{"id":534,"date":"2011-09-09T23:29:34","date_gmt":"2011-09-09T21:29:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-71-37-woche-2011\/"},"modified":"2020-06-20T14:47:08","modified_gmt":"2020-06-20T13:47:08","slug":"leon-neschle-71-37-woche-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-71-37-woche-2011\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 71 (37. Woche 2011)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Europ\u00e4ische Vereinheitlichungen und das Henne-Ei-Problem<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Es gibt immer zwei M\u00f6glichkeiten: Am besten, man macht das Richtige zuerst. <\/em>(Neschle)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir haben ihn: den Euro, die einheitliche europ\u00e4ische W\u00e4hrung. Wir haben sie: Bachelor oder Master, Geselle oder Meister, die einheitlichen europ\u00e4ischen Hochschul- oder Bildungsabschl\u00fcsse. Wie sch\u00f6n einheitlich, wie sch\u00f6n gemeinschaftlich, wie sch\u00f6n europ\u00e4isch. Wie sch\u00f6n! W\u00e4re da nicht in beiden F\u00e4llen dasselbe Problem:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. die gemeinsame, einheitliche W\u00e4hrung f\u00fcr wirtschaftlich unterschiedlich starke L\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. der gemeinsame, einheitliche Abschluss f\u00fcr inhaltlich unterschiedlich starke Studienleistungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und in beiden F\u00e4llen hat dieses Manko auch \u201edieselbe\u201c Ursache:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Statt zun\u00e4chst die Wirtschaftspolitik zu vereinheitlichen und f\u00fcr regionalen Ausgleich zu sorgen, hat man erst einmal eine gemeinsame W\u00e4hrung verordnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. Statt zun\u00e4chst die Bildungspolitik zu vereinheitlichen und f\u00fcr ausgeglichene Qualit\u00e4t der Bildungsinhalte (und Lehrkr\u00e4fte) zu sorgen, hat man erst den gemeinsamen Abschluss verordnet: Bachelor bzw. Master, also \u201eGeselle\u201c und \u201eMeister\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ist aber die gemeinsame W\u00e4hrung (zu)erst da, warum soll man dann noch die wirtschaftlichen Bedingungen und die Wirtschaftspolitik vereinheitlichen? Sind die gemeinsamen Titel schon da, warum dann noch die Bildungspolitik harmonisieren? Dazu fehlt dann die Motivation und das f\u00fchrt zu dem Tohuwabohu, das wir heute kennen. Es entsteht aus einer zwischenzeitlichen L\u00e4hmung, weil man den Schlussakkord vor die Musik gesetzt hat.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>1. Der Euro \u2013 eine W\u00e4hrung in der Bew\u00e4hrung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Was geschieht, wenn man in einem Gebiet mit stark unterschiedlicher wirtschaftlicher Leistungskraft eine gemeinsame W\u00e4hrung etabliert, hat kaum jemand st\u00e4rker erfahren als die Deutschen nach der Wende. Da sind unsere Politiker \u2013 entgegen den Warnungen vieler \u00d6konomen \u2013 dem Ruf des Ostens nach der D-Mark gefolgt und haben sie in ganz Deutschland eingef\u00fchrt, ohne <i>vorher<\/i> die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse zuvor anzugleichen und dem Osten die Chance zu geben, mit einer eigenen abwertungsf\u00e4higen W\u00e4hrung wettbewerbsf\u00e4hig zu werden oder \u2013 wie Optimisten geglaubt haben \u2013 wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben. Die Folge:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Zusammenbruch der gesamten \u201eDDR-Wirtschaft\u201c, die auf dem Niveau der D-Mark nicht konkurrenzf\u00e4hig war. Die weitere Folge: Statt \u201eEigen-Aufbau-Ost\u201c gab es \u201eFremd-Aufbau-Ost\u201c, statt eigener Ertr\u00e4ge gab es mehr und mehr Transferleistungen. Was im Osten gern als Mord an der DDR-Wirtschaft nach der Wende dargestellt wird, fing mit der \u00dcbernahme der D-Mark als gemeinschaftlicher W\u00e4hrung an. Setzt man also den Ruf der DDR-Bev\u00f6lkerung nach der D-Mark an den Anfang, war eine geh\u00f6rige Portion \u201eSelbstmord\u201c dabei, was im Selbstmitleid befangene Ostalgiker allerdings nicht gern h\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei den Griechen ist das auf europ\u00e4ischer Ebene grunds\u00e4tzlich nicht anders. Sie haben sich den Euro sogar erschlichen, anders als andere schw\u00e4chere Volkswirtschaften, z.B. die der Iren oder Portugiesen. Sie halten jedoch unter dem Dach einer gemeinsamen W\u00e4hrung wirtschaftlich nicht mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit einer Abwertung ihrer eigenen W\u00e4hrung k\u00f6nnen sie nun aber keine Konkurrenzf\u00e4higkeit mehr herstellen. Ohne (verdeckte) Transferleistungen aus den wirtschaftlich st\u00e4rkeren L\u00e4ndern entsteht daher f\u00fcr die schw\u00e4cheren L\u00e4nder ein wirtschaftliches Desaster. Und da stehen wir nun und k\u00f6nnen nicht (mehr) anders! Denn wir haben den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vor der Einf\u00fchrung der D-Mark als W\u00e4hrung f\u00fcr ganz Deutschland, vor der Einf\u00fchrung des Euro in der \u201eEuro-Zone\u201c gab es jeweils warnende Stimmen von \u00d6konomen. Die liefen immer auf dasselbe hinaus: <i>Vereinheitlicht erst die Wirtschaftspolitik<\/i> und die regionalen Lebensverh\u00e4ltnisse und f\u00fchrt <i>dann<\/i> die gemeinsame W\u00e4hrung ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber der Weg dahin ist lang, bringt politisch keine Stimmen und k\u00f6nnte aufgrund der Z\u00e4higkeit des Prozesses am Ende g\u00e4nzlich Scheitern. Daher geben einige es durchaus zu: \u201eJa, es ist die falsche Reihenfolge. Aber sonst h\u00e4tten wir den Euro nie\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Also schafft man erst den \u201eEindruck einer neuen Einheitlichkeit\u201c \u2013 und l\u00e4sst sich von diesem Einheitsdusel zum Teil selbst einlullen \u2013 ehe man hingeht, sich tats\u00e4chlich um sachliche Vereinheitlichung zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Man benutzt erst das gemeinsame Etikett f\u00fcr den Einheitswein und versucht dann erst den gleichen Standard zu schaffen, statt umgekehrt erst am Wein zu arbeiten, ehe man ihm dasselbe Etikett aufklebt. So servieren die Politiker der Wirtschaft eine Terrine, in der die Suppe mit der Zeit schal geworden und dann von den B\u00fcrgern auszul\u00f6ffeln ist.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>2. Bachelor\/Master \u2013 Da gibt es kein Raster!<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Noch nie hat eine \u201eVereinheitlichung\u201c im Bildungswesen zu einer solchen Differenzierung gef\u00fchrt. Dies gilt schon f\u00fcr die Bildungsinstitutionen, die diese Abschl\u00fcsse \u201eliefern\u201c d\u00fcrfen. Das sind neben den Universit\u00e4ten heute Fachhochschulen und Berufsakademien, die zumindest den Bachelor produzieren, zum Teil aber auch den Master und das in den unterschiedlichsten Formen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anfangs versuchten die Universit\u00e4ten sich dadurch abzugrenzen, dass sie in der Betriebswirtschaftslehre den Titel \u201eBachelor of Science\u201c (BSc.) anboten und sich dadurch vom praktischen Odor des \u201eBachelor of Arts\u201c (BA) zu befreien suchten. Das kann man mittlerweile knicken, weil dieser Trick durchschaut wurde und jeder jetzt alles macht und noch fast beliebige Dinge zus\u00e4tzlich z.B. einen \u201eBachelor of Business Administration\u201c (BBA) oder einen \u201eBachelor of Economics\u201c (BE bzw. BEc.).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Sch\u00f6ne in dieser angeblich vereinheitlichen Welt ist ihre besondere Vielfalt, in der dennoch international anerkannt wird, was auch nur irgendwie \u00e4hnlich aussieht. Wenn jemand an der Universit\u00e4t X seinen Abschluss gemacht hat, kann man in dieser Welt nicht mehr sicher sein, dass diese ihm auf ihrem Zeugnis nicht auch Leistungen auf den Hochschulen Y und Z bescheinigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr die Studierenden bedeutet das: Umgehe vor allem die komplexen Veranstaltungen an Deiner Uni und die mit schlechter Benotung und kaufe Dir diese Leistung woanders ein! So gibt es neuerdings ein umtriebiges Noten-Shopping, in dem die Hochschullehrer bei gr\u00f6\u00dferen inhaltlichen \u00dcberschneidungen auch die Studienergebnisse von jeder beliebigen Hochschule im Bologna-Raum anerkennen (m\u00fcssen).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine andere Folge ist, dass wegen der Vielfalt der Abschl\u00fcsse und der \u00e4u\u00dferst gro\u00dfz\u00fcgigen Anerkennungspraxis mit geringf\u00fcgigem Mehraufwand vor allem internationale Mehrfachabschl\u00fcsse m\u00f6glich sind. Mit drei Arbeitstagen zum internationalen Doppelabschluss: das ist mittlerweile leicht m\u00f6glich, wie Neschle sicher wei\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der gr\u00f6\u00dfte Betrugsfaktor der angeblichen Vereinheitlichung ist dabei die \u201eWorkload\u201c, die den Studienaufwand in Stunden einheitlich kennzeichnen sollte, aufgeteilt auf Pr\u00e4senz in Vorlesungen, \u00dcbungen, Seminaren etc. und der Vor- bzw. Nachbereitung in Bibliotheks- oder Heimarbeit. Einer \u201eWorkload\u201c von 30 Arbeitsstunden entspricht ein ECTS-Punkt. Der soll nun die Vergleichbarkeit der Studienumf\u00e4nge sicherstellen und damit die heute g\u00e4ngige Anrechnungs- und Anerkennungspraxis begr\u00fcnden und rechtfertigen (ECTS = European Credit Point Transfer System).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Workload ist aber nichts als eine gro\u00dfe Augenwischerei. Denn fast beliebig lassen sich den Pr\u00e4senzstunden an der Hochschule Stunden der Vor- und Nachbereitung zuordnen. Eine fiktive Stunde Heim- oder Bibliotheksarbeit hat aber rechnerisch denselben (Stellen-)Wert wie eine Pr\u00e4senzstunde oder die Arbeit mit einem Dozenten. Das hei\u00dft auch, dass der zeitliche Einsatz von Dozenten vor Ort von (vereinheitlichtem?) Studium zu Studium erheblich schwanken kann. Das ist nur eine Frage der Argumentation bei der Akkreditierung. So kennt Neschle sogar F\u00e4lle, in denen dieselbe Fakult\u00e4t f\u00fcr gleichartige Lehrveranstaltungen ganz unterschiedliche Workloads ansetzt und entsprechend ECTS-Punkte verrechnet, ohne es schl\u00fcssig begr\u00fcnden zu k\u00f6nnen, warum die eine Lehrveranstaltung deutlich mehr Heimarbeit erfordert als die andere. An dieser Schl\u00fcsselstelle der \u201eVergleichbarkeit\u201c begn\u00fcgt man sich mit Plausibilit\u00e4ten. Neschles Bekenntnis daher ganz klar: Weg mit den \u201eWorkload\u201c, her mit den Pr\u00e4senzstunden!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf die heutige Weise k\u00f6nnen n\u00e4mlich Studienabschl\u00fcsse mit v\u00f6llig unterschiedlichen Pr\u00e4senzzeiten an der Hochschule als gleichwertig gelten. Dem Etikettenschwindel wird T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. Eine M\u00f6glichkeit dazu ist die Verlagerung der Lehre auf \u00dcbungen, Fallstudien und Seminare, bei denen sich gr\u00f6\u00dfere Anteile von Bibliotheks- oder Heimarbeit besser begr\u00fcnden lassen. F\u00fcr eine gleiche Anzahl von ECTS-Punkten (in aller Regel 180 f\u00fcr ein sechssemestriges Bachelor-Studium, also durchschnittlich 900 Stunden \u201edehnbarer\u201c workload pro Semester) gibt es dann auch den gleichen Abschluss. Und was hat das f\u00fcr Folgen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anders als beim Euro werden in der Hochschullandschaft noch mehr \u201eW\u00e4hrungen\u201c eingef\u00fchrt: Vermehrte Ratings und Rankings sollen den Interessenten sagen, welch gro\u00dfe Unterschiede sich nun unter dem Einheitsetikett verbergen und wie viel mehr der Abschluss an Uni A gegen\u00fcber dem an Uni B ist. Diese Rankings und Ratings sind jedoch selbst problematisch und k\u00f6nnen allenfalls einen fiktiven Durchschnittsabsolventen treffen. Das w\u00e4re \u00fcbertragen in die W\u00e4hrungslandschaft aber insgesamt so, als w\u00fcrde man nicht nur sagen, der griechische Euro sei weniger Wert als der deutsche, sondern z.B. auch der oberbayrische weniger als der niederrheinische.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vergleichbarkeit bedeutet n\u00e4mlich auch Ersetzbarkeit (Substitutionalit\u00e4t). Stellt aber der eine Abschluss eine andere Qualit\u00e4t dar als der andere, werden das gemeinsame Etikett und die gegenseitige Anrechnung von ECTS-Punkten zur Farce.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle m\u00f6chte nicht unken. Aber die mit Ratings und Rankings von Hochschulen verst\u00e4rkt eingef\u00fchrte eigene W\u00e4hrung f\u00fcr jeden Abschluss verhindert im Bildungsbereich ein der Euro-Krise vergleichbares Problem. Der Preis daf\u00fcr ist klar: Die klammheimliche Aufgabe der Einheitsw\u00e4hrungen Bachelor und Master. Unter dem einheitlichen Etikett verbergen sich ganz andere Qualit\u00e4ten. Es gibt ja auch nicht nur den (US-)Dollar. Warum aber braucht man das Einheitsetikett, wenn es nur verblendet und Verwirrung stiftet, eine Verwirrung, die dann wieder durch umfangreiche Aufkl\u00e4rungsarbeit gel\u00f6st werden muss?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Einheitsw\u00e4hrung\/Ein(heits)bildung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Es einheitet sich immer mehr,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">einheitet oft und einheitet sehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bei der W\u00e4hrung w\u00e4hrt\u2019s schon lang,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">in der Bildung kam\u2019s in Gang.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Euro, Bachelor und Master:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eEinheit\u201c steht hier f\u00fcr \u201eDesaster\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Der Grund ist einfach und auch klar,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">weil falsche Tat am Anfang war.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ein Schlussakkord geh\u00f6rt ans Ende.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wenn der den Weg zum Anfang f\u00e4nde,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ging jeder H\u00f6rer davon aus,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schluss ist nun und ab nach Haus.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Die Kanzlerin hat\u2019s nun gefressen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">der Nachtisch wird zum Schluss gegessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Denn des Euros Schirm der Rettung<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zeigt uns allen mit Versp\u00e4tung:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Kommt der zweite Schritt zuerst,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Du nur Chaos uns bescherst.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Gedichtliche Alternative zur Einheit<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Einheizen mit Einheitsdenken<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und dem Volk den Euro schenken,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">auch den Bachelor und Master<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">alle sind sie Einheitslaster,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">aber nur auf dem Papier,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">drunter bl\u00fcht die Vielfalt hier:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wo oben Etiketten schwindeln,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">steckt die Einheit in den Windeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Drum hat man heut Dekadenzen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dadurch dass man Differenzen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">nicht zuerst bereinigt hat,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">sondern nur an dessen statt<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Einheit hat uns vorgespiegelt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Verschiedenes hat gleich besiegelt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">unten drunter aber g\u00e4rt es,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dieses Vorgeh\u2018n war verkehrtes!<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=173\"><span style=\"font-size: small;\">PDF-Datei<\/span><\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nThis post was downloaded by  1139  people until now.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europ\u00e4ische Vereinheitlichungen und das Henne-Ei-Problem Es gibt immer zwei M\u00f6glichkeiten: Am besten, man macht das Richtige zuerst. (Neschle) Wir haben ihn: den Euro, die einheitliche europ\u00e4ische W\u00e4hrung. Wir haben sie: Bachelor oder Master, Geselle oder Meister, die einheitlichen europ\u00e4ischen Hochschul- oder Bildungsabschl\u00fcsse. Wie sch\u00f6n einheitlich, wie sch\u00f6n gemeinschaftlich, wie sch\u00f6n europ\u00e4isch. Wie sch\u00f6n! W\u00e4re da &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-71-37-woche-2011\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLeon Neschle 71 (37. 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