{"id":588,"date":"2012-08-18T16:40:26","date_gmt":"2012-08-18T15:40:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blogroll\/au-aufschrei-57\/"},"modified":"2020-06-18T16:08:37","modified_gmt":"2020-06-18T15:08:37","slug":"au-aufschrei-57","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/au-aufschrei\/au-aufschrei-57\/","title":{"rendered":"Au &hellip; Aufschrei 57"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Von der Einbildung, mit der Bachelor-Ausbildung Bildung zu machen<\/span><\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Erst mit Ausbildung das Aus f\u00fcr Bildung, jetzt mit Bildung das Aus f\u00fcr Ausbildung?<\/strong><\/p>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eRektoren halten Bachelor als Abschluss f\u00fcr gescheitert\u201c, liest Neschle staunend am 15. August 2012 beim Morgenkaffee als Schlagzeile in seiner Lokalgazette. Und weiter vom neuen \u201eChef\u201c der Hochschulrektorenkonferenz: <em>\u201eEine Universit\u00e4t muss mehr leisten als Ausbildung, n\u00e4mlich Bildung. Das tut sie mit dem Bachelor nicht&#8220;.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr Neschle ist das nichts Neues. Er hatte vor mehr als f\u00fcnf Jahren mit dem Start dieses Blogs (<a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/5\/\">Leon Neschle 1<\/a>) darauf hingewiesen und den Master dabei gleich eingeschlossen. Denn beide Modelle fu\u00dfen auf demselben verschulten Ausbildungskonzept. Doch w\u00e4hrend es die Rektoren nun offenbar teilweise verstanden haben, feiert Bildungsministerin Schavan das Konzept immer noch als \u201eBeispiel f\u00fcr eine europ\u00e4ische Erfolgsgeschichte\u201c. Worin aber soll dieser Erfolg liegen im Urteil einer Bildungsministerin, die schon monatelang guttenbergt, weil peinliche Plagiatsvorw\u00fcrfe zu ihrer Doktorarbeit noch ungekl\u00e4rt sind<a title=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eExperten\u201c fordern dagegen, \u201eBachelor-Studenten mehr Zeit zu geben\u201c. Mehr Zeit wof\u00fcr? Bachelor-\u201eStudenten\u201c wenden nach einer j\u00fcngsten Studie der Universit\u00e4t Hamburg ohnehin nur 26 Stunden (pro Woche, nicht pro Tag! ;-)) f\u00fcr ihre Ausbildung auf. Doch welche F\u00e4cher sind betroffen, welche \u201eStudenten\u201c wurden befragt?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle hat andere Erfahrungen und Indizien wie den schlechten Besuch von Uni-Feten. Die zeigen: In seinem Fach wird mehr Zeit aufgewandt, vor allem zum B\u00fcffeln vor permanent drohenden Klausuren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Gerade hier liegt der Unterschied zum Diplom-Studium. Dem Bachelor fehlt Zeit, Wissen in Eigeninitiative zu erarbeiten, das sich dadurch als \u201eBildung\u201c verankern kann. Bevor sich Wissen gesetzt hat, ist es abgepr\u00fcft und kann scheinbar vergessen werden. (Um es deftig zu machen: Permanent muss der Bachelor-\u201eStudent\u201c halbverdaute Wissensbrocken auskotzen. Da kann keiner erwarten, dass er die wieder zu sich nimmt, damit sie ihn dauerhaft mit geistigem N\u00e4hrstoff versorgen.)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und doch geh\u00f6rt die deutsche Wirtschaft immer noch zu den Unterst\u00fctzern des Bachelor-\/Master-Modells und dessen verschulter Ausbildungskonzeption. Dass diese Vorstellung kurzsichtig ist, wird Neschle nach der Unterscheidung von Ausbildung und Bildung begr\u00fcnden:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Bei der \u201eAusbildung\u201c wird ein Auszubildender durch einen Ausbilder nach vorgegebenen Ausbildungszwecken geformt. Das Bachelor-Modell folgt diesem Ausbildungskonzept au\u00dferhalb Deutschlands unter anderem deshalb, weil die duale Ausbildung f\u00fcr die Berufspraxis dort unbekannt ist. Es gibt Bachelor-Ausbildung daher auch, wo in Deutschland die duale Ausbildung steht. (Schlie\u00dflich hei\u00dft \u201eBachelor\u201c ja \u201eGeselle\u201c und der Weg zu ihm war einst die Lehre. Den \u201eLehrling\u201c hat man durch den \u201eAuszubildenden\u201c ersetzt und die \u201eLehre\u201c ist zur \u201eAusbildung\u201c geworden.)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die duale Ausbildung hat bei Ausbildung in einem praktischen Beruf Vorz\u00fcge gegen\u00fcber einem Bachelor-\u201eStudium\u201c, also der akademisierten \u201eGesellen-Ausbildung\u201c, auch weil Unternehmen interne Ausbildung im Eigeninteresse betreiben k\u00f6nnen. Nicht nur arbeitslose Jugendliche in Spanien w\u00fcssten dies daheim zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch worin zeigt sich das Ausbildungskonzept im Bachelor-Studium? Z.B. in der verschulten Lehre nach Ausbildungszwecken der Modulhandb\u00fccher und in der permanenten Abpr\u00fcfung des aktuellen Leistungsstandes. Bei einigen Studien- oder besser Ausbildungsg\u00e4ngen(?!) werden die \u201eStudierenden\u201c sogar mehrfach im Semester zu Pr\u00fcfungen aufgefordert. Was ist dabei das Problem?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Klausuren oder m\u00fcndlichen Pr\u00fcfungen m\u00fcssen Studierende normalerweise zeigen, dass sie den komplexen Lehrstoff nicht nur verstanden haben, sondern in der Lage sind, ihn im Stile der Dozenten aktiv zu pr\u00e4sentieren. Wer den Unterschied zwischen \u201eEnglisch verstehen\u201c und \u201eEnglisch sprechen\u201c kennt, der wei\u00df, dass man sich dazu das Verst\u00e4ndnis des Stoffs erarbeiten muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das muss der Bachelor-\u201eStudent\u201c doch auch! Denkt man!? Bachelor-\u201eStudenten\u201c fehlt jedoch die Zeit, sich den Lehrstoff aktiv zu erarbeiten, so dass sie ihn verstehen. Der \u201eZuchterfolg\u201c wird bei ihnen permanent kontrolliert, so dass sie gar keine Mu\u00dfe dazu haben. Viele Bachelor-\u201eStudenten\u201c b\u00fcffeln daher den Stoff, bis sie ihn auswendig k\u00f6nnen und erz\u00e4hlen ihn in der Klausur einfach nach. Ist dieser Stoff abgepr\u00fcft, kann man ihn getrost vergessen und wird es auch k\u00f6nnen, denn er bleibt Fremdk\u00f6rper, weil er vom Bachelor nicht wirklich erworben wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle erinnert das an eine slowenische S\u00e4ngerin in Hintertux. Die hatte er zun\u00e4chst f\u00fcr ihre Textsicherheit und ihr gutes Englisch bewundert. Doch als sie ihn f\u00fcr eine Performance auf die B\u00fchne rief, sah Neschle ihre Songtexte in einer eigent\u00fcmlichen Lautschrift. Ihr gutes Englisch beruhte schlicht auf B\u00fcffeln und nicht auf dem Verst\u00e4ndnis der Songtexte oder der englischen Sprache. Sie war f\u00fcr ihren Auftritt perfekt ausgebildet, aber Neschle w\u00fcrde z\u00f6gern, sie f\u00fcr \u201egebildet\u201c zu halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was w\u00fcrde diese Frau sagen, wenn Neschle sie nach einem Song fragte, bei dem der Auftritt drei Jahre zur\u00fcckliegt: K\u00f6nnen Sie den Text von \u201eProud Mary\u201c? \u2013 Nein, aber der steht auf Textblatt 56. \u2013 Wissen Sie, worum es da geht? \u2013 Nein, ich habe den Text ja nur geb\u00fcffelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Genau diese Erfahrung machte Neschle, als er einem Studenten bei der Zulassung zum Master zwei leichte Fragen stellte. \u201eWei\u00df ich nicht mehr\u201c, antwortete der Student fast emp\u00f6rt, \u201edas war doch im ersten oder im zweiten Semester und das steht auf Folie 36 bzw. 14\u201c. Der Student nannte (anders als Neschle) die richtigen Nummern, ohne den Inhalt der Folien verstanden zu haben!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Hat diese Nichtkenntnis von Grundlagen nach knapp drei Jahren den Grund in der Bachelor-Ausbildung? Neschle wollte es wissen. Er entschied sich daher f\u00fcr eine Klausurstellung, deren Schwierigkeit sogar unterhalb der seiner Aufgaben aus \u00dcbungen\/Kolloquien lag, deren Stil sich aber unterschied, so dass L\u00f6sungen nicht geb\u00fcffelt werden konnten. Die Sachverhalte mussten verstanden sein. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Klausur wurde ein Desaster. Mehr als die H\u00e4lfte gab sie unbearbeitet zur\u00fcck. Viele davon beschwerten sich. Sie h\u00e4tten m\u00e4chtig geb\u00fcffelt und die Klausur \u201etrotzdem\u201c (<em>eigentlich genau deswegen!)<\/em> nicht l\u00f6sen k\u00f6nnen (Leon Neschle <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-76-11-woche-2012\/\">75<\/a> und <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-76-12-woche-2012\/\">76<\/a>). Ihnen erging es wie der slowenischen S\u00e4ngerin, wenn man diese gebeten h\u00e4tte, ein paar S\u00e4tze auf Englisch zu sagen. Sie h\u00e4tte es nicht gekonnt, selbst wenn die S\u00e4tze einfacher gewesen w\u00e4ren als ihre auswendig gelernten Songtexte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. <strong>Man <em>wird<\/em> ausgebildet,<\/strong> <strong>aber man bildet <em>sich selbst<\/em>.<\/strong> Bildung setzt Eigeninitiative und Bildungswillen voraus. <em><strong>Im Unterschied zum Ausbilder gibt es n\u00e4mlich keinen Bilder.<\/strong><\/em> Will man Bildung, muss man sich zum \u201eUnternehmer seiner Arbeitskraft\u201c entwickeln und Initiative und Risiko f\u00fcr seine Bildung \u00fcbernehmen. Der Zweck der \u201eBildung\u201c ist daher immer selbstgew\u00e4hlt. Er kennt mehr Offenheit und Flexibilit\u00e4t als der extern vorgegebene und institutionell abgestimmte Zweck einer Ausbildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aufgabe von Professoren ist es, Bildungswillen, ja Bildungshunger zu wecken und wachzuhalten; Vorbild, Motor und Katalysator im Bildungsprozess zu sein. Erst f\u00fcr Bildungswillige erh\u00e4lt der Begriff \u201estudieren\u201c seine Bedeutung: \u201e<em>sich<\/em> (selbst\u00e4ndig) bem\u00fchen\u201c. Denn wer nach fremden Zwecken ausgebildet <em>wird<\/em>, kann nicht zugleich nach eigenen Zwecken \u201estudieren\u201c. Insoweit ist \u201eBachelor-Student\u201c schon ein Widerspruch in sich, ein Oxymoron wie der \u201ezentrale Eckpfeiler.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Professor wird bei der Akkreditierung von Bachelor- <em>und<\/em>(!) Masterausbildungsg\u00e4ngen schon mit den typischen Zweckangaben in Modulhandb\u00fcchern in die Rolle des Ausbilders gezwungen. Dem \u201eStudenten\u201c wird dadurch die Notwendigkeit genommen, eigenen Bildungswillen und eigene Lernverantwortung zu entwickeln. An deren Stelle r\u00fccken studentisches Ausbildungsrecht und professorale Ausbildungspflicht. Deshalb bedeutet die Bachelor-Ausbildung auch das Aus f\u00fcr die Bildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Im Bachelor-\/Mastermodell wird der \u201eStudent\u201c zum \u201eAuszubildenden\u201c.<\/strong> Darin klingt die Pflicht des Professors mit, ihn als Objekt der Ausbildungsaktivit\u00e4t zu formen statt ihm Freiraum zu eigener Initiative und selbst\u00e4ndiger Bildungsentwicklung zu geben. \u201eStudierende\u201c und Professoren sind keine selbst\u00e4ndigen Akteure im Bildungsprozess mit eigener \u201eunternehmerischer Verantwortung\u201c. Sie werden beide zu Abh\u00e4ngigen im Ausbildungsprozess.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Formal zeigt sich das bei Professoren darin, dass sie immer st\u00e4rker in Stundenplanmodelle gezwungen werden, um \u00dcberschneidungen von Veranstaltungen zu verhindern. Das ging fr\u00fcher dezentral und es funktionierte gut. Heute setzt die Universit\u00e4t das Ausbildungsrecht der Studenten mit einem Zeitfenstermodell ostentativ und zentral durch und pocht so auf die Ausbildungspflicht der Hochschullehrer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine \u201eBildungspflicht\u201c der Hochschullehrer k\u00f6nnte es mit Blick auf Studierende gar nicht geben. Denn gegen den eigenen Willen und ohne eigene Initiative kann niemand gebildet werden. Doch seit Jahren geht es ja im Bachlor-\/Master-Modell nur noch um <em>Aus<\/em>bildung: aber bei Bachelor <span style=\"text-decoration: underline;\"><em><strong>und<\/strong><\/em><\/span> Master, Herr Kollege Hippel.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das hat langfristige Folgen f\u00fcr die deutsche Wirtschaft. Es mag sein, dass ein eilfertig nach Vorstellungen der Wirtschaft ausgebildeter Bachelor kurzfristig einsetzbar ist. Flexibilit\u00e4t f\u00fcr den Umgang mit ver\u00e4nderlichen Anforderungen wird im jedoch auf Dauer fehlen. Die kann nur Bildung vermitteln. Sie ist auch Basis f\u00fcr lebenslanges Lernen und Verstehen, das viel besser funktioniert als lebenslanges B\u00fcffeln. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie gut w\u00e4re es daher gewesen, man h\u00e4tte mit breiter Brust das duale Ausbildungskonzept Deutschlands in andere L\u00e4nder exportiert und die deutsche Hochschul<span style=\"text-decoration: underline;\"><em>bildung<\/em><\/span> reformiert, statt sie durch importierte <span style=\"text-decoration: underline;\"><em>Aus<\/em><\/span>bildungsmodelle zu ersetzen. Zehn Jahre dieser Fehlsteuerung haben die deutsche Wirtschaft und den deutschen Steuerzahler schon Milliarden gekostet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch nun wollen \u201ebildungsferne Schichten\u201c von Hochschulrektoren und Bildungspolitikern offenbar wieder zur\u00fcck? Doch sie waren es ja, die die Ausbildungsmodelle an die Universit\u00e4t gebracht haben. Wie sollte Neschle ihnen da noch trauen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Man muss auch \u201eBildung\u201c nicht nur wollen, man muss sie mit Rahmenbedingungen und Ma\u00dfnahmen erm\u00f6glichen. Das ist <em>innerhalb des Bachelor-\/Master-Modells<\/em> aber kaum denkbar. Dazu m\u00fcsste fast alles ge\u00e4ndert werden, was diesem Modell das Gepr\u00e4ge gibt, angefangen bei den Modulhandb\u00fcchern mit ihren vorgefertigten Ausbildungszielen und nicht endend bei der bildungsfeindlichen Pr\u00fcfungstaktung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<p style=\"text-align: left;\"><a title=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/ueberpruefung-von-annette-schavans-doktorarbeit-dauert-noch-monate-a-850222.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/ueberpruefung-von-annette-schavans-doktorarbeit-dauert-noch-monate-a-850222.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=189\"><span style=\"font-size: small;\">PDF-Datei<\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nThis post was downloaded by  1108  people until now.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Einbildung, mit der Bachelor-Ausbildung Bildung zu machen Erst mit Ausbildung das Aus f\u00fcr Bildung, jetzt mit Bildung das Aus f\u00fcr Ausbildung? \u201eRektoren halten Bachelor als Abschluss f\u00fcr gescheitert\u201c, liest Neschle staunend am 15. 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