{"id":322,"date":"2008-05-30T11:51:52","date_gmt":"2008-05-30T10:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-44-22-woche-2007\/"},"modified":"2020-06-20T16:34:30","modified_gmt":"2020-06-20T15:34:30","slug":"leon-neschle-44-22-woche-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-44-22-woche-2007\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 44 (22. Woche 2007)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Landwirtschaft wird sexy: Frau sucht Bauer!<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Die M\u00e4rkte werden besoffen gemacht, damit sie willig sind.&nbsp;<\/em>(Neschles Bekannter)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Landwirtschaft zieht nach der weltweiten Preiswelle und Mengenebbe f\u00fcr Nahrungsmittel und Bio-Produkte das Interesse auf sich. Bio-Gas und Bio-Diesel machen landwirtschaftliche Produkte f\u00fcr den Energiesektor interessant. Recyclingf\u00e4hige \u201eNaturstoffe\u201c l\u00f6sen \u201eKunststoffe\u201c ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dar\u00fcber wird das Trinken und Essen der (\u00dcber-)Lebensmittel fast vergessen. Denn die Milchpreise, f\u00fcr die Bauern gerade auf die Stra\u00dfe gehen, interessieren kaum jemand. Was sind schon Essen und Trinken gegen Auto fahren?!<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Angela M. hat sich j\u00fcngst in S\u00fcdamerika f\u00fcr ihre Fragen und Vorschl\u00e4ge zum Thema \u201eBio-Spritanbau\u201c (\u201eSpritanbau\u201c ist ein sch\u00f6nes Wort!) beschimpfen lassen. Auch Neschle hat dazu mehr Fragen als Antworten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>A. Markowitz und der Anti-Markowitz: Schweine intensiv!<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle geht Gassi mit der legend\u00e4ren Lucy, dem Podenco Ibicenco-Sch\u00e4ferhund-Dobermann-Mischling. Er kommt dabei an einen Bio-Hof. Der Bauer betrieb dort vor der Umstellung auf biologischen Anbau \u201etraditionelle\u201c Landwirtschaft. \u201eTraditionell\u201c war nicht Bio, sondern die Tierfabrik mit Flie\u00dfbandfertigung von Schweinefleisch, von der Aufzucht bis zum Schlachten. \u201eTraditionell\u201c war also nicht \u201ewirklich traditionell\u201c, weil das wiederum Bio war. Denn vor \u201etraditionell\u201c war alles \u201eBio\u201c. Oder eben nichts, weil man den Begriff \u201eBio\u201c weder brauchte noch kannte. Au\u00dfer vielleicht in der Schule als Vorsilbe zur \u201eLogie\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Beim Gespr\u00e4ch mit dem Bio-Bauern stellt sich heraus: Der Bauer hedgt sein Ertragsrisiko mit Forwards (\u201eFutures\u201c) und Optionen. So hat er in einer Art Erbsen-Forward seine Greenpeas (nicht \u201eGreenpeace\u201c) <i>schon vor der Aussaat<\/i> per Termin zum Fixpreis an eine Bio-Tiefk\u00fchlfirma verkauft. Damit ist er sein Ertragsrisiko los, die Tiefk\u00fchlfirma ihr Preis- und Lieferrisiko, sieht man mal von h\u00f6heren Gewalten ab und davon, dass er \u201eBio-Qualit\u00e4t\u201c ohne Spritzmittel garantieren muss. Das hei\u00dft f\u00fcr ihn und seine Helfer: Disteln und Hederich tagelang mit H\u00e4nden herausrupfen! Biologische Qualen!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei der vorherigen Fabrik-Bewirtschaftung seines Hofes hatte der Bauer nur Schweine. Das war schon wegen des Kernschinkens und der kernigen Ger\u00fcche sein \u201eKerngesch\u00e4ft\u201c, nannte sich aber \u201eIntensivhaltung\u201c. Andere landwirtschaftliche Aktivit\u00e4ten hatte er aufgegeben und sein Land verpachtet an andere Bauern. Die betrieben ebenfalls intensiv nur Felderwirtschaft oder in anderen Gebieten auch Obstwirtschaft, etwa als Weizen-Kerngesch\u00e4ft oder Kirsch-Kerngesch\u00e4ft.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zu seinen Sauzeiten mit Konzentration auf \u201eSchweine intensiv\u201c war f\u00fcr den Bauern der externe Risikoausgleich wichtig. Der war jedoch in gewissem Ma\u00dfe EG-garantiert. Sonst h\u00e4tte ein Preisverfall im Schweine-Zyklus Sch\u00e4den angerichtet wie die Schweinepest. Preis- oder Abnahmegarantien und Agrarsubventionen waren seine Existenz(ver)sicherung. Und die war n\u00f6tig. Denn die Konzentration auf ein einzelnes Sau-Gesch\u00e4ft brachte \u00fcber Skalen- und Lerneffekte zwar Ertragszuw\u00e4chse, aber den Nachteil der Abh\u00e4ngigkeit von einer einzigen Marktpreisentwicklung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Mengeneffekt f\u00fchrte insgesamt zu Preissenkungen, sofern sie nicht durch Preisgarantien der EG aufgefangen wurden. In den Preissenkungen zeigte sich der Widerspruch zwischen individueller und kollektiver Logik: Was f\u00fcr jeden einzelnen Bauern unter den Versicherungsbedingungen der EU sinnvoll war, f\u00fchrte zu negativen Folgen f\u00fcr die Bauern, wenn es alle taten: Wenn bei einem Fu\u00dfballspiel einer aufsteht, kann er eben besser sehen. Tun das alle, w\u00e4ren sie besser sitzen geblieben. Wenn der Bauer selbst seine Aktivit\u00e4ten konzentrierte und die Mengen vervielfachte, gab das Druck f\u00fcr alle anderen Landwirte, ihm zu folgen. So entstanden ganze Milch- und Weinseen. Gerade ist es mal wieder das Problem der Milchbauern, nachdem es noch j\u00fcngst das Gegenteil gegeben hatte: eine Preisexplosion bei Milchprodukten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>B. Derivate in der spezialisierten Landwirtschaft<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Nach der Spezialisierung hatten alle Bauern <i>nur noch insgesamt<\/i> die Aktivit\u00e4ten, die fr\u00fcher fast schon ein Einzelner auf seinem Hof vereinigte, der sowohl Schweine- wie Rinderzucht betrieb, Weizen anbaute und Birnen erntete. Nach der Spezialisierung war f\u00fcr den einzelnen Bauern ein Risikoausgleich zwischen seinen Gesch\u00e4ftsfeldern (einige Felder im wahrsten Sinne des Wortes) nicht mehr m\u00f6glich, weil er nur noch eines hatte. Aber insgesamt gab es alle Aktivit\u00e4ten, wegen der spezialisierungsbedingten Lern- und Skaleneffekte sogar auf einem h\u00f6heren Ertragsniveau.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">K\u00f6nnten sich die Bauern daher nicht \u00fcber einen gegenseitigen Risikoausgleich verst\u00e4ndigen? Dann w\u00e4re auf h\u00f6herem Niveau und ohne Aufgabe der Spezialisierung erreicht, was der einzelne fr\u00fcher im Mikroportfolio seines Hofes bewirkte. Ein Risikoausgleich, nun sogar mit spezialisierungsbedingten Ertragsvorteilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Mittel dazu w\u00e4ren Derivate, also etwas, vor dem die Linke derzeit eine diffuse Angst verbreitet und nach staatlicher Aufsicht schreit. Derivate tr\u00e4ten an die Stelle des internen Risikoausgleichs durch Produktmix auf jedem einzelnen Hof. Das alte Portfolio bestand aus Schweinezucht, Milchwirtschaft, Getreideanbau, Gem\u00fcsevermarktung,&#8230; . Im neuen Einprodukt-Portfolio, etwa der reinen Schweinezucht (Ob es eine \u201ereine\u201c Schweinezucht \u00fcberhaupt gibt?), w\u00fcrden die Sicherheitseffekte eines erweiterten Portfolios durch \u201eexterne\u201c Derivate ersetzt. Die holen sozusagen den Produktmix \u201esynthetisch\u201c auf den spezialisierten Hof \u00fcber die eigene Hofgrenze. Genauer gesagt: den Effekt eines Produktmixes f\u00fcr das wirtschaftliche Ergebnis ohne den Produktmix selbst. Daher tangieren sie auch nicht die Spezialisierungsvorteile.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nun k\u00f6nnte der Weizenbauer bei steigenden Weizen-Preisen an der Schweinebauern zahlen, wenn dessen Schweinepreise Preise unter ein bestimmtes Niveau sinken und umgekehrt. Das alles bei freiwilliger Vereinbarung. Jedem nach seinem Gusto.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine solche Entwicklung privater landwirtschaftlicher Derivate h\u00e4tte es durchaus schon lange geben k\u00f6nnen. Doch es gab und gibt sie ja noch: die EU. Deren Regulierungen hatten und haben zum Teil \u00e4hnliche Folgen. Daher gab und gibt es wenig Anreiz, landwirtschaftliche Derivate zu entwickeln. Die meisten <i>Banken<\/i> sind zudem im Denken meilenweit von der Landwirtschaft entfernt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Doch vielleicht entwickelt sich mit dem R\u00fcckzug der paternalistischen EU-Politik eine Renaissance der Genossenschaften. Die k\u00f6nnten n\u00e4mlich durch die Organisation eines \u201eDerivate-Marktes f\u00fcr Landwirtschaftsprodukte\u201c zum Risikoausgleich \u00fcber die Grenzen des einzelnen und spezialisierten Hofes beitragen. <\/i>So k\u00f6nnte jeder Landwirt sich im Effekt in die Portfoliowirkung einkaufen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wo aber sind die Raiffeisenkassen und Volksbanken? Die meisten davon sind noch nicht einmal in der neuen Welt der Derivate angekommen. Wie sollen sie da einen landwirtschaftlichen Derivatehandel organisieren, der den Vorteil spezialisierter Ertr\u00e4ge mit der Risikominderung eines Portfolios kombinieren k\u00f6nnte?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daher bleibt dem Bauern bei Verlust der EU-Absicherung nur ein Mittel, sein Risiko zu senken: Er muss sein internes Produkt-Portfolio wieder erweitern, um die Abh\u00e4ngigkeit von der Preisentwicklung eines Einzelproduktes abzumildern. Damit aber verliert er Ertrags- und Spezialisierungsvorteile und geht damit einen Schritt zur\u00fcck zu den alten Produktportfolios. Man steht also wieder auf mehreren Standbeinen und verliert Spezialisierungsvorteile.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>B. Der Kuhjunge und sein kerniges Kerngesch\u00e4ft<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit dem neuerlichen Wechsel zum unechten \u201eKerngesch\u00e4ft Bio\u201c wird das Produktportfolio des Bauern wieder umfangreicher. Der \u00d6konom denkt sofort an Markowitz und den internen Risikoausgleich im eigenen Portfolio. Doch mit seinen Erbsen-Forwards hatte der Bauer zus\u00e4tzlich f\u00fcr externen Risikoausgleich gesorgt. Das h\u00e4tte er schon in der Zeit der kerngesch\u00e4ftlichen Intensivwirtschaft lernen k\u00f6nnen. Doch da gab es die Absicherung der EU und die ersparte ihm das Nachdenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vergleicht man die Trends in der zeitlichen Entwicklung, scheint die Landwirtschaft den Weltkonzernen voraus. Als die gro\u00dfen Unternehmungen in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts Markowitz und die Diversifikation entdeckten, machten sich die Landwirte gerade auf den Weg, sich davon zu verabschieden und sich dem Kerngesch\u00e4ft zuzuwenden. Als dann die internationalen Konzerne das Kerngesch\u00e4ft entdeckten und Diversifikation f\u00fcr sie nur noch Di-worse-ifikation war, beschritten mit dem Bio-Trend sogar die kerngesch\u00e4ftigen Steinobstproduzenten wieder den Pfad zu mehr Diversifikation. Das Kerngesch\u00e4ft ist nun zwar \u201eBio\u201c, aber die Produkte werden wieder unterschiedlicher. Der Bio-Bauer erzeugt Bio-Fleisch, Bio-Weizen, Bio-Kartoffeln und erg\u00e4nzt das noch durch einen eigenen Vertrieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das f\u00fchrt in anderer Hinsicht aber wieder zu mehr Spezialisierung: Gleich neben Neschles Bio-Bauern gibt es einen Betrieb, der landwirtschaftliche Ger\u00e4te vermietet. Ist es f\u00fcr einen in seinen Produkten spezialisierten Landwirt noch sinnvoll, sich Spezialmaschinen f\u00fcr S\u00e4en und Ernten entweder von Weizen oder von Kartoffeln anzuschaffen, so wird das bei produktdiversifizierten Landwirten fragw\u00fcrdig. Hier w\u00e4re es g\u00fcnstig, wenn mehrere Landwirte gemeinsam \u00fcber einen entsprechenden Maschinenpark verf\u00fcgen k\u00f6nnten. Das war ja einst auch die Idee der Genossenschaften.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Idee der Genossenschaften f\u00fcllt nun der Ger\u00e4te-Unternehmer mit Leben, der vor allem den wieder st\u00e4rker diversifizierten Landwirten leihweise unterschiedlichste Maschinen, ohne und mit Personal (diese Aktivit\u00e4ten sind ja regelm\u00e4\u00dfig Arbeitsspitzen f\u00fcr den einzelnen Landwirt) zu Verf\u00fcgung stellt. So profitiert dieser Ger\u00e4te-Spezialist nun wieder von der zunehmenden Diversifizierung des Bio-Hofes in seinen Produkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber ist diese Diversifizierung des einzelnen Hofes nicht ein falscher Schritt zur\u00fcck? Lassen wir damit nicht die m\u00fchsam errungenen Spezialisierungsvorteile ohne Not hinter uns?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die griechische Hauswirtschaft war noch v\u00f6llig diversifiziert. Als \u201eOikos\u201c gab sie nicht nur der \u00d6konomie ihren Namen, sondern auch ultragr\u00fcnen Selbstversorgern eine Steilvorlage f\u00fcr ein menschenscheues Autonomiekonzept jenseits von Tausch- und Marktwirtschaft. Die Erkenntnisse von Markowitz in seiner Portfolio-Theorie scheinen dieses Kon- und Rezept zu untermauern: Diversifizieren, was das Zeug h\u00e4lt. Das senkt bei gleichen Ertr\u00e4gen das Risiko und erh\u00f6ht bei gleichem Risiko die Ertr\u00e4ge. Das ist die <i>tr\u00fcgerische<\/i> Botschaft, denn Spezialisierung <i>ver\u00e4ndert<\/i> Ertr\u00e4ge und Risiko \u00fcber Lerneffekte, die im Markowitz-Modell vorgegeben sind und daher gleichbleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bl\u00f6d schienen daher aus der Sicht Markowitz-Oikos-Sicht die amerikanischen \u201eLandwirte\u201c, die sich schon seit langem als Farmer und Rinderz\u00fcchter (Cattle Raiser) kernig spezialisiert hatten und einseitig Weizen- oder Maiswirtschaft bzw. \u201eRindfleischwirtschaft\u201c betrieben. Deren vermeintliche \u201eBl\u00f6dheit\u201c ist so alt, dass sie schon die Cowboyfilme f\u00fcllte mit dem ewigen Konflikt zwischen Kuhjungen und Landwirten, Viehz\u00fcchtern und Farmern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Konflikt ist zu nobelpreispr\u00e4mierten Ehren gekommen, weil der Brite Ronald Coase an diesem Beispiel das Problem der \u201esozialen Kosten\u201c, ihrer \u00dcberw\u00e4lzung und ihrer rechtlichen Regelung erkl\u00e4rt hat. Damit schuf er zugleich die Keimzelle f\u00fcr die \u00f6konomische Analyse des Rechts, in der sich sp\u00e4ter Gary S. Becker, Richard Posner und unamerikanisch bescheiden Neschles Alter Ego austobten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch damals gab es einen extremen Wachstumsmarkt f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte in den USA. Die explodierenden St\u00e4dte konnten kaum genug bekommen und so wuchsen etwa riesige Weizen-Felder, deren Farmer sich einzig auf dieses Gesch\u00e4ft spezialisiert hatten. Das Risiko einer m\u00f6glicherweise stagnierenden Nachfrage gab es damals nicht, eher die Gefahr von Missernten oder Unwettern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zurzeit beobachten wir einen \u00e4hnlichen Boom f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte, geheizt durch die weltweite Bio-Sprit Hysterie, deren Sinn Neschle nie verstanden hat. Denn hiermit wird uns doch keinerlei Aussto\u00df von Schadstoffen erspart. Im Gegenteil: Bei deren Produktion entsteht eher mehr Umweltm\u00fcll als bei der traditionellen Herstellung aus Erd\u00f6l. Und es wird dazu mehr wertvolle Umwelt zerst\u00f6rt. Oder nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sobald und solange es eine Abnahmegarantie f\u00fcr Bio-Produkte unter dieser Zwecksetzung gibt, fehlt auch das Risiko f\u00fcr den Landwirt. Diversifizierung seiner Produkte bedeutet f\u00fcr ihn dann nur noch Ertragsminderung und Kostenerh\u00f6hung. Und so wird gerodet und verbrannt f\u00fcr den Zweck, die Umwelt mit Bio-Sprit zu schonen. Wer schont da noch Neschles Verstand?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Es hatte einst \u2019nen Geistesblitz<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">der junge Forscher Markowitz,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">den Aktion\u00e4r w\u00fcrd\u2019 es erfreuen<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">w\u00fcrd\u2019 er die Aktien recht gut streuen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hohe Rendite w\u00e4r\u2019 der Lohn<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">echt guter Diversifikation.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Man k\u00f6nnte auch das Risiko senken,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">w\u00fcrd\u2019 man an die Gefahren denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch Markowitz nahm damals an,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das man dabei nichts \u201esteuern\u201c kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ertrag und Schwankung sei\u2019n gegeben,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">man m\u00fcsse damit leider leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Doch dann entdeckte einst ein Mann,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">dass man die Dinge \u201esteuern\u201c kann;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">man musste sich nur konzentrieren,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">allein <i>sein<\/i> Kerngesch\u00e4ft noch f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der wahre Meister, der stets ist<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">in seinem Fach ein Spezialist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Und macht er es dann richtig so,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ist\u2019s besser als\u2019s Portfolio.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Denn die Ertr\u00e4ge steigen h\u00f6her,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die Risiken sie sinken eher.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und das Ergebnis von dem Qui(t)z,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das Kerngesch\u00e4ft schl\u00e4gt Markowitz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Jetzt machen die Ertr\u00e4ge froh<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">auch ohne ein Portfolio.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch bricht der Markt ein, sieht man Rot,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">der Markowitz ist l\u00e4ngst nicht tot.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Im Derivat hat Markowitz<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">beim Gegenwind stets seinen Sitz.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Das Portfolio, das war einstmals enge,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">jetzt schl\u00e4gt es \u00fcber alle Str\u00e4nge,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">es reicht nun durch die Derivate<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">weit bis in and\u2019re Reservate.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Auf diese Weise wird heut\u2019 so,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die ganze Welt Portfolio.<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=104\">PDF-Datei<\/a><br \/>\nThis post was downloaded by  1261  people until now.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landwirtschaft wird sexy: Frau sucht Bauer! 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