{"id":472,"date":"2009-12-24T13:31:35","date_gmt":"2009-12-24T12:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-61-52-woche-2009\/"},"modified":"2020-06-20T15:07:17","modified_gmt":"2020-06-20T14:07:17","slug":"leon-neschle-61-52-woche-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-61-52-woche-2009\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 61 (52. Woche 2009)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Gender-Tender: Diskriminieren \u201ezwischen\u201c, \u201enach\u201c und \u201evon\u201c(II).<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>M\u00e4nner schreiben viele Songs mit Frauennamen, sogar mit Gloria, Andrea, Peggy Sue; Frauen fast keine Songs, die hei\u00dfen wie M\u00e4nner, nicht mal wie Kevin, Rainer oder Leon. Da soll es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern geben?<\/em> (Neschle).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">An Neschles Uni kam eine Mitarbeiterin auf eine Idee: Man solle im Fach Finanzwirtschaft \u201eF\u00f6rder-Kurse f\u00fcr Frauen\u201c einrichten. Neschle fand die Idee merkw\u00fcrdig, hatten doch seine Studentinnen im Durchschnitt bessere Noten als die Studenten. Sollte das Ansinnen sinnig sein, h\u00e4tte es nur eine Elitef\u00f6rderung sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf Neschles Nachfrage wurde das alte Lied der Diskriminierung gesungen, die hier \u2013 erstaunlich genug \u2013 zu besseren Noten f\u00fchrte. Ist das \u201epositive Diskriminierung\u201c!?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle sprach sich <i>gegen<\/i> derart motivierte Sonderkurse f\u00fcr Frauen aus. Gruppen, die hinterherhinkten, waren allenfalls solche mit Migrationshintergrund<a href=\"#_ftn1_5597\" name=\"_ftnref1_5597\">[1]<\/a> oder Ausl\u00e4nder. \u2013 Hat Neschle die diskriminiert? Vielleicht unbewusst, weil ihm das richtige (also linke) Bewusstsein fehlt? \u2013 Nee datt! Typischer Sozio-Stuss, wo bei allen \u201eZur\u00fcckgebliebenen\u201c \u2013 reizsicher wie beim Pawlowschen Hund \u2013 eine <i>nicht zu widerlegende <\/i>Diskriminierungsvermutung ausgel\u00f6st wird, die ergebnissicher in eine dialektische Opfer-T\u00e4ter-Beziehung m\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist aber klar, dass man in einer Fremdsprache weniger versteht und sich in Tests unpr\u00e4ziser ausdr\u00fcckt. Und f\u00fcr viele Migranten ist Deutsch immer noch Zweitsprache. Das unterscheidet einen Teil heutiger Migranten von den ersten Migranten im Ruhrgebiet. Denen war klar, wo und dass sie angekommen sind. Sie machten daher schnell Deutsch zu ihrer Erstsprache und Schalke 04 zum Fu\u00dfballverein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Bei all dem Gerede \u00fcber Diskriminierung wird fast immer vergessen, dass <u>jeder<\/u> f\u00fcr bestimmte T\u00e4tigkeiten schon <u>vor<\/u> deren Aufnahme diskriminiert ist, nicht erst bei der betrachteten T\u00e4tigkeit oder durch sie, und dass er sich h\u00e4ufig selbst am meisten diskriminiert. <\/i>W\u00e4re es anders, m\u00fcssten wir an den Unis F\u00f6rderkurse auch und vor allem f\u00fcr Sondersch\u00fcler oder Lernunwillige anbieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr die Gutmenschen-Gilde sind aber Sondersch\u00fcler diskriminiert, weil sie nicht an der Uni studieren k\u00f6nnen. Ausl\u00e4nder und Frauen sind es sogar, wenn sie studieren k\u00f6nnen und bessere Noten erzielen (w\u00fcrden) als andere Gruppen. Das ist die dumpfe D\u00e4mlichkeit der Diskriminierungsdebatte. Doch wie ist es wirklich?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><b>A. <\/b><b>Einstellung und Verhalten als Formen der Selbstdiskriminierung<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle hat es in einem anderen Artikel beschrieben: Als er studierte, gab es in seinem Fach viel weniger Student<i>innen <\/i>und sie waren im Durchschnitt schlechter als die Studenten. Sie dachten politisch unkorrekt, aber \u00f6konomisch durchaus vern\u00fcnftig: \u201eIch werde meinen Beruf nicht lange aus\u00fcben. Warum viel darin investieren?\u201c Ein Beispiel f\u00fcr diese aktive <i>Selbstdiskriminierung<\/i> lieferte eine Studentin noch 1991. Auf Neschles Promotionsangebot antwortete sie: \u201eDa f\u00fchle ich mich <i><u>als Frau<\/u><\/i> (!!!) \u00fcberqualifiziert!\u201c. Ich hatte das 1991 nicht mehr erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Vorstellung stand n\u00e4mlich der Emanzipation schon zu Zeiten meines Studiums in den siebziger Jahren am meisten im Weg. Diese \u201eSelbstdiskriminierung\u201c lie\u00df sich jedoch durch h\u00f6heren und anders gerichteten pers\u00f6nlichen Einsatz beseitigen. Mit der Emanzipationsbewegung ging ein psychischer Ruck durch die Frauen und sie \u00e4nderten ihre Vorstellung vom Studieren. Doch selbst heute haben viele Frauen einen anderen Lebensplan als ihre Kommilitonen<a href=\"#_ftn2_5597\" name=\"_ftnref2_5597\">[2]<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eEtwa 60 Prozent der berufst\u00e4tigen Frauen lehnen nach Sch\u00e4tzung der kanadischen Psychologin Susan Pinker (\u201eDas Geschlechter-Paradox\u201c) Bef\u00f6rderungen ab oder nehmen einen schlechter bezahlten Job an, um beruflich zufriedener und zeitlich flexibler zu sein. Das hat Folgen: Auszeiten und Tempowechsel sind auf dem Weg nach oben hinderlich \u2026\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die meisten M\u00e4nner treffen beruflich eine andere Wahl. Sie liefern sich ihren Arbeitgebern mit Haut und Haaren aus. Sie unterwerfen sich in st\u00e4rkerem Ma\u00dfe dem Druck der Fremdbestimmung. Und sie zahlen einen Preis:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eDas Risiko, dass sie [M\u00e4nner] vor Erreichen der Pensionsgrenze einem Herzinfarkt oder Schlaganfall erliegen ist deutlich h\u00f6her als bei Frauen. Sie leiden h\u00e4ufiger an Schlafst\u00f6rungen und Bluthochdruck. \u2026 Genau besehen f\u00fchren M\u00e4nner nahezu jede Statistik an, die selbstsch\u00e4digendes Verhalten dokumentiert.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Verhalten wie das der Frauen w\u00e4re f\u00fcr M\u00e4nner <i>genauso<\/i> karrieresch\u00e4dlich. Seine Folgen k\u00f6nnen daher nicht als geschlechtsbezogene Diskriminierung betrachtet werden. Doch das wird bis heute von der Gender-Mainstreaming-Gentry geleugnet. Geht es nach der, diskriminieren die gesellschaftlichen Umst\u00e4nde die Leistungen der M\u00e4dels. Ohne politisch-institutionelle Unterst\u00fctzung durch Ma\u00dfnahmen wie die Quotenregelung h\u00e4tten sie von Anfang an keine Chance, wie immer sie sich bem\u00fchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Heute aber bringen M\u00e4del im Schnitt bessere Leistungen als Jungen. W\u00e4re also nicht die umgekehrte Reaktion dran: Die Umst\u00e4nde diskriminieren nun doch offenbar die Jungen. Da aber h\u00f6rt man im Ergebnis: <i>Die Jungen diskriminieren sich selbst<\/i> durch weniger Flei\u00df und h\u00f6here Risikobereitschaft bei Pr\u00fcfungen (\u201eauf L\u00fccke lernen\u201c).<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><b>B. <\/b><b>Quothilde qu\u00e4lt und l\u00e4sst leiden<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verbesserung der universit\u00e4ren Leistung der Frauen ging einher mit der \u00c4nderung ihrer Einstellung und ihres Verhalten. Das war das Entscheidende. Die institutionellen und politischen Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der Emanzipation waren dagegen teurer, ineffizient oder unbedeutend und zum Teil sogar kontraproduktiv. Das war geradezu ihr Zweck. Dadurch wurde k\u00fcnstlich Arbeit geschaffen, wie wir das von \u201eBeziehungs-\u201c oder \u201eTrauerarbeit\u201c kennen. Das bringt zus\u00e4tzliche Arbeit speziell f\u00fcr Frauen, etwa in der Frauenforschung (\u201eangeblich\u201c durch Gender-Forschung abgel\u00f6st) oder bei der Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten. Eines ihrer bedeutsamsten Mittel sind Quoten f\u00fcr die Beteiligung von Frauen. Die sind meist fragw\u00fcrdig,<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. weil sie bei der Feststellung von Diskriminierung auf untauglichen Kennzahlen aufbauen, welche z.B. die Karrierezeit nicht ber\u00fccksichtigen;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. weil sie die \u201eSelbstdiskriminierung\u201c au\u00dfer Acht lassen oder gar leugnen: Nicht alle Frauen wollen das, was die Gutmenschen-Gilde der Nation als weiblichen Lebensplan vorschreiben will (z.B. das Verbot der Ehe);<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3. weil sie nur in eine Richtung angewandt werden, nie zugunsten der M\u00e4nner;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">4. weil sie die Frauen zum Teil \u201evorf\u00fchren\u201c und zum Gesp\u00f6tt ihrer Geschlechtsgenossinnen machen, von den M\u00e4nnern ganz zu schweigen;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">5. weil Neschle bei Gespr\u00e4chen mit seinen Kolleg<i>innen<\/i>(!) keine fand, die eine Quotenregel f\u00fcr notwendig hielt, aber mehrere, die sie als sch\u00e4dlich betrachten f\u00fcr ihren eigenen Ruf als Professorin. Dann aber f\u00fchrt eine solche Ma\u00dfnahme statt zur Gleichstelllung am Ende zum Gegenteil.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am weitaus peinlichsten ist der unter 4. genannte Grund. Deshalb waren es Frauen, die f\u00fcr die Aufhebung folgender \u201eAnti-Diskriminierungs-Ma\u00dfnahme\u201c sorgten: Bei einer Bewerbung um eine Professorenstelle <i>mussten<\/i> eine Zeitlang zum Zwecke der Gleichstellung (?!?) s\u00e4mtliche Bewerber<i>innen <\/i>zum Probe-Vortrag eingeladen werden,<i> ohne jegliche Qualit\u00e4ts-Pr\u00fcfung<\/i>. Das hatte Folgen in einem Neschle bekannten Fall, wo er Vorsitzender der Berufungskommision war:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Die Arbeit der Berufungskommission vergr\u00f6\u00dferte sich dramatisch. Denn die Kommission war gezwungen, sich den letzten Mist anzuh\u00f6ren, doch nur, falls er aus dem Mund einer Frau kam.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. Um die Arbeit in Grenzen zu halten, wurden die Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr m\u00e4nnliche Bewerber <i>nach oben<\/i> angepasst, so dass weniger von ihnen die H\u00fcrde zum Probevortrag passierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3. Jede und jeder in der Berufungskommission wusste schon zu Beginn der Probevortr\u00e4ge, dass die Frauen bis auf eine keine Chance hatten, aber trotzdem den L\u00f6wenanteil der Vortrags- und Diskussionszeit okkupierten. Ausnahmslos alle empfanden diesen \u201eEmanzipationsdienst\u201c als Zeitverschwendung. Zudem musste die\/der Vorsitzende sogar bei abwegigen Bewerbungen von Frauen umfangreiche Begr\u00fcndungen schreiben, weitaus ausf\u00fchrlicher als bei einigen in der Vorauswahl aussortierten, deutlich besser qualifizierten M\u00e4nnern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">4. Frauen ohne Vorauswahl standen bei den Vortr\u00e4gen M\u00e4nnern gegen\u00fcber, bei denen man die Auswahl-Kriterien versch\u00e4rft hatte. Es kam zu grotesken Leistungsunterschieden zwischen Diskutanten und Diskuonkeln. Das Ganze verkam zur \u201eVorf\u00fchrung der unf\u00e4higen Frauen\u201c und f\u00fchrte dazu, dass die weiblichen Mitglieder der Kommission vor Scham im Boden versanken. Die Kritik der <i>weiblichen<\/i> (!) Kommissionsmitglieder daran nahm damals Dieter Bohlens Stil in den Staffeln von \u201eDeutschland sucht den Superstar\u201c vorweg.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">5. Die Frau, die sp\u00e4ter auf die Dreier-Berufungsliste kam, h\u00e4tte die Kommission auch ohne die Regelung, alle Frauen einzuladen, zum Vortrag gerufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle hat nie einer gr\u00f6\u00dferen und peinlicheren Diskriminierung von Frauen beigewohnt als dieser. H\u00e4tten \u201enur\u201c M\u00e4nner dieser Regelung widersprochen, h\u00e4tten wir sie aber vielleicht heute noch?! Es w\u00e4re besser gewesen, so etwas vorher zu verhindern, aber jeder Leser wei\u00df, dass dies heute fast unm\u00f6glich ist, ohne sich ins moralische Mordor zu stellen und den Aufschrei der Gender-Gilde zu riskieren. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im \u00f6ffentlichen Dienst und bei politischen Parteien hat sich diese Gilde durchgesetzt. Hier scheint es geradezu ein \u201eGrundrecht\u201c zu geben, dass Frauen einen Anteil von <i>mindestens<\/i> 50% haben. Bei mehr als 50% Frauenanteil sagt niemand etwas, bei weniger erhebt sich Gezeter <i>auf rein sexistischer Basis und v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von sachlichen Kriterien \u00fcber die F\u00e4higkeit der KandidatInnen<\/i>, k\u00fcrzlich etwa als in der EG zwei h\u00f6chste Posten zu besetzen waren: Was w\u00e4re das gewesen, h\u00e4tten wir keine EG-Au\u00dfenminister<i><u>in<\/u> <\/i>bekommen. Frauen aus den Reihen der Gr\u00fcnen hatten sich vorher <i>drohend (!)<\/i> in Position gestellt f\u00fcr den Fall, dass \u2026 . Wer aber h\u00e4tte bei zwei Frauen etwas gesagt? Statt politischer und sachbezogener Argumente schaut uns die Politik eben zwischen die Beine. Sie ist sexistisch geworden, gerade bei der emanzipatorischen Weiblichkeit, die doch immer genau dagegen vorgehen wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch machen wir ein fiktives Beispiel: Nehmen wir an, die Bev\u00f6lkerung bestehe zu 60% aus Frauen. Bei der schnellen Alterung und der gr\u00f6\u00dferen (m\u00e4nnerdiskriminierenden?;-)) Lebensdauer der Frauen kann das real passieren. Nehmen wir trotzdem an, durch pers\u00f6nliches Engagement und Zustimmung auch der <i>W\u00e4hlerinne<\/i>n (!!!) best\u00fcnde der Bundestag zu 80% aus M\u00e4nnern und zu 20% aus Frauen. Wie viel Prozent in den Gremien und politischen \u00c4mtern w\u00e4re angemessen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. 60 : 40 nach Anteil der Frauen in der Bev\u00f6lkerung? Dann h\u00e4tte jede Abgeordnete eine sechsmal h\u00f6here Chance den Willen ihrer W\u00e4hlerInnen zu repr\u00e4sentieren als ein Abgeordneter. Wie vertr\u00e4gt sich das mit Demokratie? Schlie\u00dflich haben hier auch Frauen mehrheitlich m\u00e4nnliche Abgeordnete gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. 20 : 80 nach dem Anteil der gew\u00e4hlten Mitglieder im Parlament. Am ehesten: <i><u>Schlie\u00dflich sollen die gew\u00e4hlten Vertreter oder Vertreterinnen den politischen Willen der W\u00e4hler vertreten und nicht ihr Geschlecht!<\/u> Nur die grundgeile Gender-Gentry versteht das anders. Und das Schlimme: Ihr widerspricht niemand. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3. 50 : 50 nach beiden Geschlechtern? Das w\u00e4re der gr\u00f6\u00dfte Bl\u00f6dsinn. Es entspricht weder den Anteilen der Frauen in der Bev\u00f6lkerung noch im Parlament. Die W\u00e4hler selbst haben ihre Wahl nicht auf geschlechtliche Kriterien reduziert. Es gab f\u00fcr sie vorwiegend andere Fragen, was f\u00fcr gradlinige Gender-Girls nur an der \u201efalschen\u201c Pr\u00e4gung durch die Gesellschaft liegen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber muss man nicht bei der Kandidatenaufstellung die Relation 50: 50 ber\u00fccksichtigen? \u2013 <i>Bei einem Tanzkurs vielleicht! <\/i>Aber was hat diese Tanzkursphilosophie bei politischem Engagement zu suchen. <i>Will man sich nicht selbst schaden, w\u00e4hlt man doch die Person, die am meisten im Hirn hat und die eigene Auffassung am klarsten vertritt. Warum soll ich dieser Person zwischen die Schenkel sehen?<\/i> <i>Es ist schon erstaunlich, dass gerade diejenigen das fordern, die mit dem Sexismus-Vorwurf am schnellsten heraus sind. Oder wird Sexismus besser, wenn ihn Frauen benutzen? <\/i><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><b>C. <\/b><b>Holland in Not: In allen Bereichen, wo Studentinnen \u00fcberwiegen<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein holl\u00e4ndischer Kollege machte mich auf folgendes Problem im holl\u00e4ndischen Gesundheitswesen aufmerksam. Wenn ich ihm glaube, geschieht dort derzeit Folgendes: In der Medizin (wie in anderen F\u00e4chern auch) hat sich die Studierendenschaft immer st\u00e4rker in Richtung weiblicher Absolventen entwickelt. Die aber h\u00e4ngen viel h\u00e4ufiger als ihre m\u00e4nnlichen Kommilitonen schon einige Jahre nach Beginn ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit ihren Job an den Nagel, mit drei Folgen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Die medizinische Versorgung ist in einigen Bereichen der Medizin und einigen Gebieten der Niederlande gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. Die Kapazit\u00e4t der medizinischen Fakult\u00e4ten ist zu klein geworden, um die Versorgung der Bev\u00f6lkerung nachhaltig sicherzustellen. Es m\u00fcssen entsprechend der verringerten Verweilzeit im Beruf mehr Uni-Absolventen zur Verf\u00fcgung stehen. <i>Das bedeutet eine Ausweitung der medizinischen Fakult\u00e4ten und eine Aufstockung des Ausbildungspersonals, nicht weil mehr Studierende zu versorgen sind, sondern allein wegen des h\u00f6heren Anteils der Studentinnen und ihres nachberuflichen Verhaltens. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3. Durch die kurze aktive T\u00e4tigkeit vieler \u00c4rztinnen erhielt die Gesellschaft nur einen Teil der Kosten des Studiums zur\u00fcck. Der Rest musste als <i>\u201esoziale Kosten der Emanzipation\u201c<\/i> vom Steuerzahler subventioniert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieselben Effekte gibt es in allen F\u00e4chern<a href=\"#_ftn3_5597\" name=\"_ftnref3_5597\">[3]<\/a> mit gestiegenem Frauenanteil, wenn auch bei geringeren Kosten des Studiums f\u00fcr Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, aber h\u00e4ufig genug auch geringeren Ertr\u00e4gen durch die beruflichen Leistungen. F\u00fcr die Gesellschaft bedeutet das, soweit man \u00f6konomische Ma\u00dfst\u00e4be anlegt: <i>Die volkswirtschaftliche Effizienz des Hochschulstudiums sinkt mit steigendem Frauenanteil in den Studienf\u00e4chern.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Aussage ist politisch unkorrekt, hat aber einen Vorteil: Sie ist wahr! Kein Ges\u00fclze vom Gender-Grill! Wurde von meinem holl\u00e4ndischen Kollegen richtig beobachtet (da habe ich kaum Zweifel!), erkl\u00e4rt sich so auch die weibliche Zur\u00fcckhaltung, Bef\u00f6rderungen gezielt anzustreben oder anzunehmen. Kann hier von geschlechtsspezifischer Diskriminierung die Rede sein? Oder diskriminieren die Studentinnen hier den Steuerzahler, der gro\u00dfe Teile ihres Studiums als ihre \u201eMitgift\u201c \u00fcbernimmt?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und wie kommt es, dass die familienpolitisch orientierte Haltung der Frauen, die der kurzen Verweildauer im Beruf meist zugrunde liegt, in der Gender-Forschung so wenig zur Geltung kommt. Vielleicht ist die folgende Aussage ein Erkl\u00e4rungsansatz. Fleischhauer geht davon aus, \u201edass viele wortf\u00fchrende Autorinnen der \u201eGender\u201c-Theorie lesbisch und damit in Bezug auf die Familienrealit\u00e4t vorurteilsfrei sind\u201c <a href=\"#_ftn4_5597\" name=\"_ftnref4_5597\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch was folgt aus k\u00fcrzeren Verweilzeiten besser ausgebildeter Frauen im Beruf? Weniger Frauen an die Uni, Bleibezwang im Beruf, h\u00f6here Kosten des Studiums f\u00fcr weibliche Studierende? Wer Neschle kennt, wei\u00df seine Antwort: Nein, nichts davon! Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf b\u00f6te sich an und wirkte positiv f\u00fcr den <i>Steuerzahler<\/i>. M\u00fcller-Urlaub spricht sogar privatwirtschaftlich von Rendite-Revolution, wenn Familie und Beruf besser in Einklang gebracht werden<a href=\"#_ftn5_5597\" name=\"_ftnref5_5597\">[5]<\/a>. Doch das w\u00e4re ein neues Thema und ein weites Feld.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Gesellschaft profitiert zudem indirekt von der Ausbildung ihrer Frauen, selbst wenn diese nicht (mehr) berufsspezifisch am Markt eingesetzt wird. Frauen vermitteln den gr\u00f6\u00dferen Teil unserer sozialen und Bildungs-Werte. Doch sollte es der Gesellschaft bewusst sein, was sie sich leistet, jenseits von grottigem Gender-Gefasel.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr dieses Gefasel gibt der Staat viel Geld aus, etwa f\u00fcr Studien zum \u201eGender-Mainstreaming im St\u00e4dtebau 324.000 \u20ac oder 180.000 \u20ac f\u00fcr \u201eGender Greenstreaming\u201c, wo \u201eMotors\u00e4genkurse f\u00fcr Frauen\u201c als geschlechterpolitischer Hit vorgeschlagen werden<a href=\"#_ftn6_5597\" name=\"_ftnref6_5597\">[6]<\/a>. Sollte man aus Gr\u00fcnden der Nichtdiskriminierung der M\u00e4nner nicht eine ebenso gut finanzierte Studie zum \u201eGender-Colourstreaming\u201c machen mit \u201eSchminkkursen f\u00fcr M\u00e4nner\u201c? Doch dazu l\u00e4uft die Kiste zu einseitig und selbst schwule M\u00e4nner haben wenig Einfluss auf ihren Lauf. Hier regiert die reine Weiberwirtschaft und es widerspricht keiner der aggressiv auftretenden Gender-Gentry, die sich ja wie der Wei\u00dfe Ring dem Opferschutz widmet. Wer bitte kann etwas dagegen haben, will er sich nicht selbst demoralisieren und ethisch demolieren?<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><b>D. <\/b><b>Frauen heute im Durchschnitt besser. Aber auch in der Spitze?<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Was Neschle anfangs \u00fcber die <i>durchschnittlich besseren<\/i> Leistungen der Frauen gesagt hat, ist wahr. \u00dcber alle seine Erfahrungen: von der VWA-Ausbildung \u00fcber den Bachelor, sowie \u00fcber Master und Diplom. Es ist aber falsch bei Promotionen. Hier sind die M\u00e4nner im Durchschnitt besser und zugleich in der Spitze. Auch bei absoluten <i>Spitzen<\/i>leistungen bei Master und Diplom sind M\u00e4nner h\u00e4ufiger pr\u00e4sent, selbst wenn Neschle dort noch die <i>durchschnittliche <\/i>\u00dcberlegenheit der Student<i>innen<\/i> festgestellt hat. M\u00e4nner sind hier sowohl bei den schlechtesten als auch bei den besten Studierenden st\u00e4rker vertreten. Wie das?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Mit steigendem Qualifikationsniveau k\u00f6nnten Frauen weniger investieren, wenn sie das Erworbene nur k\u00fcrzere Zeit nutzen wollten!?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. Lassen Frauen beim Promovieren nach, weil M\u00e4nner sich keine \u00fcberlegene Frau w\u00fcnschen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3. Gibt es vielleicht doch eine genetische Veranlagung, die M\u00e4nner fokussierter macht und Frauen multi-taskingf\u00e4higer, wobei Letzteres zu Lasten der Pr\u00e4zision im Einzelnen geht (Gr\u00f6nemeyer singt schlie\u00dflich: \u201e<i><u>M\u00e4nner<\/u><\/i> machen alles <i>ganz genau<\/i>!\u201c. Fokussierung und Pr\u00e4zision sind aber Voraussetzungen f\u00fcr absolute Spitzenleistungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die bedeutendsten Unterschiede, die Neschle bei seinen Dissertationen feststellte:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. M\u00e4nner riskieren mehr, gehen Wege, die zun\u00e4chst aussichtslos erscheinen. Frauen gehen praktischer vor, sie m\u00fcssen das Ergebnis zumindest ahnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. M\u00e4nner verfolgen Methoden auch um der Methoden willen. Sie \u201espielen\u201c ausgiebiger mit den Modellstrukturen und wollen nicht nur anwenden. Sie verbessern \u00f6fter die Methode selbst, nicht nur deren Anwendung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">3. M\u00e4nner trauen sich zu, eigenst\u00e4ndiger zu arbeiten und sich st\u00e4rker vom Schrifttum zu l\u00f6sen. Sie lassen sich durch das Thema st\u00e4rker vereinnahmen. Es wird ein Teil ihrer selbst. Nicht etwas, das sie als Au\u00dfenstehender bearbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Beobachtungen gelten nat\u00fcrlich nur f\u00fcr den Durchschnitt. Denn es gibt nach diesen Kriterien auch \u201eweibliche M\u00e4nner\u201c und \u201em\u00e4nnliche Weiber\u201c. Im Einzelfall z\u00e4hlt ohnehin nur dieses Individuum und nicht irgendein Durchschnitt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sind diese politisch nat\u00fcrlich v\u00f6llig unkorrekten, genderm\u00e4\u00dfig Beobachtungen aber richtig, ist nicht verwunderlich, warum bis heute die ber\u00fchmtesten Wissenschaftler m\u00e4nnliche Vornamen tragen und nur Ausnahmen die Regel haben. <i>Kann man den geringen Anteil von Frauen in der Reihe der besten Forscher nach dem zwanzigsten Jahrhundert genderm\u00e4\u00dfig noch schlicht mit \u201egesellschaftlicher Benachteiligung\u201c erkl\u00e4ren?<\/i> Ist der \u201egenetische Ansatz\u201c des Einfach-Kom\u00f6dianten Mario Barth (diese Nervens\u00e4ge!) \u00fcber grundlegende Unterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern nicht sogar gehaltvoller als der \u201ewissenschaftliche\u201c Ansatz des \u201eGender-Mainstreaming\u201c? Beruht er nicht auf realistischeren Pr\u00e4missen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">W\u00e4re das nun wiederum richtig, bedroht der Ansatz des Gender-Mainstreaming letztlich sogar die Stellung der deutschen Forschung und Wirtschaft in der Welt. Wenn die Masse zwischen den Beinen f\u00fcr die Zusammensetzung von Forschungsinstitutionen mehr entscheidet als die zwischen den Ohren, ist das kaum mehr verwunderlich.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><b>E. <\/b><b>wie Ende: Haben es M\u00e4nner so viel leichter?<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle legt sich fest:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. <i><u>Im \u00f6ffentlichen Dienst werden Frauen heute nicht nur gleichgestellt, sondern eindeutig und zum Teil sogar eklatant bevorzugt<\/u><\/i><u>.<\/u> Neschle hat enormen Rechtfertigungszwang, der Zeit und Nerven kostet, will er einen Mann anstelle einer Frau einstellen. Unser Staat behandelt auch auf anderen \u00f6ffentlichen Feldern M\u00e4nner schlechter. In den Parteien gibt es graduelle Unterschiede, wobei die Gr\u00fcnen sich der grundgeilen Genderei am st\u00e4rksten verschrieben haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2. In der privaten Wirtschaft sieht es anders aus. Abgesehen von verwandtschaftlichen Verbindungen bei familienbezogenen Unternehmungen und Frauen, die einen Weg ohne Unterbrechungen und Tempowechsel einschlagen (Das bedeutet den Verzicht auf Kinder!), haben Frauen f\u00fcr die oberste F\u00fchrungsspitze geringere Chancen. Weil auch M\u00e4nner von entsprechenden Folgen bei Tempowechsel und Unterbrechungen betroffen sind, ist das allerdings nur mittelbar eine geschlechtsspezifische Diskriminierung. Dennoch gibt es ganze T\u00e4tigkeitsbereiche, die fast reine M\u00e4nnerdom\u00e4nen sind, etwa beim Investment-Banking oder im Top-Management von VC-Gesellschaften. <i><u>Hier findet man bei Bewerbungen und Jobzuweisungen noch jede Menge offener und verdeckter Diskriminierung von Frauen.<\/u><\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Herren grenzen sich da h\u00e4ufig durch \u201eFreizeit\u201c-Club-Bildung ab. Wichtige Gespr\u00e4che werden dahin verlagert und Frauen von der Teilhabe ausgeschlossen. (Ein Gesch\u00e4ftsmann ist jemand, der morgens im Gesch\u00e4ft vom Golf redet und nachmittags beim Golf vom Gesch\u00e4ft.) Was der Angelclub f\u00fcr den kleinen Mann ist, sind Jagd-Gesellschaft oder Polo-Club f\u00fcr den gro\u00dfen. Diese Bet\u00e4tigungen werden von m\u00e4nnlichen F\u00fchrungskr\u00e4ften gepflegt, weil die Damen hier bislang kein oder wenig Interesse zeigen. Doch diese Fassade br\u00f6ckelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im \u00dcbrigen bleibt Neschle nur, seine Fn. 2 zu zitieren. Dieses Mal vollst\u00e4ndiger:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eEs ist eine kluge und statistisch gesehen zudem lebensverl\u00e4ngernde Entscheidung [der Frauen!], sich seinem Arbeitgeber nicht mit Haut und Haaren zu verschreiben \u2013 nur kann man dann kaum erwarten, dass man mit derselben Geschwindigkeit Karriere macht wie jemand, der dem Unternehmen rund um die Uhr zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">M\u00e4nner zahlen einen Preis f\u00fcr diese Form der Selbstauslieferung: Das Risiko, dass sie vor Erreichen der Pensionsgrenze einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall erliegen, ist deutlich h\u00f6her als bei Frauen. Sie leiden h\u00e4ufiger an Schlafst\u00f6rungen und Bluthochdruck. Bei alkoholbedingten Erkrankungen und Selbstmorden das gleiche Bild: Von den 9402 Suiziden, die das Statistische Bundesamt f\u00fcr 2007 ausweist, wurden 75 Prozent von M\u00e4nnern begangen. Genau besehen f\u00fchren die M\u00e4nner nahezu jede Statistik an, die selbstsch\u00e4digendes Verhalten dokumentiert: Sie stellen 95 Prozent der Gef\u00e4ngnisinsassen und 73,5 Prozent der Verkehrstoten, auch die Mehrzahl der Obdachlosen und unterbezahlten Hilfsarbeiter sind M\u00e4nner.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So, wir sind am Ende, obwohl wir nicht am Ende sind: M\u00e4nner wollen ebenso sch\u00f6n diskriminiert sein wie Frauen das seit Jahrzehnten von sich behaupten. Neschle fordert: <i>Jeder Mensch hat ein Recht, sich diskriminiert f\u00fchlen zu d\u00fcrfen. Das ist kein Frauenrecht, das ist ein Menschenrecht, zumindest solange jede behauptete Diskriminierung in Deutschland das F\u00fcllhorn des Steuerzahlers zum Ausgie\u00dfen bringt.<\/i> ;-(<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eHerr, schmei\u00df Hirn vom Himmel!\u201c Aber dieses Hirn sollte man verwenden, um dem Gender-Gerangel ganz den Garaus zu machen. Denn in Wahrheit ist dieses F\u00fcllhorn die B\u00fcchse der Pandora mit allen \u00dcbeln dieser Welt, in der allein die Hoffnung bleibt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr den, der es noch nicht glaubt, eine letzte Kostprobe oder Kotzprobe mit Neschles Kommentaren zur \u201eGeschlechterdimension von Natur- und T\u00e4tigkeitsverst\u00e4ndnissen bei Akteuren\/innen der Waldnutzung und des Waldschutzes\u201c<a href=\"#_ftn7_5597\" name=\"_ftnref7_5597\">[7]<\/a>:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eBisher wurde angenommen, dass Waldforschung wert- und geschlechtsneutral sein. [Nein! Um Gottes willen, wer hat sowas angenommen!] Dass dies nicht so ist, belegt die soziologische Studie [\u00f6ffentlich gef\u00f6rdert! Befragt wurden in zwei Jahren 22, booh wat viele, Frauen und M\u00e4nner] im Rahmen der Geschlechterforschung. \u2026 Das Ergebnis der qualitativen soziologischen Untersuchung belegt wissenschaftlich, was bisher nur vermutet wurde [Nee, dat hat wirklich keiner gewusst!]: Scheinbar neutrale Begriffe wie Wald, Jagd oder Waldp\u00e4dagogik zeigen auf den zweiten [b\u00f6sen?] Blick eine tiefere Symbolik (Wald = Natur, Wald = M\u00e4nnerdom\u00e4ne) oder sind geschlechtlich belegt (Jagd = M\u00e4nner, Waldp\u00e4dagogik = Frauen).\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer da nicht im Wald steht, ihn vor lauter B\u00e4umen nicht sieht, wer da nicht umgehend einen Jagdschein mit Freischuss nach \u00a7 20 StGB beantragt und sei es f\u00fcr die Sch\u00fcrzenjagd, dem kann Neschle nicht mehr helfen. Dennoch:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Frohe Weihnachten w\u00fcnscht Leon Neschle und ein erfolgreiches Neues Jahr 2010!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">P.S.: Eine aufwendige Weihnachtskarte, die Neschle allj\u00e4hrlich von Kolleginnen aus der Gender-Forschung bekam, ist in diesem Jahr ausgeblieben. Neschle selbst hatte f\u00fcr so etwas nie einen Etat, aber er freut sich \u00fcber die gute Ausstattung der Kolleginnen. Der verzweifelte Steuerzahler lacht dar\u00fcber, \u2026 falls er genug Ironie besitzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Des Menschen gro\u00dfer Albdream<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das ist der Gender-Mainstream.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Jeder Mensch, der mal geboren,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wird \u00fcber dessen Kamm geschoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Theoretikerinnen denken \u201escharf\u201c,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dass nicht sein kann, was nicht sein darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">In ihrem Theorienreich<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">sind Frau und Mann am Anfang gleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Von der Gesellschaft, dieser miesen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wird Ungleichheit erst \u201ezugewiesen\u201c. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Blick in Kinderkrippen zeigt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">da hat man ziemlich sich vergeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">So fehlt dem ganzen Gender-Segen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">am Ende doch geh\u00f6rig Bregen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Was nicht fehlt, das ist Geld vom Staat,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wer \u201eGender\u201c sagt, zu sagen hat:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Alt 68 muss sich lohnen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">nach Marsch durch die Institutionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Mainstreamer (sc)hauen wie die Geier,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">den M\u00e4nnern dauernd (oder \u201elauernd\u201c?) auf die Eier.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die, die Sexismus laut beklagen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ihn doch am st\u00e4rksten in sich tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bei Forschung hat der nichts verloren,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">da z\u00e4hlt nur das zwischen den Ohren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Es ist egal, ob Frau, ob Mann,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">auf\u2019s Individuum da kommt es an,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn Geistesleistung ist gefragt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">jeder Sexismus strikt versagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Tanzschule find\u2019t Quoten wichtig,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">doch wo w\u00e4ren die sonst noch richtig?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Neschle wird zwar altersmilde,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">aber es wurmt ihn die Quothilde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wieso ist wichtig, was im Schritt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">der Mensch schleppt Tag f\u00fcr Tag so mit?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Neschle kennt da manchen Fall,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">doch der ist ja nicht \u00fcberall.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Gewiss geht Neschle gerne tanzen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und da mag er im gro\u00dfen Ganzen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die Frauen immer deutlich lieber,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">vielleicht kommt das von seinem Trieb her.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch will man gute Ideen h\u00f6ren,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wird Gender-Blick dabei nur st\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Mit dem Geschlecht geht es erst gut,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn man es nicht beachten tut,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wo es um geist\u2019ge Fragen geht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">es gar nicht zur Debatte steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und wer es trotzdem dann entdeckt,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">versagt \u201edem Menschen\u201c den Respekt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Er reduziert ihn aufs Geschlecht,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das ist dem Herrgott gar nicht recht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1_5597\" name=\"_ftn1_5597\">[1]<\/a> Nach \u201eSch\u00f6ner denken. Wie man politisch unkorrekt ist\u201c ist \u201eMigrationshintergrund\u201c ein: \u201eKorrektes Hilfswort zur Vermeidung der Angabe von Nationalit\u00e4t oder Herkunft einer Person oder Gruppe\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref2_5597\" name=\"_ftn2_5597\">[2]<\/a> Die folgenden Zitate bei Jan Fleischhauer: \u201eUnter Linken. Von einem der aus Versehen konservativ wurde\u201c, S. 46.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref3_5597\" name=\"_ftn3_5597\">[3]<\/a> Dieses Problem gibt es auch bei der Polizei , wo Frauen nach einer Schwangerschaft zudem w\u00e4hlen d\u00fcrfen, ob sie in den \u201eStra\u00dfendienst\u201c zur\u00fcckkehren oder sich \u201ezu den B\u00fcrohengsten sperren lassen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref4_5597\" name=\"_ftn4_5597\">[4]<\/a> Fleischhauer (Fn.2), S. 48.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref5_5597\" name=\"_ftn5_5597\">[5]<\/a> Vgl. Berthold-M\u00fcller Urlaub (Hrsg.), Die Rendite-Revolution, Familie und Beruf in Einklang, Halle (Saale), 2009.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref6_5597\" name=\"_ftn6_5597\">[6]<\/a> Vgl. Fleischhauer (Fn. 2), S. 49.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref7_5597\" name=\"_ftn7_5597\">[7]<\/a> Die folgenden Zitate in Sch\u00f6ner Denken (FN. 1), S. 67 f.<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=149\">PDF-Datei<\/a><br \/>\nThis post was downloaded by  1235 people until now.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gender-Tender: Diskriminieren \u201ezwischen\u201c, \u201enach\u201c und \u201evon\u201c(II). M\u00e4nner schreiben viele Songs mit Frauennamen, sogar mit Gloria, Andrea, Peggy Sue; Frauen fast keine Songs, die hei\u00dfen wie M\u00e4nner, nicht mal wie Kevin, Rainer oder Leon. Da soll es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern geben? (Neschle). 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