{"id":1288,"date":"2020-12-23T09:59:54","date_gmt":"2020-12-23T08:59:54","guid":{"rendered":"https:\/\/neschle.de\/?p=1288"},"modified":"2020-12-24T11:33:50","modified_gmt":"2020-12-24T10:33:50","slug":"leon-neschle-86","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-86\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 86"},"content":{"rendered":"\n<h2><span style=\"color:#4f81bd\" class=\"tadv-color\"><strong>Die Erbs\u00fcnden des Liberalismus<\/strong> &#8211; <strong>Essay in neun Teilen und sieben S\u00fcnden<\/strong><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Teil 2<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEin Liberaler schw\u00e4rmt eher f\u00fcr den Fu\u00dfball als Wettbewerbssystem, f\u00fcr seine Regeln und f\u00fcr \u00fcberraschende Ergebnisse, als f\u00fcr den Sieg (s)einer Mannschaft<\/em>&#8220; (Neschle)<\/p>\n\n\n\n<h3><strong>Die erste Erbs\u00fcnde: Zu viel Verstand, zu wenig Leidenschaft<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der Ur-Liberalismus ist das Aufbegehren des menschlichen&nbsp;<em>Verstandes<\/em>. Er ist hirn-, nicht bauchgesteuert! Das merkt man Liberalen bis heute an, insbesondere bei ihrer mangelnden Bereitschaft zu kollektiver Leidenschaft: Das ist deren erste Erbs\u00fcnde. Diese Erbs\u00fcnde ist dem Liberalismus nicht von seinen Gegnern angelastet. Sie ist ihm in die Wiege gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Liberale erzeugen mehr Gef\u00fchle sozialer Zugeh\u00f6rigkeit und kollektiver Leidenschaft bei denen, die sich gegen sie wenden, als bei und unter sich. Ihnen fehlt es oft an \u201eSeele\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>, sicher aber an \u201eFankultur\u201c und an einigenden Ritualen. Linke, Rechte und fundamental Religi\u00f6se haben die, z.B. in gemeinsamen Liedern, Handlungen oder einer kollektiven Sprache, bei der oft jede Abweichung von einer Sprachpolizei moralisierend diffamiert und sanktioniert wird<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>. Linke \u201eAktivisten\u201c bauen durch ihre Sprache sogar Distanz zu Menschen auf, f\u00fcr die sie sich angeblich einsetzen<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie moderne Linke, jedenfalls in ihrem akademischen Teil, scheint vor allem mit der Frage besch\u00e4ftigt, wie sie daf\u00fcr sorgen kann, dass niemand vom rechten, also linken Weg abkommt. Ihre ganze Energie ist darauf gerichtet, dass die Menschen nicht das Falsche sagen. Oder die falschen Witze rei\u00dfen. Oder die falschen Kost\u00fcme zu Halloween tragen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Liberalen mangelt es an solchen Kollektivzw\u00e4ngen, an Gruppengef\u00fchl und Sozialromantik. Sie nehmen all dies als latente Bedrohung ihrer individuellen Freiheit wahr, nicht als Chance, politische Ideen&nbsp;<em>gemeinsam<\/em>&nbsp;zu denken und durchzusetzen. Liberale geben sich gern als Individualisten. Sie wollen nicht einmal denken oder sein wie andere Liberale. Sonst w\u00fcrden sie sich und die anderen gar nicht f\u00fcr Liberale halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Liberalismus setzt auf M\u00fcndigkeit des Individuums und seinen k\u00fchlen Rationalismus gegen unreflektierte Tradition, Glauben und Dogma. Unter Liberalen sucht man vergebens jenen bauchgesteuerten Fanatiker, den man bei fast jeder anderen politischen Couleur findet. Dort hat der kopfgesteuerte Liberalismus oft leidenschaftlich emotionale Gegner, die mit Begeisterung f\u00fcr ihre Utopie, mit Abneigung und Hass gegen die Sache der anderen und gegen die Liberalen k\u00e4mpfen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei radikalen Linken ist \u201eNeo-Liberalismus\u201c&nbsp;<em>der<\/em>&nbsp;<em>emotionale<\/em>&nbsp;\u201eKampfbegriff\u201c gegen den \u201eKlassenkampf von oben\u201c. Jeder Liberale ist f\u00fcr sie ein \u201eMarktradikaler\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;In der linken Denkwelt sieht der Liberale den Markt nicht als dienendes Organisationsmittel zur Allokation knapper Ressourcen. Er verehrt den Markt als gott\u00e4hnliches Ph\u00e4nomen und \u00f6konomischen Allesk\u00f6nner. Damit heftet der Linke dem wenig leidenschaftlichen Liberalen einen Fanatismus an, den der Liberale gar nicht hat. Dem Linken scheint das aus der eigenen Denke und Emotionalit\u00e4t aber wohl besser verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch warum entfaltet der Liberalismus fanatische und fanatisierende Wirkung bei Andersdenkenden, w\u00e4hrend seine Anh\u00e4nger nicht ann\u00e4hernd eine solche Leidenschaft mobilisieren? Wer das verstehen will, folge in ein metaphorisches Gedankenexperiment zu Fu\u00dfball-Fanatikern, das durchaus auf Polit-Fanatiker \u00fcbertragbar ist:<\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir an, Schalke und Dortmund w\u00fcrden alle Spieler und ihre Administration tauschen. Der Dortmunder Kader best\u00fcnde nur noch aus ehemaligen Schalkern und umgekehrt. Nun die Frage an den Fan: W\u00fcrdest Du mit Spielern und Vorstand Fahne und Verein wechseln? W\u00fcrdest Du Dich deshalb als Dortmunder zum Schalker machen und umgekehrt?<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist Dein Ergebnis? Vermutlich dasselbe wie bei allen echten Fans:&nbsp;<em>Niemand<\/em>&nbsp;wird seine Flagge, niemand den Verein wechseln. Borusse bleibt Borusse, Schalker bleibt Schalker. Aber an was h\u00e4ngt der Fan? Nicht an den Spielern, nicht am Vorstand. Die sind austauschbar. Offenbar h\u00e4ngt er an einem imagin\u00e4ren Vereinsmythos, der alle Fans eintr\u00e4chtig f\u00fcr das gemeinsame Ziel vereint. Doch worin besteht dieses Ziel?<\/p>\n\n\n\n<p>Als blutjunge Fu\u00dfballfans sagten wir \u201eEs soll nicht der Bessere gewinnen, sondern immer nur Schalke\u201c.&nbsp;<em>Wir<\/em>meinten das ironisch, meist nach einer der vielen Niederlagen unseres Vereins. Schon wir Knirpse von zehn oder elf Jahren wussten: Das w\u00e4re das Ende dessen, was wir noch mehr liebten: das Ende des Fu\u00dfballs als Spiel. Wer sollte noch Spa\u00df daran haben, st\u00fcnde das Ergebnis von vorherein fest oder w\u00fcrde es bereits auf dem Rasen manipuliert oder sp\u00e4ter am gr\u00fcnen Tisch korrigiert?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Liebe zum Fu\u00dfball verlangte schon von uns Kleinen Frustrationstoleranz, vor allem wenn wir meinten, dass Schalke trotz besserer Leistung verloren hatte und am Ende nicht die Leistung entschied, sondern das Gl\u00fcck der anderen. Dieses Gl\u00fcck schien uns stets zu gro\u00df, unseres zu klein. Aber ohne Frustration war dieses Spiel nicht zu haben und wenn wir ehrlich zu uns waren, machte das sogar den Reiz des Spiels aus. Selbst die Ungerechtigkeit einer Schiedsrichterentscheidung lie\u00df uns nur am Schiedsrichter zweifeln, niemals am System des Fu\u00dfballs. Der Schiedsrichter musste den Regeln des Spiels verpflichtet und \u201egerecht\u201c sein, wenngleich die Gerechtigkeit unsere Vereinsbrille trug oder im Falles des Schiedsrichters tragen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings mussten wir feststellen: Hartgesottene Schalke-Fans, heute \u201eUltras\u201c, dachten wirklich so, wie wir nur in unserer Ironie: \u201eEs sollte nicht der Bessere gewinnen, sondern immer nur Schalke\u201c. Daher bejubelten sie einen Sieg unserer Mannschaft besonders frenetisch, wenn es zu einem Elfmetertor in der letzten Minute kam, dem eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters zugrunde lag. F\u00fcr sie sollte Schalke immer gewinnen. F\u00fcr dieses Ziel waren sie bereit, die Gerechtigkeit zu opfern und unbewusst sogar die Existenz des Fu\u00dfballs als Spiel.&nbsp;<em>Gerechtigkeit und Schiedsrichter mussten stets parteiisch sein<\/em>, immer auf Seiten der Schalker.<\/p>\n\n\n\n<p>Ultras anderer Mannschaften dachten ebenso. Auch sie scherten sich einen knetfeuchten Guano darum, dass ihr Traum vom ewigen Sieg ihrer Mannschaft letztlich den Fu\u00dfball als Spiel verleugnete. Zu verlockend war die Aussicht auf das Ergebnis: nie wieder verlieren, immer und immer wieder Deutscher Meister, Pokalsieger und Sieger in der Champions League. Das ewige Triple.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihre einzige Begeisterung galt ihrem Verein, nicht dem Fu\u00dfball als Spiel mit unbekanntem Ausgang. Ein Fu\u00dfballspiel konnte Ergebnisse bringen, die sie verabscheuten. Nicht der Weg war ihr Ziel, ein nach Regeln gestaltetes Spiel, sondern das schiere Wunschergebnis \u201eSieg\u201c am Ende eines&nbsp;<em>jeden<\/em>&nbsp;Spiels, auch und gerade wenn andere das gegenteilige Ergebnis wollten. Mit genau dieser Einstellung sahen sie allein sich als \u201edie wahren Fans\u201c, die echten Aktivisten. Wer nur ein gutes und faires Fu\u00dfballspiel sehen wollte, war blo\u00df \u201eZuschauer\u201c, aus ihrer Sicht ein Schimpfwort.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4ren da nicht politische Extremisten, die genauso denken wie extreme Fu\u00dfballfans, w\u00e4re diese Metapher ein Fehlgriff. Aber sie ist es nicht, denn genau die gibt es. Sie tr\u00e4umen vom Paradies der Arbeiterklasse, vom muslimischen Gottesstaat oder von immerw\u00e4hrender Harmonie im v\u00f6lkischen Staat. Dieser Traumzustand ist f\u00fcr sie das Ende jeder Ver\u00e4nderung: der Endsieg f\u00fcr Arbeiterklasse, der Himmel f\u00fcr wahre Gl\u00e4ubige oder die Eintracht der Volksgenossen. Dieser utopische Zustand macht sie \u201ewunschlos gl\u00fccklich\u201c, auch wenn er das Ende all ihrer Tr\u00e4ume bedeuten muss, weil dann absolute und ewige Gewissheit herrscht. Das Gute ist endloser Sieger, weiterer Wandel ist nicht erw\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Endzeit-Paradiese sollen immerw\u00e4hrender Alltag werden. F\u00fcr nicht-religi\u00f6se Fanatiker ersetzt das Paradies auf Erden das im Himmel. \u00dcberraschungen sind nicht mehr m\u00f6glich, negative nicht, auch keine positiven. Es gibt keinen besseren Zustand. Alle Andersdenkenden sind bekehrt, besiegt, get\u00f6tet oder versklavt. Endg\u00fcltig! Es herrscht ewiger Frieden nach gnadenlosem Klassen- oder Rassenkampf oder dem heiligen Krieg, ein \u201eparadiesischer Stillstand\u201c. \u201ePer aspera ad astra\u201c: Durch H\u00e4rte (und Gewalt) zu den Sternen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fixierung auf den gl\u00fcckseligen&nbsp;<em>Endzustand<\/em>&nbsp;ist so stark, dass die Philosophie der&nbsp;<em>Bewegung<\/em>&nbsp;dar\u00fcber oft vergessen wird. Rechtsradikale kommen bei ihren Anh\u00e4ngern ohnehin fast ohne eine solche Philosophie aus. Doch nicht nur Rechtsradikalen ist die ideologische Begr\u00fcndung ihres Handelns im Grunde nicht so wichtig. Bezeichnend ist, wie wenige Sozialisten und Kommunisten \u201eDas Kapital\u201c oder die Werke Lenins kennen, wie wenige Islamisten den Koran. Doch alle \u201eAktivisten\u201c wissen um die glorreiche Verhei\u00dfung paradiesischer Verh\u00e4ltnisse am Ende ihres Kampfes.&nbsp;<em>Dieses<\/em>&nbsp;Wissen treibt sie an. Dieses allgewaltige Ziel macht ihre Gerechtigkeit parteiisch, funktionalisiert sie im Interesse ihres Ziels.&nbsp;<em>Justitia ist nicht blind, sie neigt ihre Waage stets f\u00fcr die wahre und einzig richtige Ideologie oder Religion.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>William von Baskerville sagt dazu in \u201eDer Name der Rose\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>: \u201e\u2026nicht um den Glauben geht es, den eine Bewegung anbietet, sondern allein um die Hoffnung, die sie weckt\u201c. Und keiner fragt sich, was passieren soll, wenn der erhoffte Zustand erreicht ist. Wie geht es weiter, wenn am Ende alles \u201enur sch\u00f6n\u201c ist? Wof\u00fcr lebt man dann?<\/p>\n\n\n\n<p>Liberale kennen keine utopische Verhei\u00dfung eines Paradieses, keinen Endzustand und keinen historischen Determinismus. Sie leben im Hier und Jetzt und bleiben der Zukunft gegen\u00fcber offen und skeptisch. Die Zukunft ist f\u00fcr sie kein Paradies und kein Endzustand, sondern der uns noch unbekannte und (hoffentlich!) bessere Zustand, zu dem uns faire Interaktion im Parlament und am Markt f\u00fchren soll, sofern sie liberalen Grunds\u00e4tzen gen\u00fcgen. Diese Grunds\u00e4tze schlie\u00dfen regulierte M\u00e4rkte und demokratische Wahlen ein. Liberale Demokratien finden sich weltweit ebenso in steter Entwicklung wie die Regulierungen der M\u00e4rkte, bei denen Phasen der Deregulierung mit Phasen versch\u00e4rfter Regulierung abwechseln.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Alle Varianten des Liberalismus gleichen sich darin, dass sie sich auf keine konkrete Utopie fixieren, ergebnisoffen sind und \u201eRaum f\u00fcr das Unvorhersehbare\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;lassen. Sie unterscheiden sich jedoch in den Pr\u00e4missen und in der Frage des Eigentums an der Natur, an Informationen sowie in den politischen Verfahrensweisen, aus denen sich verschiedene Formen der Demokratie ergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLiberalismus ist Politik des Wandels\u201c titelte einst Dahrendorf.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Liberale sind immer auf der Suche, einer Suche, die nie ein Ende hat: Die Menschheit kann sich kraft der menschlichen Vernunft verbessern, aber nicht auf einem linearen Pfad zum Himmel auf Erden, sondern nur st\u00fcckweise und erratisch nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Zeitweise kann es sogar zu Verschlechterungen kommen und jede Verbesserung ist nur&nbsp;<em>relative<\/em>&nbsp;Verbesserung, in die neue Fakten, Erkenntnisse oder neue Wertungen einflie\u00dfen. Niemals f\u00fchrt uns das in ein Endzeitparadies. Es gibt nicht&nbsp;<em>das<\/em>&nbsp;allzeit vorgegebene Werturteil eines politischen Dogmas, sondern einen demokratischen Prozess, in den die wandelbaren Meinungen aller einflie\u00dfen, indirekt sogar die nicht-wahlberechtigter Anh\u00e4nger von Protestbewegungen, die als Informationen in den politischen Prozess eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch auch der Liberale kennt Dogmen, allerdings allein auf der Metaebene, also Dogmen \u00fcber Dogmen. Es sind zwei: <\/p>\n\n\n\n<p>1. Habe kein Dogma, in das Du andere hineinzwingst!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2. Dulde kein Dogma, in das andere Dich hineinzwingen!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite liberale Dogma macht Liberale zum Feind totalit\u00e4rer Dogmatiker von rechts und links. Politische und religi\u00f6se Extremisten haben dagegen nicht nur Dogmen \u00fcber Dogmen. Sie haben Dogmen \u00fcber Gott, Menschen, Gesellschaft oder Umwelt, die sie nicht hinterfragen (lassen). Gerecht ist f\u00fcr sie nur, was oder wer Partei f\u00fcr diese objektbezogenen Dogmen ergreift.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Liberalen gibt es dagegen keine parteiische Gerechtigkeit, die eigene Niederlagen verhindert und immer denselben Sieger k\u00fcrt. Gerechtigkeit ist blind, nicht parteiisch wie bei den utopischen Endzeitphilosophien. Da nimmt sie Partei f\u00fcr die Nation, die Arbeiterklasse oder die einzig wahre Religion. Unparteilichkeit ist dort ein Laster, weil sie das Erreichen des eigenen Ziels gef\u00e4hrden kann, bei Liberalen ist sie eine Tugend, weil ein gerechtes Verfahren sozialen Vorrang hat gegen\u00fcber jedem Wunschergebnis eines Einzelnen oder eines Kollektivs, das faire Fu\u00dfballspiel vor dem Sieg der eigenen Mannschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Demokratie sorgt immer wieder f\u00fcr politische Niederlagen eines Liberalen, der Marktprozess f\u00fcr wirtschaftliche Niederlagen, die in Insolvenzen enden k\u00f6nnen. Beide werden akzeptiert um des gerechten Verfahrens willen. Auch dieses Verfahren ist Gegenstand politischer Diskussionen und Ver\u00e4nderungen, wenn sich zeigt, dass deren Folgen von der Mehrheit nicht mehr getragen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die neuen Linken leugnen aber sogar das Mehrheitsprinzip, wenn es eine von ihnen postulierte moralische \u00dcberlegenheit gef\u00e4hrdet. Ihre Methode ist so einfach wie durchsichtig: Die Mehrheit diskriminiert stets die Minderheit, macht sie zum Opfer. \u201eDiese Umwertung eines statistischen in einen moralischen Begriff dient auch dazu, quantitative Unterrepr\u00e4sentation in Diskriminierung umzudeuten und daraus moralische und rechtliche Anspr\u00fcche abzuleiten. \u2026 Die daraus entstehenden Konflikte zwischen verschiedenen Minorit\u00e4ten sind in einer pluralistischen Gesellschaft jedoch nur durch einen allm\u00e4chtigen Regelungsstaat aufl\u00f6sbar. Dessen autorit\u00e4rer Gestus wird noch dadurch gest\u00e4rkt, dass er nicht im Namen schlichter Macht agiert, sondern als H\u00fcter der \u00fcberlegenen Minorit\u00e4tenmoral.\u201c<sup>&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Dem so in seiner Macht gest\u00e4rkten Staat f\u00e4llt die Aufgabe zu, das moralische Recht der Minderheiten durchzusetzen, auch zu Lasten der Mehrheit. Das geschieht beispielsweise durch Quoten, aber auch durch gesetzliche Regelungen, die es Minderheiten erlauben, demokratische Mehrheitsentscheidungen endlos zu blockieren. Mit Minderheitenschutz durch die Mehrheit hat das nichts mehr zu tun: Hier wedelt der Schwanz mit dem Hund. Die Mehrheit wird moralisch und faktisch zum Underdog.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie weit dies heute schon in die politischen Prozesse der Volksparteien eingedrungen ist, zeigt sich an den Quotenregelungen f\u00fcr eine \u201egef\u00fchlte Minderheit\u201c: die Frauen. Wo die Frauen in der faktischen Minderheit sind, wird quotiert. Und zwar nicht nach den jeweiligen Gruppen, die repr\u00e4sentiert werden sollen, sondern nach der Gesellschaft insgesamt. So sollen im Aufsichtsrat einer Unternehmung 50% Frauen sitzen, auch wenn in der Aktion\u00e4rsversammlung nur 10% vertreten sind, obwohl der Aufsichtsrat diese Versammlung und nicht die Gesellschaft als Ganzes repr\u00e4sentiert. Wenn man so will, ist das eine Vorstufe einer Vergesellschaftung der gro\u00dfen Unternehmen, weil der Ma\u00dfstab hier aus der Gesamtgesellschaft abgeleitet wird. Abgesehen davon, dass es beim Sitz im Aufsichtsrat ankommt, was jemand im Kopf hat, nicht zwischen den Beinen, r\u00e4umt die Quote im Beispiel der weiblichen Aktion\u00e4rs<em>minderheit<\/em>&nbsp;eine neunfach h\u00f6here Chance auf einen Aufsichtsratsposten ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der demokratische Prozess f\u00fchrt derzeit unter dem Anspruch feministischer Emanzipationsvorstellungen zu solch fragw\u00fcrdigen Ver\u00e4nderungen. Doch was sich an Widerstand gegen geltende Zust\u00e4nde aufgestaut hat, bricht sich auch hier nur langsam und friedlich Bahn, statt in einer gewaltsamen Revolution aufzuflammen. Politischer Stau wird allm\u00e4hlich abgelassen, statt den Damm zu \u00fcberfluten und mit sich fortzurei\u00dfen. Der Liberalismus ist ein Modell f\u00fcr politischen Frieden&nbsp;<em>jetzt<\/em>, nicht erst, wenn die Feinde des eigenen Dogmas besiegt sind, wie das Klassen- oder Rassenkampf und \u201eheiliger Krieg\u201c vorsehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re freilich naiv zu glauben, der liberale Staat sei durch seine politische Flexibilit\u00e4t und Elastizit\u00e4t in seinem Bestand gesichert oder er sei, nachdem einmal erreicht, der nat\u00fcrliche Endpunkt jeder politischen Entwicklung, weil der Druck auf dem politischen Kessel jederzeit ohne Explosion entweichen kann. Diesen Glauben widerlegen die derzeitige Tendenz, die \u201emoralischen Rechte\u201c der Minderheiten \u00fcber die der politischen Mehrheit zu stellen, gestaffelt nach \u201eOpferpunkten\u201c, die man nach dem Grad gef\u00fchlter Diskriminierung sammelt<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>, aber auch die R\u00fcckkehr der autorit\u00e4ren M\u00e4nner, von Erdo\u01e7an \u00fcber Orban bis Putin, und der steril gebliebene Arabische Fr\u00fchling.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Daher muss ein aufgekl\u00e4rter Liberalismus wehrhaft sein gegen\u00fcber autorit\u00e4ren Tendenzen, die ihn zu beseitigen suchen, und&nbsp;<em>begeisterungsf\u00e4hig<\/em>, wenn es gilt, den liberalen Staat zu etablieren und zu sch\u00fctzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Begeisterungsf\u00e4higkeit mangelt dem Liberalen allzu oft. Denn Begeisterung braucht starke \u00dcberzeugungen, Emotionen und Utopien. Extremistische Heilsvisionen sind voll davon, voll zauberhafter Illusionen und Tr\u00e4ume; liberale Visionen wabern dagegen im Nebel der Ungewissheit. Linke, rechte und religi\u00f6se Extremsten wollen ihre traumhafte Utopie auch mit Gewalt gegen jeden Widerstand durchsetzen: \u201eRechte und Linke wissen genau, wie die Welt auszusehen hat, wie eine Gesellschaft funktionieren muss und was gut f\u00fcr andere Menschen ist. Diesem Hochmut und dieser Anma\u00dfung des Wissens setzt der Liberale die Demut entgegen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;Denn Liberale sprechen&nbsp;<em>niemanden<\/em>&nbsp;das Recht zu, den einzig gerechten Endzustand zu kennen und diesen anderen vorzuschreiben.&nbsp;<em>Auch nicht sich selbst!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Damit kommt der Liberale im Vergleich zum extremistischen Alleswisser unentschlossen, ambivalent, aber auch bescheiden daher. Er akzeptiert Unsicherheit beim gegenw\u00e4rtigen Stand seines Wissens, ja er f\u00fchrt sogar einen Kampf gegen die \u201eAnma\u00dfung von Wissen\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Dagegen hat mancher Extremist den endg\u00fcltigen Zustand seiner Erkenntnis schon erreicht, weit vor der definitiven Ankunft in seinem Paradies. Er hat das wahre Dogma und die richtige Gesinnung. Er muss nicht lernf\u00e4hig sein, er darf es nicht einmal, weil ihn Lernf\u00e4higkeit von seinem Ziel abbringt. Besonders extrem ist das bei religi\u00f6sen Fanatikern, deren Wissen direkt von Gott kommt und daher keinerlei weltliche Zweifel oder Widerspr\u00fcche duldet. Diese innere \u00dcberzeugung stattet die Paradiesgl\u00e4ubigen mit einer Begeisterung aus, die skeptischen Liberalen fehlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich kann man auch als Liberaler&nbsp;<em>meinen<\/em>, einen paradiesischen Endzustand zu kennen. Sicher sollte man als Liberaler politische Nah- und Fernziele, sogar individuelle Utopien haben. Aber \u201edie Vordenker des Liberalismus verzichten bewusst auf&nbsp;<em>allgemeine<\/em>&nbsp;Zukunftsentw\u00fcrfe. Ihr Ziel ist es, die Zukunft offen zu halten\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Der Liberalismus l\u00e4sst Raum f\u00fcr&nbsp;<em>viele<\/em>&nbsp;individuelle Zukunftsvisionen, vorausgesetzt sie verzichten darauf, sich mit Gewalt durchzusetzen. Diesen Gewalt-Anspruch erheben jedoch extremistische Visionen, weil in ihnen eine Heilsbotschaft&nbsp;<em>f\u00fcr alle<\/em>&nbsp;Menschen liegt, die gegen jeden Widerstand durchzusetzen ist. Wer diese Botschaft nicht h\u00f6rt oder h\u00f6ren will, muss bekehrt oder vernichtet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Liberale endet das Recht auf eine eigene Zukunftsvision dagegen in der Freiheit der anderen, anderes oder anders zu denken und anders zu sein. Liberale richten den Blick nicht auf ein einziges Ende, sondern auf Regeln des Umgangs, die mehrere und im Vorhinein unbekannte Ergebnisse m\u00f6glich machen. Sie machen den Weg zum Ziel. Oder um es mit obiger Metapher zu sagen: Sie lieben den Fu\u00dfball mit seinen ungewissen Ausg\u00e4ngen mehr als den ewigen Sieg der eigenen Mannschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist die liberale Toleranz gegen\u00fcber der Ungewissheit der Zukunft, die Einsicht in menschliche Fehlbarkeit und die Akzeptanz&nbsp;<em>mehrere<\/em>r L\u00f6sungen, die linken, religi\u00f6sen oder rechten Fanatikern fremd ist und ihnen Angst macht. Sehr fein analysiert das Umberto Eco (Der Name der Rose) in einem Zwiegespr\u00e4ch zwischen William von Baskerville und seinem religi\u00f6s-dogmatisch infiltrierten Adlatus Adson von Melk, zugleich der fiktive Erz\u00e4hler. Der fragt William<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e\u2018Demnach habt Ihr nicht eine einzige Antwort auf alle Fragen?\u2018&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2018Lieber Adson, wenn ich eine h\u00e4tte, w\u00fcrde ich in Paris Theologie lehren (bei den damaligen christlichen Dogmatikern und Fundamentalisten)\u2018<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aUnd in Paris haben sie immer die richtige Antwort?\u2018<\/p>\n\n\n\n<p>;Nie\u2018, sagte er fr\u00f6hlich, \u201aaber die glauben sehr fest an ihre Irrt\u00fcmer.\u2018<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aUnd Ihr\u2018, bohrte ich weiter mit kindischer Impertinenz, \u201aIhr begeht nie Irrt\u00fcmer?\u2018<\/p>\n\n\n\n<p>\u201aOft\u2018, strahlte er mich an, \u201aaber statt immer nur ein und denselben zu konzipieren, stelle ich mir lieber viele vor und werde so Sklave von keinem\u2018.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich hatte allm\u00e4hlich den Eindruck, dass William \u00fcberhaupt nicht ernsthaft an der Wahrheit (F\u00fcr ihn als Dogmatiker ist die absolut!) interessiert war \u2026. Stattdessen am\u00fcsierte er sich damit, so viele Wahrheiten wie m\u00f6glich zu ersinnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann beginnt Adson, \u00fcber eine L\u00f6sung nachzudenken, die allen Dogmatikern einf\u00e4llt, die sich mit solch \u201eliberalen Ungeheuerlichkeiten\u201c konfrontiert sehen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn diesem Moment, ich gestehe es, verzweifelte ich an meinem Meister und ertappte mich unwillk\u00fcrlich bei dem Gedanken: \u201aGar nicht so schlecht, dass die Inquisition gekommen ist!\u2018 Jawohl ich ergriff Partei f\u00fcr den Wahrheitsdurst (nach der einzig denkbaren Wahrheit!), der einen Mann wie (den Inquisitor) Bernard Gui erf\u00fcllte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Da schreit Adson innerlich nach der Gedankenpolizei, weil William nicht an&nbsp;<em>Adsons einzige<\/em>&nbsp;Wahrheit glaubt, die der Dogmatiker in ihm allen Menschen vorschreiben will. Feindes- und Todeslisten, die unter Rechtsradikalen kursieren und 25.000 Namen enthalten sollen, Morddrohungen von links gegen unliebsame Abgeordnete<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;und Attentate religi\u00f6ser Fanatiker sind extremer Ausdruck dieser Haltung. Da geht es nicht mehr um verbale Ma\u00dfregelung, sondern um Anwendung von Gewalt und um Ermordung Andersdenkender.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo es Fundamentalismus gibt, da gilt Freiheit als Bedrohung, nicht als Verhei\u00dfung. Da gibt es&nbsp;<em>Inquisition<\/em>, selbst wenn diese STASI, GESTAPO oder \u201eAusschuss f\u00fcr die Verbreitung der Tugend und Verhinderung von Lastern\u201c hei\u00dft. Dabei werden Andersdenke gezwungen, den eigenen Regeln zu folgen, in der \u00d6ffentlichkeit Saudi-Arabiens auch Nichtmuslime zur Einhaltung muslimischer Vorschriften angehalten<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>. In Belgien wurde die \u201ePartei Islam\u201c mit dem Ziel in regionale Parlamente gew\u00e4hlt, einen \u201e100 Prozent reinen islamischen Staat wie zur Zeit unseres lieben Propheten Mohammed\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;zu errichten, mit der Scharia f\u00fcr&nbsp;<em>alle<\/em>&nbsp;Belgier und plakativ mit der Forderung, M\u00e4nner und Frauen im \u00f6ffentlichen Nahverkehr zu trennen. In Deutschland gab es \u00e4hnliche Versuche einer \u201eScharia-Polizei\u201c, die sich sp\u00e4ter harmloser \u201ePro Halal\u201c nennt<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>, aber \u00e4hnliche Ziele verfolgt. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Habe ich christliche Fundamentalisten ausgelassen? Mit purer Absicht! \u201eKreuzfahrer\u201c, die von muslimischen Fundamentalisten noch nach 800 Jahren als Gegner ihres \u201eheiligen Krieges\u201c ausgerufen werden, (fr)essen heute zwar immer noch Schweinefleisch und saufen sich die Hucke voll, aber sie tun das auf gro\u00dfen Schiffen, richten damit aber fast ebenso viel Schaden an wie damals. Doch im Vergleich zu muslimischen Fundamentalisten spielen christliche Fundamentalisten machtpolitisch derzeit keine gro\u00dfe Rolle. Aber die Gefahr steigt, wenig \u00fcberraschend vor allem au\u00dferhalb des aufgekl\u00e4rten Europas, in den USA oder j\u00fcngst in Brasilien.<\/p>\n\n\n\n<p>Allen Radikalen ist gemein, dass sie ihren Zweck moralisch \u00fcber alle Mittel stellen und \u00fcber alle Rechte anderer Menschen. Alle Radikalen eint die explosive Bewegung ihrer \u201eAktivisten\u201c in die absolute und endg\u00fcltige Erstarrung: ihre jeweilige Utopie. Da bleibt f\u00fcr die Wahl der&nbsp;<em>ansonsten beliebigen<\/em>&nbsp;Mittel nur das Kriterium, wie geeignet sie sind, diese Utopie schnell und effizient zu erreichen. Dabei setzen sich meist die Radikalsten durch, weil sie das Prinzip \u201eDer Zweck heiligt die Mittel\u201c konsequenter umsetzen als von moralischen Skrupeln geplagte Moderate. Die Revolution frisst ihre Kinder, vor allem ihre moderaten. Das lehrt uns schon die Franz\u00f6sische Revolution.<\/p>\n\n\n\n<p>Das paradiesische Ziel und die Anma\u00dfung absoluten Wissens erzeugen bei Extremisten eine Leidenschaft, die Liberalen fremd ist. Denn Liberalismus ist eine \u201eAnti-Ideologie\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;Liberale \u00fcberantworten die Zukunft dem demokratischen Prozess und stellen \u201e<em>eine<\/em>&nbsp;L\u00f6sung f\u00fcr alle\u201c grunds\u00e4tzlich in Frage. Liberale Zweifler glauben stattdessen an die Notwendigkeit, Instrumente bereitzustellen, welche die Gesellschaft in die Lage versetzen, eine f\u00fcr alle ungewisse Zukunft friedlich zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr sollen insbesondere Demokratie und Marktwirtschaft eingesetzt werden, erstere mit Gewaltenteilung<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>, letztere mit dem Markt als Mittel zur Verteilung knapper Ressourcen. \u00dcber die Knappheit bestimmt neben der nat\u00fcrlichen Begrenztheit der Ressourcen der gesetzliche Rahmen, der Produktion oder Handel verbietet (harte Drogen) oder H\u00f6chstmengen festsetzt (CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df). Demokratie und Marktwirtschaft haben allein \u201edienende Funktion\u201c. Sie sollen helfen, flexible L\u00f6sungen f\u00fcr eine ungewisse Zukunft zu erm\u00f6glichen. Gewaltfrei und ohne Zwang!<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;Das ist ein Unterschied zu Polit-Hooligans der Extremen, die davon tr\u00e4umen, ihre Gegner zu erschie\u00dfen oder in die Zwangsarbeit zu schicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Extremisten unterstellen den (Neo-)Liberalen, ihren Mitmenschen jede Sicherheit zu rauben, \u201edie notwendig f\u00fcr ein planbares Leben ist\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Als habe vor diesem \u201eRaub\u201c ein Zustand der Sicherheit geherrscht und als b\u00f6ten extreme Linke oder Rechte den Menschen echte Sicherheit durch Abschaffung von Markt und Wettbewerb oder gar von Demokratie. Zwar haben \u201edie beiden deutschen Diktaturen des 20. Jahrhunderts \u2026 soziale Sicherheit gegen politische Freiheit ausgespielt.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;Aber mehr Sicherheit gibt es im (national-)sozialistischen System allenfalls f\u00fcr Gleichgesinnte, f\u00fcr Andersdenkende vermindert sie sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Adelsherrschaft war es da kaum anders: Autorit\u00e4re Systeme bieten, solange das System existiert, Sicherheit nur denen, die linientreu sind und bleiben. F\u00fcr alle anderen ist das Leben unsicherer. Zugleich ist das System der Staatsversicherung, des gro\u00dfen Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit, zur Insolvenz verdammt. Der sozialistische Versuch, linientreue Aktivisten gegen (fast) alle Lebensumst\u00e4nde zu versichern, befreit von individueller Verantwortung und f\u00fchrt zum verantwortungslosen Umgang mit knappen Ressourcen. Dies bewirkte auch, dass die reale DDR das Endziel eines Arbeiterparadieses nicht einmal n\u00e4herungsweise erreichen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Was aber hat der Liberale den paradiesischen Utopien des rechten Nationalstaats, der weltumgreifenden Internationalen oder dem Gottesstaat entgegenzusetzen? Gar nichts! Denn \u00fcber die konkrete Zukunft kann und will er nicht allein oder kraft seiner Ideologie entscheiden. Er akzeptiert die Zukunft als Ergebnis eines ungewissen Prozesses, der zwar feste Verfahrensregeln kennt, aber kein festes Ergebnis.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Liberale erkennt diese Regeln sogar bei und nach politischen und wirtschaftlichen Niederlagen an. Er verhei\u00dft kein nationales, religi\u00f6ses oder sozialistisches Paradies, das er allen anderen zwangsweise verordnen will. Das w\u00fcrde den Liberalismus ad absurdum f\u00fchren. Es gibt kein liberales Dogma \u00fcber einen perfekten Endzustand, aber es gibt liberale Dogmen \u00fcber freiheitliche und gerechte Verfahrensweisen im Hier und Jetzt. Es geht dabei nicht um den Inhalt einer Debatte, sondern um die Form, in der sie gef\u00fchrt wird. In diesem Punkt k\u00f6nnen sogar Liberale unerbittlich sein. Denn:&nbsp;<em>Wahrhafte Demokratie muss wehrhafte Demokratie sein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Daher \u00fcberrascht es nicht, wenn Friedrich August von Hayek, einer der gro\u00dfen Protagonisten des Liberalismus beklagt<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir m\u00fcssen das Erschaffen einer freien Gesellschaft wieder zum intellektuellen Abenteuer, einer mutigen Tat machen. Uns fehlt (dazu) ein liberales Utopia, ein Programm, das weder eine reine Verteidigung des Status Quo noch eine verw\u00e4sserte Form des Sozialismus zu sein scheint, sondern ein wahrer liberaler Radikalismus, der die Empfindlichkeiten der M\u00e4chtigen (inklusive der Gewerkschaften) nicht scheut, der nicht allzu streng praktisch orientiert ist, und er sich nicht auf das beschr\u00e4nkt, was heute politisch machbar scheint.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hayek sieht das Problem, nennt aber keine L\u00f6sung. Das verf\u00fchrt manche zu der Behauptung der Liberalismus sei \u201einhaltlich leer\u201c. \u201eIhm fehlt das endg\u00fcltige Ziel, der Punkt am ideologischen Horizont, an dem er sich orientieren kann. Der Liberalismus meint irgendwie alles und nichts.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Er \u201ehat den gro\u00dfen Nachteil, dass er dem W\u00e4hler gar nichts anbietet. Der Liberalismus gibt dem Menschen einen Stups und sagt: \u201aHier hast du deine Freiheit, mit der musst du etwas anfangen. Wir k\u00f6nnen Dir nichts an belastbaren Inhalten anbieten\u2018. Entscheidend w\u00e4re dann: Wie kann man dieses Nicht-Angebot irgendwie politisch attraktiv machen?\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein \u201eliberales Utopia\u201c im Sinne von Hayek scheinen die Chancen daher schlecht. Doch so schwer sind seine Bedingungen f\u00fcr ein Abenteuer \u201eLiberalismus\u201c gar nicht zu erf\u00fcllen: 1. Keine unkritische Verteidigung des Status Quo. 2. Keine R\u00fccksicht auf Empfindlichkeiten der M\u00e4chtigen. 3. Keine verw\u00e4sserte Form des Sozialismus. 4. Nicht auf das beschr\u00e4nkt, was heute politisch machbar erscheint: <\/p>\n\n\n\n<p>1. Angesichts akuter Bedrohungen der Freiheit durch private und staatliche Macht \u00fcberall auf der Welt, kommt eine unkritische Verteidigung des Status Quo f\u00fcr einen Liberalen ohnehin nicht in Frage. Zu fortgeschritten sind die Bedrohungen der liberalen Gesellschaft weltweit, insbesondere durch einen auf moralischen \u00dcberlegenheit von Minderheiten gest\u00fctzten Hyperetatismus, durch die Kontrolle im Internet, durch populistische Str\u00f6mungen und durch links- und rechtsradikale sowie durch fundamental religi\u00f6se Str\u00f6mungen. <\/p>\n\n\n\n<p>2. Soweit sich M\u00e4chtige offen gegen den Liberalismus wenden, kann die Antwort nur passiver und aktiver Widerstand sein. Schwieriger ist der Umgang mit den W\u00f6lfen im Schafspelz, die sich liberal nennen und geben, damit aber nur die eigene Freiheit meinen und nur eigene Interessen durchsetzen. Hier muss sich der Liberale zum Teil gegen Leute in den eigenen Reihen stark machen. <\/p>\n\n\n\n<p>3. F\u00fcr den Liberalen ist Leben Ver\u00e4nderung und permanente Entwicklung. Der Sozialismus will Ergebnisse des Handelns von Vornherein festlegen oder im Nachhinein so korrigieren, dass sie seinem ideologischen Gerechtigkeitsma\u00df gen\u00fcgen. Dem Liberalismus geht es dagegen um Fairness bei Startchancen und beim Zustandekommen der Ergebnisse, um die Entwicklung der Regeln, die zu anerkannten Resultaten f\u00fchren und die, wie das Ergebnis eines Fu\u00dfballspiels, nur selten durch nachtr\u00e4gliche Eingriffe korrigiert werden (m\u00fcssen).<\/p>\n\n\n\n<p>Zentraler Gerechtigkeitsbegriff au\u00dferhalb des Liberalismus ist die distributive Gerechtigkeit, die jedem seinen Teil nach gewillk\u00fcrten Ma\u00dfst\u00e4ben autorit\u00e4r zuweist, zentraler Gerechtigkeitsbegriff im Liberalismus ist eine kommutative Gerechtigkeit, die jedem den Teil l\u00e4sst, den er unter gerechten Regeln in gegenseitiger Abstimmung mit anderen erworben hat (Neschle 10). Eine \u201everw\u00e4sserte Form des Sozialismus\u201c entsteht daher, wenn Ergebnisse im Nachhinein ver\u00e4ndert werden, statt Ausgangsbedingungen und Regeln f\u00fcr deren Zustandekommen zu \u00e4ndern. Darin muss der&nbsp;<em>liberale<\/em>Schwerpunkt liegen. <\/p>\n\n\n\n<p>4. Liberales Denken in Diktaturen, in der G\u00fcnstlingswirtschaft eines Crony Capitalism oder in (neo-)feudalen Strukturen durchzusetzen, ist heute politisch kaum machbar, in China und Nordkorea noch viel schwerer als in der T\u00fcrkei oder den USA. Dazu tragen auch die Kontrollinstrumente der Informationsgesellschaft bei. Sie gef\u00e4hrden die liberale Gesellschaft in einer nie gekannten Weise und ein einem bislang unvorstellbaren Ausma\u00df. Auch wenn es politisch kaum machbar scheint, versuchen es hier die Regenschirme von Hongkong.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer angesichts dessen nicht versteht, warum Liberalismus heute ein Abenteuer ist, das gro\u00dfen Mut erfordert, der auch h\u00e4lt die friedlichen Proteste der Ostdeutschen zur Wende, die von Whistleblowern, die Machtmissbrauch \u00f6ffentlich machen, und die j\u00fcngsten Proteste in Belarus f\u00fcr Taten von Schlappschw\u00e4nzen. Da aber findet man sie: die Vorbilder f\u00fcr eine liberale Utopie, eine friedliche Fortentwicklung einer Gesellschaft m\u00fcndiger B\u00fcrger in Freiheit.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer kritischen Sicht k\u00f6nnte die liberale Utopie auch eine \u201eW\u00e4chterfunktion\u201c sein, welche die ideologischen Masterpl\u00e4ne der Linken, der Rechten oder religi\u00f6ser Extremisten infrage stellt. Aggressiver und mit positiver Orientierung man k\u00f6nnte fragen, ob der Liberalismus tats\u00e4chlich \u201einhaltlich leer\u201c ist, wenn er f\u00fcr faire Ausgangsbedingungen und ein faires Regelwerk steht, nach dem politisch gehandelt wird? Genau da verweigern n\u00e4mlich andere politische Ideologien die Inhalte und ersetzen sie durch Dirigismus oder gewaltsamen Kampf.&nbsp;<em>Das Problem der Liberalen ist nicht, dass sie keine Inhalte haben, sondern dass sich diese Inhalte nicht in erster Linie auf materielle Forderungen richten, sondern vor allem auf faire Verfahrensregeln.<\/em>&nbsp;Sie versagen jedoch daran, dies anderen deutlich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsicheren Menschen scheint das nicht zu gen\u00fcgen. Sie suchen Visionen von einem Paradies und folgen bereitwillig den Vision\u00e4ren, die ein solches Paradies vor sich und anderen sehen. Selbst die abstrusesten Endzeitphantasien sind f\u00fcr sie besser als die Verhei\u00dfung eines ungewissen Lebens in Freiheit. Wer ein gl\u00fccksverhei\u00dfendes Schlaraffenland als politische Richtschnur braucht, w\u00e4hlt extrem links, extrem rechts oder schlie\u00dft sich einer fundamental religi\u00f6sen Str\u00f6mung an. Er h\u00e4lt es nicht aus, liberal zu sein, weil eine liberale Verfassung seinem Endziel im Wege steht und weil sie ihm st\u00e4ndige Frustrationstoleranz im Umgang mit Niederlagen abverlangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Liberale k\u00f6nnte freilich mehr von der Leidenschaft solcher Bewegungen gebrauchen. Denn \u201eDurch die Leidenschaften lebt der Mensch; durch die Vernunft existiert er blo\u00df\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>&nbsp;Leidenschaft kann jedoch Vernunft nicht ersetzen und Vernunft nicht Leidenschaft.&nbsp;<em>Leidenschaft ist der Motor, Vernunft das Steuer.<\/em>&nbsp;<em>Ohne Vernunft geht eine Bewegung in die Irre, ohne Leidenschaft bleibt sie antriebslos<\/em>.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kann die Begeisterung f\u00fcr den Fu\u00dfball mit seinen ungewissen Ergebnissen dieselbe Leidenschaft entfachen wie die f\u00fcr einen Verein, von dessen immerw\u00e4hrenden Siegen man tr\u00e4umt? Gibt es Fu\u00dfball-Ultras neben Vereins-Ultras? Wohl kaum! Woher sollen da die Tr\u00e4ume und Visionen kommen? Von verbesserten Abseitsregeln oder Videokontrollen sicher nicht. Dennoch ist es der Fu\u00dfball, der alle Vereinstr\u00e4umereien von Hooligans \u00fcberlebt und all die Vereine, die l\u00e4ngst das Rampenlicht verlassen haben, obwohl ihre Ultras von immerw\u00e4hrenden Siegen tr\u00e4umten.<a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn30\"><sup>[30]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ist das schlecht oder gut, dass der Fu\u00dfball als System jeden Verein \u00fcberleben kann und die Republik jede Partei? Wie sollten Fu\u00dfballfreunde mit dem Fanatismus der Vereinsanh\u00e4nger umgehen, wie Liberale mit dem Fanatismus ihrer Gegner?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwie glaubt der Liberale ja immer, dass sich die Vernunft durchsetzt. Wie der Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Der hat sich dezidiert f\u00fcr Vernunft in der Politik ausgesprochen. Er weist der Leidenschaft aber einen noch wichtigeren Platz zu: Die Leidenschaft geh\u00f6rt nach seiner Ansicht auf die Metaebene. Sie soll uns zur Vernunft antreiben:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIn der Politik hat keine Emotion und keine Leidenschaft Platz au\u00dfer der Leidenschaft zur Vernunft.\u201c<sup>&nbsp;<\/sup><\/em><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftn31\"><sup>[31]<\/sup><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ein liberaler Sozialdemokrat weist hier den Weg f\u00fcr eine&nbsp;<em>liberale Leidenschaft<\/em>: Nicht Leidenschaft&nbsp;<em>statt<\/em>Vernunft, wie bei Ultras und Extremisten, sondern Leidenschaft&nbsp;<em>f\u00fcr<\/em>&nbsp;Vernunft.&nbsp;<em>Diese<\/em>&nbsp;Leidenschaft verlangt kompromisslose Aufdeckung aggressiver Dummheit, gef\u00e4hrlicher Spinnerei, moralischer \u00dcberheblichkeit und gutmenschlicher Bevormundung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. stellvertretend f\u00fcr alle Liberalen: Der neuen FDP fehlt eine Seele.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-01\/liberalismus-fdp-christian-lindner-dreikoenigstreffen\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/\/2018-01\/liberalismus-fdp-christian-lindner-dreikoenigstreffen<\/a>. (10.11.19) Doch das ist kein \u201eneues\u201c Ph\u00e4nomen f\u00fcr den Liberalismus. Es ist eine Erbs\u00fcnde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu Alexander Kissler, Alexander Marguier, Christoph Schwennicke, Der Kampf um den Kanon, in: Cicero 06 2019, S. 16-27.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu selbstkritisch Jan Korte, Neoliberalismus: Wir brauchen eine General\u00fcberholung linker Politik.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-03\/neoliberalimus-die-linke-jan-korte-kritik-opfer\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-03\/neoliberalimus-die-linke-jan-korte-kritik-opfer<\/a>. (23.01.20).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;Jan Fleischhauer, Die neuen Puritaner von links: Wenn selbst der Barkeeper zum Feind wird,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/schwarzer-kanal\/der-schwarze-kanal-unsere-puritaner-von-links_id_11273958.html\">https:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/schwarzer-kanal\/der-schwarze-kanal-unsere-puritaner-von-links_id_11273958.html<\/a>. (20.01.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;Wem vor abstrusen Texten nicht bange ist, der lese: ohne Verfasser, Neoliberalismus und Marktradikalit\u00e4t,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sikkimoto\/neoliberalismus-und-marktradikalismus\">https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sikkimoto\/neoliberalismus-und-marktradikalismus<\/a>. (16.01.20) Zwei Beispiele, das erste f\u00fcr die Einordnung des Neoliberalismus, das zweite f\u00fcr seine angeblichen Machenschaften: \u201eBezogen auf die Wirtschaftswissenschaften stellt der Neo-Liberalismus die Schnittstelle dar zwischen schlechter \u00d6konomie und offenem Lobbyismus\u201c. \u2013 \u201cDie Sicherheit der Restbev\u00f6lkerung darf vor allem nichts kosten. Deswegen ist der Neoliberalismus gerne bereit, Befugnisse f\u00fcr Polizei und Geheimdienste immer weiter auszudehnen, aber niemals f\u00fcr ausreichende Personalst\u00e4rke im Streifendienst zu sorgen.\u201c (Zwei Zeichensetzungsfehler korrigiert,)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;Umberto Eco, Der Name der Rose, M\u00fcnchen, Wien 1982, S. 258 (Rechtschreibung angepasst!).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu auch&nbsp;&nbsp;Andreas Reckwitz, Liberalismus- ein Ordnungsruf.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2019\/47\/liberalismus-regulierungen-dynamisierung-demokratie-nationaloekonomie\">https:\/\/www.zeit.de\/2019\/47\/liberalismus-regulierungen-dynamisierung-demokratie-nationaloekonomie<\/a>.(20.01.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;Karen Horn, Friedrich August von Hayek: Wider die Anma\u00dfung von Wissen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-weltverbesserer\/friedrich-august-von-hayek-wider-die-anmassung-von-wissen-12605023.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-weltverbesserer\/friedrich-august-von-hayek-wider-die-anmassung-von-wissen-12605023.html<\/a>. (01.02.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;Ralf Dahrendorf, Liberalismus ist Politik des Wandels. Es gibt einen Platz f\u00fcr eine liberale Partei in der Bundesrepublik.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1983\/02\/liberalismus-ist-politik-des-wandels\/seite-2\">https:\/\/www.zeit.de\/1983\/02\/liberalismus-ist-politik-des-wandels\/seite-2<\/a>. (02.02.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;Alexander Grau, Liberalismus ade: Wie der moderne Hyperindividualismus zum Hyperetatismus f\u00fchrt,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/liberalismus-ade-oder-ueber-das-krux-der-minderheiten-ld.1561505\">https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/liberalismus-ade-oder-ueber-das-krux-der-minderheiten-ld.1561505<\/a>. (18.08.2020)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;Siehe dazu Ren\u00e9 Scheu, Die zersplitterte Gesellschaft: Warum wir uns wie Stammeskrieger geb\u00e4rden,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/geschlecht-sexuelle-orientierung-ethnie-der-neue-kulturkampf-ld.1539066?reduced=true\">https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/geschlecht-sexuelle-orientierung-ethnie-der-neue-kulturkampf-ld.1539066?reduced=true<\/a>. (18.08.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;Siehe dazu Eduard Kaeser, Das Zeitalter der starken M\u00e4nner \u2013 \u00fcber den naiven Liberalismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/das-zeitalter-des-starken-mannes-ueber-den-naiven-liberalismus-ld.1408598\">https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/das-zeitalter-des-starken-mannes-ueber-den-naiven-liberalismus-ld.1408598<\/a>. (28.11.19)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>&nbsp;<a href=\"https:\/\/blogs.faz.net\/whatsleft\/2015\/09\/05\/liberale-muessen-behutsam-sein-329\/\">https:\/\/blogs.faz.net\/whatsleft\/2015\/09\/05\/liberale-muessen-behutsam-sein-329\/<\/a>. (09.01.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;Mit Betonung darauf von Hayek:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-weltverbesserer\/friedrich-august-von-hayek-wider-die-anmassung-von-wissen-12605023.html?service=printPreview\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/die-weltverbesserer\/friedrich-august-von-hayek-wider-die-anmassung-von-wissen-12605023.html?service=printPreview<\/a>. (04.11.2019)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a>&nbsp;Ralf F\u00fccks, Wir brauchen eine Erneuerung des Liberalismus,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article183038312\/FDP-Wir-brauchen-eine-Erneuerung-des-Liberalismus.html\">https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article183038312\/FDP-Wir-brauchen-eine-Erneuerung-des-Liberalismus.html<\/a>. (22.1.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a>&nbsp;Umberto Eco, Der Name der Rose, M\u00fcnchen, Wien 1982, S.391f. (Rechtschreibung angepasst; Zus\u00e4tze in Klammern)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a>&nbsp;Siehe&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2019-07\/todeslisten-rechtsextremismus-behoerden-umgang-faq\">https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2019-07\/todeslisten-rechtsextremismus-behoerden-umgang-faq<\/a>. (05.09.2019) und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bild.de\/regional\/stuttgart\/stuttgart-aktuell\/judith-skudelny-bedroht-linksextreme-schicken-patrone-an-politikerin-67005184.bild.html\">https:\/\/www.bild.de\/regional\/stuttgart\/stuttgart-aktuell\/judith-skudelny-bedroht-linksextreme-schicken-patrone-an-politikerin-67005184.bild.html<\/a>. (02.01.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;Siehe&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Islamische_Religionspolizei\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Islamische_Religionspolizei<\/a>. (05.09.2019)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a>&nbsp;Ohne Verfasser, Partei Islam will einen islamischen Staat errichten und die Scharia einf\u00fchren \u2013 mitten in Europa,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/partei-islam-will-in-belgien-einen-islamischen-staat-errichten-8399152.html\">https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/partei-islam-will-in-belgien-einen-islamischen-staat-errichten-8399152.html<\/a>. (06.10.2019)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;Siehe&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/staedte\/duesseldorf\/scharia-polizei-laeuft-jetzt-als-pro-halal-durch-duesseldorf-id9809860.html\">https:\/\/www.nrz.de\/staedte\/duesseldorf\/scharia-polizei-laeuft-jetzt-als-pro-halal-durch-duesseldorf-id9809860.html<\/a>, (05.09.2019)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu Alexander Grau, Wie der Liberalismus die Freiheit zerst\u00f6rt.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/liberalismus-krise-freiheit-politik\/plus\">https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/liberalismus-krise-freiheit-politik\/plus<\/a>. (20.04.2010)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a>&nbsp;Vgl. dazu den Teil \u00fcber den Verfassungsliberalismus im Wikipedia-Artikel \u201eLiberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus<\/a>. (23.03.20)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a>&nbsp;Zur grundlegenden Bedeutung der \u201eAbwesenheit jeglicher Gewalt und jedes Zwangs\u201c vgl. den Abschnitt \u201ePolitische Philosophie\u201c im Wikipedia-Artikel \u201eLiberalismus\u201c,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liberalismus<\/a>. (23.03.20)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a>&nbsp;Jan Korte, Wir brauchen eine General\u00fcberholung linker Politik,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-03\/neoliberalimus-die-linke-jan-korte-kritik-opfer\">https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-03\/neoliberalimus-die-linke-jan-korte-kritik-opfer<\/a>. (08.12.19)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a>&nbsp;Lenz Jacobsen, Zukunft des Liberalismus \u2013 Das Taumeln der Liberalen,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Lenz+Jacobsen%2C+Zukunft+des+Liberalismus+%E2%80%93+Das+Taumeln+der+Liberalen\">https:\/\/www.google.com\/search?client=firefox-b-d&amp;q=Lenz+Jacobsen%2C+Zukunft+des+Liberalismus+%E2%80%93+Das+Taumeln+der+Liberalen<\/a>. (29.04.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a>&nbsp;Friedrich August von Hayek, Die Intellektuellen und der Sozialismus (Teil 3),&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.misesde.org\/2015\/09\/die-intellektuellen-und-der-sozialismus-teil-3\/\">https:\/\/www.misesde.org\/2015\/09\/die-intellektuellen-und-der-sozialismus-teil-3\/<\/a>. (20.01.20) Erg\u00e4nzung R.E.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a>&nbsp;Wolf- S\u00f6ren Treusch, Freiheit oder Liberalismus, Teil 1: Eine Spurensuche im politischen Alltag,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/freiheit-oder-liberalismus-1-4-eine-spurensuche-im.976.de.html?dram:article_id=310801\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/freiheit-oder-liberalismus-1-4-eine-spurensuche-im.976.de.html?dram:article_id=310801<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a>&nbsp;Dieter Schnaas zitiert nach Wolf- S\u00f6ren Treusch, Freiheit oder Liberalismus, Teil 1: Eine Spurensuche im politischen Alltag,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/freiheit-oder-liberalismus-1-4-eine-spurensuche-im.976.de.html?dram:article_id=310801\">https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/freiheit-oder-liberalismus-1-4-eine-spurensuche-im.976.de.html?dram:article_id=310801<\/a>. Vgl. dort auch das Folgende.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a>&nbsp;Zitat von Nicolas-Sebastien Chamfort,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gutzitiert.de\/zitat_autor_chamfort_thema_leidenschaft_zitat_13445.html\">https:\/\/www.gutzitiert.de\/zitat_autor_chamfort_thema_leidenschaft_zitat_13445.html<\/a>. (20.01.2020)<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a>&nbsp;Das wurde geschrieben, bevor das Corona-Virus die Verletzlichkeit mancher Vereine zeigte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/DFF1F7A1-70BA-45F1-B408-6E7F25D28B84#_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a>&nbsp;Helmut Schmidt zitiert nach Theo Sommer, Mit der Leidenschaft zur Vernunft, S. 1-10, hier S. 9,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2008\/51\/Essay-Theo-Sommer\/komplettansicht\">https:\/\/www.zeit.de\/2008\/51\/Essay-Theo-Sommer\/komplettansicht<\/a>.<\/p>\n\n\n<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-size: =;\"><a href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=226\">PDF-Datei<\/a><span style=\"font-size: small;\"><br \/>This post was downloaded by  310 people until now.<\/span><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erbs\u00fcnden des Liberalismus &#8211; Essay in neun Teilen und sieben S\u00fcnden Teil 2 \u201eEin Liberaler schw\u00e4rmt eher f\u00fcr den Fu\u00dfball als Wettbewerbssystem, f\u00fcr seine Regeln und f\u00fcr \u00fcberraschende Ergebnisse, als f\u00fcr den Sieg (s)einer Mannschaft&#8220; (Neschle) Die erste Erbs\u00fcnde: Zu viel Verstand, zu wenig Leidenschaft Der Ur-Liberalismus ist das Aufbegehren des menschlichen&nbsp;Verstandes. Er ist &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-86\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eLeon Neschle 86\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,6],"tags":[112,14,109,11],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288"}],"collection":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1288"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1305,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1288\/revisions\/1305"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}