{"id":320,"date":"2008-05-19T12:50:50","date_gmt":"2008-05-19T11:50:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-43-21-woche-2008\/"},"modified":"2020-06-20T16:37:45","modified_gmt":"2020-06-20T15:37:45","slug":"leon-neschle-43-21-woche-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-43-21-woche-2008\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 43 (21. Woche 2008)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Formel 1 ersetzt Stra\u00dfenverkehr<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Das Schiff hat Schlagseite. Wir k\u00f6nnen es nur wieder aufrichten, wenn wir alle auf dieselbe Seite gehen<\/em> \ud83d\ude09&nbsp;(Willi Entenmann, Ex-Trainer des VfB Stuttgart)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neulich in D\u00fcsseldorf: Eine Diskussion unter Bankern \u00fcber die Subprime-Krise. Neschle hatte in zwei Essays schon eine ganze Kollektion von Ursachen daf\u00fcr genannt (Neschle <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-33-6-woche-2008\/\">33<\/a> und <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-41-18-woche-2008\/\">41<\/a>). Die wurden dort zum Teil erw\u00e4hnt. Aber die \u00dcbertragung der Krise nach Deutschland wurde durch weitere Ursachen erg\u00e4nzt, die auf intimen Kenntnissen beruhen: \u201eDa kommen die Vertr\u00e4ge an mit drei Ordnern \u201aAllgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen\u2019. Auf Englisch! Ja meinen Sie, die liest einer hier durch? Wir vertrauen da den amerikanischen Kollegen und den Rating-Agenturen.\u201c Oder: \u201eWer hebt denn in Deutschland den Finger und fragt nach? Da gibt man sich die Bl\u00f6\u00dfe, vom modernen Banking nichts zu verstehen. Modernes Banking ist f\u00fcr die meisten von uns identisch mit dem amerikanischen. Da denkt keiner mehr nach. Aber das ist in der Wissenschaft doch nicht anders. Auch die ist ja v\u00f6llig amerikanisiert.\u201c Fast h\u00e4tte Neschle noch hinzugef\u00fcgt: \u201eWas aus den USA kommt, wird hier doch gefressen wie Hamburger aus den Donald-Stuben\u201c(<a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-36-9-woche-2008\/\">Neschle 36<\/a>).<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschles akademischer Lehrer hatte diese Praxis schon vor Jahrzehnten gegei\u00dfelt mit den Worten: \u201eIn Treue fest den Blick nach West und nur nicht selber denken!\u201c Dennoch hat sich heute eine ganze Horde von Wissenschafts-Lemmingen aus Deutschland auf den Weg gemacht, genau das zu tun: Nicht zu denken und sich nichts dabei zu denken! Das gro\u00dfe Problem beim Nichtdenken ist jedoch, dass man nie wei\u00df, wann man damit fertig ist. Und so geht es weiter und weiter.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>A. Amerika, Du hast es besser!<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Den Vorwurf des Bankers \u00fcber die Amerikanisierung der Wissenschaft beantwortete ein Kollege mit der Aussichtslosigkeit, heute noch einen anderen Weg zu gehen. Wer in unserem Fach in einer der Top-Zeitschriften ver\u00f6ffentlichen will, der muss sich auf dem Weg in die USA machen und sich den dortigen Standards, Riten und Gebr\u00e4uchen unterwerfen. Jedes Spiel ist da ein Ausw\u00e4rtsspiel, wo die Amerikaner Heimrecht haben. Nicht wenige behaupten, dass die das nutzen, um ihren Zeitschriften einen geh\u00f6rigen home bias zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die exklusive Gesellschaft der amerikanischen Gutachter beansprucht, den Bittstellern aus anderen L\u00e4ndern ihre Ma\u00dfst\u00e4be aufzudr\u00e4ngen. Wer sich nicht f\u00fcgt, wird abgelehnt. Dabei f\u00fchren durchaus nicht alle Gebr\u00e4uche der amerikanischen Wissenschaft auf den Pfad der h\u00f6heren Erkenntnis. Doch ist die Zahl der Gl\u00e4ubigen in aller Welt, die sich durch keineRealit\u00e4t belehren l\u00e4sst, so gro\u00df, dass f\u00fcr eine \u00c4nderung amerikanischer Gepflogenheiten gar kein Grund besteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das geht so weit, dass man in Deutschland nur noch dann wissenschaftliche Karriere machen kann, wenn man den Gutachterprozess amerikanischer Zeitschriften erfolgreich \u00fcberstanden hat. Wer bei uns Karriere macht, entscheiden nicht mehr wir selbst, sondern die amerikanischen Gutachter. Diese Entscheidung haben wir abgetreten. Und so stehen wir da ohne eigenen Arsch in der Hose. Den haben die dort und wir sind es.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das wissen unsere Nachwuchswissenschaftler und begeben sich daher auf den amerikanischen Weg. Zweifel kommen nicht auf, denn ihr beruflicher Erfolg h\u00e4ngt ja vom Reputationsgewinn durch die amerikanische Anerkennung ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist schon drei\u00dfig Jahre her, da sagte mir ein deutscher Professor: \u201eWas k\u00f6nnen wir denn anders tun, als die Amerikaner zu \u00fcbersetzen.\u201c Er meinte damit ein von ihm selbst (?!?) geschriebenes Lehrbuch. Achselzuckend begleitete er meinen Einwand, dass man nie jemanden \u00fcberholen k\u00f6nne, dem man st\u00e4ndig hinterherlaufe und begierig in dessen Fu\u00dfstapfen trete.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass Abweichungen von diesem amerikanischen Weg durchaus sinnvoll sein k\u00f6nnen, ist nur schwer jemandem zu vermitteln, der in unserem System nur noch Karriere macht, wenn er genau der in den USA vorgezeichneten Linie folgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Haltung \u00fcbertr\u00e4gt sich aus Bildung und Ausbildung auf unser praktisches Handeln. Das genau hat der Banker in D\u00fcsseldorf mit seiner obigen Aussage kritisiert, indem er eine Beziehung zwischen dem Verhalten der Praxis und der Wissenschaft postulierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Praxis latschen wir den Amerikanern manchmal sogar in die Hacken. Den Sarbanes-Oxley-Act, der seine Ursache in den Krisen von Enron und Worldcom hat, setzen deutsche Unternehmungen meist strikter um als die Amerikaner selbst, obwohl durch dieses Gesetz L\u00fccken im <i>amerikanischen<\/i> Rechtssystem geschlossen werden sollten und nicht im deutschen. Viele bezweifeln, ob das deutsche Recht \u00fcberhaupt <i>diese<\/i> L\u00fccken aufweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Amerikanisches Case Law und deutsches Rechtssystem (Civil Law) unterscheiden sich fundamental. Ein deutliches Zeichen sind die fulminant fetten \u201eAllgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen\u201c, die den amerikanischen Vertrag begleiten und tausenden amerikanischer Juristen eintr\u00e4gliche Besch\u00e4ftigung versprechen. Die Amerikaner glauben indes trotz aller Pleiten an die \u00dcberlegenheit ihres Rechtssystems und sch\u00fctteln den Kopf, wenn sich die Chinesen am deutschen System orientieren. Amerikaner machen ihr Ding gern unabh\u00e4ngig vom Rest der Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das gilt auch f\u00fcr alles, was Basel II betrifft. Da haben sich die Deutschen in vorauseilendem Gehorsam ge\u00fcbt. Die dort verhandelten Regulierungen sollten zun\u00e4chst allein die gro\u00dfen international t\u00e4tigen Banken betreffen. Sp\u00e4ter wollte man unter amerikanischem Einfluss die Regelungen auf das gesamte Benkensystem \u00fcbertragen. In Deutschland hat man daher auch die kleinsten B\u00e4nklein damit maltr\u00e4tiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da ist man den Amerikanern so schnell nachgelaufen, dass man ihnen nun in die Hacken getreten hat. Denn die sind pl\u00f6tzlich einfach stehen geblieben und haben sich gefragt: Sollten wir nicht besser zu der urspr\u00fcnglichen Absicht zur\u00fcckkehren und das ganze Regulierungswerk nur noch auf die internationalen Player anzuwenden? Aber sch\u00f6n, dass sie mal dar\u00fcber gesprochen haben!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die \u00dcbernahme amerikanischer Ausbildungsusancen, die Neschle schon doppelt kritisch \u201egew\u00fcrdigt\u201c hat (Neschle <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/5\/\">1<\/a> und <a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-32-47-woche-2007\/\">32<\/a>) wird die West-Gl\u00e4ubigkeit weiter beschleunigen. Dabei sollten uns doch die gesellschaftlichen und kulturellen Verh\u00e4ltnisse dort Warnung sein. Wenn die mal Vorbild waren, kommen wir nun zu sp\u00e4t. Und wer zu sp\u00e4t kommt, den bestraft das Leben, wusste einst Gorbatschow.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>B. Methode, um der Methode willen. Eine Fahrt ohne Ziel.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Man sagt zuweilen, Frauen w\u00fcrden nur deshalb kein Formel 1 Auto fahren, weil sie immer irgendwo hin wollen, wenn sie sich in ein Auto setzen. In der Formel 1 wird dagegen gefahren um des Fahrens willen. Und nat\u00fcrlich wegen der Werbung, die mit dem Fahren meist gar nichts zu tun hat, sondern allein mit der Aufmerksamkeit, die dieser Kunst gewidmet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die M\u00e4r, aus den Lehren der Formel 1 w\u00fcrde vieles f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenverkehr nutzbar gemacht, l\u00e4sst sich zwar nicht ausrotten, ist aber v\u00f6llig falsch. Man tue aber aus gutem Grund nichts, um sie auszurotten, versicherte Neschle vor zwei Jahren ein sehr bekannter Formel 1 Experte. Denn sie ist freiwillig gelieferte Sinnstiftung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Immer h\u00e4ufiger \u00fcberf\u00e4llt Neschle ein Formel 1 Gef\u00fchl beim Lesen wissenschaftlicher Artikel in amerikanischen Fachzeitschriften oder in deutschen Fachzeitschriften, in denen sich das amerikanische Muster wiederfindet. So sieht es aus:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<ol style=\"text-align: left;\">\n<li>Die Fragestellung ist ganz speziell und zumeist v\u00f6llig bedeutungslos.<\/li>\n<li>Das Ergebnis ist ganz speziell oder nichtssagend.<\/li>\n<li>Die Methode ist elegant ausgefeilt, bombastisch und \u00fcberzogen angesichts des behandelten Problems, aber bis ins kleinste durchkomponiert.<\/li>\n<li>Die Methode allein und nicht Fragestellungen oder Ergebnis stehen im Mittelpunkt. Um sie rankten sich Diskussion und Erkenntniswille. Der Textanteil liegt dabei \u00fcber 75%, womit auf dieser Welt die Verfassungen ganzer Gesellschaften ge\u00e4ndert werden k\u00f6nnten.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist eben so wie in der Formel 1. Gefahren wird das Ganze nur wegen der Technik und der Methode, aber weder Frage noch Ergebnis haben ein erkennbares Ziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Methodenzentrierte Ver\u00f6ffentlichungen dominieren immer mehr in den h\u00f6chstgerankten Zeitschriften. Die Ergebnisse betreffen immer mehr die Methode selbst als irgendetwas, das mit der Methode analysiert oder begr\u00fcndet werden soll. Das einstige Hilfsmittel wird immer mehr zum Selbstzweck. Um es am Beispiel festzumachen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle las j\u00fcngst einen wissenschaftlichen Artikel mit der Frage, ob die Geber von Venture Capital Einfluss auf die von ihnen finanzierten Gesellschaften haben. F\u00fcr Neschle stand die Antwort schon fest: Ja sicher! Es zeichnet Venture Capital geradezu aus, dass es smart und nicht stupid money ist. Venture Capital Geber investieren mehr als dummes Geld. Sie investieren ihre Kenntnis \u00fcber erfolgreiches Management und ihr Netzwerk Know-how. Wie sollten sie da keinen Einfluss nehmen und haben?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Schreiber (heute meist im Kollektiv!) sahen das freilich anders. F\u00fcr sie galt es, genau diese Frage zu kl\u00e4ren. Dazu setzten sie eine volumin\u00f6se empirische Studie an und wandten darauf ein martialisches Instrumentarium an, dessen Darstellung und Diskussion \u00fcber 90 Prozent des gesamten Beitrags einnahm. Der f\u00fcllte immerhin fast 30 Seiten. Das Ergebnis aber fiel noch hinter Neschles Einsicht zur\u00fcck:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf einem hohen Signifikanzniveau k\u00f6nne die Hypothese nicht abgelehnt werden, dass Venture Capital Geber tats\u00e4chlich Einfluss auf die von ihnen finanzierten Unternehmungen haben. Welche \u00dcberraschung! Da l\u00e4sst man Berge krei\u00dfen, um M\u00e4uslein zu geb\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verfasser aber hatten der ganzen wissenschaftlichen Welt gezeigt, dass sie in der Lage waren, ein sehr komplexes wissenschaftliches Instrumentarium anzuwenden. Zu welchem Zweck war offensichtlich egal, bis auf einen: Den Beitrag in dieser wissenschaftlichen Zeitschrift zu platzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass das mit umgekehrt strukturierten Beitr\u00e4gen kaum mehr geht, hat Neschle ebenfalls erfahren. Eine junge Verfasserin wollte die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit in einen wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsatz umgie\u00dfen. Auch sie hatte eine empirische Untersuchung gemacht mit einer Vielzahl von Fragestellungen und Ergebnissen. Weil bei solchen Vorhaben immer m\u00e4chtig gek\u00fcrzt werden muss, stellte sich die Frage, <i>wo<\/i> das denn sinnvollerweise sein sollte:<\/p>\n<ol style=\"text-align: left;\">\n<li>Sollte die Verfasserin ihre Forschungsfragen und Ergebnisse in den Mittelpunkt stellen und bei Methodenfragen auf ihre Doktorarbeit verweisen? Dann k\u00f6nnte sie mit einer Vielzahl von Fragen und Ergebnissen aufwarten, m\u00fcsste aber Methodendarstellung und -diskussion knapp halten.<\/li>\n<li>Oder sollte sie ihre ausgefeilte Methode stolz pr\u00e4sentieren und sie an nur einer Fragestellung und einem Ergebnis pr\u00e4sentieren und die Leser bei den anderen Fragen und Ergebnissen auf ihre Doktorarbeit verweisen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verfasserin selbst neigte zu der ersten Version, weil sie damit weitere Forschungsfragen inhaltlich anregen konnte. Neschle unterst\u00fctzte sie in ihrer Auffassung. Wie entt\u00e4uschend und frustrierend war aber das Ergebnis der beiden unabh\u00e4ngigen Gutachter: Einer empfahl die Ver\u00f6ffentlichung wegen der zu knappen Methodendarstellung und -kritik abzulehnen, obwohl die Verfasserin dazu auf ihre Doktorarbeit verwiesen hatte. Der andere schlug ihr die \u00dcberarbeitung mit einer Ausweitung des Methodenteils vor, ohne aber darauf R\u00fccksicht zu nehmen, dass dann viele inhaltliche Fragen und Ergebnisse der Seitenbegrenzung zum Opfer fallen w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am Ende verzichtete die Verfasserin aus Gr\u00fcnden ihrer beruflichen Belastung ganz auf eine Ver\u00f6ffentlichung. Neschle blieb mit Kopfsch\u00fctteln zur\u00fcck. So weit war die amerikanische Wissenschaftskultur also schon durchgedrungen! Die Zeitschrift war n\u00e4mlich eine deutsche. Die lag voll im Trend der amerikanischen Vereinzelung inhaltlicher Fragestellungen und Ergebnisse sowie der Konzentration dessen, was \u201eWissenschaft\u201c sein soll, auf blo\u00dfe Techniken und Methoden. Das aber ist der Weg, auf dem die Wissenschaft ihre gesellschaftliche Relevanz verliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da wundert es nicht, dass der amerikanische Doktortitel allein die Karriere in der Wissenschaft vorzeichnet. Damit muss man sich in der amerikanischen Praxis fast sch\u00e4men. Das gibt es freilich in Deutschland auch. Doch hier fing das bislang erst mit der Habilitation an. Graduiertenkollege in Deutschland gehen heute den amerikanischen Weg. Am Ende wird man sich wundern, dass deren Absolventen fast nur noch in einem esoterischen Spiel zu gebrauchen sind, dass sich \u201eWissenschaft\u201c nennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jenseits vom Alltagsverkehr wird da immer mehr Formel 1 gefahren. Technik und Methode z\u00e4hlen, das inhaltliche Ziel verliert an Gewicht. Der Nutzen f\u00fcr die Fortbewegung dieser Gesellschaft wird daher immer fraglicher. Wahrscheinlich fallen sogar viele, die sich dort tummeln durch die praktische und theoretische Fahrschulpr\u00fcfung, weil sie eine Gefahr f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen w\u00e4ren. Umso verwunderlicher, dass sie zugleich die Funktion der Fahrschullehrer \u00fcbernehmen sollen und den jungen Sch\u00fclern zur Gesellen- (Bachelor) und Meisterpr\u00fcfung (Master) verhelfen sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Einst z\u00e4hlte mal der Inhalt sehr,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">heut\u2019 aber die Methode mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Frage hohl und generell,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ergebnis unsensationell,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">doch die Methode ist ein Kracher,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das Resultat ist meist ein Lacher.<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=103\">PDF-Datei<\/a><br \/>\nThis post was downloaded by  1262  people until now.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Formel 1 ersetzt Stra\u00dfenverkehr Das Schiff hat Schlagseite. 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