{"id":1404,"date":"2020-12-23T09:53:35","date_gmt":"2020-12-23T08:53:35","guid":{"rendered":"https:\/\/neschle.de\/?p=1404"},"modified":"2020-12-24T11:38:41","modified_gmt":"2020-12-24T10:38:41","slug":"leon-neschle-91","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-91\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 91"},"content":{"rendered":"\n<h2><strong><span style=\"color:#4f81bd\" class=\"tadv-color\">Die Erbs\u00fcnden des Liberalismus &#8211; Essay in neun Teilen und sieben S\u00fcnden<\/span><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Teil 7<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Materialismus ist aus der Zeit gefallen. L\u00e4ngst haben immaterielle Werte eine h\u00f6here Bedeutung f\u00fcr die aktive Freiheit.&#8220; <\/em>(Neschle)<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Die sechste Erbs\u00fcnde: allein passive statt auch aktive Freiheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>\u201eFreiheit ist f\u00fcr mich, wenn ich tun darf, was ich tun kann\u201c, sagte mir mein philosophischer Blumenh\u00e4ndler Christoph Gesth\u00fcsen in Winnekendonk, kurz bevor er seinen Blumenladen schlie\u00dfen musste. \u201eAber was\u201c, fragte ich, \u201eist das f\u00fcr eine Freiheit, wenn Du nur ganz, ganz wenig oder fast nichts tun kannst, weil Du nur wenige M\u00f6glichkeiten dazu hast? Wer mehr tun kann, hat doch auch mehr Freiheit.\u201c \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Die Philosophie meines Blumenh\u00e4ndlers wird offensichtlich dominiert von der Idee der \u201enegativen\u201c Freiheit, der \u201epassiven\u201c Freiheit oder der&nbsp;<em>Freiheit von<\/em>&nbsp;Einmischung in meine Entscheidungen, sei es durch Einzelpersonen, Kollektive, staatliche oder private Institutionen. Die einseitige Betonung dieser passiven Freiheit ist die sechste Erbs\u00fcnde des Liberalismus, oft extrem im Wirtschaftsliberalismus.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Auch diese Erbs\u00fcnde ist real und nicht nur von den Gegnern des Liberalismus angedichtet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Passive \u201eFreiheit von\u201c gibt es aber noch in einer zweiten, nichtliberalen Version, unter denen, die einem strikten Dogma folgen oder einer politischen oder religi\u00f6sen Autorit\u00e4t. Das ist nicht die liberale Freiheit von der Einmischung anderer in das eigene Leben; das ist die Freiheit von \u201eEntscheidungsqualen\u201c und die Freiheit von pers\u00f6nlicher Verantwortung, die Flucht in die \u201eSicherheit und Geborgenheit guter M\u00e4chte\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>Der \u201egute Diktator\u201c sorgt als \u201eGott auf Erden\u201c immer und f\u00fcr alle, ohne die komplexen und oft langwierigen Entscheidungsprozesse liberaler Demokratien. (Teil 3, Neschle 84)<\/p>\n\n\n\n<p>Diese menschliche Sehnsucht bedienen au\u00dferhalb der Gottesh\u00e4user auch die autorit\u00e4ren politischen Str\u00f6mungen von rechts und links. Da es hier jedoch um Liberalismus geht, ist im Folgenden allein die liberale Version \u201epassiver Freiheit\u201c als Freiheit von externer Einmischung gemeint, deren Preis allerdings pers\u00f6nliche Verantwortung und pers\u00f6nliche Haftung sind, anders als bei den anarchischen Libert\u00e4ren. (Teil4)<\/p>\n\n\n\n<p>Kritik an der einseitigen Betonung \u201epassiver Freiheit\u201c durch den Wirtschaftsliberalismus kommt auch von Liberalen. Ein nur passiver Freiheitsbegriff sei typisch f\u00fcr einen \u201eLiberalismus der Furcht\u201c. Diese Furcht vieler Liberaler geht \u201evon einem einzigen moralischen Impuls aus: der Furcht vor \u201ainstitutionalisierter Grausamkeit\u2018: Folter, Gewalt, Freiheitseinschr\u00e4nkungen aller Art, die eine m\u00e4chtige Institution (meist der Staat) gegen Einzelne aus\u00fcbt.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Aus neoliberaler Sicht kritisiert R\u00fcstow die \u201e\u00f6konomistische Verengung\u201c dieser passiven Sicht der Freiheit als \u201eVersagen des Wirtschaftsliberalismus\u201c. Hierin liegt der Kern der Abkehr der Neoliberalen vom klassischen Liberalismus, dem sich die \u201eneo-neo-liberale\u201c Ideologie der Chicago-School wieder ann\u00e4hert, umgesetzt durch Margaret Thatcher und Ronald Reagan.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Neben der passiven&nbsp;<em>\u201eFreiheit von\u201c<\/em>&nbsp;gibt es n\u00e4mlich die&nbsp;<em>\u201eFreiheit f\u00fcr\u201c<\/em>&nbsp;oder die \u201eFreiheit zu&#8220;<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>, eine \u201epositive\u201c bzw. \u201eaktive\u201c Freiheit, die den Einzelnen erst in den Stand versetzt, frei im liberalen Sinne zu agieren. Dazu geh\u00f6ren vor allem der Zugang zu elementarer Bildung und eine soziale Grundsicherung. In den USA gilt allerdings der bescheidene Appell \u201edass in einer modernen, moralischen und reichen Gesellschaft in Amerika kein Mensch zu arm zum Leben sein sollte\u201c vor allem bei Republikanern oft schon als \u201esozialistische Forderung\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Passive und aktive Freiheit erg\u00e4nzen einander, sind zuweilen sogar schwer zu trennen. So wird die Rede- und Versammlungsfreiheit der passiven Freiheit von Einmischung zugrechnet, das Recht zur politischen Mitwirkung aber zur aktiven, obwohl das eine kaum ohne das andere denkbar ist.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Frage Stellenwertes des aktiven Freiheitsbegriffs geht ein Riss durch die Liberalen.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Wer aktive Freiheit betont, distanziert sich von denjenigen, die einem rein passiven Freiheitsbegriff huldigen. Ein sozialliberaler Teil der FDP trat deshalb 1982 zur SPD \u00fcber nach dem Wechsel der FDP in eine Koalition mit der CDU\/CSU und dem inhaltlichen Abschied der FDP von den Freiburger Thesen, die von 1971 bis 1977 ihr linksliberales Grundsatzprogramm darstellten. Heute wenden sich Sozial-oder Linksliberale, die sich den Freiburger Thesen verbunden f\u00fchlen, den Realo-Gr\u00fcnen zu oder suchen ihr Heil in neuen Gruppierungen wie \u201eLiberale Demokraten\u201c oder \u201eNeue Liberale\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In der FDP, die vom&nbsp;<em>sozial<\/em>-liberalen Kurs abger\u00fcckt ist, finden sich mit dem Freiburger Kreis und dem Dahrendorf-Kreis noch zwei Gruppierungen, die dem aktiven Freiheitsbegriff der \u201eErweiterung von Lebenschancen\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;im Sinne Dahrendorfs verpflichtet sind.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Diejenigen Sozialliberalen, die ihre Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb der FDP betreiben, vor allem bei der SPD und bei den Gr\u00fcnen, halten Gruppierungen&nbsp;<em>innerhalb&nbsp;<\/em>der FDP meist f\u00fcr einfluss- und aussichtslos. In der Mehrheits-FDP haben die sozialen Fragen und der aktive Freiheitsbegriff derzeit nur einen geringen Stellenwert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das kostet die FDP jede Menge W\u00e4hler, die zur CDU, SPD oder den Gr\u00fcnen wandern. Denn nur wenige bezweifeln, dass im \u201eProblem sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit \u2026 der Grund f\u00fcr die allgemeine Abkehr vom Liberalismus liegt\u201c und damit in der fehlenden Bedeutung aktiver Freiheit bei denen, die sich als Partei \u201eDie Liberalen\u201c nennen. Wer allein dem passiven Freiheitsbegriff huldigt, der macht nicht Ernst mit der Verbesserung der Chancengleichheit, selbst wenn es dazu einer Umverteilung nicht bedarf.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Wer zudem nur&nbsp;<em>staatliche&nbsp;<\/em>Eingriffe f\u00fcrchtet, wird blind gegen\u00fcber privater Machtaus\u00fcbung, die bei internationalen Konzernen oft die von Staaten \u00fcbertrifft. Dagegen muss, wer aktive Freiheit will, auch \u00fcber Tabus diskutieren, die l\u00e4ngst die Aufmerksamkeit des Bundesverfassungsgerichts geweckt haben wie die steuerliche Beg\u00fcnstigung von Unternehmenserben.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Denn da werden nicht nur Reicht\u00fcmer, sondern oft auch Privilegien vererbt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die einseitige Betonung&nbsp;<em>materieller<\/em>&nbsp;Privilegien ist allerdings typisch f\u00fcr die materialistische Philosophie des Sozialismus, der auf Privilegien durch Eigentum an Geld und G\u00fctern fixiert ist. Nach dem Prinzip \u201eEigentum ist Diebstahl\u201c wird dabei alle Verf\u00fcgung \u00fcber Verm\u00f6gen auf den Staat \u00fcbertragen, zur Nutzung durch alle Staatsb\u00fcrger. Au\u00dfer Acht gelassen werden die unterschiedliche Ausstattung der Menschen mit genetischem und geistigem Verm\u00f6gen, mit Know-what und Know-how, sowie unterschiedliche Neigungen, soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur die herausragende Bedeutung dieser nat\u00fcrlichen Ungleichverteilung sowie die hohe Bedeutung des Zufalls, von Gl\u00fcck und von Pech, macht erkl\u00e4rbar, warum die Reichen dieser Welt heute nicht mehr von denjenigen angef\u00fchrt werden, deren Familien bereits hohe materielle Verm\u00f6gen in der Vergangenheit angesammelt haben, sondern von Jeff Bezos und Bill Gates. In der Informationsgesellschaft zeigt sich der rein materielle Zugang zur Gleichheit als zu reduziert und fehlgelenkt. Da braucht eher der Sozialismus eine Neuorientierung als der Liberalismus. Denn l\u00e4ngst bestimmt nicht mehr das&nbsp;<em>materielle<\/em>&nbsp;Sein das Bewusstsein. Schon gar nicht allein!<\/p>\n\n\n\n<p>Daher ist Basis einer aktiven Freiheitspolitik im sozialen Liberalismus vor allem eine staatliche Bildungs- und Sozialpolitik. Eine&nbsp;<em>staatlich gef\u00f6rderte<\/em>&nbsp;Bildungspolitik ist sogar fast unumstritten.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Es geht um die Erm\u00f6glichung einer freiheitlichen Teilhabe am demokratischen Gemeinwesen. Umst\u00e4ndliche Sozialverwaltung und spr\u00f6de Antragsb\u00fcrokratie werden jedoch nur mit Widerwillen hingenommen. Unter Liberalen noch weniger akzeptiert, ist ein reines Zuteilungswesen, das wie im realen Sozialismus ungefragt zuteilt, was staatliche Institutionen im Einzelfall \u201eobjektiv\u201c f\u00fcr richtig halten. Der m\u00fcndige B\u00fcrger wird damit zu Unm\u00fcndigkeit verdammt.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktive Freiheit ist dagegen der Versuch, dem Einzelnen mehr M\u00fcndigkeit und Selbstbestimmung zu erm\u00f6glichen. Der materialistische Versuch, aktive Freiheit allein durch Vergesellschaftung oder durch Umverteilung der materiellen Basis herzustellen, scheitert aus liberaler Sicht schon an der unterschiedlichen Neigung und F\u00e4higkeit der Menschen, die gleiche materielle Basis zu ihren Gunsten zu nutzen. Welche absurden Folgen absolute \u201eaktive Freiheit\u201c als st\u00e4ndige Gleichheit der materiellen Startchancen hat, verdeutlicht ein verk\u00fcrztes Beispiel von Tofall<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>Angenommen ein Gemeinwesen besteht aus den Personen A und B mit identischen F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten, aber ungleichen Neigungen, die jeweils ein Verm\u00f6gen von 100 haben. Dann herrscht&nbsp;<em>materiell<\/em>ein Zustand gleicher \u201eaktiver Freiheit\u201c im Sinne der \u201eFreiheit als M\u00f6glichkeiten\u201c. Person A entscheide sich nun in t(0), ihr Verm\u00f6gen vollst\u00e4ndig in Kneipen auszugeben, so dass ihr Verm\u00f6gen zu Beginn der Periode t(1) auf 0 geschrumpft ist. Person B hat sich entschieden, nur 10 in Kneipen auszugeben und 90 so anzulegen, so dass B zu Beginn von t(1) wieder ein Verm\u00f6gen von 100 zur Verf\u00fcgung hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn von t(1) herrscht nun kein Zustand, allgemeiner, weil gleicher aktiver Freiheit im Sinne von materiell gleichen Handlungsm\u00f6glichkeiten mehr, da die M\u00f6glichkeiten von A geringer sind als die von B. In einem Gemeinwesen mit absoluter materieller Chancengleichheit m\u00fcssen also 50 von B zu A umverteilt werden, um die gleiche Ausgangsverteilung wieder herzustellen, nun freilich auf niedrigerem Niveau.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem solchen System werden alle pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten, Fertigkeiten und Neigungen f\u00fcr den Erwerb von Verm\u00f6gen bedeutungslos. Es gibt daher auch keinerlei Anreize mehr, wirtschaftlich aktiv zu sein. Denn unabh\u00e4ngig davon werden die Verm\u00f6gen egalisiert. Es gibt kein Eigentum als Basis aktiver Freiheit, denn jeder eigenst\u00e4ndige Erwerb wird ex-post annulliert, um ex-ante permanent dieselbe Anfangsausstattung herzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Verm\u00f6gensbasis aktiver Freiheit derart egalit\u00e4r versteht, f\u00fchrt die aktive Freiheit ad absurdum, weil er die Ergebnisse des unterschiedlichen Einsatzes dieser aktiven Freiheit permanent annulliert. Um den aktiven Freiheitsbegriff zur Geltung zu bringen, bedarf es daher der Relativierung der rein materialistischen Sichtweise. Denn anders als im obigen Beispiel sind auch F\u00e4higkeiten, Fertigkeiten, Informationen, soziale Zuwendung, Empathie, Gl\u00fcck und Pech nicht gleichverteilt. Eine materialistische Philosophie l\u00f6st dieses Problem nicht, sie geht es nicht einmal an, weil sie es ignoriert. Mehr aktive Freiheit&nbsp;<em>kann<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn16\"><sup><strong>[16]<\/strong><\/sup><\/a><\/em>&nbsp;nicht mehr nur materielle Gleichheit bedeuten. In einer Welt von Menschen ungleicher W\u00fcnsche, Neigungen, F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten erzwingt aktive Freiheit sogar materielle Ungleichheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ungleichverteilung des immateriellen geistigen und sozialen Eigentums bleibt n\u00e4mlich bestehen, auch wenn das materielle Verm\u00f6gen v\u00f6llig gleichverteilt ist oder st\u00e4ndig umverteilt wird. Daher kann es nicht nur durch ungleiche Neigung zum Alkohol (wie im Beispiel), sondern auch aus diesen Gr\u00fcnden in der Folge jederzeit zu ungleicher Anfangsausstattung mit materiellen Mitteln kommen. Ohne diese ungleiche Verteilung ist aktive Freiheit nicht zu haben. Das macht materielles Eigentum jedoch nicht bedeutungslos. \u201eWichtig ist \u2026, dass der Besitz weit genug gestreut ist, so dass der Einzelne nicht von bestimmten Personen abh\u00e4ngig ist\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>. Doch:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJedem wahren Liberalen ist eine Sozialb\u00fcrokratie, die bed\u00fcrftige Menschen zu Objekten macht, sie durchleuchtet kujoniert und oft sinnlos antanzen l\u00e4sst, ein Gr\u00e4uel.\u201c \u201eDas sehen auch viele Gr\u00fcne so, die dem b\u00fcrokratischen Sozialstaat mit seinen oft entw\u00fcrdigenden Aktivierungsprozeduren in herzlicher Abneigung verbunden sind\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;Weder Liberale noch Realo-Gr\u00fcne teilen daher \u201edie sozialistisch-paternalistische Annahme, Menschen m\u00fcssten durch b\u00fcrokratische \u201aFachkr\u00e4fte\u2018 des Staates zu ihrem Gl\u00fcck gezwungen werden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein aktiver Freiheitsbegriff setzt n\u00e4mlich voraus, dass Menschen grunds\u00e4tzlich f\u00fcr m\u00fcndig erkl\u00e4rt werden, ihre eigenen Interessen wahrzunehmen. Die extreme Linke dagegen nimmt seit Jahrzehnten angeblich die Interessen&nbsp;<em>f\u00fcr<\/em>&nbsp;die Arbeiterklasse wahr. Sie erkl\u00e4rt den Einzelnen f\u00fcr unm\u00fcndig, es selbst zu tun, und unterl\u00e4sst auch den Versuch, ihn durch F\u00f6rderung seiner aktiven Freiheit m\u00fcndig(er) zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die aktive Freiheit des Einzelnen hat viele Facetten. Die Wichtigste ist wohl die bildungspolitische. Nicht zuf\u00e4llig hat Deutschland den Linksliberalen, die der aktiven Freiheit hohen Stellenwert geben, \u201eviele Errungenschaften zu verdanken. Die Bildungsexpansion der siebziger Jahre ist zur Voraussetzung heutigen Wohlstands geworden. Mit der Anerkennung homosexueller Paare als gleichwertige Lebenspartnerschaften wurde das Recht sinnvoll modernisiert.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Wirtschaftlich ist die aktive Freiheit auch mit dem Begriff des geistigen Eigentums verbunden, \u00fcber den man ein eigenes Buch schreiben k\u00f6nnte. Eigentum ist die wirtschaftliche Basis aktiver Freiheit und der Umgang mit ihr verlangt Verantwortung. Das grundgesetzliche \u201eEigentum verpflichtet\u201c (Artikel 14 Absatz 2) ist Ausdruck der liberalen Grundhaltung der Eltern dieses Gesetzes. Er bezieht sich, wenn auch nicht ausdr\u00fccklich, nicht nur auf materielles, sondern auch auf geistiges Eigentum.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Neben solche immateriellen Werte tritt die soziale Teilhabe als Basis aktiver Freiheit. In diesem Zusammenhang werden heute Quotenregelungen diskutiert und realisiert:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUm die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben zu f\u00f6rdern, verpflichtet das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) alle Arbeitgeber mit mehr als 20 Arbeitspl\u00e4tzen dazu, mindestens f\u00fcnf Prozent davon mit schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Arbeitnehmern zu besetzen. Die Regelung greift sowohl f\u00fcr private als auch f\u00fcr \u00f6ffentliche Arbeitgeber.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Quote als Mittel aktiver Freiheitspolitik f\u00fcr k\u00f6rperlich Behinderte kaum umstritten ist, gilt das nicht f\u00fcr andere Quoten, die auf eine \u201esoziale Behinderung\u201c abstellen, wie Frauenquote, Ausl\u00e4nderquote oder welche Quote man sich auch ausdenken mag. Die M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr sind schier endlos. Bei denen, die 58 (England, USA) oder gar 60 Gender-Identit\u00e4ten (Deutschland) unterscheiden<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>, wird es sogar widerspr\u00fcchlich eine \u201eFrauenquote\u201c zu fordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Universit\u00e4re Gleichstellungsorgane, die stets von Frauen geleitet und dominiert werden, bem\u00e4ngeln zwar die geringe Anzahl von Professorinnen in der Informatik, bejubeln aber zugleich Frauenquoten von \u00fcber 80% in der P\u00e4dagogik, ohne sich Gedanken \u00fcber eine M\u00e4nnerquote zu machen.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>&nbsp;Wenn es aber mit Quotierung und \u201e<em>Gleich<\/em>stellung\u201c etwas auf sich hat, m\u00fcsste genau das geschehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile ist fast unbestritten, dass derzeit die intellektuellen F\u00e4higkeiten von Frauen in Deutschland&nbsp;<em>im Durchschnitt<\/em>&nbsp;eher weiter entwickelt sind als die von M\u00e4nnern. Der Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte bereits in der Erziehung liegen, die \u00fcberwiegend in der Hand von Frauen liegt, die immer \u00f6fter eine feministische Einstellung mitbringen. In der Folge gibt es heute Frauenf\u00f6rderung von klein auf, eine gleichwertige F\u00f6rderung der Jungen sucht man vergebens. Zwei pers\u00f6nliche Erlebnisse:<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\"><li>Ich war Zeuge einer Diskussion am Rande einer Kita zwischen der Leiterin und einer Mutter, die sich \u00fcber die Vernachl\u00e4ssigung ihres Sohnes beschwerte. Es war Winter und sehr kalt. Dann sah ich, wie drinnen mehrere Erzieherinnen an einem Tisch mit den M\u00e4dchen bastelten, w\u00e4hrend eine einzige in der T\u00fcr stand, um von weitem den Jungen drau\u00dfen beim Toben zuzusehen.<\/li><li>Ich fragte einen Jungen, warum er nicht gerne und so wenig las. Seine Antwort: \u201eUnsere Lehrerin kennt ja nur M\u00e4dchenb\u00fccher.\u201c<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Wenngleich man diese F\u00e4lle nicht verallgemeinern darf: Beide sind ein Zeichen daf\u00fcr, dass eine weiblich dominierte Erziehung unter dem Vorzeichen des Feminismus eher die Jungen daran hindern kann, in aktiver Freiheit an dieser Gesellschaft teilzuhaben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beide F\u00e4lle zeigen auch, dass M\u00e4dchen und Jungen durchaus unterschiedliche Neigungen haben. Zugleich sorgen die Spielwarenindustrie und in der Folge die Eltern daf\u00fcr, dass die Spielwelten von M\u00e4dchen und Jungen sich immer weiter voneinander entfernen. Prinzessin Lillifee hat nichts mit den Piraten und Rittern der Jungen zu tun, M\u00e4dchenlego und Star Wars sind getrennte Kategorien. In meiner Kindheit waren beide Spielwelten noch viel st\u00e4rker verzahnt. Man spielte \u00f6fter drau\u00dfen in gemeinsamen Gruppen von Jungen und M\u00e4dchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn aber M\u00e4dchen und Jungen heute schon in ihrer Kindheit etwas v\u00f6llig anderes tun und sich f\u00fcr andere Dinge interessieren (oder interessiert werden), warum soll das bei Frauen und M\u00e4nnern anderes sein? Die equiquotale Gleichstellung leugnet nicht nur diesen Unterschied, sie richtet ihren Blick auch einseitig auf die Bereiche, in denen&nbsp;<em>Frauen<\/em>&nbsp;unterrepr\u00e4sentiert sind. Wo Frauen \u00fcberrepr\u00e4sentiert sind, fehlt dagegen jedes Interesse an der Gleichstellung von M\u00e4nnern. Allein eine Unterrepr\u00e4sentanz von Frauen wird politisch als Beweis f\u00fcr Frauendiskriminierung gewertet und nicht als Folge einer \u201enat\u00fcrlichen Ungleichheit\u201c der Interessen gedeutet, w\u00e4hrend bei \u00dcberrepr\u00e4sentanz von Frauen von M\u00e4nnerdiskriminierung nie die Rede ist.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;M\u00e4nner werden nicht diskriminiert: Sie haben halt andere Interessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Statistische Unterrepr\u00e4sentanz deutet offenbar bei Frauen auf ihre Diskriminierung hin, bei M\u00e4nnern jedoch auf andere Lebensentw\u00fcrfe. Bei M\u00e4nnern wird der Unterschied im Lebensentwurf als Teil ihrer passiven Freiheit respektiert, bei Frauen durch quotale Gleichschaltung mit M\u00e4nnern ideologisch geleugnet. Warum sollen aber Frauen bei ihren Aktivit\u00e4ten nicht etwas anderes wollen d\u00fcrfen als M\u00e4nner? Warum sollte es bei Frauen keine von M\u00e4nnern abweichenden Lebensentw\u00fcrfe geben, bei M\u00e4nnern aber schon? Diese k\u00f6nnte auch in einem im Durchschnitt geringeren Interesse an parteipolitischer Arbeit liegen:<\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen politischen Parteien finden sich derzeit Frauen in der Minderheit.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Das reicht Ende 2019 von 41% bei den Gr\u00fcnen \u00fcber 26,5% bei der CDU bis zu 17,8% bei der AfD. Doch obwohl das&nbsp;<em>allen(!)&nbsp;<\/em>politischen Parteien so ist, gilt das gerade bei den Parteien mit gr\u00f6\u00dferem Frauenanteil (?!) nicht als Zeichen anders gelagerter Interessen von Frauen, sondern als Beweis ihrer anhaltenden Diskriminierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus wird abgeleitet, dass&nbsp;<em>in der F\u00fchrung<\/em>&nbsp;dieser Parteien 50% Frauen repr\u00e4sentiert sein&nbsp;<em>m\u00fcssen<\/em>, ebenso wie im Ministeramt. Daf\u00fcr wird die Diskriminierung der m\u00e4nnlichen Parteimitglieder in Kauf genommen, die sich in ihrer Parteif\u00fchrung anteilig schlechter repr\u00e4sentiert sehen und in ihren Aufstiegschancen benachteiligt sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber, wenn die dominierende Ursache f\u00fcr die geringere Parteimitgliedschaft von Frauen andere Interessenschwerpunkte w\u00e4ren? Sollten Frauen bei der quotalen und sonstigen F\u00f6rderung, die sie derzeit erfahren auch in absehbarer Zeit bei den Parteien noch in der Minderheit bleiben, kann man eigentlich nur noch&nbsp;<em>das<\/em>&nbsp;annehmen. Denn Diskriminierung als Grund ist weggefallen und es bleibt der andere Lebensentwurf. Aber im Grunde ist mit der ideologischen Leugnung anderer Interessen als Basis f\u00fcr die Quotenforderung sogar die passive Freiheit von Frauen ge\u00e4chtet, sich ohne ideologische Einmischung andere Lebensziele zu setzen als M\u00e4nner? Ihre Lebensentw\u00fcrfe werden von ihren k\u00e4mpferischen Schwestern mitgeschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch zeigen sich Interessenunterschiede nicht auch in der Berufswahl? Wer es moderner mag, erforsche selbst, wie unterschiedlich die Bet\u00e4tigungsfelder weiblicher und m\u00e4nnlicher Influencer sind. Dass diese T\u00e4tigkeiten und die klassischen Berufe allen Frauen und M\u00e4nnern offenstehen, beweisen unter anderem die Bundeskanzlerin und m\u00e4nnliche Entbindungshelfer (\u201eHebammen\u201c).<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;Und doch gibt es unter deutschen Sternek\u00f6chen nur gut 3% Frauen, obwohl Kochen traditionell als weibliche Dom\u00e4ne angesehen wird<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>: Da m\u00fcssten Frauen nach der feministischen Logik besonders diskriminiert sein? Warum ist dann noch niemand auf \u201eQuoten f\u00fcr Sternek\u00f6che\u201c gekommen? Und wenn Frauenquoten hier nicht angebracht scheinen, warum dann bei anderen Berufen oder Funktionen?<\/p>\n\n\n\n<p>Geschlechterquoten diskriminieren sogar nach Geschlecht, wenn es auf andere Dinge ankommt: auf handwerkliches Geschick oder geistige F\u00e4higkeiten. Damit aber sind die Geschlechterquoten nichts anderes als Sexismus in der klassischen Definition: unbewusste oder bewusste Diskriminierung auf der Basis des Geschlechts.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir z.B. an, jemand fordere, 50% der Sternek\u00f6che m\u00fcssten weiblich sein, egal wie das Verh\u00e4ltnis von K\u00f6chinnen und K\u00f6chen ist. Diese Quote ist \u201esexistisch\u201c, weil nicht allein Engagement und Kompetenz entscheiden. W\u00fcrde&nbsp;<em>in der Folge<\/em>&nbsp;jemand sagen, Sternek\u00f6chinnen seien genau deshalb&nbsp;<em>im Durchschnitt<\/em>weniger kompetent, w\u00fcrde man&nbsp;<em>seine Bemerkung<\/em>&nbsp;\u201esexistisch\u201c nennen, obwohl sie nur die Konsequenz einer sexistischen Quote aufzeigt. Verdrehte Welt!<\/p>\n\n\n\n<p>Auch ohne diese Fragen hier ann\u00e4hernd ausdiskutieren zu k\u00f6nnen, machen sie eines deutlich: Im Schwerpunkt der Diskussionen um die aktive Freiheit geht es heute um immaterielle Werte: pers\u00f6nliche Eigenschaften, Eigentum an Informationen, Bildung und soziale Teilhabe, vor allen dort, wo man eine Diskriminierung identifiziert. Die Bedeutung der materiellen Basis hat sich stark reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p>In aller Regel geht es sozialistischen Ideologen aber nicht einmal um die materielle Anfangsausstattung zur Teilnahme am sozialen Prozess, sondern um die materiellen Ergebnisse am Ende dieses Prozesses. Zwischen \u201eSozialer Gerechtigkeit\u201c im Munde von Sozialisten und im Munde von Liberalen gibt es einen entscheidenden Unterschied: Der Blick der Sozialisten richtet sich auf das Ergebnis und verlangt radikale Korrekturen der materiellen Marktergebnisse am Grauen Tisch staatlicher B\u00fcrokratie, in der Regel orientiert am Gleichheitsprinzip auch f\u00fcr Ungleiche. Da geht es gar nicht um aktive Freiheit, sondern allein um staatliche Zuteilung eines \u201egerechten\u201c Anteils.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Blick des Liberalen richtet sich dagegen auf die Startbedingungen, die eine aktive Teilhabe am Wirtschaftsgeschehen erm\u00f6glichen m\u00fcssen. Allein das ist ein Ansatzpunkt f\u00fcr aktive Freiheit. Dabei z\u00e4hlt neben dem materiellen auch das immaterielle Eigentum, einschlie\u00dflich des Eigentums an Informationen, und die&nbsp;<em>M\u00f6glichkeit<\/em>, nicht aber die Pflicht zur sozialen Teilhabe. Der m\u00fcndige B\u00fcrger muss etwas aus sich und seinen Eigenschaften machen d\u00fcrfen, sofern er die Freiheit anderer nicht einschr\u00e4nkt, f\u00fcr sich dasselbe zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Umgang mit Informationen gilt \u201eEigentum verpflichtet\u201c. Die Unzahl von Fakes im Internet zeigt gerade in der Corona-Zeit, dass im Netz derzeit in gravierendes Problem der \u201einformationellen Umweltverschmutzung\u201c existiert, wo liberale Verantwortung und Haftung eine Rolle spielen k\u00f6nnten. Anonymes Hetzen und Beleidigen ist damit nicht vereinbar. Das aber ist sogar ein Thema f\u00fcr mehrere B\u00fccher. Eines davon hat gerade Wolfgang Kubicki geschrieben.<a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;Hier sei nur festgehalten:<\/p>\n\n\n\n<p>Der aktive Freiheitsbegriff wird insbesondere vom Wirtschaftsliberalismus vernachl\u00e4ssigt. Mitbestimmung und soziale Teilhabe an der Organisation des Staates und der Gesellschaft haben zwar eine materielle Komponente. Die alleinige Konzentration materialistischer Ideologien auf diese Komponente ist aber aus der Zeit gefallen. L\u00e4ngst sind es die immateriellen Werte, seien sie individueller oder sozialer Natur (Netzwerkzugeh\u00f6rigkeit), die Macht-, Einflussstatus und Reichtum einer Person bestimmen. Sogar \u201eGeld\u201c ist nicht mehr fassbar, sondern dokumentiert sich in immateriellen Anspr\u00fcchen. Diebstahl geht daher heute effektiver durch das Eindringen in die Informationssysteme von Banken als durch einen Bank\u00fcberfall.<\/p>\n\n\n\n<p>Es sind diese immateriellen Werte, denen f\u00fcr die aktive Freiheit entscheidende Bedeutung zukommt. Die materielle Grundsicherung ist dabei notwendig, aber hinreichend f\u00fcr die Sicherung aktiver Freiheit ist sie nicht. Vielmehr kommt der Bildungspolitik und der Sensibilisierung f\u00fcr die soziale Teilhabe eine ungleich gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zu. Sozial-liberale haben dieses Problem erkannt und sich von der Erbs\u00fcnde eines rein passiven bzw. negativen Freiheitsdenkens staatlicher und privater Nichteinmischung getrennt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4lteren unter ihnen haben bei der aktiven Freiheit oft noch die materielle Sichtweise der Sozialisten \u00fcbernommen. Die reicht heute keinesfalls mehr zur aktiven Teilnahme an Kultur, Politik und Wirtschaft. Der klassische Sozialismus scheitert hier sowohl an seiner materialistischen Engstirnigkeit als auch an seiner ex-post Betrachtung von Verteilungsergebnissen, die er zu korrigieren trachtet oder bereits ex-ante festlegen will. In der Informationsgesellschaft hat er daher mindestens einen so gro\u00dfen Reformbedarf wie die Liberalen und mit seinem Blick auf das Ende des Verteilungsprozesses kann er niemals die Grundlagen f\u00fcr aktive Freiheit legen. Die richtet sich nicht auf den fertigen Kuchen, sondern auf die gleichberechtigte Teilnahme am gemeinsamen Backen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu Wikipedia Wirtschaftsliberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirtschaftsliberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wirtschaftsliberalismus<\/a>. (12.12.19). Siehe dort auch den Beleg f\u00fcr die nachfolgende Bemerkung.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;In der letzten Strophe des bei allen christlichen Konfessionen beliebten Kirchenlieds von Dietrich Bonhoeffer hei\u00dft es: \u201eVon guten M\u00e4chten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag \u2026\u201c. In der ersten: \u201eVon guten M\u00e4chten treu und still umgeben, beh\u00fctet und getr\u00f6stet wunderbar\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;Beschreibung der Kennzeichnung des Liberalismus durch Judith N. Shklar durch Lenz Jacobsen, Zukunft des Liberalismus \u2013 Das Taumeln der Liberalen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Lenz+Jacobsen%2C+Zukunft+des+Liberalismus+%E2%80%93+Das+Taumeln+der+Liberalen\">https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Lenz+Jacobsen%2C+Zukunft+des+Liberalismus+%E2%80%93+Das+Taumeln+der+Liberalen<\/a>. (29.04.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Hans-J\u00fcrgen Jacobs, Der Liberalismus lebt \u2013 und muss sich neu erfinden,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/arts_und_style\/kunstmarkt\/buchtipp-radical-markets-der-liberalismus-lebt-und-muss-sich-neu-erfinden\/22785446.html?ticket=ST-31926156-ceTVajiIm2GW5zeC7Yhs-ap3\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/arts_und_style\/kunstmarkt\/buchtipp-radical-markets-der-liberalismus-lebt-und-muss-sich-neu-erfinden\/22785446.html?ticket=ST-31926156-ceTVajiIm2GW5zeC7Yhs-ap3<\/a>. (12.12.19)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;V\u00f6llig falsch daher ohne Verfasser, Neoliberalismus und Marktradikalismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Neoliberalismus+und+Marktradikalit%C3%A4t\">https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Neoliberalismus+und+Marktradikalit%C3%A4t<\/a>. (16.01.20) wo behauptet wird, der Neo-Liberalismus dieser Pr\u00e4gung leite sich aus dem Ordoliberalismus ab.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. auch Hasso Mansfeld, Von Kant und der Freiheit: Liberalismus ist Humanismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.theeuropean.de\/hasso-mansfeld\/9936-von-kant-und-der-freiheit\">https:\/\/www.theeuropean.de\/hasso-mansfeld\/9936-von-kant-und-der-freiheit<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu Frauke Steffens, Unamerikanische Werte? \u2013 Der Sozialismus als Schreckensbild,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Frauke+Steffens%2C+Unamerikanische+Werte%3F+%E2%80%93+Der+Sozialismus+als+Schreckensbild\">https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Frauke+Steffens%2C+Unamerikanische+Werte%3F+%E2%80%93+Der+Sozialismus+als+Schreckensbild<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;So etwa bei Otfried H\u00f6ffe, Kann Demokratie ohne Liberalismus funktionieren?,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/kann-demokratie-ohne-liberalismus-funktionieren-ld.1349931\">https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/kann-demokratie-ohne-liberalismus-funktionieren-ld.1349931<\/a>. (20.01.20)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu auch den Wikipedia-Artikel Liberalismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus<\/a>. (15.03.20)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>Ralf Dahrendorf, Liberalismus ist Politik des Wandels. Es gibt einen Platz f\u00fcr eine liberale Partei in der Bundesrepublik.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1983\/02\/liberalismus-ist-politik-des-wandels\/seite-2\">https:\/\/www.zeit.de\/1983\/02\/liberalismus-ist-politik-des-wandels\/seite-2<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl .dazu den Artikel \u201eLinksliberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linksliberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linksliberalismus<\/a>. (6.12.19)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Mit John Rawls w\u00fcrden dann die meisten Liberalen wohl sagen \u201eFreiheit vor Umverteitling: vgl, dazu den Abschnitt \u201eSozialer Liberalismus\u201c im Wikipedia-Artikel \u201eLiberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus<\/a>. (23.03.2020)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl.dazu etwa den Wikipedia Artikel \u201eFeudalismus\u201c, https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feudalismus.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl, dazu den Abschnitt \u201eSozialer Liberalismus\u201c im Wikipedia-Artikel \u201eLiberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus<\/a>. (21.03.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Das folgende Beipiel bei Norbert Tofal, Freiheit und Eigentum \u2013 eine sozialphilosophische Analyse,&nbsp;<a href=\"https:\/\/austrian-institute.org\/de\/blog\/freiheit-und-eigentum-eine-sozialphilosophische-analyse\/\">https:\/\/austrian-institute.org\/de\/blog\/freiheit-und-eigentum-eine-sozialphilosophische-analyse\/<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;So bei Gerfried Sperl, Die Liberalen und ihr fehlender Massenappeal,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/meinung\/gastkommentare\/2029569-Die-Liberalen-und-ihr-fehlender-Massenappeal.html\">https:\/\/www.wienerzeitung.at\/meinung\/gastkommentare\/2029569-Die-Liberalen-und-ihr-fehlender-Massenappeal.html<\/a>. (29.04.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Friedrich August von Hayek, zitiert nach Norbert Tofall, Freiheit und Eigentum \u2013 eine sozialphilosophische Analyse, https:\/\/austrian-institute.org\/de\/blog\/freiheit-und-eigentum-eine-sozialphilosophische-analyse\/.(20.03.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;Beide Zitate aus Reinhard Loske, Liegt die Zukunft der Gr\u00fcnen in einem neuen Liberalismus?&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/gruener-wirtschaftsliberalismus-liegt-die-zukunft-der-gruenen-in-einem-neuen-liberalismus-12749983.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/gruener-wirtschaftsliberalismus-liegt-die-zukunft-der-gruenen-in-einem-neuen-liberalismus-12749983.html<\/a>. (30.11.19) Dort auch das folgende Zitat.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;Philipp Krohn, Die Linksliberalen schotten sich ab,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/soziale-spaltung-die-linksliberalen-schotten-sich-ab-15905941.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/soziale-spaltung-die-linksliberalen-schotten-sich-ab-15905941.html<\/a>. (29.04.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>&nbsp;Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG, Schwerbehindertenquote: Berechnung und H\u00f6he der Ausgleichsabgabe,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.deutsche-anwaltshotline.de\/c\/ratgeber\/arbeitsrecht\/schwerbehinderung-im-arbeitsrecht\/schwerbehindertenquote\">https:\/\/www.deutsche-anwaltshotline.de\/c\/ratgeber\/arbeitsrecht\/schwerbehinderung-im-arbeitsrecht\/schwerbehindertenquote<\/a>. (20.08.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Matthias Heine, 60 Geschlechter \u2013 Was Facebooks Gender-Wahl \u00fcber unsere Welt verr\u00e4t,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article131905819\/Was-Facebooks-Gender-Wahl-ueber-unsere-Welt-verraet.html\">https:\/\/www.welt.de\/kultur\/article131905819\/Was-Facebooks-Gender-Wahl-ueber-unsere-Welt-verraet.html<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>&nbsp;Augen- und Ohrenzeugenbericht aus einer dem Verfasser bekannten Kommission.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;Ich sehe schon, wie mich nun einige in die N\u00e4he von M\u00e4nnerechtlern oder Frauenhassern r\u00fccken. Sebastian Leber, Das Netzwerk der Antifeministen \u2013 Wenn fragile M\u00e4nnlichkeit gef\u00e4hrlich wird,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/das-netzwerk-der-antifeministen-wenn-fragile-maennlichkeit-gefaehrlich-wird\/26072892.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/das-netzwerk-der-antifeministen-wenn-fragile-maennlichkeit-gefaehrlich-wird\/26072892.html<\/a>, sagt, dass sich auf deren Ideen Terroristen berufen und der Massenm\u00f6rder Breivik ein \u201eerkl\u00e4rter Antifeminist\u201c sei. Deshalb seien sie so gef\u00e4hrlich. Auch hier wird schlicht Meinung gemacht und die Logik mit F\u00fc\u00dfen getreten. Der Umkehrschluss ist n\u00e4mlich nicht zul\u00e4ssig. Mir geht es auch oben nur um die Logik der Argumentation und deren Pr\u00e4missen. Ich bin weit davon entfernt, alle Fraueninteressen f\u00fcr unberechtigt zu halten und noch viel weiter davon, Frauenhasser zu sein. Der Logik aber ist Parteilichkeit fremd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Statista, Anteil der Frauen an den Mitgliedern der politischen Parteien in Deutschland am 31. Dezember 2019,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/192247\/umfrage\/frauenanteil-in-den-politischen-parteien\/\">https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/192247\/umfrage\/frauenanteil-in-den-politischen-parteien\/<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Laura Harlos, Ungew\u00f6hnliche Berufswahl: Hebamme Tobias hilft beim Pressen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/arbeit\/nur-vier-maennliche-hebammen-in-deutschland-keine-in-nrw_aid-25130175\">https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/arbeit\/nur-vier-maennliche-hebammen-in-deutschland-keine-in-nrw_aid-25130175<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Sternek\u00f6che Deutschland,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.restaurant-ranglisten.de\/who-is-who\/sternekoeche\/deutschland\/sterne\/1\/\">https:\/\/www.restaurant-ranglisten.de\/who-is-who\/sternekoeche\/deutschland\/sterne\/1\/<\/a>,&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Wikipedia Artikel Sexismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sexismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sexismus<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B5004E67-1F4A-419F-A9D9-AB52951178B2#_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu Wolfgang Kubicki, Meinungs(un)freiheit. Das gef\u00e4hrliche Spiel mit der Demokratie, Frankfurt\/Main 2020.<\/p>\n\n\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: =;\"><a href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=236\">PDF-Datei<\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>This post was downloaded by  311 people until now.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erbs\u00fcnden des Liberalismus &#8211; Essay in neun Teilen und sieben S\u00fcnden Teil 7 \u201eDer Materialismus ist aus der Zeit gefallen. L\u00e4ngst haben immaterielle Werte eine h\u00f6here Bedeutung f\u00fcr die aktive Freiheit.&#8220; (Neschle) Die sechste Erbs\u00fcnde: allein passive statt auch aktive Freiheit \u201eFreiheit ist f\u00fcr mich, wenn ich tun darf, was ich tun kann\u201c, sagte &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-91\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLeon Neschle 91\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,6],"tags":[112,14,109,11],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1404"}],"collection":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1404"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1411,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1404\/revisions\/1411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}