{"id":1383,"date":"2020-12-23T09:54:12","date_gmt":"2020-12-23T08:54:12","guid":{"rendered":"https:\/\/neschle.de\/?p=1383"},"modified":"2020-12-24T11:38:18","modified_gmt":"2020-12-24T10:38:18","slug":"leon-neschle-90","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-90\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 90"},"content":{"rendered":"\n<h2><strong><span style=\"color:#4f81bd\" class=\"tadv-color\">Die Erbs\u00fcnden des Liberalismus &#8211; Essay in neun Teilen und sieben S\u00fcnden<\/span><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Teil 6<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eNeo-Feudalismus ist Realit\u00e4t und reale Gefahr in liberalen Gesellschaften. In nicht-liberalen Gesellschaften ist Feudalismus ein fester Bestandteil des politischen Systems.&#8220;<\/em> (Neschle)<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Die f\u00fcnfte Erbs\u00fcnde: (Neo-)Feudalismus statt (Neo-)Liberalismus<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnfte Erbs\u00fcnde kann eigentlich keine S\u00fcnde aus der Genetik des Liberalismus sein. Denn es war der Liberalismus, der den Feudalismus zu Fall gebracht hat. Feudalismus zeigt sich viel st\u00e4rker in L\u00e4ndern, an denen Aufkl\u00e4rung und Liberalismus vorbeigegangen sind: etwa bei Familienclans der Regierenden in Nordkorea, in der T\u00fcrkei oder in der arabischen Gesellschaft. Feudale Strukturen in liberalen Gesellschaften sind ein Grund zum Sch\u00e4men und zur Selbstkritik bei den Liberalen. Doch diesen Grund gibt es mehr oder weniger in allen liberalen Gesellschaften.<\/p>\n\n\n\n<p>Liberale haben im Kampf gegen den Feudalismus zu fr\u00fch eine Kehrtwende vollzogen, gerade in Deutschland. Die National-Liberalen verb\u00fcndeten sich mit den deutschen F\u00fcrsten gegen Frankreich und \u00fcbten damit den Schulterschluss mit dem Feudalismus. Zwar haben b\u00fcrgerliche Liberale in westlichen Demokratien die Machterhaltungsinstrumente des (Land-)Adels<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;zerst\u00f6rt, es blieben aber Reste feudaler Strukturen. Zudem erlaubte oder f\u00f6rderte der Liberalismus die Entstehung eines \u201eGeldadels\u201c, der zur Sicherung seiner Macht auf eine Refeudalisierung unter neuem Vorzeichen hinarbeitete: Geld ersetzte Land als Basis der Macht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dieser Geldadel \u00fcbernahm oft das Gebaren des (Land-)Adels, was sich \u00e4u\u00dferlich etwa in der Villa H\u00fcgel der Krupp-Dynastie zeigt. Und die Liste des \u201eGeldadels\u201c, der sich nach dem Geld zus\u00e4tzlich um einen \u201eechten\u201c Adelstitel bem\u00fchte, ist ellenlang: \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boch_(Adelsgeschlecht)\">von Boch<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Krupp_(Familie)\">Krupp von Bohlen und Halbach<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albert_von_Metzler_(Bankier,_1839)\">von Metzler<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Peter_Arnold_Mumm\">von Mumm<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Opel_(Familie)\">von Opel<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rothschild_(Familie)\">von Rothschild<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siemens_(Adelsgeschlecht)\">von Siemens<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stumm_(Montanunternehmer)\">von Stumm<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_Thyssen\">Thyssen-Bornemisza de K\u00e1szon<\/a>&nbsp;usw.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>. Das bezeugt auch \u00e4u\u00dferlich den Versuch des Geldadels, Feudalstrukturen zu revitalisieren. Ein wenig f\u00fchlt man sich dabei an George Orwells \u201eFarm der Tiere\u201c (\u201eAnimal Farm\u201c) erinnert, wo die Tiere mit den Schweinen an der Spitze die Herrschaftsstrukturen wiederherstellen, die sie durch Putsch gegen den Farmer beseitigt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl der Adelstitel nach der liberalen Erneuerung nur noch Namenszusatz war, diente er dem arrivierten Unternehmer dazu, sich durch Schichtung von seiner bisherigen Herkunft abzuheben. Und geht es nach Kritikern des Liberalismus versucht ein \u201eliberaler Geldadel\u201c noch heute die Perpetuierung seiner Macht und die Wiederbelebung einer St\u00e4ndegesellschaft<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>. Diese Kritik ist nicht leicht von der Hand zu weisen:<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Eliten von heute sind Kinder der Eliten von gestern<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>: \u201eDie Herkunft als zentraler Faktor sozialer Ungleichheit ist keineswegs \u00fcberwunden. Verm\u00f6gen, Anerkennung, Bildung und Macht werden heute noch innerhalb von abgegrenzten sozialen Gruppen, Seilschaften und Familien vererbt\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der neue Feudalismus steht wie der alte gegen das, wof\u00fcr der Liberalismus einst angetreten ist: die Freiheit der anderen, eine offene und durchl\u00e4ssige Gesellschaft und die Gleichheit der Startchancen. Daher stellt Widmann mit Recht die Frage, ob Liberalismus und Demokratie von ihren eigenen Eliten zerst\u00f6rt werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Linke und Rechte sind sich vor allem in einem Punkt einig: Ihr gemeinsamer Feind ist die Elite. Diese Elite tut viel, um dieses Feindbild zu rechtfertigen. Sie predigt liberale Tugenden und Werte, lebt jedoch oft neofeudale. Statt \u201esch\u00f6pferischer Zerst\u00f6rung\u201c im Sinne von Schumpeter macht sie alles, um ihren privilegierten Status vor einer solchen Zerst\u00f6rung zu bewahren. Sie blockiert und entdynamisiert die Gesellschaft, operativ und strategisch. Bildung ist dabei einer ihrer wichtigsten Hebel. Die USA bieten sogar ein Musterbeispiel f\u00fcr den privilegierten Zugang der Elite zur Bildung<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nutzung der Reputation exklusiver privater Schulen und Elite-Universit\u00e4ten soll bei Nachkommen reicher Eltern f\u00fcr einen bevorzugten Berufsstart sorgen und damit f\u00fcr die Erhaltung von Geld und Macht der Familiendynastie. Man examiniert auf den Kaderschmieden der Ivy League-Universit\u00e4ten und besorgt sich mit seinem Geld einen unangemessen hohen Bildungsrang. Weil das in der Elite alle so machen, ist man sich dort nach dem Studium in Alumni-Netzwerken verbunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Zugeh\u00f6rigkeit zu diesen Netzwerken sichert man den beruflichen Aufstieg auch f\u00fcr die schw\u00e4cheren Mitglieder der reichen Familien. Das Wichtigste aber: Entscheidend ist nicht die pers\u00f6nliche&nbsp;<em>Leistung<\/em>&nbsp;des Einzelnen im Studium. Sie wird zwar durch Noten belegt, aber im simpel ausgedruckten und weitgehend missachteten Zeugnis auf normalem Schreibpapier. Was z\u00e4hlt ist die&nbsp;<em>Herkunft<\/em>&nbsp;des Absolventen aus einer (Elite-)Universit\u00e4t, geadelt dokumentiert durch eine aufwendig gestaltete und gerahmte Bachelor- oder Master-Urkunde.&nbsp;<em>Die individuelle Qualit\u00e4t der eigenen Bildungsleistung der Absolventen tritt damit weit hinter die Bedeutung der Reputation der Ausbildungsst\u00e4tte zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Warum ist das so? Das angels\u00e4chsische Wort \u201e<em>E<\/em>-ducation\u201c bedeutet nicht \u201eBildung\u201c, sondern \u201e<em>Aus<\/em>-Bildung\u201c. Mit \u201eBildung\u201c, die durch Eigen-Leistung der&nbsp;<em>Studierenden<\/em>&nbsp;(studere = sich bem\u00fchen) w\u00e4chst, hat diese Vorstellung wenig zu tun:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Im&nbsp;<em>Bildungs<\/em>system z\u00e4hlen vor allem die Studierenden und ihre Leistung. Der Lehrende unterst\u00fctzt freilich deren Entwicklung wie ein G\u00e4rtner. Er d\u00fcngt und beschneidet, doch er l\u00e4sst aus eigener Kraft wachsen. Das Zeugnis ist wichtiger, denn es zeugt von der&nbsp;<em>eigenen Leistung<\/em>&nbsp;der Studierenden. Die Urkunde wird eigentlich gar nicht ben\u00f6tigt.<\/li><li>Im&nbsp;<em>Ausbildungs<\/em>system dominiert die Kaderschmiede. Da kommt alles auf den Ausbilder an. Der formt seine Rohlinge wie ein Schmied, er macht etwas mit und aus ihnen je nach \u201eAusgangsmaterial\u201c. Die Urkunde ist wichtiger, denn sie \u00fcbertr\u00e4gt die Reputation der Kaderschmiede. Der Abschluss und sein Ort sind wesentlich, das Zeugnis \u00fcber die individuelle Leistung ist unbedeutend.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend \u201eBildung\u201c auf Selbstinitiative der Studierenden beruht und nach nachfrageinduzierten Inhalten ruft, liefert \u201eAus-Bildung\u201c angebotsorientierten Schul(ungs)stoff durch die Ausbilder. Die passenden Titel in einem Ausbildungssystem stammen daher aus dem ausbildenden Handwerk: \u201eBachelor\u201c (Geselle) und \u201eMaster\u201c (Meister).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese&nbsp;<em>Aus<\/em>bildungstitel haben nach dem Bologna-Prozess<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;in Europa den&nbsp;<em>Bildungs<\/em>abschluss \u201eDiplom\u201c ersetzt und mit ihm das Bildungsideal Kontinentaleuropas symbolisch zu Grabe getragen. So hat man f\u00fcr Europa nicht nur den Gedanken eines Bildungsprozesses mit selbstverantwortlichen Studierenden aus den Augen verloren, sondern auch den Boden f\u00fcr ein neo-feudales Ausbildungssystem bereitet und Tendenzen zur Schichtung der Gesellschaft verst\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Z\u00e4hlt die Reputation der Kaderschmiede viel mehr als die eigene Bildungs-Leistung, zeigt sich auch hier das Ergebnis:&nbsp;<em>Schwache Absolventen privater Elite-Universit\u00e4ten stehen besser da als hervorragende Absolventen staatlicher Wald- und Wiesenhochschulen.<\/em>&nbsp;Die \u201eLeistungsgesellschaft\u201c wird zur faulen Ausrede: F\u00fcr den sozialen Status ist die Reputation ihrer Uni entscheidend, nicht die eigene Leistung.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Reputation der Elite-Universit\u00e4ten kann und muss man sich jedoch einkaufen, um seine Zugeh\u00f6rigkeit zum (Aus-)Bildungsadel zu sichern. Je teurer, je besser, was keinesfalls auch f\u00fcr die Inhalte der Ausbildung gelten muss. So kann die Elite des Landes ihre schwachen Mitglieder besser positionieren als starke Empork\u00f6mmlinge aus der Unterschicht. Das aber ist nichts anderes als (Aus-)Bildungsfeudalismus, der auf die Feudalisierung der Gesamtgesellschaft hinwirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4rmere Schichten werden in die Bildungsknechtschaft gezwungen, bei der sie ein Leben lang zahlen, um an \u00e4hnlichen Privilegien teilzuhaben. In der Regel haben sie kaum eine Chance, an einer der teuren Elite-Universit\u00e4ten zu studieren. Die sehen f\u00fcr Begabte zwar Ausnahmen vor; denn allein Reputationseink\u00e4ufer k\u00f6nnen den Ruf der Elite-Universit\u00e4t auf Dauer nicht erhalten, trotz aller Ma\u00dfnahmen im Hochschulmarketing, einschlie\u00dflich der Testimonials ber\u00fchmter Absolventen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die historische Reputation kann nachhaltig nur durch herausragende Forschungsleistungen bewahrt werden. Die sagen zwar wenig \u00fcber die Qualit\u00e4t der Lehre und damit \u00fcber die der Ausbildung, trotzdem findet eine Image\u00fcbertragung statt: bessere Forschung gleich bessere Lehre. Jeder, der an einer Hochschule gearbeitet hat, wei\u00df, dass das&nbsp;<em>so<\/em>&nbsp;nicht stimmt. Das Ergebnis ist der (un-)sch\u00f6ne Schein, der reiche Schwachmaten im Lichte der \u00d6ffentlichkeit besser dastehen l\u00e4sst als arme Begabte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Begabtenf\u00f6rderung der Elite-Unis ist nur das Feigenblatt auf dem feudalen \u201eBildungssystem\u201c des amerikanischen Geldadels, dass zum \u201eAusbildungssystem\u201c pervertiert ist. Dieses System ist ein Schlag gegen die offene Bildungsgesellschaft, die es allen F\u00e4higen erm\u00f6glicht aufzusteigen, mit gleichen Chancen und nach ihrer individuellen Leistung. Das hindert die neofeudale Elite freilich nicht daran, sich selbst aufgrund der Ausbildung an Elite-Universit\u00e4ten auch \u00fcberlegene Leistungen zuzuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geldadel in den USA ist heute \u00fcberwiegend republikanisch und verwendet \u201eliberal\u201c gern als Schimpfwort, das in unmittelbarer N\u00e4he von \u201ekommunistisch\u201c liegt. Bei seiner neofeudalen Haltung ist das verst\u00e4ndlich. Denn der Liberalismus ist antifeudal und steht f\u00fcr eine offene Gesellschaft. Der Geldadel in Europa h\u00e4lt es dagegen politisch oft mit den Liberalen, gleich welcher Partei. Ihnen verdankt er sowohl seinen Ursprung als auch seine heutigen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Doch auch dieser europ\u00e4ische Geldadel will mit den&nbsp;<em>anti<\/em>feudalen Prinzipien des Liberalismus meist nicht viel zu tun haben. Mit Worten verteidigt er \u201efairen Wettbewerb\u201c, die Taten sprechen aber allzu oft von neofeudaler Machterhaltung. Liberale haben einst gegen den Feudalismus des Landadels gek\u00e4mpft. Doch in ihren eigenen Reihen ist es nie zum Befreiungskampf gegen den Neo-Feudalismus und die neue St\u00e4ndegesellschaft gekommen.&nbsp;<em>Mit der \u201eFreiheit des Einzelnen\u201c war aber im Liberalismus nie die Freiheit gemeint, die Freiheit anderer zu behindern oder einzuschr\u00e4nken oder sich auch nur selbst mehr Freiheiten herauszunehmen als andere. Freiheit ist gekoppelt mit sozialer Verantwortung f\u00fcr die Freiheit der anderen und damit f\u00fcr eine offene Gesellschaft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese soziale Verantwortung schlie\u00dft die pers\u00f6nliche Haftung ein. Das haben die Neoliberalen der Freiburger Schule besonders betont. Weil es keine pers\u00f6nliche Haftung f\u00fcr das Vorstandshandeln bei der Aktiengesellschaft gibt, haben Vorst\u00e4nde ihrer Gesellschaft schweren Schaden zugef\u00fcgt und wurden daf\u00fcr noch mit enormen Abfindungen bedacht statt pers\u00f6nlich daf\u00fcr zu haften. Die Aktiengesellschaft ist aus dieser Sicht eine Fehlkonstruktion, die f\u00fcr Vieles verantwortlich ist, was fr\u00fcher dem Kapitalismus und heute dem Neo-Liberalismus zugeschrieben wird: f\u00fcr verantwortungsloses Handeln und die Vermachtung der Marktstrukturen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Risiko, dass Vorst\u00e4nde von Aktiengesellschaften zu Lasten von Besch\u00e4ftigten und Aktion\u00e4ren eingehen, werden sie zwar zus\u00e4tzlich belohnt, aber nie bestraft. Von der Chance profitieren sie, das Risiko tragen die anderen. Die h\u00f6chsten Angestellten gro\u00dfer Aktiengesellschaften z\u00e4hlen heute zum Geldadel, obwohl sie anders als der klassische Unternehmer kein finanzielles Risiko tragen m\u00fcssen. Und \u201eEinmal Vorstand, immer Vorstand\u201c hei\u00dft es intern im Netzwerke der Vorst\u00e4nde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Verg\u00fctung nimmt die Form einer j\u00e4hrlichen Apanage an, Leistung und Verg\u00fctung sind entkoppelt, obwohl seitenlange Verg\u00fctungsberichte vom Gegenteil k\u00fcnden sollen.&nbsp;<em>Das Beste aus drei Welten<\/em>&nbsp;ist gerade gut genug: An die Stelle des risikobehafteten Unternehmereinkommens tritt das risikolose Gehalt eines Angestellten, hinzu kommen die Gewinnbeteiligung eines Unternehmers, jedoch ohne dessen Verlustbeteiligung, und die Sicherheit von exorbitanten Betriebspensionen wie bei Beamten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ordoliberale akzeptieren das nicht. Da sie jedoch auf Aktien als Finanzierungsinstrument nicht verzichten wollen, bleibt die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), bei der die Vorst\u00e4nde als Komplement\u00e4re ins pers\u00f6nliche Risiko gehen&nbsp;<em>m\u00fcssen<\/em>. Nicht ein hoher Gewinn als solcher wird als Problem betrachtet, sondern ein nicht-unternehmerischer und damit risikoloser Gewinn. Den will man verhindern oder ansonsten rigoros absch\u00f6pfen.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Die typische Gesellschaftsform der Ordoliberalen ist dennoch nicht die KGaA, sondern die Genossenschaft: Die ist auf Selbsthilfe angelegt und weist jedem \u201eGenossen\u201c unabh\u00e4ngig von der Einlage dasselbe Stimmrecht zu.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Doch ist der reale Liberalismus abweichend von seiner antifeudalen Ideologie nicht trotzdem D\u00fcnger f\u00fcr einen Neo-Feudalismus? Auf Geld statt auf Land als Machtbasis und mit anderen Privilegien? \u2013 Im real gelebten Liberalismus w\u00e4re das der schlimmste Widerspruch, den sich Liberale leisten, aber nach ihrer Philosophie weder leisten k\u00f6nnen noch d\u00fcrften.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Liberale verweigern hier den Blick in den Spiegel und sehen sie doch hinein, breiten sie den Mantel des Schweigens und der Scham dar\u00fcber. Statt sich intern damit auseinanderzusetzen, \u00fcberlassen sie es ihren Gegnern, das Problem \u201eNeofeudalismus\u201c zu benennen und dessen Geburtshilfe durch den Liberalismus blo\u00dfzustellen<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;und verlieren dadurch die Deutungshoheit und erlauben ihren Kritikern, den Feudalismus in nichtliberalen Gesellschaftsordnungen zu kaschieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Ansicht von Clemens Schneider besteht sogar die \u201eeigentliche Herausforderung f\u00fcr den Liberalismus\u201c darin, \u201edenjenigen das Handwerk zu legen, die sich als Liberale ausgeben, aber dabei in ihrem Denken, Reden und Tun an dessen Grundfesten r\u00fctteln.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Das tun sie dadurch, dass sie zwar Deregulierung und Zur\u00fcckdr\u00e4ngung der Staatsmacht fordern, bei privater Machtentfaltung aber asymmetrisch reagieren: Nat\u00fcrlich investiert man gern in ein Unternehmen, dem es gelingen kann, seine Branche zu monopolisieren und die Marktkontrolle au\u00dfer Kraft zu setzen.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Als Akt der Selbstreinigung ist der Kampf gegen solche Tendenzen l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Sein Ausbleiben macht den Liberalismus widerspr\u00fcchlich zwischen Realbild und Ideologie. Es macht ihn angreifbar und raubt ihm seine Glaubw\u00fcrdigkeit. \u201eDer Liberalismus ist (hier) sein eigener Feind\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Denn gegen den Neo-Feudalismus gelten noch dieselben Argumente, die Liberale einst im Kampf gegen den Feudalismus ins Feld f\u00fchrten. Auch der Geldadel verschafft den Seinen mit Clan- und Clubmentalit\u00e4t und Abschottung vor der Konkurrenz Wettbewerbsvorteile, auf subtilere Weise als der Landadel. Er tr\u00e4gt damit zur Verhinderung der Gleichheit der Lebenschancen bei, zur Erstarrung der dynamischen Gesellschaft und zur Beseitigung der offenen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ausbleibende Kampf gegen das interne Gew\u00e4chs des \u201ekapitalistischen Neo-Feudalismus\u201c tr\u00e4gt den Liberalen von linker Seite den Vorwurf ein, den Neofeudalismus sogar&nbsp;<em>aktiv<\/em>&nbsp;zu unterst\u00fctzen. Dabei werden nicht nur neofeudale Instrumente und Strukturen des Geldadels angegriffen, sondern der Neoliberalismus selbst, obwohl dessen&nbsp;<em>Ideologie<\/em>&nbsp;mit der neofeudalen Praxis des Geldadels unvereinbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Land und Geld sind in einer historischen Reihe bislang die letzten Machtbasen, die fr\u00fcher und heute eine Gefahr f\u00fcr die Freiheit (und Sicherheit) anderer darstellen. M\u00f6gen es davor noch die Verf\u00fcgung \u00fcber \u00fcberlegene Werkzeuge oder Waffen gewesen sein, derzeit erscheint eine andere Gefahr f\u00fcr die liberale Gesellschaft gr\u00f6\u00dfer:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>L\u00e4ngst ist das Informationszeitalter angebrochen und vom Besitz und Missbrauch von Informationen, nicht mehr von Land oder Geld, geht die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Freiheit aus. Die gef\u00e4hrlichsten T\u00e4ter sind nicht einmal Google, Facebook und Co, sondern autorit\u00e4re Staaten, allen voran die Volksrepublik China. Die Nordkoreaner k\u00f6nnten sie noch \u00fcbertreffen, sobald sie technisch dazu in der Lage sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch halten wir fest: Der reale Liberalismus hat antiliberales Gebaren des Geldadels in den eigenen Reihen erm\u00f6glicht, es zwar immer ideologisch, aber nur selten praktisch bek\u00e4mpft. Dabei sind der Kategorische Imperativ, Verantwortung und pers\u00f6nliche Haftung Eckpfeiler des Liberalismus. An denen s\u00e4gen auch solche, die sich selbst \u201eliberal\u201c nennen, weil sie es sch\u00f6n finden, sich von anderen nichts sagen zu lassen. Doch der blo\u00dfe Schutz vor der Einmischung anderer ist nicht einmal der halbe Liberalismus, weil da zumindest die Freiheit der anderen ist, von der F\u00f6rderung aktiver Freiheit zur Teilhabe am demokratischen und marktlichen Prozess ganz zu schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer aber meint, der Keim des Geldadels und dessen Hang zum Feudalismus gehe&nbsp;<em>besonders leicht und oft im Liberalismus<\/em>&nbsp;auf, der hat die rasante Explosion von Oligarchen aus einem einst sozialistischen System in Russland \u00fcbersehen. Hier sind in einer Geschwindigkeit neue und unkontrollierte Machtzentren entstanden, wie das bei vorheriger ideologischer Reinheit von Kommunismus und Sozialismus nie m\u00f6glich sein d\u00fcrfte. Schweigen m\u00fcsste man auch von der politischen Nomenklatura und der Kaderpolitik sozialistischer Staaten, die im Stil von Familienclans organisiert ist, besonders ausgepr\u00e4gt in Nordkorea, aber schon bei Mao oder Honecker und jeweiliger Gattin. Und nat\u00fcrlich schottet sich die politische Elite dort in f\u00fcr sie reservierten Gebieten strikt vom Rest der Bev\u00f6lkerung ab, ob im Alltag oder im Urlaub.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der t\u00fcrkische Herrscherclan um Erdo\u01e7an ist im Wesentlichen ein Familienbetrieb, der sich nachhaltig am Volksverm\u00f6gen bereichert. Das ist \u201emoderner\u201c Feudalismus in Reinkultur, der den Neo-Feudalismus in der liberalen Gesellschaft weit \u00fcbertrifft.&nbsp;<em>Daher ist der Liberalismus zwar eine, aber keineswegs die gr\u00f6\u00dfte und fruchtbarste Brutst\u00e4tte f\u00fcr (Neo-)Feudalismus.<\/em>&nbsp;Es mangelt ihm n\u00e4mlich in der Regel an der ausgepr\u00e4gten Vetternwirtschaft, die fast alle nicht-liberalen Feudalsysteme kennzeichnet, auch wenn Trump mit seiner Familie zu versuchen scheint, diese zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue, h\u00f6chst widerspr\u00fcchliche Form des Neo-Feudalismus entsteht derzeit fast unbemerkt auf der Basis des Neo-Marxismus und seiner \u201emodernen\u201c Definition der \u201eAusbeutung\u201c: Waren es fr\u00fcher Kapitalisten die Unterdr\u00fccker, sind es heute die \u201ewei\u00dfen alten M\u00e4nner\u201c. Die Unterdr\u00fcckten sind nicht mehr die Mitglieder der Arbeiterklasse, die so wie einst ohnehin kaum mehr existiert, sondern diverse Minderheiten mit&nbsp;<em>unterschiedlicher<\/em>&nbsp;Opferqualit\u00e4t.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Opferqualit\u00e4t richtet sich nach dem Grad der Diskriminierung und Unterdr\u00fcckung. Sie geht einher mit moralischer Autorit\u00e4t und quasi-rechtlichen Anspr\u00fcchen. Die sind Ausgangspunkt einer moralischen Schichtung der Gesellschaft, einer \u201emoralischen St\u00e4ndeordnung\u201c. Sie unterscheidet nur nach \u00e4u\u00dferen(!) Diskriminierungsmerkmalen, mit denen sich die \u201eOpferw\u00fcrde\u201c f\u00fcr jeden ganz einfach bestimmen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dieser Schichtung kann man nicht ausbrechen, weil sie an&nbsp;<em>pers\u00f6nlichen<\/em>&nbsp;Merkmalen festmacht: Man ist eben alt oder jung, schwarz oder wei\u00df, Frau oder Mann, hetero- oder homosexuell oder irgendetwas Drittes oder Viertes, ohne dass man etwas daran tun kann. Mit den meisten Merkmalen der moralischen Qualit\u00e4t, au\u00dfer dem Alter und bedingt auch der Religion, wird man geboren. Doch angeborene Merkmale sind genau die Merkmale des Feudalismus und der St\u00e4ndegesellschaft. Die hat der Liberalismus bek\u00e4mpft und nun wird die liberale Gesellschaft von links mit einer neuen \u201emoralischen\u201c St\u00e4ndeordnung bek\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p>In Form der Geschlechterquote ist diese neo-feudalistische Politik hierzulande sogar regierungsf\u00e4hig geworden, ohne dass man den Eindruck hat, deren neo-feudalistischer Inhalt und seine neo-marxistischen Urspr\u00fcnge seien in das Bewusstsein ihrer Bef\u00fcrworter gelangt. Dabei geht die Quotengesellschaft weit \u00fcber den Minderheitenschutz hinaus, den schon die Ur-Liberalen auf ihre Fahnen geschrieben hatten. Aus der simplen Tatsache Minderheit zu sein, leitet man moralische und rechtliche Anspr\u00fcche gegen\u00fcber der Mehrheit ab. Daf\u00fcr reicht in der Regel die statistische Minderheit, bei Frauen sogar eine gef\u00fchlte:<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\"><li>Man betrachtet Diskriminierung als Unterdr\u00fcckung, tut es aber selbst, wenn man die plakativen \u201eUnterdr\u00fccker\u201c im Auge hat: alte wei\u00dfe M\u00e4nner. Man merkt den US-Import, weil \u201ewei\u00dfe\u201c in Deutschland wenig Diskriminierungsrelevanz hat. Das wird begr\u00fcndet mit dem \u201e<em>weltweiten<\/em>&nbsp;Kampf gegen die Unterdr\u00fccker\u201c. Doch weltweit gesehen lauert eher eine \u201egelbe Gefahr\u201c. Der wei\u00dfe alte Mann geh\u00f6rt dort zu einer der Minderheiten. Die Diskriminierung durch diese Ideologie selbst m\u00fcsste ihn daher zu einem schutzw\u00fcrdigen Subjekt machen.<\/li><li>Man postuliert Unterdr\u00fcckung aufgrund der statistischen Tatsache, dass da eine Minderheit ist, die sich in der Regel selbst als Minderheit definiert. Daf\u00fcr fordert man nicht nur Schutzrechte, sondern eine zumindest gleichberechtigte Repr\u00e4sentation mit der Mehrheit, in der Regel sogar eine h\u00f6here Repr\u00e4sentanz. Wegen der h\u00f6heren moralischen Qualit\u00e4t der Minderheit! Das sind typische Rechte, die auch autorit\u00e4re Ideologien f\u00fcr ihre Anh\u00e4nger einfordern. Allein schon die h\u00f6here moralische Qualit\u00e4t und Erkenntnisf\u00e4higkeit gibt ihnen das Recht, \u00fcber andere zu entscheiden, \u00fcber deren Sprache und Leben. Mehrheitsrechte, f\u00fcr die der Liberalismus einst gek\u00e4mpft hat, werden auf diese Weise abgeschafft. Die Mehrheit hat jede moralische Qualit\u00e4t verwirkt, allein dadurch, dass sie Mehrheitsrechte aus\u00fcben und Minderheiten unterdr\u00fccken&nbsp;<em>k\u00f6nnte(!)<\/em>.<\/li><li>F\u00fcr die moralische Qualit\u00e4t sammelt man Opferpunkte, auch wenn man als Frau nur zu einer \u201egef\u00fchlten\u201c Minderheit geh\u00f6rt. Es gen\u00fcgt das Selbstverst\u00e4ndnis als \u201eunterdr\u00fcckte Minderheit\u201c. Die am st\u00e4rksten Unterdr\u00fcckten haben die h\u00f6chsten moralischen Anspr\u00fcche und Rechte. Sie geh\u00f6ren in der Regel zur kleinsten Minderheit.<\/li><li>Die Opferpunkte werden nach hierarchisch festgelegten Rangfolgen vergeben: \u201eFrau ist besser als Mann. Nichtweiss ist besser als weiss. Homosexuell ist besser als heterosexuell. Transsexuell wiederum ist besser als homosexuell.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;Diese Opferpunkte lassen sich intersektional addieren. Das schafft jedoch Probleme, wenn zwei Personen mit etwa gleich hohen Opferpunkten zu vergleichen sind, etwa eine homosexuelle wei\u00dfe Frau und ein transsexueller schwarzer Mann.<\/li><li>Der neo-marxistische Gehalt der Quotenpolitik und der Hang zur Vergesellschaftung privater Institutionen wird deutlich, wo die Statistik der Gesellschaft insgesamt auf eine private Organisation \u00fcbertragen wird, die ganz andere Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse kennt: Auf der Generalversammlung einer Genossenschaft, die etwa 10% weiblicher Mitglieder hatte, wurde eine 50%ige Vertretung von Frauen im Aufsichtsrat gefordert. Abgesehen davon, dass es im konkreten Fall nicht genug Frauen gab, die eine Wahl angenommen h\u00e4tten: Hiermit wird die private Genossenschaft ideologisch \u201evergesellschaftet\u201c durch Anwendung einer gesamtgesellschaftlichen Quote, die ihrer privatwirtschaftlichen Realit\u00e4t widerspricht. Der neo-feudale Ansatz der Quotierung zeigt sich unabh\u00e4ngig von der H\u00f6he der Quote sogar schon darin, dass die Quotierung eine st\u00e4ndeartige Klassifizierung voraussetzt.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Die neue Linke und der Feminismus liefern hiermit das Musterbeispiel f\u00fcr einen neo-feudalistischen Ansatz. Doch all das macht den Vorwurf der Linken an den Liberalismus nicht hinf\u00e4llig. Die Liberalen haben dem neu entstandenen Feudalismus des Geldadels nie gen\u00fcgend Aufmerksamkeit geschenkt und die liberalen Prinzipien der Verantwortung und Machtkontrolle bei ihm nur unzureichend zur Geltung gebracht. Doch \u201edie gef\u00e4hrlichsten Unwahrheiten sind Wahrheiten m\u00e4\u00dfig entstellt\u201c (Lichtenberg). Denn hier unterschl\u00e4gt die Linke den Feudalismus in allen realen Erscheinungsformen des Sozialismus. Der geht um einiges weiter. (Neo-)Feudalismus ist keineswegs Spezifikum realer Systeme des Liberalismus, wie es von linker Seite gern behauptet wird. Im Gegenteil! Die neue Linke tr\u00e4gt sogar selbst zu einer Refeudalisierung bei, nach kruden \u201emoralischen\u201c Kategorien von Opferqualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie sieht sieht der antifeudalistische Gegenentwurf der alten Linken aus? Im alten APO-Jargon: \u201eKein Privileg mehr f\u00fcr niemanden!\u201c Die Alt-Linken Stegemann und Wagenknecht dr\u00fccken das in dem Bedauern aus,&nbsp;<em>\u201edass nicht alle die gleichen Privilegien genie\u00dfen\u201c<\/em>.<a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Dahinter steht offenbar der Anspruch, dass 1.&nbsp;<em>alle die gleichen<\/em>&nbsp;Privilegien genie\u00dfen sollen. Dabei wird unterstellt, dass 2. objektiv bestimmbar ist, was ein Privileg ist, und es niemanden gibt, der auf ein solches Privileg pfeift oder es als B\u00fcrde empfindet, und dass 3. alle Privilegien gleichm\u00e4\u00dfig verteilbar sind:<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\"><li>Die Forderung&nbsp;<em>nach gleichen Privilegien f\u00fcr alle<\/em>, ist schon deshalb abstrus, weil das Wort \u201ePrivileg\u201c auf ein&nbsp;<em>Sonder<\/em>recht abstellt, das keines mehr ist, wenn es alle h\u00e4tten. Doch selbst der sprachliche Unsinn \u201egleiche Privilegien f\u00fcr alle\u201c hindert offenbar nicht daran, eine solche Forderung zu stellen. Diese Gleichheits-Utopie stellt also die Forderung:&nbsp;<em>Alle<\/em>&nbsp;sollen die gr\u00f6\u00dften, meisten, sch\u00f6nsten H\u00e4user, Autos oder \u201eWas-auch-immer\u201c haben. Das aber ist schon faktisch unm\u00f6glich, selbst wenn man Eigentum leugnete oder zum Diebstahl erkl\u00e4rte. Da sich auch die aktuelle Nutzung von G\u00fctern, Dienstleistungen und Informationen sowie eine zeitlich vor- oder nachrangige Nutzung als \u201ePrivileg\u201c begreifen lassen, m\u00fcsste auch hier auf Gleichheit geachtet werden. Alles muss es f\u00fcr alle geben und das gleichzeitig. Da wird Ideologie zur Idiotie.<\/li><li>Was objektiv als \u201ePrivileg\u201c identifiziert ist und existiert, muss&nbsp;<em>allen<\/em>&nbsp;zustehen, denn&nbsp;<em>jeder<\/em>&nbsp;will es haben, weil es sonst kein Privileg w\u00e4re. Diese \u201eobjektive Bed\u00fcrfnis\u201c ist Kern der Zuteilungsmentalit\u00e4t in jedem sozialistischen Obrigkeitsstaat:&nbsp;<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Fakt ist: Jeder will das Blumenbeet. Doch liefert man den Spaten dazu, sieht die Sache oft<em>&nbsp;<\/em>ganzanders aus. Existiert daher&nbsp;<em>das<\/em>&nbsp;Privileg des Blumenbeets noch, wenn dieses Privileg t\u00e4glich neu erarbeitet werden muss? Ganz zu schweigen von Diogenes, dem alles Eigentum nichts war als eine Last und damit das Gegenteil eines Privilegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum verzichten Meghan und Harry auf die \u201eobjektiven\u201c Privilegien des britischen K\u00f6nigshauses? Spricht das nicht f\u00fcr individuell unterschiedliche Auffassungen von dem, was ein \u201ePrivileg\u201c ist. F\u00fcr manchen Dirigenten dieser Welt mag es ein gro\u00dfes Privileg sein, die Wiener Philharmoniker zu dirigieren. F\u00fcr mich w\u00e4re es&nbsp;<em>kein<\/em>&nbsp;Privileg und ich warne davor, zu hoffen oder zu w\u00fcnschen, dass&nbsp;<em>alle<\/em>dieses Privileg genie\u00dfen sollten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ist nicht jedes Privileg so individuell, dass man Ideologen das Recht entziehen sollte, Privilegien nach sozialistischem Einheitsgeschmack zuzuteilen? Aus liberalem Respekt vor dem Individuum sollte man keinem ein solches Recht gew\u00e4hren. Doch was ist, wenn sich einige dieses Recht einfach nehmen, weil (nur) sie angeblich wissen, was ein Privileg ist? Dann herrscht die Diktatur vermeintlicher Besserwisser, die nicht gut genug sind, um bescheiden zu sein.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"3\"><li>Wer ohne geistige und k\u00f6rperliche Behinderung geboren wurde, ist privilegiert. Wer mehrsprachig aufwuchs und \u00fcber seine Familie den Zugang zu den verschiedensten Welten der Bildung erhalten hat, ist privilegiert. Wer eine Begabung f\u00fcr Kunst oder Musik hat, ist privilegiert, solange die Mitglieder der Gesellschaft diese Musik und Kunst sch\u00e4tzen. Wer Talent zum Fu\u00dfballspielen hat, ist heute privilegiert, auch wenn die Gr\u00fcnder des Liberalismus davon nichts geahnt haben.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Aber wie bitte soll man daf\u00fcr sorgen, dass alle die gleichen Privilegien genie\u00dfen? Dabei ist das Privileg als solches die eine Sache, sein Genuss noch eine andere. Ob jemand sein Privileg&nbsp;<em>genie\u00dft<\/em>oder nicht, ist nur scheinbar leicht zu l\u00f6sen:&nbsp;<em>Ein Privileg genie\u00dft man, sonst ist es keines<\/em>. Dumm nur, dass die sozialistischen Ideologen vorher schon \u201eobjektiv\u201c festgelegt haben, was ein Privileg ist. Das genie\u00dft man dann per definitionem, wenn auch nicht immer wirklich: Ich habe es immer als Privileg empfunden, Kinder zu haben. Ich kenne aber Paare, die empfinden Kinder als Last und die meisten davon, haben sich bereits vorher gegen Kinder entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Liberale sind dagegen der Auffassung:<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\"><li>Eine privilegienfreie Gesellschaft ist undenkbar und unmachbar, weil jeder Mensch pers\u00f6nliche Eigenschaften hat, die er unterschiedlich nutzt, und weil diese Eigenschaften in den Familie und Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen unterschiedlich gef\u00f6rdert werden.<\/li><li>Es gibt keine objektive Sicht auf Privilegien, nur eine subjektive, in der jeder selbst entscheidet, was&nbsp;<em>f\u00fcr ihn<\/em>&nbsp;ein Privileg ist: seine K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, eine intakte Familie, Geld im \u00dcberfluss, \u00fcberdurchschnittliche Bildung. Dabei kann sich die Einstufung als Privileg mit der Zeit oder mit den Gegebenheiten \u00e4ndern.<\/li><li>Alle pers\u00f6nlichen Vorz\u00fcge oder sozialen Bez\u00fcge, wie die Einbindung in eine Familie, lassen sich grunds\u00e4tzlich nicht umverteilen. Statt auf eine privilegienfreie Gesellschaft abzuzielen, die schon wegen der genetischen Eigenschaften jedes Einzelnen undenkbar ist, darf in einer liberalen Gesellschaft jeder die Privilegien erwerben, die ihm den Aufwand daf\u00fcr wert scheinen. Er darf sie nutzen, soweit er nicht andere in deren Erwerb und Nutzung einschr\u00e4nkt.&nbsp;<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Dieses letzte Problem ist das gravierendste. Bei dessen L\u00f6sung hat sich der real gelebte Liberalismus nicht immer mit Ruhm bekleckert. Durch Machtstrukturen, die den Erwerb von Privilegien durch andere be- oder verhindern, schaffen sich Teile der Gesellschaft Vorspr\u00fcnge, mit denen sie die offene Gesellschaft und deren Durchl\u00e4ssigkeit ebenso in Frage stellen wie deren Dynamik. Da Urspr\u00fcnge dieses Problems auch bei denen liegen, die sich den Liberalen zugeh\u00f6rig f\u00fchlen, bleibt dem Liberalismus hier ein Selbstreinigungsprozess nicht erspart. Diese Erbs\u00fcnde wiegt daher schwer, auch wenn sie nicht in den Genen des Liberalismus steckt, w\u00e4chst und gedeiht sie in seinen realen Erscheinungsformen. Sie ist geboren aus der Freiheit und dem wirtschaftlichen Erfolg, den die liberale Wirtschaft mit sich bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbst wenn wir gravierendere Erscheinungsformen des Feudalismus in den sozialistischen Gesellschaftsformen finden, stellt sich f\u00fcr Liberale doch die Frage, warum etwa in den angeblich \u201eliberalen\u201c USA faktisch nur noch Milliard\u00e4re Pr\u00e4sident werden k\u00f6nnen. Aber da ist \u201eLiberaler\u201c ja auch oft genug nur ein Schimpfwort.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Au\u00dfer dem \u201eLandadel\u201c gab es zur Zeit der Entstehung des Liberalismus bereits andere Adelsformen&nbsp;vgl.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Adel\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Adel<\/a>. (19.12.2019) Der Feudalismus ist jedoch eng mit der Lehensherrschaft und daher mit dem Landadel verbunden; vgl. z.B.&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feudalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feudalismus<\/a>. (19.12.2019)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Adel\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutscher_Adel<\/a>. (19.12.2019)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. etwa Heinrich B\u00f6ll Stiftung, N wie Neofeudalismus \u2013 Die Wiederkehr der St\u00e4ndegesellschaft mit Sighard Neckel,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/2016\/06\/14\/neofeudalismus-die-wiederkehr-der-staendegesellschaft\">https:\/\/www.boell.de\/de\/2016\/06\/14\/neofeudalismus-die-wiederkehr-der-staendegesellschaft<\/a>. (25.01.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu Arno Widmann, Demokratien werden von ihren Eliten zerst\u00f6rt,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fr.de\/kultur\/literatur\/demokratien-werden-ihren-eliten-zerstoert-10962286.html\">https:\/\/www.fr.de\/kultur\/literatur\/demokratien-werden-ihren-eliten-zerstoert-10962286.html<\/a>. (20.01.20) N\u00e4heres bei Michael Hartmann, Topmanager; Die Rekrutierung einer Elite, Frankfurt 1996.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Hannes Soltau, Reich bleibt reich, arm bleibt arm \u2013 Und die Privilegiertesten schotten sich noch immer ab,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/reich-bleibt-reich-arm-bleibt-arm-und-die-privilegiertesten-schotten-sich-noch-immer-ab\/25372138.html\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/reich-bleibt-reich-arm-bleibt-arm-und-die-privilegiertesten-schotten-sich-noch-immer-ab\/25372138.html<\/a>. (28.04.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;So auch Otfried H\u00f6ffe, Kann Demokratie ohne Liberalismus funktionieren?,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/kann-demokratie-ohne-liberalismus-funktionieren-ld.1349931\">https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/kann-demokratie-ohne-liberalismus-funktionieren-ld.1349931<\/a>. (20.01.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu den Wikipedia-Artikel dazu,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bologna-Prozess\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bologna-Prozess<\/a>. (03.04.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu den Abschnitt \u201eDie Neoliberalen\u201c bei Dieter Schnaas, Liberalismus \u2013 Der Sinn der Freiheit,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Dieter+Schnaas%2C+Liberalismus+%E2%80%93+Der+Sinn+der+Freiheit\">https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Dieter+Schnaas%2C+Liberalismus+%E2%80%93+Der+Sinn+der+Freiheit<\/a>. (23.03.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu den Abschnitt \u201eSozialer Liberalismus\u201c im Wikipedia-Artikel \u201eLiberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus<\/a>. (21.03.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;So etwa Michael Hartmann, Die Abgehobenen &#8211; Wie die Eliten die Demokratie gef\u00e4hrden, Frankfurt, New York 2018.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Clemens Schneider, Liberale m\u00fcssen behutsam sein,&nbsp;<a href=\"https:\/\/blogs.faz.net\/whatsleft\/2015\/09\/05\/liberale-muessen-behutsam-sein-329\/\">https:\/\/blogs.faz.net\/whatsleft\/2015\/09\/05\/liberale-muessen-behutsam-sein-329\/<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. Milosz Matuschek, Borkenk\u00e4fer f\u00fcr den Liberalismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-borkenkaefer-fuer-den-liberalismus-ld.1499923\">https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-borkenkaefer-fuer-den-liberalismus-ld.1499923<\/a>. (23.01.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Thomas Straubhaar, Der Liberalismus ist sein eigener Feind,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article140838529\/Der-Liberalismus-ist-sein-eigener-Feind.html\">https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article140838529\/Der-Liberalismus-ist-sein-eigener-Feind.html<\/a>. (20.04.2020) Klammerzusatz \u2013 R.E.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. ohne Verfasser,&nbsp;Verwirrung um Nordkorea-Diktator \u2013 US-Experten: Privatzug von Kim Jong Un gesichtet,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_87772066\/us-experten-privatzug-von-nordkorea-machthaber-kim-jong-un-gesichtet.html\">https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/internationale-politik\/id_87772066\/us-experten-privatzug-von-nordkorea-machthaber-kim-jong-un-gesichtet.html<\/a>. (26.04.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu auch Ren\u00e9 Scheu, Die zersplitterte Gesellschaft: Warum wir uns wie Stammeskrieger geb\u00e4rden,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/geschlecht-sexuelle-orientierung-ethnie-der-neue-kulturkampf-ld.1539066\">https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/geschlecht-sexuelle-orientierung-ethnie-der-neue-kulturkampf-ld.1539066<\/a>. (20.08.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;Ebenda. Vgl. dort auch das Folgende zu Punkt 4.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B172DA20-5BDA-4338-9B6B-0B29083F3840#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Bernd Stegemann, Sahra Wagenknecht, Linke Sammlungsbewegung: Von linker Moral und neoliberalen Interessen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/24\/linke-sammlungsbewegung-sahra-wagenknecht-populismus\">https:\/\/www.zeit.de\/2018\/24\/linke-sammlungsbewegung-sahra-wagenknecht-populismus<\/a>. (03.02.2020)<\/p>\n\n\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: =;\"><a href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=234\">PDF-Datei<\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>This post was downloaded by  285 people until now.<\/span><\/span><\/p>\n<p>&#8211;&gt;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erbs\u00fcnden des Liberalismus &#8211; Essay in neun Teilen und sieben S\u00fcnden Teil 6 \u201eNeo-Feudalismus ist Realit\u00e4t und reale Gefahr in liberalen Gesellschaften. In nicht-liberalen Gesellschaften ist Feudalismus ein fester Bestandteil des politischen Systems.&#8220; (Neschle) Die f\u00fcnfte Erbs\u00fcnde: (Neo-)Feudalismus statt (Neo-)Liberalismus Die f\u00fcnfte Erbs\u00fcnde kann eigentlich keine S\u00fcnde aus der Genetik des Liberalismus sein. Denn &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-90\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLeon Neschle 90\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,6],"tags":[112,14,109,11],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1383"}],"collection":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1383"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1383\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1393,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1383\/revisions\/1393"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}