{"id":12,"date":"2007-03-01T14:07:04","date_gmt":"2007-03-01T12:07:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.neschle.de\/wordpress\/?p=12"},"modified":"2020-06-21T16:17:20","modified_gmt":"2020-06-21T15:17:20","slug":"leon-neschle-4-11-woche-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neschle.de\/index.php\/blog\/leon-neschle-4-11-woche-2007\/","title":{"rendered":"Leon Neschle 4 (11. Woche 2007)"},"content":{"rendered":"<header>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><span style=\"color: #4f81bd\">Elterngeld \u2013 Sozial oder wirksam?<\/span><\/strong><\/h2>\n<\/header>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Never have children, only grandchildren.&nbsp;<\/em>(Gore Vidal)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Seit Anfang des Jahres gibt es das Elterngeld. Die \u201eAnspruchssozialen\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> bek\u00e4mpfen dieses Gesetz nach wie vor. Ungerecht sei es. Es benachteilige sozial Bed\u00fcrftige.<!--more--> Mit diesem Thema befasst sich Neschle, weil es ein Musterbeispiel f\u00fcr \u00f6konomisches Denken ist im Kampf gegen \u00f6konomischen Anti-Verstand.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>A. Warum hat Hinz und Kunz nicht Kind und Hund? &#8211; Hunde als Fehlinvestition, Kinder als Verkehrsunf\u00e4lle?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle ist \u00d6konomieprofessor. F\u00fcr einige des radikalen \u00d6konomismus verd\u00e4chtig. Er hat zwei Kinder und h\u00e4tte sicher mehr, wenn nicht jede weitere Geburt f\u00fcr seine Frau ein Lebensrisiko gewesen w\u00e4re. Er hat einen Hund, genauer eine H\u00fcndin, lebt also zusammen mit vier weiblichen Wesen, weil die Kinder T\u00f6chter sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kinder und Hund kosten Geld im Laufe ihres Lebens. Der Hund etwa einen Kleinwagen, die T\u00f6chter ein kleines Einfamilienhaus. Sogar mehr, wenn Neschle ber\u00fccksichtigt, dass die Eink\u00fcnfte seiner Frau fehlen, weil sie bereits beim ersten Kind gezwungen war, ihren eintr\u00e4glichen Einkommenserwerb aufzugeben. Warum, tut hier nichts zur Sache. Der Leser m\u00f6ge das glauben!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Lucy ist ein Mischling aus Podenco Ibicenco und Sch\u00e4ferhund<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Angeblich steckt noch ein Dobermann drin. Lucy ist ein schlanker, aber gro\u00dfer Hund. Sie ist rassig, doch kein Rassehund. Sie war preiswert im Wortsinn! Hundertf\u00fcnfzig Euro. Dann kam es: Tierarzt; Kastration nach Scheinschwangerschaft; Impfungen; regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle; zus\u00e4tzliche Fahrtkosten, Hundesteuer; Ausstattung; Mehrausgaben f\u00fcr Reinigung von Haus und Auto; erh\u00f6hte Urlaubskosten; Futter und Hundeleckereien; Sch\u00e4den an Haus und Hof; ab und zu eine Hundepension, Hundeschule, weil ein nicht ausgebildeter Gro\u00dfhund eine Gefahr ist. Es fehlen noch Schuhe und Kleidung, die bei t\u00e4glichen Hundespazierg\u00e4ngen leiden, weil Lucy auf das Wetter keine R\u00fccksicht nimmt. Jedenfalls fast nicht, weil sie eine vornehme Dame ist, die jede Pf\u00fctze meidet. Lucy ist gut sechs Jahre alt und wird dreizehn bis f\u00fcnfzehn alt werden. Voraussichtlich!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Trotz dieser beachtlichen Kosten sieht Neschle immer mehr Leute mit Hund, doch immer weniger mit Kind in seinem sonst so geb\u00e4rfreudigen \u201eKaff der guten Hoffnung\u201c. Selbst Singles kommen auf den Hund, nicht nur weil es billiger ist, sich einen Hund zu halten als eine Frau. Oder einen Mann! Es ist wohl die gestiegene Unf\u00e4higkeit, menschliche Beziehungen anzukn\u00fcpfen und zu halten und der Wunsch nach treuevoller Geborgenheit, den Hunde manchen Menschen vermitteln. &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was kosten Kinder? Wem erz\u00e4hlt Neschle das? Allein den Kinderlosen oder manches auch weniger gut Verdienenden, die anders als ich keine Kindergartenbeitr\u00e4ge oder nicht den H\u00f6chstbetrag zu zahlen hatten? Neschle beklagt sich nicht, schon weil er Hund und Kinder aus freiem Entschluss hat. Er erkl\u00e4rt. Und will nicht langweilen mit Fakten, die jedem bekannt und vielleicht sogar bewusst sind. Doch ein Beispiel sei erlaubt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein kinderloses Ehepaar empfahl ihm ein Hotel f\u00fcr einen dreiw\u00f6chigen Urlaub in S\u00fcdtirol. Familienfreundlich sei es. Das Ehepaar war eine Woche vorher dort gewesen. H\u00f6rte sich ausgezeichnet an: gute Atmosph\u00e4re, prima Wetter! Neschle musste noch eine Woche warten. Auf die Ferien. Doch dann die Preise! Das kinderlose Ehepaar hatte in der Vorsaison &#8211; das ist leider immer die Vor-Feriensaison &#8211; jeweils sechzig Prozent des Hochsaisonpreises gezahlt. Zusammen also hundertzwanzig Prozent. Was sollte Neschle zahlen? Ferien sind Hochsaison. Erst die gute Nachricht: Seine schulpflichtigen Kinder bekamen Erm\u00e4\u00dfigung. Sie sollten jeweils nur achtzig Prozent des Preises zahlen. Zusammen nur hundertsechzig Prozent und trotzdem bereits mehr als das kinderlose Ehepaar insgesamt gezahlt hatte nur f\u00fcr seine Kinder. Seine Frau und er zahlten hundert Prozent, zusammen also zweihundert Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit dreihundertsechzig gegen hundertzwanzig Prozent zahlte Neschle dreimal so viel f\u00fcr nur doppelt so viele Personen. Und das trotz Kindererm\u00e4\u00dfigung! H\u00e4tten er mit seinen Kindern in der Vorsaison Urlaub machen k\u00f6nnen, w\u00e4ren er mit Kindernachlass bei zweihundert Prozent gelandet. Nun, in Ferien, zahlte er hundertsechzig Prozent mehr. Also fast das Doppelte. Absolut bedeutete das so viel, wie er an Kindergeld f\u00fcr das ganze Jahr bezog und mehr als die gesamten Urlaubskosten f\u00fcr das kinderlose Paar. Er entschied sich folglich gegen diesen Urlaub.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist m\u00fc\u00dfig noch zu sagen, dass beide Ehepartner des kinderlosen Paares ohne St\u00f6rung durch die Kleinen bequem Vollzeit arbeiten konnten, also auch auf der Einkommensseite relativ besser gestellt waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was will uns der Dichter damit sagen? Zun\u00e4chst einmal: Es ist nicht erkl\u00e4rlich, warum ein \u00d6konomist Kinder hat, wenn er sich allein nach den Kosten richtet. Schon gar keinen Hund! <i>Kinder sind f\u00fcr ihn nur als Unf\u00e4lle im ehe- oder nichtehelichen Freiverkehr denkbar. Einen Hund kauft er nur in geistiger Umnachtung.<\/i> So scheint es zumindest. Doch ein richtiger \u00d6konom ist nicht zwingend auch ein Zyniker, der von allem den Preis, aber von nichts den Wert kennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Neschle will nicht alle Motive ausbreiten, die ihn zum \u00fcberzeugten Vater machen, obwohl er es unter Kostenaspekten nicht sein d\u00fcrfte. Kinder zu haben, hat einen hohen Wert. Es erf\u00fcllt Leben mit Sinn. Man wirft sein Geld nicht f\u00fcr nichtsw\u00fcrdige Ersatzbefriedigungen wie das dritte Auto hinaus, mit denen man mangels kindlicher Elemente die eigene Verkindschung zelebriert, sondern investiert in Menschen, in Humankapital. Welches Hobby, welche Liebhaberei, gibt schon die Liebe zur\u00fcck, die man hineinsteckt. Ein h\u00f6heres Tier, ein Hund vielleicht oder ein Pferd. Sonst sind es nur Menschen: Gleichgesinnte, die mit uns etwas teilen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>B. Wer es sich leisten kann, hat keine Kinder. Wer nicht, hat welche.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Aber es geht nicht um Neschle, sondern um die Kinderlosigkeit dieser Gesellschaft. Die ist besonders ausgepr\u00e4gt bei Akademikern, bei m\u00e4nnlichen st\u00e4rker noch als bei weiblichen. Doch bei Kindern ist es wie immer in der \u00d6konomie. Wer nur die Kosten betrachtet, kennt nur die eine H\u00e4lfte der Medaille, manchmal weniger. Aber auch wer nur den Nutzen sieht, verkennt einen Teil der menschlichen Realit\u00e4t: Kosten und Opportunit\u00e4tskosten. Man muss halt beides betrachten!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nicht nur Einkommen, sondern auch Kinderlosigkeit ist in Deutschland ungleich verteilt. <i>Scheinbar paradoxerweise haben gerade diejenigen keine Kinder, die es sich finanziell leisten k\u00f6nnten.<\/i> Daher findet im Ergebnis auch eine Negativauslese von Akademikergenen statt. Mit ihren Talkshows am Nachmittag haben sich die privaten Fernsehanstalten schon bestens auf diese Situation eingestellt. Es ist so, als w\u00fcrde sich die Ideologie des Arbeiter- und Bauernstaates auf diese Weise r\u00e4chen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Akademikererbgut nimmt kaum noch teil an der Entwicklung unserer Bev\u00f6lkerung. Es fehlt zudem mangels ihrer Verkinderung daher auch das, was Akademiker an Vorstellungen und Inspirationen ihren Kindern weitergeben k\u00f6nnten. En passant in der Erziehung. Wir glauben offenbar \u2013 das zeigt jedenfalls unser Handeln -, uns das leisten zu k\u00f6nnen im Wettbewerb der K\u00f6pfe und Ideen mit anderen Gesellschaften in dieser Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es haben dagegen diejenigen gen\u00fcgend Kinder, die es sich finanziell nicht leisten k\u00f6nnen. Das belegt auch die zunehmende Kinderarmut. Die sozialen Brennpunkte sind fast \u00fcberkindert. Auch beim moslemischen Teil der Bev\u00f6lkerung gibt es gen\u00fcgend Kinder. Aus vielerlei Gr\u00fcnden!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Auf den ersten Blick scheint die \u00d6konomie also bei der Kinderentscheidung ausgehebelt. M\u00fcsste es denn nicht umgekehrt sein, wenn das Finanzielle entscheidet? Wer sich finanziell leisten kann, Kinder zu haben, hat welche; wer nicht, hat keine.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So denkt der Sozial-Deutsche. Doch zu kurz gedacht! Wer so denkt ist eben kein \u00d6konom. <i>Der \u00f6konomische Verstand denkt nicht in absoluten Positionen, sondern in \u00c4nderungen. Er denkt verursachungsorientiert: Es kommt allein darauf an, wie sich die \u00f6konomische Position einer Familie durch ein zus\u00e4tzliches Kind auf Einnahme- und Ausgabeseite ver\u00e4ndert.<\/i> Da liegt die Henne im Ei und der Hahn im Korb, da holt der Mostl das Wachs und der Wastl den Most:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Gut ausgebildete, gut verdienende Menschen haben durch Kinder erhebliche Einbu\u00dfen, w\u00e4hrend schlecht ausgebildete, schlecht verdienende Menschen vom Kindersegen sogar \u00f6konomisch profitieren. Genau das f\u00fchrt in die Schieflage, die wir gegenw\u00e4rtig beobachten.<\/i> Kinder lohnen sich aus dieser Sicht f\u00fcr Schlechtverdiener. F\u00fcr gutverdienende Akademiker sind sie eine hohe Belastung, weil sie deren finanziellen Status am st\u00e4rksten beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Sozialforscher Miegel sieht in der zunehmenden Kinderlosigkeit einen Beleg f\u00fcr <i>\u00d6konomismus<\/i>. Kinder betrachte man nur noch als Kostenfaktor. In seinem Buch <i>Epochenwende <\/i>macht er <i>steigenden \u00d6konomismus<\/i> f\u00fcr das Ende des Wohlstands verantwortlich. Er fordert R\u00fcckbesinnung auf das kulturelle Erbe.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Entkinderung begegnen durch \u201eR\u00fcckbesinnung auf das Kulturelle\u201c? Gab es damals in Deutschland oder gibt es in Afrika weniger \u00d6konomismus und mehr Kultur? Ja, und Kinder gibt es dann von der \u201eR\u00fcckbesinnung auf das Kulturelle\u201c? Da ist sogar die Sache mit dem Storch glaubw\u00fcrdiger!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch sehen wir einmal allein auf die \u00f6konomischen Kr\u00e4fte. <i>Kinder waren hier in Deutschland und sind in Afrika Rentenversicherung ihrer M\u00fctter und V\u00e4ter.<\/i> <i>Ohne allgemeine Versorgungssysteme braucht man also viele Kinder. Mit Rentenversicherungen ist dagegen der Kinderlose im Vorteil.<\/i> Unentwegtes und ungest\u00f6rtes \u201eDoppelverdienen\u201c verschafft ihm die gr\u00f6\u00dfere Rentenbasis. Am besten gestellt sind hier die DINKs (Double Income No Kids). Das ist aus individueller Sicht wirklich kein Anreiz, mit mehr Kindern die Zukunft der Gesellschaft zu bauen. Das Ziel der Kindergest\u00f6rten scheint heute allein: <i>\u201eReich ins Heim!\u201c<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Apropos! Das Ganze ist dann am Ende so angelegt wie bei dem Herrn aus der braunen Schmierentrag\u00f6die \u201eHeim ins Reich!\u201c. Der hatte selbst auch keine Kinder. Er wollte aber, dass die anderen m\u00f6glichst viele Kinder hatten. Die brauchte er f\u00fcr die Verwirklichung seiner angeblich ger- aber doch egomanischen Ziele!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das ist nicht zwingend, weil nicht alles \u00d6konomie ist und \u00d6konomie auch nicht alles. Aber die \u00f6konomischen An-Reize wirken dahin! Und den Kampf gegen diese Reize verlieren halt viele. Das muss man erkennen und nicht die Augen davor verschlie\u00dfen. Danach kann man auch \u00fcberlegen, ob man es auch so haben will oder ob man die \u201eKinder\u00f6konomie\u201c von Grund auf ver\u00e4ndert. &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und die \u201eR\u00fcckbesinnung auf das Kulturelle\u201c beim Sozialforscher Miegel? Da Miegel vermutlich nicht vorhat, anonyme Rentenversorgungsysteme und Verh\u00fctungsm\u00f6glichkeiten zu beseitigen, gen\u00fcgt wohl auch nicht die R\u00fcckbesinnung auf das Kulturelle. Die Beseitigung \u00f6konomischer Nachteile f\u00fcr Menschen mit Kindern aus der oben beschriebenen Lage ist unausweichlich. Dieses Problem ist schwierig genug, um es nicht mit Kulturgefasel neben der Kapp zu erledigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Man kann zwar ein kulturelles Lamento \u00fcber \u00d6konomismus anstimmen und sich einreihen in die Phalanx christlicher, sozialistischer und philanthropischer Schriftsteller, die vom Menschen \u2013 und das ist vor allem der andere Mensch! &#8211; fordern, allen Eigennutz fahren zu lassen und sich nach dem Bild der jeweiligen Religion oder Ersatzphilosophie zu \u00e4ndern. Und man kann darauf warten, bis es mit dieser \u00c4nderung soweit ist. Erfolg bringt das selten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Erfolg hat aber nur, wer etwas tut, w\u00e4hrend er darauf wartet. Also bleibt nicht anderes, als den Menschen so zu nehmen, wie er ist. Und er ist, wenn es um seine materielle Basis geht, nun einmal mehr ichbezogener <i>homo oeconomicus<\/i> als alle Moralschreiberlinge das wahrhaben wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die meisten moralisierenden Anspruchssozialen k\u00f6nnen es sich zudem leisten, Moralininjektionen zu fordern. Aber erst kommt auch bei ihnen das Fressen, wie Bert Brecht erkannte. Das ist eine der wenigen Ideen, die ich sogar mit Karl Marx<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> teile. Ansonsten ergeben sich bei ihm mehr Fragen als Antworten: Marx-Questions. Die folgenden \u00dcberlegungen gelten dagegen die Question Marks.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>C. Question Marks. Ausweg aus der Kinderkrise.<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Eines der politischen Probleme bei der L\u00f6sung der Kinderfrage ist der Konflikt zwischen der \u00d6konomie des einzelnen (erw\u00fcnschter Kinderlosigkeit) und der \u00d6konomie des Ganzen (verhinderter Zukunftsf\u00e4higkeit der Gesellschaft), zwischen individueller und kollektiver Rationalit\u00e4t. Ein Konflikt, wie man ihn in jedem Fu\u00dfballstadion beobachten kann: Wenn einer aufsteht, kann er besser sehen; wenn alle aufstehen, w\u00e4ren sie besser sitzen geblieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie sieht die Lage f\u00fcr die Gesamtheit aus? Eine Parallele zum Generationenmodell der betriebswirtschaftlichen Produktpolitik kann das verdeutlichen. Nach dem von der Boston Consulting Group entwickelten Modell werden aus dem Erl\u00f6s der reifen Produkte (Cash Cows) junge Markteinf\u00fchrungen mit noch fraglichem Markerfolg (Question Marks), zum Teil auch dynamische Aufsteigerprodukte (Rising Stars) gef\u00f6rdert. Selbst \u00e4ltere Produkte, die nicht mehr ihren fr\u00fcheren Markterfolg erbringen (Poor Dogs), werden durch die Cash Cows unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Parallele ist einfach: Kinder sind Question Marks, Jugendliche und junge Erwachsene Rising Stars, erwachsene Erwerbst\u00e4tige Cash Cows und nicht (mehr) Erwerbst\u00e4tige Poor Dogs. Mit dem gravierenden Unterschied: Die Poor Dogs werden von den Unternehmungen meist schnell vom Markt genommen. Rentner dagegen \u00fcberleben das fixierte Rentenalter immer l\u00e4nger.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dennoch ist dies kein Pl\u00e4doyer daf\u00fcr, das Rentenproblem auf die Weise der Unternehmungen in Form <i>sozialvertr\u00e4glichen Fr\u00fchablebens<\/i> zu l\u00f6sen. Das sollte man Neschle schon deshalb glauben, weil er in Zukunft selbst davon betroffen w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Jeder Mensch hat einen Lebenszyklus, bei dem der gesunde Mensch zweimal in eine Ausbeuterposition ger\u00e4t gegen\u00fcber seiner Familie oder gegen\u00fcber der Allgemeinheit. Als Kind f\u00e4llt er seinen Eltern finanziell zur Last oder der Allgemeinheit, sofern diese die Lasten der Eltern ganz oder teilweise \u00fcbernimmt. Am Ende des Lebens braucht der Mensch finanzielle Unterst\u00fctzung seiner Kinder und\/oder staatlicher Sozialsysteme. In der Mitte des Lebens l\u00e4sst er sich selbst ausbeuten. Er zahlt an seine Kinder, seine Eltern und die staatlichen Versorgungssysteme mehr als er von ihnen zur\u00fcckerh\u00e4lt in diesem Lebensabschnitt. Diese finanzielle Beziehung zwischen den Generationen nennt man f\u00e4lschlicherweise Generationenvertrag<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser ger\u00e4t in Schwierigkeiten, wenn zwischen Netto-Zahlern und Netto-Empf\u00e4ngern gravierende Ungleichgewichte entstehen. Ein Musterbeispiel ist China: Hier wurde durch die Ein-Kind-Verordnung \u00dcberkinderung durch \u00dcberrentnerung abgel\u00f6st (Man sehe Neschle seine Wortkreationen nach, etwas muss noch kommen nach der <i>Rentnerschwemme<\/i>!). Probleme entstehen auch, wenn die Netto-Zahler zu stark ausd\u00fcnnen: durch die Gei\u00dfel Aids in Afrika oder Arbeitslosigkeit in Deutschland. Paart sich Arbeitslosigkeit mit dem geringen Zuwachs der Netto-Zahler durch geburtenschwache Jahrg\u00e4nge, wird das soziale System hecklastig. Die Gefahr besteht, dass es die l\u00e4ngste Zeit ein soziales System war.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Dann stellt sich nicht nur die egoistische Frage der lebenden Generationen, wie ihre Rente durch die arbeitende Bev\u00f6lkerung zu finanzieren ist, sondern auch wie man die Ausbildung k\u00fcnftiger Generationen sicherstellt.<\/i> F\u00fcr die f\u00fchlt sich kaum einer der Lebenden verantwortlich nach dem Motto: Was hat die Nachwelt denn je f\u00fcr mich getan?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Obwohl die Ausbildung der nachwachsenden Generation zus\u00e4tzlicher Aufwendungen bedarf, gibt es auf Dauer nur einen Weg: Mehr Kinder, auch und gerade bei Akademikern! Doch wie f\u00f6rdern, ohne anzuecken am sozial-ideologischen Bauchgef\u00fchl der Mehrheit? Theoretisch m\u00fcsste man Akademiker am meisten kinderf\u00f6rdern. Denn ihnen entstehen die gr\u00f6\u00dften Einbu\u00dfen durch Kinder. Bei Sozialhilfeempf\u00e4ngern m\u00fcsste man dagegen reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das 2006 beschlossene und ab 1. Januar 2007 eingef\u00fchrte Elterngeld tut das erste, vermeidet aber das zweite. Das zweite f\u00fcr Altf\u00e4lle zu tun, verstie\u00dfe ohnehin gegen den Vertrauensschutz und k\u00e4me der F\u00f6rderung der Kinderarmut gleich. Das Elterngeld st\u00f6\u00dft aber bei den Anspruchssozialen auf Widerstand, weil nicht verst\u00e4ndlich sei, dass diejenigen mehr erhalten, die es sich scheinbar leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch \u00f6konomisch entscheidet eben nicht das \u201eEs-sich-leisten-K\u00f6nnen\u201c \u00fcber den Kinderwunsch sondern, ob man es sich angesichts der hohen Opportunit\u00e4tskosten leisten will.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Es ist n\u00e4mlich die ern\u00fcchternde Erkenntnis, dass die Karrierewelt jede l\u00e4ngere Pause mit erheblichen Einbu\u00dfen bei Aufstieg und Einkommen beantwortet, egal ob bei Mann oder Frau. Nur weil Frauen \u00f6fter die Last l\u00e4ngerer Babypausen tragen, ist das auch eine geschlechtsspezifische Benachteiligung.<\/i> Wer sich dieser Realit\u00e4t nicht stellt, wird das Problem der Akademikerkinderlosigkeit nicht l\u00f6sen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der ungelernte Lagerarbeiter und die ungelernte Reinigungskraft kommen nach der Babypause in die gleiche Karrierestufe zur\u00fcck, treffen diejenigen wieder, die sie seit langem kennen. Akademiker steigen nach Pausen dagegen in aller Regel ab, bestenfalls bleiben sie auf derselben Stufe. Dort treffen sie nur neue, j\u00fcngere Leute. Ihre Kohorte ist derweil weitergezogen, hat h\u00f6here Stufen der Karriereleiter erklommen, w\u00e4hrend sie sich um die Brutpflege verdient machten, ohne dass ihnen das als Verdienst zugerechnet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><i>Wie kann man diesen gordischen Knoten durchhauen, den Knoten zwischen einer \u201eanspruchssozial\u201c nicht goutierten Zusatzf\u00f6rderung von Akademikern und ihrer angesichts spezifischer Opportunit\u00e4ts-Nachteile sogar gebotenen Zusatzf\u00f6rderung?<\/i> Am Baum der Erkenntnis h\u00e4ngen manchmal wirklich harte N\u00fcsse!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Knacken kann man diese Nuss nur, wenn man akademischen Karrieristen wegen des urdeutschen Neidsyndroms <i>nicht(!!!) mehr<\/i> gibt als anderen Kinderern, also auch <i>kein h\u00f6heres Elterngeld <\/i>(anspruchssozialer Fehler!!!), aber zugleich etwas \u00fcberl\u00e4sst, das f\u00fcr sie mehr wert ist (wirkungssoziales Muss!!!). Ist das nicht ein Widerspruch? Nicht mehr und doch mehr wert? Eine dialektische L\u00f6sung muss her, eine nichtdiskriminierende Diskriminierung. Ist diese L\u00f6sungsidee klar, ist die L\u00f6sung einfach:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Abwesenheit von der Tretm\u00fchle Arbeitsplatz \u00fcber l\u00e4ngere Zeit ist die Karrierebremse. Also muss es etwas sein, das die Anwesenheit dort erm\u00f6glicht. Die Kinder m\u00fcssen gut betreut und versorgt sein. Diese Betreuung <i>muss zu Hause anfangen<\/i>(!!!) und nicht erst in den \u00f6ffentlichen Einrichtungen wie Kinderkrippen und auch zu Hause enden. Und sie muss individuell vereinbart werden k\u00f6nnen wie in den Gro\u00dffamilien fr\u00fcherer Tage. Diese Leistung muss der Staat kostenlos zur Verf\u00fcgung stellen, nur auf Wunsch nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie viele \u00e4ltere Frauen und M\u00e4nner st\u00fcnden f\u00fcr die individuelle Kinderbetreuung zur Verf\u00fcgung, wenn sie nach einem Ausbildungsprogramm daf\u00fcr ein angemessenes Entgelt erhielten? Karrieretriebt\u00e4terinnen und \u2013triebt\u00e4ter k\u00f6nnten auf deren Leistungen schon morgens vor ihrem Weg in die Tretm\u00fchle zur\u00fcckgreifen. Bis zu einem gewissen Lebensalter w\u00fcrden sie Concierge und kalte Mamsell im Hotel Mama hergeben, den Chauffeur oder den Animateur. Multifunktionale, soziokulturelle Schl\u00fcsselfiguren. Kurz: Ersatzm\u00fctter und Ersatzv\u00e4ter!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sie st\u00fcnden in gleicher Weise in sozialen Brennpunkten zur Verf\u00fcgung, k\u00f6nnten helfen, die Folgen der Kinderarmut bei den Kinderreichen zu bew\u00e4ltigen<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a>. Sie w\u00e4ren Schutz bei Gewalt gegen Kinder: k\u00f6rperlicher und seelischer in sozialen Brennpunkten, meist ausgepr\u00e4gt seelischer bei Karrieres\u00fcchtigen. In einem Zug und Flug h\u00e4tten wir drei Klappen geschlagen: die erste auf die Arbeitslosigkeit \u00e4lterer Frauen und M\u00e4nner, deren Kinder aus dem Haus sind<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a>; die zweite auf das Kind als Karrierehemmnis junger Akademikerinnen und Akademiker; die dritte auf die Kinderbetreuung in sozialen Brennpunkten. Diese Betreuung m\u00fcsste jenseits der kollektiven Bildungseinrichtungen Kindergarten und Schule greifen, vorher, nachher und individuell. Es darf statt kalter Kinderkrippe auch mal die warme Wickelwohnung sein!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Rendite w\u00fcrden wir alle einfahren: mehr sozialversicherungsf\u00e4hige Besch\u00e4ftigungen, bessere soziale Betreuung von Kindern in schwierigen Verh\u00e4ltnissen und bessere Allokation des Humanverm\u00f6gens insbesondere bei karrieref\u00e4higen und \u2013willigen Frauen. Es geht ohnehin ein Rock durch Deutschland. W\u00fcrde man hier aufmerkeln, k\u00f6nnten es bald viele f\u00e4hige R\u00f6cke mit Karriere sein, die heute noch frustriert in der Betreuung ihrer Kinder dilettieren. Schauen wir doch mal nach Frankreich! Das machen die Franzosen jedenfalls deutlich besser. Und das Ergebnis zeigt es!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Und was f\u00e4llt unseren Politikern zuerst ein? <i>Umverteilung von den Kinderreichen zu den Kinderreichen, um die Reiche der Kinder zu erweitern!<\/i> Ein \u201egeistreicher\u201c Vorschlag, j\u00fcngst noch vom Deutschen St\u00e4dte- und Gemeindebund: Die K\u00fcrzung des Kindergeldes, um Kinderg\u00e4rten zu f\u00f6rdern und kostenlos anzubieten. Ich h\u00f6re sie schon, die Zukunftsmusik: Kinderlachen und Kinderkreischen! Deutschland wird jung, Deutschland kriegt Schwung! Jetzt hat jeder wieder Lust auf Kinder. Ha, ha, ha!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Danach endlich etwas Sinnvolles: das Elterngeld. Das ist in der Wirkung ein Schritt in die richtige Richtung, bei\u00dft sich aber mit der Systemlogik unseres Steuer- und Sozialsystems und nat\u00fcrlich mit der Neidkultur der \u201eAnspruchssozialen\u201c. Einkommensabh\u00e4ngiges Elterngeld ist daher nur eine gute, aber eben nicht die beste L\u00f6sung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Wirksamkeit beim Nachwuchs von Akademikern wird sich bald zeigen. Das wird aber diejenigen nicht verstummen lassen, die im Elterngeld eine a-soziale Ma\u00dfnahme sehen, weil sie ihren Blick auf gleiche Anspr\u00fcche richten und nicht auf gleiche Opportunit\u00e4ten. Freuen wir uns: Das ist einer der ersten Siege seit langem, welche die \u00f6konomische Vernunft feiert gegen\u00fcber einem anspruchsorientierten Sozialgedusel, das zwar die eigene gute Gesinnung feiert, aber die \u201eFolgenethik\u201c vernachl\u00e4ssigt. Doch es w\u00e4re auch geschickter gegangen, ohne einen echten Ansatzpunkt f\u00fcr die Kritik der Anspruchssozialen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Darauf h\u00e4tte man doch kommen k\u00f6nnen! Wir waren mal das Volk der Denker! Aber sind wir es auch k\u00fcnftig? Ohne Akademikerkinder?! Na, dann das letzte Wort f\u00fcr den Angeklagten:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wer viel verdient, der kriegt jetzt mehr,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">das Elterngeld es ist nicht fair.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201eFair\u201c aber ist, das sollt man wissen,<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">f\u00fcr Kinder mehr einb\u00fc\u00dfen m\u00fcssen!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">So steigert man, ganz still und leise:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">die \u201eAkademikerkinderpreise\u201c!<\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\">\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> \u201eAnspruchssoziale\u201c sind solche, die immer als erste fragen, was sie von der Gemeinschaft bekommen, weil sie \u201eein Recht dazu haben\u201c. Das Gegenteil davon sind \u201eLeistungssoziale\u201c, die immer als erstes die Verpflichtung f\u00fchlen, etwas f\u00fcr die Gemeinschaft zu tun. Schau Dich um in Deiner Gegend und in der Politik: Du wirst sie erkennen! Seit den 68ern haben die Anspruchssozialen dabei deutlich die Oberhand gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Der Name Lucy wurde in einem langen Namensfindungsprozess aus ihren Eigenschaften entwickelt. Aus <i>Lucky Lucifer<\/i>. W\u00e4re Lucy ein Cocker-R\u00fcde, h\u00e4tte Neschle ihn nat\u00fcrlich <i>Joe<\/i> genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Der ist Teilen der heutigen Jugend so unbekannt, dass die auf einen der Marx-Brothers tippen oder Karl Marx mit Camargue f\u00fcr einen Landstrich in S\u00fcdfrankreich halten: <i>Letzten Sommer war ich in der Karlmarx.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Mit einer solchen Redeweise hat Neschle keinen Vertrag. Von vertraglichen Beziehungen gibt es hier allenfalls Spuren, etwa wenn der Vater seinen Kindern eine Unternehmung \u00fcberschreibt und daf\u00fcr weiterhin Nie\u00dfbraucher oder Nutznie\u00dfer der Ertr\u00e4ge ist. Gew\u00f6hnlich liegt aber ebenso wenig ein Vertrag vor, wie eine Vereinbarung bei den sogenannten Leistungsvereinbarungen in Unternehmungen und neuerdings auch in Universit\u00e4ten. Bei diesen Sollvorgaben f\u00fcr Abteilungen oder Bereiche der Unternehmungen sucht man trotz des Namens eine Vereinbarung vergebens. Mit freiwilligen Vereinbarungen in Marktvertr\u00e4gen hat das nicht einmal entfernt etwas zu tun. Eine solche besch\u00f6nigende Sprechweise desensibilisiert gegen die Fakten, wie bei <i>Entsorgungspark<\/i> oder <i>Begr\u00fc\u00dfungszentrum<\/i>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> In den USA hat sich der Geburten\u00fcberhang in sozielen Brennpunkten als wesentlicher Faktor der Kriminalit\u00e4tsf\u00f6rderderung erwiesen, wie Levitt\/Dubner in <i>Freakonomics<\/i> (Kapitel 4) schildern. Hier d\u00fcrften die steuerlichen Bedingungen in Deutschland \u00e4hnliche Wirkungen haben wie das Abtreibungsverbot in den USA. Soziale Brennpunkte sind \u00fcbrigens da, wo Haupt- oder Sonderschullehrer Kinder unterrichten, mit denen sie fr\u00fcher nie spielen durften.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Das ist in der Regel sinnreicher, als solche Menschen in \u00fcberf\u00fcllten Universit\u00e4ten hobbystudieren zu lassen.<\/p>\n<p><a title=\"PDF-Datei\" href=\"http:\/\/www.neschle.de\/download-manager.php?id=36\">PDF-Datei<\/a><br \/>\nThis post was downloaded by  1163  people until now.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elterngeld \u2013 Sozial oder wirksam? Never have children, only grandchildren.&nbsp;(Gore Vidal) Seit Anfang des Jahres gibt es das Elterngeld. Die \u201eAnspruchssozialen\u201c[1] bek\u00e4mpfen dieses Gesetz nach wie vor. Ungerecht sei es. 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