{"id":301,"date":"2008-04-07T18:39:16","date_gmt":"2008-04-07T17:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-39-14-16-woche-2008\/"},"modified":"2020-06-21T10:38:49","modified_gmt":"2020-06-21T09:38:49","slug":"leon-neschle-39-14-16-woche-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-39-14-16-woche-2008\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 39 (14.-16. Woche 2008)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Verantwortungslos und ohne Haftung<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>You can\u2019t escape the responsibility of tomorrow by evading it today.&nbsp;<\/em>(Abraham Lincoln)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eThis is a story about four people: Everybody, Somebody, Anybody and Nobody. There was an important job to be done and Everybody was asked to do it. Everybody was shure that Somebody would do it. Anybody could have done it, but Nobody did it. Somebody was angry about that because it was Everybody\u2019s job. Everybody thought Anybody could do it, but Nobody realized that Everybody wouldn\u2019t do it. It ended up that Everybody blamed Somebody when actually Nobody asked Anybody.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So sieht es bei Josef Wandeler mit der Verantwortungsdiffusion aus, <i>bevor<\/i> eine Aufgabe \u00fcbernommen wird. Doch wie sieht es danach aus? Wer tr\u00e4gt dann die Verantwortung? Wer haftet? Immer mehr Leute beeinflussen eine Entscheidung, ohne f\u00fcr diese Entscheidung und die Folgen ihres Tuns die Verantwortung zu tragen und daf\u00fcr pers\u00f6nlich zu haften. Jeder will mitwirken, keiner die Folgen tragen.<!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>A. Entscheidungsbefugnis, Verantwortung und Haftung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die V\u00e4ter der sozialen Marktwirtschaft Alfred M\u00fcller-Armack und Ludwig Erhard mochten die Aktiengesellschaft nicht. Zwar erkannten sie, dass gro\u00dfe Unternehmungen ohne die \u201ebeschr\u00e4nkte Haftung\u201c nicht finanzierbar sind. Doch wollten sie zumindest die Unternehmensleitung zus\u00e4tzlich in die Pflicht nehmen: \u201eWer entscheiden will, der soll auch <i>pers\u00f6nlich<\/i> haften!\u201c Das war ihr Pl\u00e4doyer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer entscheiden darf, ohne daf\u00fcr zu haften, wird schnell verantwortungslos. Er verliert die Bodenhaftung und kann seine Verantwortung auf andere abschieben. Weil das fast alle so machen, verteilt sich die Rest-\u201eVerantwortung\u201c irgendwo im Orkus des Verwaltungs-Apparates. Man kann sie an niemand mehr pers\u00f6nlich festmachen. Sie haftet an keinem mehr, weil keiner mehr haftet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">M\u00fcller-Armack pl\u00e4dierte f\u00fcr die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), bei der die Unternehmensleitung noch <i>pers\u00f6nlich<\/i> haftet. Aus seiner Sicht sollte keine Rechtsform ohne eine pers\u00f6nlich haftende Unternehmensleitung sein. Die <i>pers\u00f6nliche<\/i> Haftung mit dem Privatverm\u00f6gen war sogar die einzige Form, die ihm \u00fcberhaupt das Etikett \u201eHaftung\u201c wert war. Eine auf den Kapitaleinsatz \u201ebeschr\u00e4nkte Haftung\u201c: Das war f\u00fcr ihn so etwas wie ein Freibrief f\u00fcr ein \u201eLotto f\u00fcr Reiche\u201c, ohne echte pers\u00f6nliche Verantwortung, ein reines Spiel mit Gewinnaussichten bei beliebig eingeschr\u00e4nkter Verlustm\u00f6glichkeit. Verantwortungsvolles Wirtschaften hielt er auf diese Weise nicht f\u00fcr m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unternehmerische Verantwortung und pers\u00f6nliche Haftung waren f\u00fcr die Gr\u00fcnderv\u00e4ter der Sozialen Marktwirtschaft untrennbar miteinander verbunden. Heute erleben wir das Gegenteil: Entscheidungsbefugnis, Verantwortung und Haftung werden immer st\u00e4rker voneinander getrennt. Das hat schon in der Staatswirtschaft gravierende Folgen f\u00fcr das Handeln der von pers\u00f6nlicher Haftung faktisch freigestellten Staatsdiener. In der Wirtschaft werden Top-Manager wie Schrempp trotz auff\u00e4lliger Schadensverursachung mit goldenem Handschlag verabschiedet und \u00fcbernehmen keinerlei pers\u00f6nliche Haftung f\u00fcr ihre Fehlentscheidungen. Ganz anders als der Unternehmer, mit dem solche Top-Manager oft zu Unrecht identifiziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einst hat die Abkehr vom Grundsatz \u201eNoblesse oblige\u201c (\u201eAdel verpflichtet\u201c)<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> das Ende der Adelsherrschaft beschleunigt. Solange sich die Privilegien des Adels mit selbst auferlegter Verantwortung verbanden, erhielt sich die Adelsherrschaft in den Augen der meisten Menschen damals noch ihre moralische Legitimit\u00e4t. Als die meisten Adeligen nur noch ihre Privilegien sahen, war es damit vorbei.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Haben wir heute ein vergleichbares Problem in der Sozialen Marktwirtschaft? Die j\u00fcngsten Gehaltsentwicklungen in Deutschland und die fehlende pers\u00f6nliche Haftung des Top-Managements f\u00fcr kapitale Fehler lassen das vermuten. Die Vorst\u00e4nde von IKB und West LB werden pers\u00f6nlich beinahe ungeschoren davonkommen. F\u00fcr das Versenken von Steuer-Milliarden. Wehe aber dem, der nur 10.000 Euro an Steuern nicht abf\u00fchrt. Der wird zur pers\u00f6nlichen Verantwortung gezogen. Dem droht sogar Freiheitsentzug! Welch ein Wahnsinn!<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>B. Unternehmer und Manager: Welch ein Unterschied!<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Der teuerste Dax-Manager Deutschlands, Herr Ackermann von der Deutschen Bank, ruft in der gegenw\u00e4rtigen Finanzkrise nach der (Bei-)Hilfe des Staates, so als k\u00f6nne der die Banken-Krankheit heilen. Obwohl man ansonsten in Bankenkreisen eher dezent miteinander umgeht, hat er damit zahlreiche Kritiker gegen sich aufgebracht, einschlie\u00dflich des Bundesbankpr\u00e4sidenten Axel Weber.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Verantwortung zu tragen und f\u00fcr die Folgen des Handelns pers\u00f6nlich einzustehen, das ist offenbar nicht die Sache von Herrn Ackermann. Und das ist wohl auch nicht (mehr) die Philosophie der Deutschen Bank. Denn trotz solcher und anderer Entgleisungen (\u201eVictory\u201c) und massiver eigener Verwicklung in die Subprime-Krise f\u00fchrt Herr Ackermann nicht nur die Deutsche Bank, sondern auch immer noch die Gehaltsliste deutscher Manager an, mit gut 14 Millionen Euro und einer Erh\u00f6hung von mehr als 5 Prozent im letzten Jahr. Wof\u00fcr, fragt sich der gebeutelte Staatsb\u00fcrger da.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nach einer F\u00fclle verchryslerter und verkorkster Entscheidungen geht Herr Schrempp vom Bord bei Daimler. Die B\u00f6rse atmet auf, macht einen Luftsprung. Der Irr-Lotse geht von Bord, nimmt seine Aktien mit und die machen nat\u00fcrlich ebenfalls den Sprung nach oben mit, der durch seinen Weggang verursacht wurde. Er selbst profitiert von seinem Weggang von Kurssteigerungen nach seinem Weggang infolge seines Weggangs, der durch seine Fehlentscheidungen provoziert wurde. Wenn das die Logik dieses Entlohnungssystems ist, dann sollte dieses System auf den Pr\u00fcfstand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie anders ergeht es da n\u00e4mlich dem Unternehmer im deutschen Mittelstand. Wenn der sich derma\u00dfen verkalkuliert, muss er nicht nur seinen Hut nehmen, sondern auch seine Firma verkaufen. Mit allen ihren M\u00e4ngeln, die er ihr zugef\u00fcgt hat oder die ihr unter seiner Leitung und Verantwortung zugef\u00fcgt wurden. Er ist gezwungen, seine Unternehmung zu einem entsprechend niedrigeren Preis zu verkaufen. Er zahlt damit f\u00fcr seine Fehler. Und er verdient nicht (mehr) an den Vorteilen des neuen Managements. Damit steht er, anders als der gemeine Vorstand deutscher Aktiengesellschaften, finanziell und pers\u00f6nlich f\u00fcr seine Fehlentscheidungen ein. Tr\u00e4gt die Verantwortung daf\u00fcr, weil er pers\u00f6nlich daf\u00fcr haftet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Herrn Schrempp hat dagegen niemand gezwungen, seine Aktien vor seinem Weggang zu verkaufen. Dann h\u00e4tte er n\u00e4mlich nicht von Wertsteigerungen durch seinen Weggang profitieren k\u00f6nnen. W\u00e4re er wenigstens von sich \u00fcberzeugt, h\u00e4tte er das allerdings freiwillig getan, weil er Kurssenkungen erwartet h\u00e4tte, nachdem er als gro\u00dfer Zampano von Bord gegangen w\u00e4re. Hat er das aber nicht getan, war ihm seine Rolle als Schadensverursacher vermutlich bewusst und er hat gezielt davon profitiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">M\u00fcller-Armack hielt diese fehlende pers\u00f6nliche Haftung der Vorst\u00e4nde von Aktiengesellschaften f\u00fcr einen grundlegenden Konstruktionsfehler dieser Rechtsform. Das passte aus seiner Sicht nicht zu den Grunds\u00e4tzen der Sozialen Marktwirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir sollten dar\u00fcber nachdenken, ob er nicht Recht hat. <i>Man wird kaum Verst\u00e4ndnis erwarten d\u00fcrfen, wenn der verantwortliche Entscheidungstr\u00e4ger letztlich weniger haftet als betroffene Arbeitnehmer und Anteilseigner.<\/i> Die Moral der Flotte ginge baden, wenn der Kapit\u00e4n bei einer Havarie unbeschadet von Bord ginge und der Schaden allein bei Besatzung und Reederei bliebe.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>C. Die mangelnde Haftung der Staatsdiener<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Einen Beamten oder einen Politiker in die Haftung zu nehmen, ist wie einen Fisch mit den H\u00e4nden fangen. Immer wieder gleitet er einem durch die Finger. Seine pers\u00f6nliche Verantwortung verliert sich im Staats-Apparat. Das gilt vor allem f\u00fcr Polizei, Steuerverwaltung und Staatsanwaltschaft, also \u00fcberall dort, wo der Staat disziplinierend Gewalt aus\u00fcbt. Hier sch\u00fctzt der Staat seine Diener st\u00e4rker als unberechtigt betroffene B\u00fcrger. Wenn es da mal den Falschen erwischt, haftet beim Staat niemand pers\u00f6nlich f\u00fcr den Kollateralschaden, ja der Staat weist meist sogar die Kollektivhaftung von sich (Vgl. etwa <a href=\"https:\/\/neschle.de\/?s=depeschle+16\">Neschledepeschle 16, Kap.2<\/a>). Dann hei\u00dft es lapidar: \u201eWir machen doch nur unsere Arbeit\u201c. Aber wie denn? <i>Wie?<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Staats-Apparat produziert aus sich selbst heraus Jobs, in denen zwar kr\u00e4ftig mitentschieden werden darf, in denen aber keinerlei echte Verantwortung getragen wird. Das gilt \u2013 so leid sich Neschle dabei selber tut \u2013 auch f\u00fcr den Job der Frauenbeauftragten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Entscheidung des Vorgesetzten kann durch sie beeinflusst, erschwert und verz\u00f6gert werden, wenn es um die Einstellung m\u00e4nnlicher Kandidaten geht. Um das zu vermeiden, verzichten einige Vorgesetzte auf die Einstellung von M\u00e4nnern selbst dann, wenn diese im Leistungsvorteil sind. Bestehen sie n\u00e4mlich auf deren Einstellung, verz\u00f6gert sich die Prozedur und sie geraten unter internen Druck, weil die Arbeit in ihrer Dienststelle liegen bleibt und weil sie sich mit einem Amt anlegen, dass h\u00f6chste politische Unterst\u00fctzung geniest. Wegen der hohen Transaktionskosten bei der Einstellung von M\u00e4nnern f\u00fchrt die Funktion der Frauenbeauftragten im \u00d6ffentlichen Dienst l\u00e4ngst dazu, dass Frauen bevorzugt werden, manchmal auch bei schlechteren Leistungsvoraussetzungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch der Dienstvorgesetzte und nicht die Frauenbeauftragte muss jahrelang mit der Personalentscheidung leben und daf\u00fcr Verantwortung tragen, die er gar nicht souver\u00e4n treffen konnte. Kein Wunder, dass auch er diese Verantwortung mit einem gewissen Recht abw\u00e4lzen will und kann, falls sich die Entscheidung als falsch erweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn immer mehr Leute bei allen m\u00f6glichen Entscheidungen mitreden, ohne die Folgen daf\u00fcr zu tragen, werden diese Entscheidungen immer verantwortungsloser. Auf diese Weise setzt sich ein \u201eRecht\u201c durch, Verantwortung und Haftung f\u00fcr Entscheidungen auf den anonymen Apparat abw\u00e4lzen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Man muss sich halt entscheiden: Wer im Vorhinein alle Entscheidungen beeinflussen will, kann im Nachhinein keine klare pers\u00f6nliche Verantwortung des \u201eEntscheidungstr\u00e4gers\u201c mehr einfordern. Denn dieser ist dann ja gar kein Entscheidungstr\u00e4ger mehr, sondern er f\u00e4llt unverantwortlich tr\u00e4ge Entscheidungen. Eine demokratische Kontrolle ex post bei echter pers\u00f6nlicher Verantwortung und Haftung d\u00fcrfte vielfach effizienter sein als die Erzeugung von Unverantwortungsbrei durch ex ante Mitspracheregelungen. Es ist also nicht ganz ohne Bedeutung, wo man mit der demokratischen Kontrolle ansetzt. Allerdings wird diese Frage viel zu wenig diskutiert. F\u00fcr die meisten scheint es ausgemacht, dass der ex ante Mit-Entscheidung immer der Vorrang geb\u00fchrt. Damit aber beschreiten wir den Weg hinaus aus der pers\u00f6nlichen Verantwortung und Haftung, hinein in die Verantwortungsdiffusion und die pers\u00f6nliche Verantwortungslosigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kontrolle der Unternehmungen durch den Markt ist eine solche ex post-Kontrolle. Sie wird jedoch durch die Antizipation in der Planung zur ex ante-Kontrolle, verst\u00e4rkt durch die pers\u00f6nliche Haftung.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>D. Der haftungslose Be-Rater bei haltlosen Be-Ratings<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die weltweite Krise des Banken-Systems kennt eine weitere Ursache, die mit mangelnder Verantwortung und Haftung zu tun hat: Die \u201einternationalen\u201c US-amerikanischen Rating-Agenturen haben sich massig \u201ever-ratet\u201c. Sie haben das Risiko der US-Immobilienfinanzierung massiv untersch\u00e4tzt. Das kostet sie erhebliche Reputationsverluste, aber direkte Haftung f\u00fcr ihre schweren Fehlurteile \u00fcbernehmen sie nicht. Das haben \u201eRater\u201c und Be-Rater gemeinsam. \u2013<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einige Zeit nach der Wende beklagte sich ein ostdeutscher M\u00f6belh\u00e4ndler per Postwurfsendung bei Haushalten in Halle (Saale), er sei \u201eaufgrund falscher <i>westlicher <\/i>Beratungen\u201c gezwungen, sein M\u00f6belhaus zu schlie\u00dfen. Damit sollte die unternehmerische Verantwortung auf den \u201ewestlichen\u201c Berater verschoben werden. Aber der will die Verantwortung ebenso wenig haben wie die Haftung. Das aber macht Beratung f\u00fcr den beratenen Unternehmer zu einem \u201egef\u00e4hrlichen\u201c Gesch\u00e4ft, wenn er seine eigene unternehmerische Verantwortung nicht begreift. Nach der Wende hat es da bei einigen Neu-Unternehmern ein wenig gedauert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Leute gibt\u2019s, die richten Schaden<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">an und geh\u2019n nie baden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Was immer Schlimmes sie auch schafften,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">sie profitier\u2019n anstatt zu haften.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Und sie kassieren ohne Schonung<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">selbst bei Desastern \u2019ne Belohnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\">Weil alle flei\u00dfig mitentscheiden,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">k\u00f6nn\u2019n sie die Haftung stets vermeiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Verantwortung die sind sie los<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">und die Leute sagen blo\u00df:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ja, das kann man nicht vermeiden,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">wenn wir alle mitentscheiden.<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> So war es selbstverst\u00e4ndlich, dass gerade der Adel seinen Nachwuchs an die gef\u00e4hrlichsten Stellen einer Schlacht beorderte. Das merkt man heute noch bei der Bundeswehr. Da sind die (Panzer-) Aufkl\u00e4rer noch fest in der Hand adeliger Offiziere. Ihre Aufgabe ist es, sogar hinter den feindlichen Linien Aufkl\u00e4rung zu betreiben. Mehr Voraus-Trupp kann kein Voraus-Trupp sein. Gef\u00e4hrlicher f\u00fcr das eigene Leben ist kaum eine andere Mission. Hier hat der Adel die Opfer f\u00fcr seine Privilegien gebracht. Und solange das f\u00fcr einen Gro\u00dfteil seiner Mitglieder galt, konnte er seine Herrschaft auch sichern.<span style=\"font-size: 12pt; font-family: 'Arial','sans-serif';\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=96\">PDF-Datei<\/a><br \/>\nThis post was downloaded by  1322  people until now.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verantwortungslos und ohne Haftung You can\u2019t escape the responsibility of tomorrow by evading it today.&nbsp;(Abraham Lincoln) \u201eThis is a story about four people: Everybody, Somebody, Anybody and Nobody. There was an important job to be done and Everybody was asked to do it. Everybody was shure that Somebody would do it. Anybody could have done &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-39-14-16-woche-2008\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLeon Neschle 39 (14.-16. 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