{"id":355,"date":"2008-09-10T08:55:32","date_gmt":"2008-09-10T07:55:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-47-37-woche-2008\/"},"modified":"2020-06-20T16:13:34","modified_gmt":"2020-06-20T15:13:34","slug":"leon-neschle-47-37-woche-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-47-37-woche-2008\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 47 (37. Woche 2008)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Let\u2019s KISS, KISS, KISS!<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>In character, in manners, in style, in all things, the supreme excellence is simplicity.&nbsp;<\/em>(Henry Wadsworth Longfellow)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Lass es uns einfach halten! Alles! Einfach einfach! So einfach wie nur eben m\u00f6glich! Richtig simpel! Auch f\u00fcr Einf\u00e4ltige erfassbar. Intuitiv und l\u00f6sbar! \u2013 \u201e<b>K<\/b>eep <b>I<\/b>t <b>S<\/b>imple and <b>S<\/b>tupid!\u201c hei\u00dft das Motto f\u00fcr Exzellenz und Exzellenzen! \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So gesehen sind die meisten technischen Ger\u00e4te und Computerprogramme grottenschlecht. Sie sind von Technikfreaks, die es nicht einfach machen k\u00f6nnen oder wollen, f\u00fcr Technikfreaks geschaffen, die sich an Komplexit\u00e4t erfreuen oder gar aufgeilen, weil die ihnen den Status der Exklusivit\u00e4t sichert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So gesehen ist aber auch deutsche Verwaltung alles andere als exzellent. Sie ist nicht einmal ex-elend. Sie ist laufendes, nein feststehendes und fest stehendes Elend. Jedes weitere Gesetz st\u00fcrzt uns tiefer dort hinein! Lasst uns zusammenstehen gegen diese \u201eEruption der B\u00fcrokrater\u201c (<a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-24-31-woche-2007\/\">Leon Neschle 24<\/a>)!<!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>A. Warum sind einfache Dinge kompliziert?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">So f\u00e4ngt die Geschichte an: Ein \u00e4lterer Herr ist auf der Suche nach einer Pflegehilfe und fragt Neschle, ob es f\u00fcr ihn g\u00fcnstig ist, diese in einem 400-Euro Job einzustellen. Ernst f\u00fcgt er hinzu: \u201eDu hast doch studiert. Du bist Professor. Du <i>musst<\/i> das wissen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle bedeutet, da m\u00fcsse er kapitulieren,nur weniger manierlich: \u201eEinen Schei\u00dfdreck wei\u00df ich! Heute lohnt es sich doch gar nicht mehr, sich mit einem solchen Thema zu befassen. Au\u00dfer man ist gerade direkt davon betroffen. Eben meint man noch etwas zu wissen, da haben sich die Dinge wieder ge\u00e4ndert.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Warum all das? Sehen wir es einmal ein wenig \u201eschr\u00e4g\u201c und doch recht geradlinig:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Viele Menschen verdienen heute gerade an der Beherrschung und der Aufl\u00f6sung der Komplexit\u00e4t.<\/i> Die sind offenbar daran interessiert, dass Komplexit\u00e4t geschaffen und erhalten wird. Das sind auf beiden Seiten, beim Verwalter und beim Verwalteten, die Juristen. Unsere Ministerien und Finanz\u00e4mter kennen faktisch ein Juristenmonopol, selbst im <i>Wirtschafts<\/i>ministerium oder der <i>technischen<\/i> Verwaltung. Wut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">W\u00e4hrend in den Unternehmungen technikverliebte Entwickler in die Schranken der Wirtschaftlichkeit gewiesen werden, d\u00fcrfen die Juristen in den Ministerien ihrem Hang zum Regelungsperfektionismus schrankenlos fr\u00f6nen. Da werden Orgien penibler Regulierungswut gefeiert, da werden besoffen von Paragraphenprasserei widerspr\u00fcchliche Regelungen in die Welt gesetzt, da wird Regulierung mit unbeirrtem \u00dcberfluss \u00fcbertrieben und durch \u00c4nderungen alles im Fluss gehalten. <i>Intensive Regelungsaktivit\u00e4t und Gesetzeshuberei gelten als Zeichen von Reformwillen und Flei\u00df.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Einfachheit und Rechtssicherheit sind die Opfer dieser orgiastischen Ordnungsausschweifungen<\/i>. Der B\u00fcrger kennt die Regeln nicht mehr, versteht sie noch weniger und kann ihre \u00c4nderungen weder nachverfolgen noch ihnen nachfolgen. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bleiben als Menschen, die an Regelungskomplexit\u00e4t verdienen: Beamte, Verwaltungsangestellte und Steuerberater. Beamte und Angestellte stehen als Menschen auch auf der anderen Seite, so wie der Leiter eines Finanzamts. Der legt seit Jahren mehrfach Einspruch gegen seine eigenen Steuerbescheide ein, schreit aber nie.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Komplexit\u00e4t hat er die \u201eGr\u00f6\u00dfe\u201c seines Finanzamts zu verdanken. Neschle hat diesen Mann kennengelernt und sich gefragt, ob eine solche Haltung ein Zeichen sozialer Verantwortung und Zivilcourage ist. Ergebnis negativ! Wenn ich selber sehe, was faul ist im Lande und dieses Land zugleich vertrete, m\u00fcsste ich mich unwohl f\u00fchlen in meiner Haut und mich aktiv um Besserung bem\u00fchen. .\u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">K\u00f6nnen diese Leute in den Veraltungen nicht etwas anderes arbeiten, statt sich selbst und ihren Mitmenschen durch Beamtentr\u00f6del die Freizeit zu versauen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Seit Maschinen f\u00fcr uns Menschen die Produktion in menschenleeren Fabriken \u00fcbernehmen, seitdem selbst die Nahrungsmittelproduktion industrialisiert abl\u00e4uft, haben wir nichts anderes mehr zu tun als Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen, um die weggefallenen zu ersetzen. \u00dcberall wird das gefordert: auf der Stra\u00dfe wie in den Propagandareden der Politiker. Mit dem Ziel, sich selbst und anderen so viel Arbeit zu machen, dass m\u00f6glichst \u201eviele Arbeitspl\u00e4tze\u201c daraus entstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Weil aber das Schaffen von Arbeitspl\u00e4tzen mit \u201en\u00fctzlicher Arbeit\u201c immer schwieriger geworden ist, versucht man es schon seit langer Zeit gezielt mit v\u00f6llig \u201eunn\u00fctzer Arbeit\u201c.<\/i> Die hat den Vorteil, dass sie beliebig vermehrbar ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nun glaubt heute fast jeder, dass das Reinigen des Gehsteigs mit der Zahnb\u00fcrste niemandem mehr zuzumuten ist. Deshalb wird \u201eunn\u00fctze Arbeit\u201c auch fast allein durch B\u00fcrokratie erzeugt. Gerade das entl\u00e4sst jedoch die schlecht Ausgebildeten in die Arbeitslosigkeit und dauerparkt sie dort. F\u00fcr B\u00fcrokratiearbeit braucht man n\u00e4mlich eine gute Ausbildung. \u00dcber den Beamtendreikampf (Knicken, Lochen, Abheften) hinaus: Man muss Lesen und Schreiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Solche B\u00fcrokratiearbeitspl\u00e4tze werden seit jeher staatlich gef\u00f6rdert und mit Steuermitteln subventioniert. <i>Man kann sogar sagen, dass B\u00fcrokratiearbeit die weitaus meisten staatlichen Subventionen bekommt. Sie ist der permanente und klassische Subventionsfall, den jedoch kaum einer als solchen erkennt.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus dem Subventionsmarathon ist der \u201es\u00fc\u00dfe Brei\u201c der Arbeitsplatzvermehrung geworden, der \u00fcberkocht in die gesamte Republik und den Betroffenen so viel Arbeit macht, dass sie sogar in ihrer \u201eFreizeit\u201c daf\u00fcr leben und arbeiten m\u00fcssen. Alles f\u00fcr den guten Zweck, anderen Zeitgenossen einen Arbeitsplatz zu verschaffen. Die gestalten ihrerseits fast selbstlos ihre Freizeit damit, um weitere Menschen mit Arbeitspl\u00e4tzen zu versorgen. <i>Das Schaffen von Arbeitspl\u00e4tzen in der B\u00fcrokratie und f\u00fcr die B\u00fcrokratie ist die bedeutendste Freizeitbesch\u00e4ftigung in Deutschland geworden, weit vor dem Sport, der Hobbyg\u00e4rtnerei oder gar dem Lesen zusammenh\u00e4ngender Texte.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>In dieser Welt hat eigentlich nur noch der Arbeitslose Freizeit<\/i> neben einer geregelten Arbeit. Der Arbeitslose arbeitet w\u00e4hrend der Arbeitszeit der anderen, indem er deren Formulare ausf\u00fcllt und die besucht, denen er durch seine Arbeitslosigkeit einen Arbeitsplatz verschafft hat. Der Arbeitende macht dagegen in seiner Freizeit das, was der Arbeitslose in seiner Arbeitszeit macht: Arbeitsam f\u00fcgt er sich Beh\u00f6rdenwahn!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So hat also nur noch der Arbeitslose Freizeit in der Freizeit, w\u00e4hrend die Arbeitenden arbeitsplatzschaffende Formulare in ihrer Freizeit ausf\u00fcllen und freizeitarbeiten. In seiner Freizeit kann nur noch der Arbeitslose alle Viere fahren lassen oder auch alle Viere von sich strecken und nur einen fahren lassen. Alle anderen schaffen und sichern B\u00fcrokratiearbeitspl\u00e4tze durch ihre Freizeitaktivit\u00e4ten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>B. \u00dcberfl\u00fcssige Beispiele f\u00fcr beispiellosen B\u00fcrokratie\u00fcberfluss<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschles Freizeitarbeit hat sich in den letzten Jahren merklich erh\u00f6ht und Neschles Freizeit ist geschrumpft, um neue Arbeitspl\u00e4tze in der B\u00fcrokratie zu schaffen. Die werden den Standort Deutschland noch von allen produktiven Zw\u00e4ngen befreien:<\/p>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Neschle macht die Steuererkl\u00e4rung f\u00fcr seinen Vater, der mit seinen \u00fcber 90 Jahren dazu nicht mehr in der Lage ist. Fr\u00fcher mussten Rentner faktisch keine Steuererkl\u00e4rung abgeben, von Gro\u00dfverdienern mal abgesehen. Heute dagegen nennt die Boulevardpresse \u00fcber 2.000.000 Rentner in Deutschland \u201eSteuerhinterzieher\u201c, weil sie keine Steuererkl\u00e4rung abgegeben haben. Wie viele davon wohl arglos, weil sie das vorher nie tun mussten?Wer, glauben unsere Politiker, macht diese Steuererkl\u00e4rung f\u00fcr alle, die nicht dem Werbe-Bild des \u201er\u00fcstigen und selbst\u00e4ndigen Rentners\u201c entsprechen? \u2013 Die S\u00f6hne und T\u00f6chter in ihrer Freizeit oder eben keiner, weil diese \u00e4lteren Leute es nicht mehr k\u00f6nnen. <i>Unser Staat kriminalisiert so immer mehr arglose, b\u00fcrokratisch handlungsunf\u00e4hige Rentnerinnen und Rentner.<\/i><i>Demn\u00e4chst sollen Steuererkl\u00e4rungen nur noch Online m\u00f6glich sein. Hei\u00dft das nun, entweder machen 95-j\u00e4hrige einen Computerkurs oder sie werden zu Steuerhinterziehern? <\/i>\n<p>Entm\u00fcndigen? Welche ein Schwachsinn! Diese Leute finden sich mit klarem Verstand im Alltag immer noch gut zurecht, <i>nur nicht im \u00fcber-b\u00fcrokratischen<\/i>, sich st\u00e4ndig komplizierenden Steuermilieu, in dem eine staatliche Denkverwirrung die n\u00e4chste jagt. Entm\u00fcndigen m\u00fcsste man daher eher den Gesetzgeber:<\/p>\n<p><i>Neschle wartet noch auf den ersten Prozess, in dem eine Hundertj\u00e4hrige vor den Kadi gezerrt wird, weil sie Steuern hinterzogen hat.<\/i> Dann erkennen wir vielleicht die b\u00fcrokratische Pervertierung unserer Gesellschaft ohne jegliche \u201eAchtung vor dem Alter\u201c.<\/p>\n<p>Warum hatten die Leute in Politik und Verwaltung fr\u00fcher eigentlich mehr Verstand als es einen solchen Unsinn nicht gab, jedenfalls nicht in solcher Dosierung? Sind wir schon Opfer der \u201eGeneration Ober-Doof\u201c?<\/li>\n<li>Viele Leute haben erhebliche M\u00fche, sich daran zu erinnern, wann ihre Steuererkl\u00e4rung vom Finanzamt das letzte Mal fehlerfrei bearbeitet wurde. Das gilt vor allem f\u00fcr Selbst\u00e4ndige. Da ist kaum ein Steuerbescheid mehr im ersten Anlauf richtig. St\u00e4ndige Einspruchsverfahren belasten B\u00fcrger und Finanz\u00e4mter. Die werden von den Finanz\u00e4mtern aus Zeitmangel immer willk\u00fcrlicher beschieden, was entweder Frust mit diesem Staat oder Prozesse vor den \u00fcberlasteten Finanzgerichten erzeugt. Denn da erfahren erst die Erben, ob der Steuerpflichtige Recht hatte oder nicht.<i>Bei den Selbst\u00e4ndigen geht all dies zu Lasten der Freizeit, beim Staat schafft es neue Arbeitspl\u00e4tze, die wiederum zu Lasten der Freizeit der Selbst\u00e4ndigen gehen, weil die B\u00fcrokratie sich selbst zu besch\u00e4ftigen wei\u00df.<\/i> Daher empfinden Finanzbeamte diese Lage bei weitem nicht als so schlimm wie die Selbstst\u00e4ndigen.Aber glaubt etwa irgendein verst\u00e4ndiger Mensch, dass Herr Stoiber in Br\u00fcssel daran etwas \u00e4ndern wird? Hat schon jemand etwas von den heldenhaften Taten dieses B\u00fcrokratievereinfachers geh\u00f6rt? Der kann nicht einmal einfache Gedanken klar formulieren und der soll unsere B\u00fcrokratie vereinfachen? Wer glaubt, dass man in 10 Minuten direkt vom M\u00fcnchener Hauptbahnhof abfliegen kann, kann sich auch sicher keine Vorstellung davon machen, wie viel Zeit f\u00fcr unn\u00fctze B\u00fcrokratie verpulvert wird.\n<p>F\u00fcr Selbst\u00e4ndige gibt es zudem fast keinen Steuerbescheid mehr, der \u201eohne Vorbehalt\u201c erlassen wird. <i>Alles ist \u201evorl\u00e4ufig\u201c und ohne Planungssicherheit.<\/i> Jeder neue Fiskalprozess, z.B. \u00fcber die Abziehbarkeit von Steuerberatungskosten, liefert einen neuerlichen Grund daf\u00fcr, weil Klagen der B\u00fcrger \u00fcber Jahre anh\u00e4ngig sind. Statt aber im Wahnsinn der galoppierenden Regelungsinflation innezuhalten, wird mit neuen Gesetzen flei\u00dfig \u201everschlimmb\u00f6sert\u201c: \u201eReformiert\u201c w\u00e4re daf\u00fcr so schief wie die Nase eines Boxers.<\/p>\n<p><i>Wie aber kommt unser Staat \u00fcberhaupt dazu, bei der Komplexit\u00e4t, die nicht einmal seine Finanzbeamten auch nur einigerma\u00dfen beherrschen, dem B\u00fcrger den Abzug von Steuerberatungskosten zu verweigern. Welche <\/i>Dreistigkeit! Erst macht man die Regelungen so komplex und umfangreich, dass die Leute gar nicht mehr anders k\u00f6nnen als entweder ihre gesamte Freizeit mit dem Hobby Steuerrecht zu verbringen oder sich professionellen Beistand zu suchen. Dann versagt man ihnen den Abzug von Steuerberatungskosten! Was sollen denn \u00e4ltere Rentnerinnen ohne den Beistand eines Beraters tun, in einer Welt, in der demn\u00e4chst Online-Erkl\u00e4rungen gefordert sind, wobei eine rechtlich und wirtschaftlich undurchdachte Rechtsflickerei die n\u00e4chst abl\u00f6st?<\/p>\n<p>Die Nichtabzugsf\u00e4higkeit der Steuerberatungskosten ist selbst ein Bespiel daf\u00fcr. Nat\u00fcrlich gilt sie nur teilweise, so dass wieder Fragen der Aufspaltung nach der Daumenregel entstehen, womit erneut Einspr\u00fcche und Rechtsstreitigkeiten absehbar sind, was wiederum den Schrei nach mehr Beh\u00f6rdenpl\u00e4tzen laut werden l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die Steuerpflichtigen m\u00fcssen zudem bei steuerlicher Abzugsf\u00e4higkeit den gro\u00dfen Teil der komplexit\u00e4tsbedingten Mehrkosten selbst tragen. <i>Nur durch Abz\u00fcge der Beratungskosten von der Steuerschuld (oder Erstattung der Beratungskosten) \u00fcbern\u00e4hme der Staat die volle Haftung f\u00fcr den von ihm angerichteten Regelungswirrwarr.<\/i> Nun aber streicht er sogar die steuerliche Abzugsf\u00e4higkeit \u201eprivat veranlasster\u201c Beratungskosten, wie immer man die von anderen trennen mag. <i>Damit erkl\u00e4rt er die \u201estaatliche Veranlassung\u201c der B\u00fcrokratiekosten zum \u201eprivaten Problem\u201c der B\u00fcrger.<\/i> Wie pervers ist das denn bitte? \u2013<\/li>\n<li>Viele Arbeitnehmer freuen sich merkw\u00fcrdigerweise dar\u00fcber, wenn sie im n\u00e4chsten Jahr Geld vom Fiskus zur\u00fcckerhalten. Sie sollten nachdenken und sich dar\u00fcber \u00e4rgern: Dieses Geld haben sie n\u00e4mlich zu fr\u00fch und zu viel an den Fiskus abgef\u00fchrt. Das kann sich r\u00e4chen!<i>Wem n\u00e4mlich die Steuererkl\u00e4rung als Arbeitnehmer zu kompliziert wird, und das sind immer mehr Leute, der macht sie erst gar nicht mehr und verzichtet auf Geld, das nach Recht und Gesetz ihm geh\u00f6rt.<\/i> Auf \u201eRecht und Gesetz\u201c wird von Seiten des Fiskus immer mehr geschissen, weil die steigende Komplexit\u00e4t des Rechtsgewusels Menschen immer h\u00e4ufiger daran hindert einzufordern, was ihnen nach eben diesem \u201eRecht und Gesetz\u201c zusteht. Je einfacher ein Mensch, umso verarschter! Von seinem Staat und dessen B\u00fcrokratiegewusel.<\/li>\n<li>Die Zahl der Vorschriften, die st\u00e4ndig kompliziert werden, um neue Arbeitspl\u00e4tze in der B\u00fcrokratie zu schaffen (Wer spricht da noch von \u201eunn\u00f6tig\u201c kompliziert?), steigt in allen Lebensbereichen. Und die Verwaltung wird d\u00fcmmer und renitenter. Ein j\u00fcngstes Beispiel aus Neschles Erfahrung:Da geht eine seiner T\u00f6chter in den USA zweimal zum Arzt und bekommt f\u00fcr die kurze Untersuchung jeweils eine Rechnung von 15 Euro, die zusammen mit dem Zahlungsbeleg zur R\u00fcckerstattung eingereicht werden. Neschle erh\u00e4lt jedoch beide amerikanischen Arztrechnungen zur\u00fcck mit der Bitte, sie f\u00fcr die Sachbearbeitung zu \u00fcbersetzen. Auf beiden Rechnungsbelegen (wohlgemerkt \u00fcber jeweils 15 Euro) steht klar lesbar der Befund in der lateinischen Bezeichnung, wie sie in der \u00c4rztesprache \u00fcblich ist. Fast jeder Laie h\u00e4tte diese Krankheitsbezeichnungen gekannt, aber der \u201eVerwaltungsprofidame\u201c hatte wohl die Anweisung, sich alle ausl\u00e4ndischen Rechnungen vom Einreicher \u00fcbersetzen zu lassen, um den Einreicher zu maltr\u00e4tieren oder solche Anspr\u00fcche, wenngleich rechtm\u00e4\u00dfig, dennoch abzuwehren.Neschle war versucht, eine falsche \u00dcbersetzung zu liefern. F\u00fcr 30 Euro war es ihm aber zu m\u00fc\u00dfig. Anders als der B\u00fcrokratenstute, <i>die ja nicht wie Neschle ihre Freizeit f\u00fcr solchen Schmarren ver(sch)wenden muss.<\/i> Allein Neschles Arbeitszeit in der Freizeit (einschlie\u00dflich der Postgeb\u00fchren) war bereits mehr wert als die anteilige Erstattung der 30 Euro. Welcher Wahn, welcher Witz?\n<p>L\u00e4ppische Formfehler des Antragstellers bei immer komplexeren Vorschriften werden immer h\u00e4ufiger vorgeschoben, um sachgerechte Erstattungen zu verweigern oder zu verz\u00f6gern. Welche Kosten f\u00fcr welche Medikamente erstattet werden, \u00e4ndert sich im Rhythmus von Kinoprogrammen und Varieteevorstellungen. <i>Alles wird nur anders, nicht besser!<\/i> Und der Rhythmus wird k\u00fcrzer.<\/p>\n<p>Das Ganze ist eine riesige \u201eFreizeitindustrie\u201c, die statt mit Entspannung und Vergn\u00fcgen unser Leben zu verzaubern, es mit Stress und Verdruss belastet und jeden in diesem Lande nervt, einschlie\u00dflich derer, die dieses \u201eVergn\u00fcgungsgesch\u00e4ft\u201c aktiv betreiben. Dass die an anderer Stelle selbst Opfer sind, vermag Neschle nur wenig zu tr\u00f6sten. Denn sie sind es die an der Quelle sitzen, sie k\u00f6nnten sich am ehesten k\u00fcmmern, aber es k\u00fcmmert sie nicht.<\/p>\n<p>Und das soll jetzt der Stoiber \u00e4ndern, der selbst Wahn und Witz ist!? Haben wir schon gemerkt, dass wir t\u00e4glich erleichtert werden? Ja sicher werden wir erleichtert (macht der Staat immer gerne bei denen, die viel leisten), aber nicht von B\u00fcrokraterei. Noch ein Beispiel aus einem anderen Feld gef\u00e4llig:<\/li>\n<li>Im Rechnungswesen wurde vor etwa 50 (!) Jahren im letzten Jahrtausend eine Regelung zur Verwaltungsvereinfachung eingef\u00fchrt. Geringwertige Wirtschaftsg\u00fcter unter 800 DM sollten sofort abgeschrieben werden d\u00fcrfen, ohne komplizierte \u00dcberwachung der Jahresabschreibung. Dieser seit Jahrzehnten g\u00fcltigen Grenze w\u00fcrde heute sicher ein Wert von 5.000 Euro entsprechen. Aber wo bleibt die Idee der Verwaltungsvereinfachung, wenn die Grenze heute noch bei 410 Euro liegt. Die Grenze f\u00fcr Bu\u00dfgelder im Stra\u00dfenverkehr wurde inzwischen mehr als f\u00fcnfmal erh\u00f6ht. Ein Referentenentwurf im Bundesfinanzministerium sah vor kurzem sogar <i>eine K\u00fcrzung<\/i> (!!!) auf 60 Euro vor. <i>Das<\/i> h\u00e4tte B\u00fcrokratiefutter gegeben und B\u00fcrokratiehengste und Verwaltungsstuten zum Wiehern gebracht!K\u00fcnftig soll \u2013 man h\u00f6re und wundere sich nicht \u2013 die Sache nun \u201ebundesdeutsch <i>vereinfacht<\/i>\u201c werden: Ab 2008 gilt die Sofortabschreibung nur f\u00fcr Gegenst\u00e4nde unter 150 Euro. Und nun wieder etwas Neues: Dar\u00fcber und bis 1000 Euro m\u00fcssen die Wirtschaftsg\u00fcter in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt werden, der \u00fcber 5 Jahre abzuschreiben ist.Es laufen also nach 5 Jahren immer 6 Positionen parallel. Bei einer Sofortabschreibung bis 1000 Euro g\u00e4be es dagegen nur eine einzige Position. Dabei sind 1000 Euro kaufkraftm\u00e4\u00dfig immer noch deutlich weniger als die gro\u00dfz\u00fcgigen Erfinder der Regelung sich das vor f\u00fcnf Jahrzehnten gedacht haben, um die B\u00fcrokratiehengste im Zaum zu halten.\n<p>Wer aber denkt sich solche neuen \u201eVereinfachungen\u201c aus? Die gehen nat\u00fcrlich auch zu Lasten vieler Steuerzahler, sind also heimliche Steuererh\u00f6hung. Denn einige der hier erfassten Gegenst\u00e4nde haben bislang nur betriebsgew\u00f6hnliche Nutzungsdauern von 3 oder 4 Jahren.<\/p>\n<p>Und wer schei\u00dft eigentlich solchen Leuten ins Hirn, wenn sie danach dummdreist von einer B\u00fcrokratieentlastung sprechen? Entlastung im Vergleich wozu? Zum Gr\u00f6\u00dfsten (oder Gr\u00f6bsten) Anzunehmenden B\u00fcrokratie-Unsinn (GABU)? Solche Vergleiche findet man immer! Aber immer weniger, denn so weit vom GABU sind wir gar mehr entfernt.<\/p>\n<p>Der B\u00fcrokratiezer-Stoiber wird das nicht einmal bemerken, geschweige denn f\u00fcr eine \u00c4nderung sorgen. Mit welchen Kompetenzen ist er denn ausgestattet, in rechtlicher <i>und<\/i> pers\u00f6nlicher Hinsicht? Nutzen darf man da nicht erwarten!<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\">Es k\u00f6nnte hier bei Neschle \u00fcber Seiten hingehen \u00fcber die st\u00e4ndige Meldungen beim Kindergeld, \u00fcber Einkommensnachweise bei Kindergartenbeitr\u00e4gen bis hin zu Antr\u00e4gen bei Schwerbehinderung (die neuerlich selbst bei geistiger Behinderung nicht vor Steuererkl\u00e4rungen sch\u00fctzen). Niemand scheint wirklich ein Interesse an Vereinfachung zu haben, viele aber an Verkomplizierung, auch um eigentlich unn\u00fctze Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen und &#8211; nat\u00fcrlich ohnehin \u2013 sie zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die B\u00fcrokratie versteht es immer wieder, selbst da zu komplizieren, wo der Gesetzgeber die Formalarbeit erleichtert hat: F\u00fcr haushaltsnahe Dienstleistungen gibt es seit 2006 ein steuerliches Abzugsrecht f\u00fcr Arbeitsleistungen. Daf\u00fcr m\u00fcssen deren Kosten von denen f\u00fcr Material getrennt werden. F\u00fcr 2006 gab es aber f\u00fcr Unternehmer keine getrennte Ausweispflicht. Folglich mussten die Finanz\u00e4mter sch\u00e4tzen! Die taten es meist so, dass sie den Arbeitskostenanteil extrem niedrig einsch\u00e4tzten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Steuerpflichtige war deshalb gezwungen, den von ihm besch\u00e4ftigten Unternehmer nachtr\u00e4glich f\u00fcr 2006 um eine Aufschl\u00fcsselung der Kosten zu bitten, obwohl diese f\u00fcr diesen Zeitraum noch gar nicht vorgeschrieben war. Das Mittel der B\u00fcrokratie: Der gezielte Angriff auf den Geldbeutel des Steuerpflichtigen. Sch\u00e4tzte der den steuerlich abzugsf\u00e4higen Wert der Arbeitskosten auf 50%, setzte das Finanzamt provokativ l\u00e4cherliche 10% (f\u00fcr Arbeitskosten in Deutschland!!!) dagegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schon war beim Steuerpflichtigen erzwungen, was der Gesetzgeber gar nicht vorgesehen hatte. F\u00fcr ihn entstanden zus\u00e4tzliche Umst\u00e4nde und erh\u00f6hte Kosten f\u00fcr Einspr\u00fcche, Telefonate und Steuerberatung. Die Unternehmung musste eine neue Rechnung ausweisen nach Vorschriften, die gesetzlich erst f\u00fcr das Folgejahr galten. Keiner in der Steuerverwaltung machte sich einen Kopf um dieses ungesetzliche Wuchern der B\u00fcrokratie.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch kommen wir zur\u00fcck zu dem, was diesen Artikel ausgel\u00f6st hat: dem Wunsch des alten Herrn nach einer Pflegehilfe.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>C. Ein guter Rat und\/oder Du drehst am Rad<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Also der arme Neschle war mit dem Wunsch des \u00e4lteren Herrn konfrontiert, eine Pflegekraft nach Recht und Gesetz einzustellen und er wusste nicht, was zu tun war. Nun sind M\u00e4nner f\u00fcr ihre Hilfsbereitschaft bekannt: Bei h\u00fcbschen jungen Damen spielen sie liebend gern und aufopferungsvoll den barmherzigen Samariter, der dem gefallenen M\u00e4del wieder aufhilft. Doch dies war ein anderer \u201eFall\u201c!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nach einem karitativen Anfall schaute Neschle ins Internet. Da fand er verschiedene und sich zum Teil widersprechende Informationen. Den Umgang mit Internetinformationen erschwert eben manchmal die Tatsache, dass fast s\u00e4mtliche Informationen nicht mit Datum gekennzeichnet sind und alte Informationen ein Beharrungsverm\u00f6gen jenseits des Tr\u00e4gheitsgesetzes zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was war nun richtig? Ein wenig konnte man sich nach der Quelle und deren Glaubw\u00fcrdigkeit richten. Doch da erwies sich alles als nicht so einfach, wie es die Zeitungen schildern. Vor allen nicht f\u00fcr einen Neunzigj\u00e4hrigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Also rief Neschle seinen eigenen Steuerberater an mit der Bitte um Hilfe. Der aber bat um Vergebung. Bei der Komplexit\u00e4t des Steuerrechts und seiner mit hei\u00dfer Nadel gepatchworkten \u00c4nderungen m\u00fcsse die Steuerberatung sich l\u00e4ngst spezialisieren Kurz und schlecht: Er gestand ein, dass er von dieser \u201eeinfachen Sache\u201c keine Ahnung habe. Aber es gebe jemanden in seiner Kanzlei, der werde sich mit mir in Verbindung setzen und mir ein \u201eaktuelles\u201c Formular zusenden. Das tat \u201esie\u201c dann auch per Fax und Neschle leitete das Formular an den \u00e4lteren Herrn weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Als Neschle ihn Wochen sp\u00e4ter wieder traf, hatte er seine Pflegkraft immer noch nicht eingestellt. Er k\u00e4me mit diesem Formular nicht zurecht, behauptete er. Und \u00fcberhaupt k\u00f6nne er nicht \u00fcbersehen, welche Folgen das Ganze f\u00fcr ihn habe. Da er dummerweise einem Gesetz treu sein wollte, das ihn so schlimm vorf\u00fchrte, unterlie\u00df er die Einstellung der Pflegekraft, die er eigentlich dringend ben\u00f6tigte. So bleibt er bis zum heutigen Tag \u201eungepflegt\u201c. Das aber wird diesem immer gepflegt auftretenden Herrn mit zunehmendem Alter sicher zu schaffen machen. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schickt ihn doch ins Altenheim! Dann ist das Ganze kein Thema mehr! \u2013 Aber wenn er partout nicht hin will? Und wo bliebe seine Selbstbestimmung, seine W\u00fcrde? <i>An die W\u00fcrde \u00e4lterer Menschen r\u00fchren wir mit unserer Verwaltungskomplexit\u00e4t und auch mit dem Ansinnen, k\u00fcnftig Steuererkl\u00e4rungen nur noch Online zu akzeptieren. <\/i>Wollen wir Greisinnen und Greise vor den Kadi zerren, weil sie das nicht mehr k\u00f6nnen, was eine gedankenlos mechanische B\u00fcrokratie von ihnen verlangt? Wollen wir sie zwingen, ihren Kindern die Arbeit aufzuhalsen? Was ist, wenn sie keine Kinder haben?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die zunehmende Verwaltungskomplexit\u00e4t schafft jede Menge Arbeitspl\u00e4tze. Mancher Dummdeutsche bekommt allein schon dabei gl\u00e4nzende Augen und h\u00e4lt das f\u00fcr erfolgreiche Besch\u00e4ftigungspolitik. Dass dies zumeist \u201eunn\u00fctze\u201c Arbeitspl\u00e4tze sind, st\u00f6rt ihn wenig, weil er gar nicht merkt, dass er daf\u00fcr \u00fcber die Steuer zur Ader gelassen wird. Und was ist wenn wir am Ende nur noch uns selbst verwalten: <i>\u201eGeld kann man nicht essen\u201c sagen manche, aber wer wei\u00df das schon von Formularen?<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Die \u201eunn\u00fctzen\u201c Arbeitspl\u00e4tze werden technisch-organisatorisch so rationalisiert, dass man jede Dummheit noch effizienter umsetzen kann.<\/i> Die interne Rationalisierung der Verwaltung erzwingt aber wiederum zur Erhaltung der Arbeitspl\u00e4tze das Ausdenken neuer Komplexit\u00e4ten f\u00fcr die Verwaltung und den B\u00fcrger und so weiter.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verwaltung denkt zudem nur an effizientere interne Abl\u00e4ufe. Der externe B\u00fcrger wird dagegen als willf\u00e4hriger und williger Beh\u00f6rden-Lieferant betrachtet. Er wird zu gr\u00f6\u00dferen Ineffizienzen gezwungen, wenn diese und er nur treu der Verwaltung dienen. Staatsdiener ist mittlerweile eben nicht der Beamte, sondern der B\u00fcrger. Der Staat sind nicht mehr wir, sondern die \u201eb\u00fcrokratische Macht\u201c seiner Verwaltungsbeamten in den \u00c4mtern und der Angestellten in den Versicherungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Hippy-Bewegung hat Liebe gegen Gewalt empfohlen. Neschle ist f\u00fcr KISS gegen B\u00fcrokratengewalt. Neschle hat schon gegen die \u201eEruption der B\u00fcrokrater\u201c (<a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-24-31-woche-2007\/\">Leon Neschle 24<\/a>) geschrieben. Er hat einen weiteren Tipp: <i>Erst wird immer nach der absolut einfachsten L\u00f6sung gesucht. Ist die festgestellt, bedarf jede Abweichung davon einer nachvollziehbaren Begr\u00fcndung, die umso ausf\u00fchrlicher sein muss, je komplexer die L\u00f6sung ist. Vereinfachungen bestehender Regelungen werden hoch pr\u00e4miert, die Erhaltung bestehender Komplexit\u00e4t muss dagegen j\u00e4hrlich vorm Parlament verteidigt werden. F\u00fcr die Durchsetzung einer komplexeren L\u00f6sung reicht nicht mehr die einfache Mehrheit. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da werden wir sehen, wie schnell die Regelungen einfacher werden, wenn auch noch die Vorschl\u00e4ge in <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-24-31-woche-2007\/\">Leon Neschle 24<\/a> beachtet werden. Die gegenw\u00e4rtige Komplexit\u00e4t r\u00fchrt schon an die nach dem Grundgesetz unantastbare Menschenw\u00fcrde (vor allem bei \u00e4lteren Menschen) und sie verbreitet Dauer-Frust in der Gesellschaft<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Keep it simple, keep it stupid!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Warum machst da nicht auch Du mit?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Deutschland sperrt sich, Deutschland wehrt sich,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die Verwaltungsarbeit mehrt sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und in diesem Unverstand,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ist Deutschland einig Vaterland.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Kann da wer nicht mehr mitmachen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">hat er auch nichts mehr zu lachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nur wer b\u00fcrokratieversiert,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">der wird nicht kriminalisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Alte Rentner in den Knast,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">sie sind der B\u00fcrokraten Last.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Doch da kommt einer, welch ein Held,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dem solch\u2019 B\u00fcrokratie missf\u00e4llt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Er wird ausmisten und auch s\u00e4ubern,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">den B\u00fcrokratenurwald \u201estoibern\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die B\u00fcrokraten wird\u2019n erzittern,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn sie den Stoiber auch nur wittern.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Wie man hier sieht, so wird mit Macht<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dem B\u00fcrokraten Dampf gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Was kann man mehr entgegensetzen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">als Stoiber gegen die zu hetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ihr werdet\u2019s sehn, er wird gewinnen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">es sei denn, dass wir einfach spinnen.<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Vor einer Woche noch erz\u00e4hlte Neschle jemand, in seiner Firma sei ein komplexes Computerprogramm mit dauernden Komplikationen durch ein gut funktionierendes ersetzt worden. Frust und Flucherei hatten augenblicklich ein Ende. Das Betriebsklima hellte sich auf, die Leistungen wuchsen, so dass man es mit den H\u00e4nden greifen konnte. Sorgen wir doch f\u00fcr eine solche Stimmung auch in Deutschland. Konjunktur und Wirtschaftsstandort werden aufbl\u00fchen.<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=118\">PDF-Datei<\/a><br \/>\nThis post was downloaded by  1142  people until now.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Let\u2019s KISS, KISS, KISS! In character, in manners, in style, in all things, the supreme excellence is simplicity.&nbsp;(Henry Wadsworth Longfellow) Lass es uns einfach halten! Alles! Einfach einfach! So einfach wie nur eben m\u00f6glich! Richtig simpel! Auch f\u00fcr Einf\u00e4ltige erfassbar. 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