2\u20ac\u017et\u00c3\u00bcrkisch\u00e2\u20ac\u0153 oder \u00e2\u20ac\u017emuslimisch\u00e2\u20ac\u0153 zu sein noch eine Menge anderer Kriterien, die in Frage kommen, um das Bestm\u00c3\u00b6gliche f\u00c3\u00bcr ein Kind zu erreichen. Dass \u00e2\u20ac\u017et\u00c3\u00bcrkisch und muslimisch\u00e2\u20ac\u0153 allein jedenfalls nicht reicht, zeigt schon Elifs Ausgangsfamilie. Und doch wird in der T\u00c3\u00bcrkei nun \u00c3\u00b6ffentlich das Bild gepflegt, die EU \u00e2\u20ac\u017eassimiliere\u00e2\u20ac\u0153 T\u00c3\u00bcrken zwangsweise durch Stehlen ihrer Kinder und deren christliche Umerziehung?!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Aber etwas st\u00c3\u00b6rt die T\u00c3\u00bcrken noch weit mehr:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">\u00e2\u20ac\u017eF\u00c3\u00bcr <em>Emp\u00c3\u00b6rung<\/em> sorgen in der T\u00c3\u00bcrkei Berichte \u00c3\u00bcber \u00e2\u20ac\u00a6 F\u00c3\u00a4lle, in denen t\u00c3\u00bcrkische Kinder in der EU bei homosexuellen Paaren in Pflegschaft gegeben worden seien \u00e2\u20ac\u00a6 . T\u00c3\u00bcrkische Familien wollen ihre Kinder nicht an schwule oder lesbische Paare geben\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Unsere Welt besteht l\u00c3\u00a4ngst nicht mehr aus der \u00e2\u20ac\u017et\u00c3\u00bcrkischen Idealfamilie\u00e2\u20ac\u0153, die gedanklich hinter dieser Bemerkung steht, in der EU nicht und nicht in der T\u00c3\u00bcrkei. Angesichts der Massen alleinerziehender M\u00c3\u00bctter und V\u00c3\u00a4ter und mit Blick auf unsere ver\u00c3\u00a4nderte Arbeitswelt kann Neschle zun\u00c3\u00a4chst einmal nichts Schlechtes dabei finden, wenn eine zweite Person hinzukommt, die Erziehungspflichten \u00c3\u00bcbernimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Doch welche \u00e2\u20ac\u017emoralischen\u00e2\u20ac\u0153 Anspr\u00c3\u00bcche werden da aus der T\u00c3\u00bcrkei an uns herangetragen?<em>Wohlgemerkt: Nicht f\u00c3\u00bcr die T\u00c3\u00bcrkei! F\u00c3\u00bcr Deutschland und die EU! <\/em>Nach den j\u00c3\u00bcngsten Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes sieht es so aus, als m\u00c3\u00bcssten die T\u00c3\u00bcrken uns damit sogar einen Verfassungsbruch zumuten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Vielleicht bleiben einige Deutsche dann doch lieber \u00e2\u20ac\u017eRassisten\u00e2\u20ac\u0153 <em>in t\u00c3\u00bcrkischen Augen<\/em>, ehe sie hierzulande das Rad der leidigen Geschichte um die Diskriminierung Homosexueller zur\u00c3\u00bcckdrehen und wieder hinter unsere ge\u00c3\u00a4nderten Moralvorstellungen zur\u00c3\u00bcckfallen, wo selbst die CSU nun wankt!?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><em>Doch, liebe T\u00c3\u00bcrken, man ist gar kein Rassist, nur weil man kritisch gegen\u00c3\u00bcber \u00c3\u201eu\u00c3\u0178erungen ist, die von (einem) T\u00c3\u00bcrken ausgesprochen wurden. Die k\u00c3\u00b6nnten ja auch von jemandem anders stammen, wo man ebenso reagieren w\u00c3\u00bcrde. Der Hirninhalt ist eben nicht angeboren. Da darf, ja muss man gelegentlich sogar diskriminieren und der Kopf ist bekanntlich rund, damit sich das Denken \u00c3\u00a4ndern kann.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Das ist etwas, das im Falle Augstein auch das Simon-Wiesenthal-Zentrum nicht verstanden hat. Jakob Augstein hat sich \u00c3\u00b6fter kritisch zu Meinungen von Israelis bzw. Juden ge\u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ert. Wenn es um deren Inhalt geht, k\u00c3\u00b6nnten die kritisierten Meinungen aber auch von Deutschen, T\u00c3\u00bcrken oder Amerikanern stammen. Doch sie stammen nun mal tats\u00c3\u00a4chlich von Israelis oder Juden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Und jetzt ist die Sache ganz simpel: Jeder Spatz ist ein Vogel, aber nicht jeder Vogel ist ein Spatz. Nach derselben logischen Figur gilt:&nbsp;<em>Jeder Antisemit kritisiert Juden (und Israel), aber nicht jeder, der sie kritisiert, ist Antisemit.<\/em> Um das zu erkennen, muss man sich ein wenig mehr M\u00c3\u00bche machen, liebes Simon-Wiesenthal-Zentrum!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\">Im rein deutschen Fall Hahn (<a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/au-aufschrei\/au-aufschrei-63\/\">Aufschrei 63<\/a>) ist es aber noch schlimmer. Hier h\u00c3\u00a4tten die selbsternannten Rassismus-Sp\u00c3\u00a4her nur den Satz konzentriert und richtig lesen und nicht fahrl\u00c3\u00a4ssig oder gar b\u00c3\u00b6swillig \u00e2\u20ac\u017e\u00c3\u00bcberlesen\u00e2\u20ac\u0153 m\u00c3\u00bcssen. Schon gar keiner der Sp\u00c3\u00a4her hat sich die M\u00c3\u00bche gemacht, den Satz mit Hahns Taten als Integrationsminister zu vergleichen. Im Gegenteil: Statt sich selbst bei ihm zu entschuldigen, forderten sie Entschuldigung von Hahn. F\u00c3\u00bcr seinen Satz und ihr eigenes Unverst\u00c3\u00a4ndnis! Denn f\u00c3\u00bcr seine Taten als Integrationsminister musste sich Hahn bislang noch nie entschuldigen. Das zeigt auch der R\u00c3\u00bcckhalt, der ihm dann von \u00e2\u20ac\u017eseinen Ausl\u00c3\u00a4ndern\u00e2\u20ac\u0153 gew\u00c3\u00a4hrt wurde.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Die deutsche \u00e2\u20ac\u017eBescheidenheit\u00e2\u20ac\u0153<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Erlernter \u00e2\u20ac\u017eAnstand\u00e2\u20ac\u0153 es so will,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ein Deutscher m\u00c3\u00b6ge schweigen still,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn\u00e2\u20ac\u02dcs um Rassismus and\u00e2\u20ac\u2122rer geht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">weil er nicht viel davon versteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Die Nazis haben das gezeigt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">drum ist die Welt nicht mehr geneigt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">des Deutschen Urteil noch zu h\u00c3\u00b6ren<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und keiner t\u00c3\u00a4t\u00e2\u20ac\u02dc sich daran st\u00c3\u00b6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Ein Deutscher darf sich da nicht loben,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">weil sonst die anderen alle toben,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und dennoch sag\u00e2\u20ac\u02dc ich\u00e2\u20ac\u2122s, wie es ist:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Heut sind wir weniger Nazist<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">als viele andere drumherum.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wer das nicht sieht, ist vielleicht dumm!?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Doch kritisch gebe ich auch zu,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">es gibt noch zu viel NSU<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und viele tumbe braune Recken,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die das deutsche Nest verdrecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sie selbst, sie scheinen\u00e2\u20ac\u02dcs nicht zu ahnen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn sie \u00e2\u20ac\u017ef\u00c3\u00bcr (?) Deutschland\u00e2\u20ac\u0153 schwenken Fahnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Doch gibt es \u00c3\u00bcberhaupt ein Land,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">in dem Rassismus unbekannt?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In Deutschland, ja, da kennt man das,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">in \u00c3\u2013sterreich, da wird\u00e2\u20ac\u2122s schon blass.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In der T\u00c3\u00bcrkei, in USA,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">war hier schon je Rassismus da? ;-((<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Dennoch:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Der gemeine Rassismus und der gemeine Deutsche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wenn es um die Deutschen geht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">man das Rad gern r\u00c3\u00bcckw\u00c3\u00a4rts dreht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">so als w\u00c3\u00a4r\u00e2\u20ac\u2122n die Br\u00c3\u00bcder, Schwestern,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">nicht von heute, sondern gestern:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Wie jung der Deutsche immer sei,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">im Weltkrieg war er schon dabei.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Den Holocaust hat er verschuldet,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">zumindest aber still geduldet. \u00e2\u20ac\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Nat\u00c3\u00bcrlich ist Erinnerung Pflicht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schuldzuweisung ist es nicht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn sie, in Sippenhaft vereint,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">auch unschuldige Menschen meint.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">F\u00c3\u00bcr die, und das ist kaum vermessen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ist es auch recht, mal zu vergessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wer st\u00c3\u00a4ndig tr\u00c3\u00a4gt der V\u00c3\u00a4ter B\u00c3\u00bcrde,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">verliert am Ende <em>seine<\/em> W\u00c3\u00bcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Derweil will es auf dieser Erden,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">mehr und mehr \u00e2\u20ac\u017erassistisch\u00e2\u20ac\u0153 werden,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">auch was ererbt und angeboren,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wird nun zum Ma\u00c3\u0178stab auserkoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Ob Rasse, Nationalit\u00c3\u00a4t,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Religion, Kultur-Identit\u00c3\u00a4t,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dazu Geschlecht und wieder Rasse,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">so bildet man die Menschenklasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">\u00e2\u20ac\u017eRassisten\u00e2\u20ac\u0153 sich hierin verrennen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und lernen Menschen niemals kennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch sie beschlie\u00c3\u0178en damit dann,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wen, was man noch ertragen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Den <em>Balken<\/em> vor den eig\u00e2\u20ac\u2122nen Augen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dazu scheint kein Rassist zu taugen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">zu sehen und dann zu entfernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Viel eher k\u00c3\u00b6nnt\u00e2\u20ac\u2122 er wohl erlernen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wie man den <em>Splitter<\/em> b\u00c3\u00b6s erfasst,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">der nur ins Auge andrer passt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Drum lernt auch niemals ein Rassist,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">was f\u00c3\u00bcr ein Mensch er selber ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und glaubt mir, mancher denkt sogar,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dass er noch niemals einer war:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die andere \u00e2\u20ac\u017eRassisten\u00e2\u20ac\u0153 nennen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">lernt man oft selbst als solche kennen.<\/p>\n<div align=\"justify\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<\/div>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Vgl. dazu auch Peter Watson, The German Genius, London u.a. 2010, Introduction, S. 1 -38.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Jan Fleischhauer, S.P.O.N. &#8211; Der Schwarze Kanal: Der Fall Augstein, vom 6. Januar 2013. URL: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/antisemitismus-debatte-der-fall-augstein-a-875976.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/antisemitismus-debatte-der-fall-augstein-a-875976.html<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Siehe Fu\u00c3\u0178note 2<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Vgl. Vorsicht, Vorurteile! Warum Medien die Herkunft von Straft\u00c3\u00a4tern selten nennen. URL: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/artikel\/47853431\/warum-medien-die-herkunft-von-straftaetern-selten-nennen\">http:\/\/www.noz.de\/artikel\/47853431\/warum-medien-die-herkunft-von-straftaetern-selten-nennen<\/a>. (Erg\u00c3\u00a4nzung und Hervorhebung von Neschle)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"justify\"><a title=\"_ftnref5\" href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Carsten Hoffmann, T\u00c3\u00bcrkische Pflegekinder: \u00e2\u20ac\u017eAssimiliert und entfremdet\u00e2\u20ac\u0153. URL: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/tuerkische-pflegekinder-assimiliert-und-entfremdet-\/id_62260722\/index\">http:\/\/nachrichten.t-online.de\/tuerkische-pflegekinder-assimiliert-und-entfremdet-\/id_62260722\/index<\/a>. (Erg\u00c3\u00a4nzungen und Hervorhebungen von Neschle)<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=196\"><span style=\"font-size: small;\">PDF-Datei<\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nThis post was downloaded by <!--downloads(196)--> people until now.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rassismus gegen sich und andere Unsere schiefe Weltsicht verdanken wir auch der Tatsache, dass die Presse regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig \u00c3\u00bcber die Ausnahme berichtet, aber nur ausnahmsweise \u00c3\u00bcber die Regel. (Neschle) Nat\u00c3\u00bcrlich muss man diskriminieren! Wir k\u00c3\u00b6nnen die Dinge doch nicht alle so lange als \u00e2\u20ac\u017egleich g\u00c3\u00bcltig\u00e2\u20ac\u0153 betrachten, bis sie uns alle \u00e2\u20ac\u017egleichg\u00c3\u00bcltig\u00e2\u20ac\u0153 sind. (Neschle) Niemand hat je &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-78-9-woche-2013\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLeon Neschle 78 (9. 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